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Gemeinde Villalba de Duero
Villalba de Duero – Iglesia de San Miguel
Villalba de Duero – Iglesia de San Miguel
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Villalba de Duero
Villalba de Duero (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KastilienleonKastilien und León Kastilien und León
Provinz: Burgos
Comarca: Ribera del Duero
Koordinaten 41° 41′ N, 3° 45′ WKoordinaten: 41° 41′ N, 3° 45′ W
Höhe: 800 msnm
Fläche: 13,75 km²
Einwohner: 673 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 48,95 Einw./km²
Postleitzahl: 09443
Gemeindenummer (INE): 09438 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Villalba de Duero

Villalba de Duero ist ein nordspanischer Ort und eine Gemeinde (municipio) mit etwa 673 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) im Süden der Provinz Burgos in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León.

Lage und KlimaBearbeiten

Der Ort Villalba de Duero liegt im Duero-Tal in einer Höhe von etwa 800 m. Die Stadt Burgos befindet sich knapp 85 km (Fahrtstrecke) nördlich; Aranda de Duero liegt ca. 6 km südöstlich. Das Klima im Winter ist oft rau, im Sommer dagegen meist gemäßigt und warm; Regen (ca. 460 mm/Jahr) fällt überwiegend im Winterhalbjahr.[2]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1857 1900 1950 2000 2017
Einwohner 673 554 562 595 673[3]

Die Mechanisierung der Landwirtschaft und die Aufgabe bäuerlicher Kleinbetriebe führten seit den 1950er Jahren zu einem Mangel an Arbeitsplätzen im Ort selbst und in den umgebenden Dörfern, der allerdings durch die Nähe zur Stadt Aranda de Duero ausgeglichen werden konnte.

WirtschaftBearbeiten

In früheren Zeiten war Villalba de Duero eine sich weitgehend selbst versorgendes Bauerndorf im Duero-Tal; allerdings konnten die hier produzierten Weine über den Fluss bis nach Porto verschifft werden. Der Ort gehört heute zum Weinbaugebiet Ribera del Duero. Am Duero befindet sich ein Wasserkraftwerk (Central hidroeléctrica de La Recorba).

GeschichteBearbeiten

Aus keltischer, römischer, westgotischer und islamischer Zeit wurden bislang keine Zeugnisse gefunden. Im 8. und frühen 9. Jahrhundert befand sich die Gegend unter islamisch-maurischem Einfluss, doch wurde das Gebiet wegen des ungewohnt rauen und regnerischen Klimas von den Berbern weder dauerhaft besiedelt noch in höherem Maß verteidigt. Ende des 9. Jahrhunderts erhielt der kastilische Graf Diego Rodríguez Porcelos von König Alfons III. von Asturien den Auftrag zur Wiederbesiedlung (repoblación) des entvölkerten Landes. Von ca. 910 bis zum Ende des Kalifats von Córdoba (1031) bildete der Duero die Grenze zwischen der christlichen Einflusssphäre im Norden und der islamischen im Süden. Der Ort wird im Jahr 1244 erstmals urkundlich erwähnt.[4]

 
Kirchenportal

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Einzige Sehenswürdigkeit des Ortes ist die um die Mitte des 18. Jahrhunderts erbaute und dem Erzengel Michael geweihte Iglesia de San Miguel Arcángel. Beachtenswert sind der dreigeteilte Glockengiebel (espadaña) und das imposante Südportal im klassizistischen Stil. Das Kirchenschiff (nave) hat ein Stichkappengewölbe.
  • Zwei Kapellen (Virgen del Prado und San Pedro) stehen am Ortsrand.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Villalba de Duero – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Villalba de Duero – Klimatabellen
  3. Villalba de Duero – Bevölkerungsentwicklung
  4. Villalba de Duero – Geschichte