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Gemeinde Poza de la Sal
Poza de la Sal – Ortsansicht mit Burg
Poza de la Sal – Ortsansicht mit Burg
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Poza de la Sal (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KastilienleonKastilien und León Kastilien und León
Provinz: Burgos
Comarca: La Bureba
Koordinaten 42° 40′ N, 3° 30′ WKoordinaten: 42° 40′ N, 3° 30′ W
Höhe: 765 msnm
Fläche: 81,9 km²
Einwohner: 294 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 3,59 Einw./km²
Postleitzahl: 09246
Gemeindenummer (INE): 09272 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Poza de la Sal

Poza de la Sal ist ein Ort und eine Gemeinde (municipio) mit 294 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) im Norden der spanischen Provinz Burgos in der autonomen Region Kastilien-León. Der gesamte Ortskern ist als Kulturgut (Bien de Interés Cultural) in der Kategorie Conjunto histórico-artístico anerkannt.

Lage und KlimaBearbeiten

Der Ort Poza de la Sal liegt in der fruchtbaren Region der Bureba in einer Höhe von ca. 765 m. Die Provinzhauptstadt Burgos befindet sich ca. 47 km (Fahrtstrecke) südwestlich; der sehenswerte Ort Briviesca liegt gut 23 km südöstlich. Das Klima ist gemäßigt bis warm; der für spanische Verhältnisse reichliche Regen (ca. 735 mm/Jahr) fällt – mit Ausnahme der Sommermonate – übers Jahr verteilt.[2]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1857 1900 1950 2000 2017
Einwohner 2.447 1.952 1.318 384 303[3]

Infolge der Mechanisierung der Landwirtschaft, der Aufgabe von bäuerlichen Kleinbetrieben und des daraus resultierenden Arbeitsplatzmangels hat die Einwohnerzahl der Gemeinde in der Mitte des 20. Jahrhunderts einen Einbruch erlebt. Zur Gemeinde gehören auch die beiden jeweils etwa 40 Einwohner zählenden Weiler (pedanías) Castil de Lences und Lences (de Bureba).

WirtschaftBearbeiten

Der Ort bildete vom Mittelalter bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts hinein das handwerkliche und merkantile Zentrum mehrerer Dörfer und Einzelgehöfte in der Umgebung; eine bedeutende Einnahmequelle bildeten die Salinen. Heute sind der Getreideanbau und die Viehzucht von Bedeutung; auch der Tourismus in Form der Vermietung von Ferienwohnungen bildet eine wichtige Einnahmequelle der Gemeinde.

GeschichteBearbeiten

Der Ort war ursprünglich eine Siedlung der keltischen Autrigonen und hieß damals Salionca; auch die Römer gewannen hier Salz. Westgotische und selbst maurische Spuren fehlen. Ende des 9. und zu Beginn des 10. Jahrhunderts wurden die Mauren unter der Führung der kastilischen Grafen Diego Rodríguez Porcelos (reg. 873–885) und Fernán González bis in die Gebiete südlich des Duero zurückgedrängt (reconquista); danach betrieb man in den Gebieten nördlich des Duero eine Politik der Wiederbesiedlung (repoblación). Ende des 10. Jahrhunderts verwüstete der muslimische Heerführer Almansor letztmals die Region. Im Mittelalter erhielt die damalige Kleinstadt eine auf einem Felsen gelegene Burg (castillo) und wurde mit einer Mauer umgeben.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Poza de la Sal – Stadttor
  • Die Burgruine des Castillo de los Rojas thront auf einem Felsen hoch über dem Ort. Von der mittelalterlichen Stadtmauer (muralla) sind noch Teile erhalten.[4][5]
  • Die dreischiffige Kirche San Cosme y San Damián ist ein Werk des 13. Jahrhunderts; sie erhielt jedoch im 17. Jahrhundert ein neues Portal. Der spätbarocke Altarretabel (retablo) zeigt die beiden Patronatsheiligen sowie andere Figuren.[6]
  • Zahlreiche Fachwerkhäuser schmücken den Ortskern.
  • Der Salzstock gehört zu den größten in Europa; das Wasser wird über kleine Aquädukte durch den Ort bis in die ca. 1 km nordwestlich gelegenen Salinenbecken geleitet.
Lences de Bureba
  • Die Kirche des ca. 6 km südlich gelegenen Ortes hat einen romanischen Ursprung, doch wurde sie später gotisiert. So weit im Norden eher selten ist eine Südvorhalle (portico), die das durchaus imposante romanische Archivoltenportal schützt.
  • In der Nähe quert eine einbogige spätmittelalterliche Brücke mit erhöhtem Scheitel einen der vielen Bäche der Region.
Castil de Lences
  • Das Monasterio de la Asunción hat mittelalterliche Ursprünge; die Apsis der Kirche und der Kreuzgang (claustro) stammen aus dem ausgehenden 14. Jahrhundert, die meisten Klostergebäude wurden jedoch in späterer Zeit modernisiert und so wird der Kapitelsaal von einer Artesonado-Holzdecke überspannt.
  • Die schlichte Kirche des Ortes ist romanisch.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Poza de la Sal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Poza de la Sal – Klimatabellen
  3. Poza de la Sal – Bevölkerungsentwicklung
  4. Poza de la Sal – Burg und Stadtmauer
  5. Poza de la Sal – Burg und Stadtmauer
  6. Poza de la Sal – Kirche