Miraveche

Gemeinde in Spanien
Gemeinde Miraveche
Miraveche – Iglesia de Santa Eulalia
Miraveche – Iglesia de Santa Eulalia
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Miraveche
Miraveche (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KastilienleonKastilien und León Kastilien und León
Provinz: Burgos
Comarca: La Bureba
Koordinaten 42° 40′ N, 3° 12′ WKoordinaten: 42° 40′ N, 3° 12′ W
Höhe: 800 msnm
Fläche: 22,7 km²
Einwohner: 71 (1. Jan. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 3,13 Einw./km²
Postleitzahl: 09289
Gemeindenummer (INE): 09220 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Miraveche

Miraveche ist ein nordspanischer Ort und eine Gemeinde (municipio) mit nur noch 71 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) im Nordosten der Provinz Burgos in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León.

Lage und KlimaBearbeiten

Der Ort Miraveche liegt im Süden des Naturparks Montes Obarenes-San Zadornil in einer Höhe von etwa 800 m. Die Stadt Burgos liegt etwa 65 km (Fahrtstrecke) in südwestlicher Richtung entfernt; die nächstgelegene Stadt ist Miranda de Ebro (ca. 31 km östlich). Das Klima im Winter ist rau, im Sommer dagegen gemäßigt und warm; der für spanische Verhältnisse reichliche Regen (ca. 750 mm/Jahr) fällt überwiegend im Winterhalbjahr.[2]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1857 1900 1950 2000 2017
Einwohner 291 639 494 119 75[3]

Die Mechanisierung der Landwirtschaft und die Aufgabe bäuerlicher Kleinbetriebe führten seit den 1950er Jahren zu einem Mangel an Arbeitsplätzen und einem deutlichen Rückgang der Einwohnerzahlen (Landflucht).

WirtschaftBearbeiten

In früheren Zeiten war Miraveche ein sich selbst versorgendes Bauerndorf in der fruchtbaren und deshalb landwirtschaftlich geprägten Umgebung der Bureba. Die Feldarbeit wird heute von nur wenigen Bauern verrichtet; einige Häuser werden im Sommer als Ferienwohnungen (casas rurales) vermietet.

GeschichteBearbeiten

Aus keltischer Zeit stammt eine nahegelegene Nekropolis; aus römischer, westgotischer und islamischer Zeit wurden bislang keine Zeugnisse gefunden. Im 8. und frühen 9. Jahrhundert befand sich die Gegend unter islamischem Einfluss, doch wurde das Gebiet wegen des ungewohnt rauen und regnerischen Klimas von den Berbern weder dauerhaft besiedelt noch verteidigt. Ende des 9. Jahrhunderts erhielt der kastilische Graf Diego Rodríguez Porcelos von König Alfons III. von Asturien den Auftrag zur Wiederbesiedlung (repoblación) des entvölkerten Landes. Die erstmalige Erwähnung des Ortsnamens Miaraueg stammt aus dem Jahr 1122.[4]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Umgebung
  • Eine eisenzeitliche keltische Nekropolis befindet sich auf einer Anhöhe ca. 1 km außerhalb des Ortes. Mehrere rund 50 cm hohe Steine markieren die Gräber, so dass sie nicht aus Versehen doppelt belegt wurden. In einigen von ihnen fand man eiserne Schwerter als Grabbeigaben (siehe Gemeindewappen).[5]

WeblinksBearbeiten

 Commons: Miraveche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Klima Miraveche: Wetter, Klimatabelle & Klimadiagramm für Miraveche. Abgerufen am 5. Juni 2019.
  3. Habitantes Miraveche 1900-2018. Abgerufen am 5. Juni 2019 (spanisch).
  4. Historia | Miraveche. Abgerufen am 5. Juni 2019 (spanisch).
  5. © todos los derechos reservados Abilio Estefanía: Necrópolis de Miraveche. Abgerufen am 5. Juni 2019 (spanisch).