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Gemeinde Zael
Zael – Iglesia de Santa Eulalia
Zael – Iglesia de Santa Eulalia
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Zael
Zael (Burgos) (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KastilienleonKastilien und León Kastilien und León
Provinz: Burgos
Comarca: Arlanza (Comarca)
Koordinaten 42° 7′ N, 3° 49′ WKoordinaten: 42° 7′ N, 3° 49′ W
Höhe: 850 msnm
Fläche: 18,76 km²
Einwohner: 112 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 5,97 Einw./km²
Postleitzahl: 09339
Gemeindenummer (INE): 09480 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Zael

Zael ist ein Ort und eine nordspanische Landgemeinde (municipio) mit nur noch 112 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) im Zentrum der Provinz Burgos in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León.

Lage und KlimaBearbeiten

Der Ort Zael liegt ca. 6 km nördlich des Río Arlanza in der kastilischen Hochebene (meseta) knapp 36 km (Fahrtstrecke) südwestlich der Provinzhauptstadt Burgos in einer Höhe von ca. 850 m; die historisch bedeutsame Kleinstadt Lerma ist nur etwa 13 km in südöstlicher Richtung entfernt. Das Klima ist gemäßigt bis warm; Regen (ca. 515 mm/Jahr) fällt übers Jahr verteilt.[2]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1857 1900 1950 2000 2018
Einwohner 352 385 399 141 112[3]

Die Mechanisierung der Landwirtschaft, die Aufgabe bäuerlicher Kleinbetriebe und der damit einhergehende Verlust von Arbeitsplätzen haben seit der Mitte des 20. Jahrhunderts zu einem deutlichen Rückgang der Einwohnerzahlen geführt (Landflucht).

WirtschaftBearbeiten

Die Einwohner der Landgemeinde leben hauptsächlich von der Landwirtschaft (Ackerbau, Viehzucht und Weinbau); die Gemeinde gehört zum Weinbaugebiet Arlanza (D.O.). Seit den 1960er Jahren spielt auch die sommerliche Vermietung von Ferienhäusern (casas rurales) eine gewisse wirtschaftliche Rolle.

GeschichteBearbeiten

 
Zael – Kirchenportal

Über die Ursprünge des Ortes ist so gut wie nichts bekannt. Keltische, römische, westgotische und selbst maurische Spuren fehlen. Im frühen 10. Jahrhundert wurde die Gegend von den Christen unter der Führung von König Alfons III. zurückerobert (reconquista) und anschließend neu- oder wiederbesiedelt (repoblación); in dieser Zeit entstand wahrscheinlich der Ort. Am 25. März 1608 verkaufte Philipp III. die Grundherrschaft (señorio) über Zael und mehr als 300 weitere Orte an Francisco Gómez de Sandoval y Rojas, den Herzog von Lerma.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die kleine dreischiffige Iglesia de Santa Eulalia entstand im 15./16. Jahrhundert mit Anklängen an eine Wehrkirche aus exakt behauenen Steinen (in Teilen auch Bruchsteinen) an der Stelle eines abgerissenen mittelalterlichen Vorgängerbaus. Das später hinzugefügte figurenreiche Südportal ist ein kleines Meisterwerk der Bildhauerkunst der Renaissance – Hauptfiguren sind die hl. Katharina von Alexandrien, die hl. Eulalia von Mérida und die hl. Agatha von Catania; im Giebelfeld darüber befindet sich eine Pietà-Darstellung. Im Innern beeindruckt der geschnitzte und farbig gefasste Hauptaltar (retablo) aus dem Jahr 1787 im Stil des klassizistischen Barock mit Szenen aus dem Leben und der Passion Christi. Das romanische Taufbecken (pila bautismal) stammt noch aus der Vorgängerkirche.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Zael – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Zael – Klimatabellen
  3. Zael – Bevölkerungsentwicklung