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Gemeinde Padrones de Bureba
Padrones de Bureba – Ortsansicht
Padrones de Bureba – Ortsansicht
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Padrones de Bureba
Padrones de Bureba (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KastilienleonKastilien und León Kastilien und León
Provinz: Burgos
Comarca: La Bureba
Koordinaten 42° 42′ N, 3° 32′ WKoordinaten: 42° 42′ N, 3° 32′ W
Höhe: 785 msnm
Fläche: 20,33 km²
Einwohner: 50 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 2,46 Einw./km²
Postleitzahl: 09593
Gemeindenummer (INE): 09244 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Padrones de Bureba

Padrones de Bureba ist ein nordspanischer Ort und eine Gemeinde (municipio) mit nur noch 50 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) im Nordosten der Provinz Burgos in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León.

Lage und KlimaBearbeiten

Der Ort Padrones de Bureba liegt am Río Vadillo ca. 5 km westlich des Naturparks Montes Obarenes-San Zadornil in einer Höhe von etwa 785 m. Die Stadt Burgos liegt knapp 60 km (Fahrtstrecke) in südwestlicher Richtung entfernt; die nächstgelegene Stadt ist Briviesca (ca. 33 km südöstlich). Das Klima im Winter ist rau, im Sommer dagegen gemäßigt und warm; der für spanische Verhältnisse reichliche Regen (ca. 745 mm/Jahr) fällt überwiegend im Winterhalbjahr.[2]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1857 1900 1950 2000 2017
Einwohner 246 236 291 73 50[3]

Die Mechanisierung der Landwirtschaft und die Aufgabe bäuerlicher Kleinbetriebe führten seit den 1950er Jahren zu einem Mangel an Arbeitsplätzen und einem deutlichen Rückgang der Einwohnerzahlen (Landflucht).

WirtschaftBearbeiten

In früheren Zeiten war Padrones de Bureba ein sich selbst versorgendes Bauerndorf in der fruchtbaren und deshalb landwirtschaftlich geprägten Umgebung der Bureba. Die Feldarbeit wird heute von nur wenigen Bauern verrichtet; einige Häuser werden im Sommer als Ferienwohnungen (casas rurales) vermietet.

GeschichteBearbeiten

Aus keltischer, römischer, westgotischer und islamischer Zeit wurden bislang keine Zeugnisse gefunden. Im 8. und frühen 9. Jahrhundert befand sich die Gegend unter islamisch-maurischem Einfluss, doch wurde das Gebiet wegen des ungewohnt rauen und regnerischen Klimas von den Berbern weder dauerhaft besiedelt noch verteidigt. Ende des 9. Jahrhunderts erhielt der kastilische Graf Diego Rodríguez Porcelos von König Alfons III. von Asturien den Auftrag zur Wiederbesiedlung (repoblación) des entvölkerten Landes. Die erstmalige Erwähnung des Ortsnamens Miaraueg stammt aus dem Jahr 1156.[4]

 
Iglesia de San Mamés

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Die im 15./16. Jahrhundert erbaute Iglesia de San Mamés ist dem in Mitteleuropa nahezu unbekannten hl. Mamas von Kappadokien geweiht. Das Portal der Kirche befindet sich ungewöhnlicherweise auf der Nordseite. Das Langhaus der Kirche wurde irgendwann durch eine außen sichtbare Fachwerkkonstruktion um ca. 1,50 m erhöht. Der Altarretabel (retablo) aus dem 16. Jahrhundert befindet sich heute im Museo del Retablo in Burgos.[5]
  • Die beiden Kapellen Ermita de Santa Olalla und Ermita de San Martín stehen etwas außerhalb des Ortes. Sie sind einmal jährlich das Ziel von Prozessionen.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Padrones de Bureba – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Padrones de Bureba – Klimatabellen
  3. Padrones de Bureba – Bevölkerungsentwicklung
  4. Padrones de Bureba – Geschichte
  5. Padrones de Bureba – Altarretabel