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Gemeinde Cabañes de Esgueva
Cabañes de Esgueva – Ortsansicht
Cabañes de Esgueva – Ortsansicht
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Cabañes de Esgueva
Cabañes de Esgueva (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KastilienleonKastilien und León Kastilien und León
Provinz: Burgos
Comarca: Ribera del Duero
Koordinaten 41° 50′ N, 3° 47′ WKoordinaten: 41° 50′ N, 3° 47′ W
Höhe: 905 msnm
Fläche: 26,57 km²
Einwohner: 169 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 6,36 Einw./km²
Postleitzahl: 09350
Gemeindenummer (INE): 09061 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Cabañes de Esgueva

Cabañes de Esgueva ist ein nordspanischer Ort und eine Gemeinde (municipio) mit nur noch 169 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) im Süden der Provinz Burgos in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León.

Lage und KlimaBearbeiten

Der Ort Cabañes de Esgueva liegt im Tal des Río Esgueva in einer Höhe von etwa 905 m. Die Stadt Burgos liegt knapp 65 km (Fahrtstrecke) in nördlicher Richtung entfernt; die nächstgelegene Stadt ist Aranda de Duero (ca. 26 km südöstlich). Das Klima im Winter ist oft rau, im Sommer dagegen meist gemäßigt und warm; Regen (ca. 485 mm/Jahr) fällt überwiegend im Winterhalbjahr.[2]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1857 1900 1950 2000 2017
Einwohner 588 791 550 268 169[3]

Die Mechanisierung der Landwirtschaft und die Aufgabe bäuerlicher Kleinbetriebe führten seit den 1950er Jahren zu einem Mangel an Arbeitsplätzen und einem deutlichen Rückgang der Einwohnerzahlen (Landflucht).

WirtschaftBearbeiten

In früheren Zeiten war Cabañes de Esgueva ein sich selbst versorgendes Bauerndorf im fruchtbaren Esgueva-Tal. Die Feldarbeit wird heute von nur wenigen Bauern verrichtet; einige Häuser werden im Sommer als Ferienwohnungen (casas rurales) vermietet.

GeschichteBearbeiten

Aus keltischer, römischer, westgotischer und islamischer Zeit wurden bislang keine Zeugnisse gefunden. Im 8. und frühen 9. Jahrhundert befand sich die Gegend unter islamischem Einfluss, doch wurde das Gebiet wegen des ungewohnt rauen und regnerischen Klimas von den Berbern weder dauerhaft besiedelt noch verteidigt. Ende des 9. Jahrhunderts erhielt der kastilische Graf Diego Rodríguez Porcelos von König Alfons III. von Asturien den Auftrag zur Wiederbesiedlung (repoblación) des entvölkerten Landes.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
romanisches Portal
  • Die ursprünglich aus dem 12. Jahrhundert stammende Iglesia de San Martín de Tours steht etwas erhöht an einem Berghang. Sie wurde im 16. Jahrhundert weitgehend neugebaut; vom Ursprungsbau blieb lediglich das romanische Archivoltenportal auf der Südseite erhalten. Der Portalbogen zeigt ein Motiv aus sich gegenseitig überschneidenden Schnüren und ein Röllchenfries; die zweite Archivolte ist von einem Wulst verdeckt, aber die mittlere Archivolte zeigt einen Kugelstab und die äußere wird von einem Kehlprofil gebildet. Die auf kleinen Säulen ruhenden Kapitelle zeigen unter anderem Fabelwesen und Rankenwerk. Das Kirchenschiff wird von einem spätgotischen Rippengewölbe überspannt; in einer Ecke steht ein figürlich gestaltetes romanisches Taufbecken.
  • In der Außenwand rechts des Portals befindet sich ein Hochrelief mit der Darstellung eines mit einem Löwen kämpfenden Mannes.
  • In den Berghang sind im 17./18. Jahrhundert mehrere Felsenkeller (bodegas) hineingetrieben worden.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Cabañes de Esgueva – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Cabañes de Esgueva – Klimatabellen
  3. Cabañes de Esgueva – Bevölkerungsentwicklung