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Trogen (Oberfranken)

Gemeinde im Landkreis Hof in Bayern
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Trogen
Trogen (Oberfranken)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Trogen hervorgehoben
Koordinaten: 50° 22′ N, 11° 57′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Hof
Verwaltungs­gemeinschaft: Feilitzsch
Höhe: 508 m ü. NHN
Fläche: 12,32 km2
Einwohner: 1423 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 116 Einwohner je km2
Postleitzahl: 95183
Vorwahl: 09281
Kfz-Kennzeichen: HO, MÜB, NAI, REH, SAN
Gemeindeschlüssel: 09 4 75 182
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchstr. 4
95183 Trogen
Website: www.trogen.de
Bürgermeister: Klaus Strobel (SPD)
Lage der Gemeinde Trogen im Landkreis Hof
Schwarzenbach an der SaaleZell im FichtelgebirgeWeißdorfTrogen (Oberfranken)TöpenStammbachSparneckSelbitz (Oberfranken)Schwarzenbach am WaldSchauensteinRehauRegnitzlosauOberkotzauNailaMünchbergLichtenberg (Oberfranken)KonradsreuthKöditzIssigauHelmbrechtsGeroldsgrünGattendorf (Oberfranken)FeilitzschDöhlauBerg (Oberfranken)Bad StebenLandkreis KronachHof (Saale)Landkreis Wunsiedel im FichtelgebirgeLandkreis KulmbachLandkreis BayreuthMartinlamitzer Forst-NordGeroldsgrüner ForstGerlaser ForstForst Schwarzenbach a.WaldSachsenThüringenTschechienKarte
Über dieses Bild

Trogen ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Hof in Bayern unmittelbar an der Landesgrenze zu Sachsen. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Feilitzsch. Der Kernort liegt zwischen Hügeln eingebettet in einer Talsenke.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Trogen liegt etwa sechs Kilometer nordöstlich der kreisfreien Stadt Hof an den Autobahnen 72 (Anschlussstelle 3 Hof/Töpen), 93 (Anschlussstelle 2 Hof-Ost) und an der Bundesstraße 173. Die Gemeinde liegt im Bayerischen Vogtland, gehört zum Landkreis Hof und somit auch zur Region Hochfranken. Der Nachbarort Feilitzsch ist nur wenige hundert Meter von Trogen entfernt.

Trogen weist ein vergleichsweise geschlossenes Ortsbild auf. Seit den 1990er-Jahren sind allerdings deutliche Zersiedelungstendenzen zu beobachten, die das vorher sehr kompakte Dorf durch Ausweisung von Bauland aufzulösen beginnen. Seit 2012/2013 beherrschen zwei Windparks auf der Hochebene nordöstlich von Trogen das Ortsbild.

Ortsteile mit EinwohnerzahlenBearbeiten

Trogen besteht aus insgesamt[2] sieben Ortsteilen:

  • Föhrig 8
  • Gössen
  • Kienberg 239
  • Schwarzenstein 10
  • Trogen 1260
  • Ullitz
  • Ziegelhütten 15

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Die erste urkundliche Erwähnung von Trogen datiert auf den 21. Dezember 1306. Die späteren Markgrafen von Kulmbach-Bayreuth waren seit 1373 Landesherren in Trogen. In Trogen befanden sich drei Rittersitze (die Wasserburg, Trogen-Zech und das Obere Gut)[3], die im Besitz der Grafen Reuß, der Markgrafen von Bayreuth und von Kursachsen waren. Als Teil des seit 1792 preußischen Fürstentums Bayreuth fiel Trogen im Frieden von Tilsit 1807 an Frankreich und kam 1810 zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

GrenzeBearbeiten

In der Zeit der Deutschen Teilung nach dem Zweiten Weltkrieg geriet Trogen in die unmittelbare Nähe der so genannten innerdeutschen Grenze.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1970: 1311 Einwohner
  • 1987: 1334 Einwohner
  • 1991: 1384 Einwohner
  • 1995: 1570 Einwohner
  • 2000: 1584 Einwohner
  • 2005: 1627 Einwohner
  • 2010: 1553 Einwohner
  • 2015: 1435 Einwohner

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist seit Mai 1996 Klaus Strobel (SPD).

GemeinderatBearbeiten

Die Kommunalwahlen 2002, 2008 und 2014 führten zu den folgenden Sitzverteilungen im Gemeinderat:

2002 2008 2014
CSU 03 05 05
SPD 04 03 04
Freie Wählergemeinschaft 05 04 03
Gesamt 12 12 12

WappenBearbeiten

Das Trogener Wappen stammt aus dem Jahr 1979.[4]

Blasonierung: Über silbernem Zinnenschildfuß in Schwarz ein wachsender rot bewehrter und gekrönter goldener Löwe, der in seinen Vorderpranken einen von Silber, Rot und Schwarz geteilten Schild hält.[5]

Die drei Zinnen symbolisieren die drei Rittersitze Wasserburg, Trogen-Zech, und Oberes Gut. Der Löwe steht als Symbol der ehemaligen Vögte von Weida. Der Schild stammt aus dem Wappen der Freiherren von Feilitzsch.

VerwaltungsgemeinschaftBearbeiten

Trögen ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Feilitzsch.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Pfarrkirche Trogen
 
Maximilian Freiherr von Feilitzsch

Ortsbildprägend ist die erhöht stehende evangelisch-lutherische Kirche mit dominantem barockem Zwiebelturm im Zentrum. In das Ensemble integriert sind das Rathaus und das kirchliche Gemeindehaus. Im Umfeld befindet sich das Bürgerhaus als Ort gesellschaftlicher Veranstaltungen. Die Kirche ist eine protestantische Saalkirche mit barocker Ausstattung und regionaltypischen Elementen, wie dem Taufengel und dem Kanzelaltar. Weitere prägnante Elemente im Ortsbild sind die beiden gutshausartigen Schlösschen und der Friedhof am Rand des Ortes mit zwei kleinen markanten Gebäuden (Kapelle und Mausoleum) in Kammlage eines Hügels. Das kulturelle und gesellschaftliche Leben im Ort wird hauptsächlich von zahlreichen Vereinen und den Kirchengemeinden getragen. Eine Reihe von Angeboten und Aktivitäten beziehen sich auf den Nachbarort Feilitzsch.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 59 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 531. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zehn Betriebe, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 16 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 827 Hektar, davon waren 687 Hektar Ackerfläche und 140 Hektar Dauergrünfläche.

Auf einer Hochebene am Rande des Kernorts befindet sich ein ausgedehntes Gebiet mit Windkraftanlagen (Windpark Trogen I und Windpark Trogen II, siehe unter Liste von Windkraftanlagen in Bayern).

BildungBearbeiten

Es bestand 1999 folgende Einrichtung:

  • Ein Kindergarten mit 100 Plätzen und 106 Kindern

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Trogen (Oberfranken) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?val=1244&attr=590&modus=automat&tempus=20100915/083558&hodie=20100915/083600
  3. trogen.de:Chronik und Geschichte
  4. Gemeinde Trogen:Chronik und Geschichte
  5. http://ngw.nl/heraldrywiki/index.php?title=Trogen