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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Geroldsgrün
Geroldsgrün
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Geroldsgrün hervorgehoben

Koordinaten: 50° 20′ N, 11° 36′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Hof
Höhe: 606 m ü. NHN
Fläche: 15,57 km2
Einwohner: 2763 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 177 Einwohner je km2
Postleitzahl: 95179
Vorwahlen: 09288, 09267
Kfz-Kennzeichen: HO, MÜB, NAI, REH, SAN
Gemeindeschlüssel: 09 4 75 128
Gemeindegliederung: 21 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Keyßerstr. 25
95179 Geroldsgrün
Website: www.geroldsgruen.de
Bürgermeister: Helmut Oelschlegel (SPD)
Lage der Gemeinde Geroldsgrün im Landkreis Hof
Schwarzenbach an der SaaleZell im FichtelgebirgeWeißdorfTrogen (Oberfranken)TöpenStammbachSparneckSelbitz (Oberfranken)Schwarzenbach am WaldSchauensteinRehauRegnitzlosauOberkotzauNailaMünchbergLichtenberg (Oberfranken)KonradsreuthKöditzIssigauHelmbrechtsGeroldsgrünGattendorf (Oberfranken)FeilitzschDöhlauBerg (Oberfranken)Bad StebenLandkreis KronachHof (Saale)Landkreis Wunsiedel im FichtelgebirgeLandkreis KulmbachLandkreis BayreuthMartinlamitzer Forst-NordGeroldsgrüner ForstGerlaser ForstForst Schwarzenbach a.WaldSachsenThüringenTschechienKarte
Über dieses Bild
Geroldsgrün von Osten

Geroldsgrün ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Hof und liegt im Frankenwald. Geroldsgrün gehört zum Hofer Land.

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Geroldsgrün liegt im Westen des Landkreises Hof an der Grenze zum benachbarten Landkreis Kronach im Frankenwald, einem bewaldeten Mittelgebirge. Die Wasserscheide zwischen Rhein und Elbe verläuft auf der östlichen Anhöhe. Die Ölsnitz fließt durch das Ölsnitztal mit markanten Felsformationen in Richtung Rodach.

NachbargemeindenBearbeiten

Angrenzende Gemeinden sind:

Langenbacher Forst
(Gemeindefreies Gebiet;
Landkreis Kronach)
Nordhalben
(Landkreis Kronach)
  Bad Steben
Geroldsgrüner Forst
(Gemeindefreies Gebiet)
Forst Schwarzenbach a.Wald
(Gemeindefreies Gebiet)
Gerlaser Forst
(Gemeindefreies Gebiet)

GemeindegliederungBearbeiten

Geroldsgrün besteht aus insgesamt 21 Ortsteilen:[2]

  • Mühlleithen
  • Neuenhammer
  • Neumühle
  • Oberhammer
  • Pfarrschneidmühle
  • Silberstein
  • Steinbach bei Geroldsgrün
  • Trögershäuser
  • Unterhammer
  • Untersteinbach

Die Ortsteile von Geroldsgrün sind zum großen Teil staatlich anerkannte Luftkurorte.

KlimaBearbeiten

Die jährliche Durchschnittstemperatur in Geroldsgrün beträgt 6,7 °C, die durchschnittliche Niederschlagsmenge 1002 mm.

GeschichteBearbeiten

MittelalterBearbeiten

Der Ort wurde 1323 als „Gerhartsgrün“ erstmals urkundlich erwähnt. Bis in jüngste Zeit war Geroldsgrün immer Grenzort zwischen unterschiedlichen Hoheitsgebieten, so zwischen dem Bistum Bamberg und den Grafen von Orlamünde, später zwischen dem Bistum und dem Markgraftum Bayreuth-Kulmbach.

NeuzeitBearbeiten

Ein dunkles Kapitel war die Hexenverfolgung, die in Geroldsgrün und Umgebung erst 1654 endete.[3]

Ab 1500 lag die Ortschaft im Fränkischen Reichskreis. Als Teil des seit 1792 preußischen Fürstentums Bayreuth fiel Geroldsgrün im Frieden von Tilsit 1807 an Frankreich und kam 1810 zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Bis zur Wiedervereinigung war Geroldsgrün wieder Grenzort. Bei Steinbach am Langesbühl befand sich die Station Echo 1 der Frankenwaldkaserne (Naila).

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Juli 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Dürrenwaid eingegliedert.[4] Die Gemeinden Langenbach und Steinbach bei Geroldsgrün folgten am 1. Mai 1978.[5]

OrtsnameBearbeiten

Der Ortsname ist belegt als Gerhartsgrün (1323), Gerharczgrun (1326 bis 1328), Gerharczgrün (1333), Geroltsgrün (1414) und Geroldsgrün (ab 1692).[6]

Das Grundwort ist das mittelhochdeutsche grüene für grüne Farbe, Grünheit. Die Bedeutung ist damit sinngemäß der (nach dem Roden) grüne Platz. Das Bestimmungswort im Ortsnamen von Geroldsgrün ist der männliche Personenname Gerhart.[6]

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist Helmut Oelschlegel (SPD).

GemeinderatBearbeiten

Gemeinderatswahl 2014[7]
 %
60
50
40
30
20
10
0
51,1 %
48,9 %

Die letzten Kommunalwahlen führten zu den folgenden Sitzverteilungen im Gemeinderat:[7]

Parteien 2008 2014
CSU 7 8
SPD 9 8
Summe 16 16

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Geteilt von Silber und Grün; oben ein wachsender roter Adler, unten ein goldener Pochhammer“.[8]

Bedeutung:[8]

Geschichte: Die Gemeinde Geroldsgrün erhielt das Wappen am 14. Januar 1955.[8]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

 
Faber-Castell-Werk Geroldsgrün (2007)
  • Zweigwerk der Firma Faber-Castell: Das Werksgebäude ist künstlerisch gestaltet. Die Produktion in Geroldsgrün umfasst Stifte aller Art und Kosmetikartikel. Die gesamte Faber-Castell-Produktpalette wird in einem Werksverkauf angeboten.
 
Ehemaliges Holzwerk von Graetz
  • Ein Holzbearbeitungswerk der Firma Graetz, später Nokia, das in früheren Jahren Fernseh- und Radiogehäuse fertigte, wurde inzwischen geschlossen.

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Geroldsgrün – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Geroldsgrün in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 6. September 2018.
  3. Der „Drudner“ Johannes Junius schreibt seinen letzten Brief. (Nicht mehr online verfügbar.) Bezirk Oberfranken, archiviert vom Original am 23. September 2015; abgerufen am 6. September 2015.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bezirk-oberfranken.de
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 500.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 687.
  6. a b Reitzenstein, S. 81
  7. a b Vorläufiges Ergebnis zur Gemeinderatswahl 2014 am 16.03.2014: Gemeinde Geroldsgrün. (Nicht mehr online verfügbar.) Gemeinde Geroldsgrün, 17. März 2014, archiviert vom Original am 4. März 2016; abgerufen am 6. September 2015.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/geroldsgruen.de
  8. a b c Gemeinde Geroldsgrün: Amtliche Wappenbeschreibung (Blasonierung). Haus der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 7. September 2015.
  9. Max-Marien-Quelle in Langenau. Wikimapia, abgerufen am 6. September 2015.
  10. Herwig Wagner: Keysser, Christian. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 3, Bautz, Herzberg 1992, ISBN 3-88309-035-2, Sp. 1447–1453.