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Schwarzenbach am Wald

Gemeinde in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Schwarzenbach a.Wald
Schwarzenbach am Wald
Deutschlandkarte, Position der Stadt Schwarzenbach a.Wald hervorgehoben

Koordinaten: 50° 17′ N, 11° 37′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Hof
Höhe: 686 m ü. NHN
Fläche: 36,71 km2
Einwohner: 4395 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 120 Einwohner je km2
Postleitzahl: 95131
Vorwahl: 09289
Kfz-Kennzeichen: HO, MÜB, NAI, REH, SAN
Gemeindeschlüssel: 09 4 75 169
Stadtgliederung: 41 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Frankenwaldstr. 16
95131 Schwarzenbach/Wald
Website: www.schwarzenbach-wald.de
Bürgermeister: Reiner Feulner (CSU)
Lage der Stadt Schwarzenbach a.Wald im Landkreis Hof
Schwarzenbach an der SaaleZell im FichtelgebirgeWeißdorfTrogen (Oberfranken)TöpenStammbachSparneckSelbitz (Oberfranken)Schwarzenbach am WaldSchauensteinRehauRegnitzlosauOberkotzauNailaMünchbergLichtenberg (Oberfranken)KonradsreuthKöditzIssigauHelmbrechtsGeroldsgrünGattendorf (Oberfranken)FeilitzschDöhlauBerg (Oberfranken)Bad StebenLandkreis KronachHof (Saale)Landkreis Wunsiedel im FichtelgebirgeLandkreis KulmbachLandkreis BayreuthMartinlamitzer Forst-NordGeroldsgrüner ForstGerlaser ForstForst Schwarzenbach a.WaldSachsenThüringenTschechienKarte
Über dieses Bild
Schwarzenbach am Wald im Winter, Ansicht von Osten

Schwarzenbach am Wald (amtlich: Schwarzenbach a.Wald) ist eine Stadt im oberfränkischen Landkreis Hof. Schwarzenbach am Wald liegt am Fuße des Döbrabergs im Naturpark Frankenwald. Schwarzenbach gehört zum Hofer Land.

StadtgliederungBearbeiten

Die Stadt ist in[2] 41 Stadtteile eingeteilt:

  • Äußera
  • Bernstein am Wald
  • Breitengrund
  • Döbra
  • Dorschenmühle
  • Gemeinreuth
  • Göhren
  • Gottsmannsgrün
  • Grubenberg
  • Hohenzorn
  • Hühnergrund
  • Kleindöbra
  • Lerchenhügel (früher Affennest[3])
  • Löhmar
  • Löhmarmühle
  • Meierhof
  • Oberleupoldsberg
  • Pillmersreuth
  • Poppengrün
  • Poppengrund
  • Räumlas
  • Rauschenhammermühle
  • Rodeck
  • Sängerwald
  • Schlag
  • Schönbrunn
  • Schönwald
  • Schmölz

GeschichteBearbeiten

Die erste urkundliche Erwähnung von Schwarzenbach datiert vom 14. Dezember 1388. Im Mittelalter gab es dort Eisen- und Kupferbergbau. Die Freiherren von Reitzenstein hatten dort ein Rittergut. Das ehemalige Oberamt des seit 1792 preußischen Fürstentums Bayreuth fiel mit diesem im Frieden von Tilsit 1807 an Frankreich und kam 1810 zu Bayern. Schwarzenbach besaß wichtige magistratische Eigenrechte. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Die Erhebung des Marktes Schwarzenbach am Wald zur Stadt erfolgte am 28. April 1954.

Am 1. April 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Löhmar eingegliedert. Am 1. Januar 1972 kam Meierhof hinzu.[4] Am 1. Mai 1978 folgten Bernstein am Wald, Döbra, Schwarzenstein und Straßdorf mit dem am 1. April 1971 eingegliederten Ort Räumlas.[5]

PolitikBearbeiten

StadtratBearbeiten

Der Stadtrat hat 20 Mitglieder, welche sich nach der Kommunalwahl am 16. März 2014 wie nach der vorherigen Wahl 2008 auf zwei Fraktionsgemeinschaften verteilen:[6]

BürgermeisterBearbeiten

Erster Bürgermeister ist seit 2002 Dieter Frank (CSU). Er wurde bei der Kommunalwahl 2014 mit 96 % der gültigen Stimmen im Amt bestätigt. Er gehört qua Amt ebenfalls dem Stadtrat an.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Schwarzenbach am Wald, Christuskirche

BaudenkmälerBearbeiten

GedenkstätteBearbeiten

Auf dem Ortsfriedhof erinnern sieben Grabstätten mit Gedenkstein an umgekommene KZ-Häftlinge und Opfer von Zwangsarbeit in der Zeit der NS-Gewaltherrschaft.[7]

Christian-Keyßer-HausBearbeiten

Am Ortsrand von Schwarzenbach mit Blick auf den Döbraberg befindet sich das Christian-Keyßer-Haus, die Jugendtagungsstätte des evangelischen Dekanats Naila. Das prägnante Gebäude mit dem langgezogenen Dach wird insbesondere als Tagungsstätte und als Freizeitheim, insbesondere von kirchlichen Gruppen, genutzt.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Schwarzenbach am Wald liegt an der Bundesstraße B 173. Außerdem ist die Stadt an das Streckennetz der Regionalbus Ostbayern (RBO) mit Verbindungen nach Kronach, Naila und Hof angeschlossen. Sonntags verbindet der BEX-Bus die Stadt mit Berlin. In den Sommermonaten bestehen an den Wochenenden zusätzliche Busverbindungen mit den Fahrradbussen des OVF. Von 1910 bis 1973 war Schwarzenbach am Wald über die Bahnstrecke Naila–Schwarzenbach an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Die Strecke wurde 1994 stillgelegt und später abgebaut, abschnittsweise wurde auf der Trasse ein Radweg errichtet.

Ansässige UnternehmenBearbeiten

  • Deuta-Werke, seit 100 Jahren Präzisions- Dreh- und Frästeile für automotiv, Bahn und Industrie
  • Sägewerk Ströhla (Rauschenhammermühle), seit über 340 Jahren
  • Thümling, Textilmaschinen
  • Baufirma Knoll
  • REHAU (zieht nach Umbauarbeiten 2014 wieder ins ERBA-Gebäude)
  • REVEX Initiativ Zentrum, Gewerbezentrum am Ortseingang mit verschiedenen Gewerken
  • Revex-Flex, internationaler Vertrieb und Entwicklung von Doppelpedalen für Fahrschulen
  • Revex-Care, mobile Lösungen für Menschen mit Behinderung
  • Revex-IBox, Werbung, Design, Print
  • Stöcker, Omnibusunternehmen

SportstättenBearbeiten

  • Städtisches Hallenbad
  • Städtischer Skilift
  • Skilift des Wintersportvereins
  • verschiedene Mountainbikestrecken

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

  • Philipp Wolfrum (1854–1919), Komponist und Organist
  • Wilhelm Kopf (1909–2001), Diplomat im Dritten Reich und später der Bundesrepublik Deutschland
  • Matthias Herdegen (* 1957), Jurist, Direktor des Instituts für Öffentliches Recht sowie Direktor am Institut für Völkerrecht der Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn

WeblinksBearbeiten

  Commons: Schwarzenbach am Wald – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  Wikivoyage: Schwarzenbach am Wald – Reiseführer

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. www.bayerische-landesbibliothek-online.de
  3. Der Evang.-Luth. Kirchenbezirk Naila, Herausgegeben vom Evang.-Luth. Dekanat Naila, Jedermann-Verlag, Hof/Saale 1954, S. 24@1@2Vorlage:Toter Link/www.rororo-selb.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 530.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 687.
  6. Website der Stadt Schwarzenbach am Wald
  7. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus - Eine Dokumentation, Band 1, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 192