Tönnies Holding

deutsches Unternehmen der Lebensmittelindustrie
(Weitergeleitet von Tönnies Fleischwerk)
Tönnies Holding ApS & Co. KG

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Rechtsform ApS & Co. KG
Gründung 1971
Sitz Rheda-Wiedenbrück, Deutschland
Leitung
  • Andres Ruff
  • Daniel Nottbrock
  • Stefan Gros
Mitarbeiterzahl 9007 (2018)[1]
Umsatz 6,1 Mrd. Euro (2018)[1]
Branche Nahrungsmittel, Fleischverarbeitung
Website toennies.de
Stand: 31. Dezember 2018

Tönnies-Stammwerk in Rheda-Wiedenbrück (2006)

Die Tönnies Holding [ˈtœnjəs] ist ein Unternehmen der Lebensmittelindustrie mit Sitz in Rheda-Wiedenbrück. Das Familienunternehmen ist Deutschlands größter Schlachtbetrieb für Schweine.[2] Tönnies ist auch in der Fleischveredelung tätig, sowie an zahlreichen Lebensmittelfirmen beteiligt. Gleichberechtigte Eigentümer sind Clemens Tönnies und sein Neffe Robert Tönnies.

Der Schlachtbetrieb von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück gilt seit Juni 2020 als Auslöser der größten Masseninfektion während der COVID-19-Pandemie in Deutschland. Durch die Arbeitsbedingungen im Schlachtbetrieb von Tönnies haben sich über 1700 Menschen (Tönnies-Werksmitarbeiter und Angehörige) mit COVID-19 infiziert.[3][4][5]

UnternehmensgeschichteBearbeiten

Unternehmensgründung (1971)Bearbeiten

Das Unternehmen ging aus einem kleinen handwerklichen Fleischereibetrieb in Rheda hervor. 1971 gründete Bernd Tönnies ein Unternehmen für Fleisch- und Wursthandel in Rheda-Wiedenbrück. Seine Geschäftsidee war, Tiere nicht einfach nur zu schlachten, sondern das Fleisch direkt als fertige Produkte für den Lebensmitteleinzelhandel anzubieten. Dafür wurden Schlachtung und Zerlegung mit hohem Maschineneinsatz zentral gebündelt. Wegen der raschen Expansion und der engen Standortsituation in Rheda wich das Unternehmen 1975 in das benachbarte Herzebrock aus. Mit etwa 60 Mitarbeitern wurde ab 1977 an dem neuen Standort produziert, bis sich auch hier die Notwendigkeit zu baulichen Erweiterungen ergab. Das inzwischen von den Brüdern Bernd und Clemens Tönnies geführte Unternehmen sollte nach dem Willen der beiden Brüder in ihre Heimatstadt zurückkehren. Im Laufe der 1980er-Jahre konkretisierten sich die Pläne für einen großmaßstäblichen Neubau des Unternehmens auf der grünen Wiese. Die planerische Umsetzung erfolgte durch das österreichische Architekturbüro ATP Architekten und Ingenieure, Innsbruck. 1992 konnte der neue Zerlegebetrieb in Rheda-Wiedenbrück mit 400 Arbeitsplätzen in Betrieb genommen werden. 1990 erwarb Tönnies den Schlachthof in Weißenfels (Sachsen-Anhalt), der auf eine Tradition bis ins Jahr 1898 zurückblickt.

Tod von Bernd Tönnies (1994)Bearbeiten

Bernd Tönnies starb am 1. Juli 1994 an den Folgen einer Lungeninfektion nach einer Nierentransplantation. Er hinterließ seinen zwei Söhnen, Robert und Clemens jun., ein Millionenvermögen und 50 % der Eigentumsrechte seines Unternehmens. Sein jüngerer Bruder Clemens, der die anderen 50 % an der Tönnies Holding besitzt, übernahm die Geschäftsführung und verantwortet seitdem die Konzernentwicklung.

Expansion zu Deutschlands größtem Schlachtbetrieb für Schweine (ab 1997)Bearbeiten

Der Tönnies-Konzern wurde durch den 1997 fertiggestellten Schlachtbetrieb ergänzt und bildet seitdem eine Produktionseinheit mit 3.200 Mitarbeitern (Stand 2007) und einer überdachten Produktionsfläche von 50.000 m² (Eigenangaben zum Stand 2000). Die im Jahr 2001 fertiggestellte Verkaufsabteilung (Fleisch-Börse) soll kurze Wege und Informationen auf allen Produktlinien des Unternehmens gewährleisten. 2007 nahm Tönnies ein neues Logistikzentrum in Rheda-Wiedenbrück in Betrieb, das nach Branchenmeinungen das modernste seiner Art in Europa ist. Das neue Logistikzentrum ist zentral auf die Anforderungen des sensiblen 0-bis-2-Grad-Celsius-Bereichs (Hackfleischprodukte etc.) konzipiert.[6] Im Juli 2011 wurde bekannt, dass Clemens Tönnies innerhalb von drei Jahren die Zur-Mühlen-Gruppe zu 100 Prozent übernimmt.[7]

Im Jahr 2013 begann das Unternehmen mit dem Bau einer Fabrik für Roh-Heparin, das aus Darmschleimhaut von Schweinen gewonnen wird.[8][9] Sie ging am 4. November 2014 in Betrieb.[10]

Ab Mitte 2014 hatte das Bundeskartellamt wegen illegaler Preisabsprachen in der Fleischwarenbranche insgesamt Strafen in Höhe von 338 Millionen Euro gegen 21 Wursthersteller und 33 verantwortliche Personen verhängt, die Ermittlungen hierzu liefen seit 2009. Darunter waren auch Unternehmen von Tönnies.[11] Mitte Oktober 2016 konnte das Kartellamt eine Strafe über 128 Millionen Euro wegen erwiesener Preisabsprachen an die Tönnies Tochterunternehmen Böklunder Plumrose und Könecke Fleischwarenfabrik nicht eintreiben, weil die Tochtergesellschaften rechtzeitig liquidiert wurden, was als Wurstlücke bekannt wurde. Die Tönnies Holding hatte mit einem simplen und wirkungsvollen Trick die Aktivitäten der Böklunder Plumrose und Könecke Fleischwarenfabrik auf andere Gesellschaften seiner Beteiligungsgesellschaft Zur-Mühlen-Gruppe übertragen und die Tochtergesellschaften anschließend liquidiert. Da die Tönnies-Gesellschaften rechtlich nicht mehr existierten, gab es für die Bußgeldbescheide keinen Adressaten mehr und die Bußgeldverfahren wurden folglich eingestellt.[12] Clemens Tönnies selbst bestritt diese Darstellung, da der Umbau nach seiner Darstellung schon vor Erlass der Bußgeldbescheide begonnen wurde.[11]

Im November 2014 meldete Tönnies die Absicht zur Übernahme der Rindfleischsparte des niedersächsischen Fleischverarbeiters Gausepohl beim Kartellamt zur Prüfung an,[13] nahm jedoch noch im selben Monat wieder Abstand von dem Vorhaben,[14] woraufhin Gausepohl für diese Sparte Insolvenz anmeldete.[15] Mit Rückwirkung zum 1. Oktober 2015 übernahm Tönnies einen der größten dänischen Schweineschlachter, die Tican-Gruppe.[16]

Im November 2019 verurteilte das Landgericht Bielefeld drei ehemalige Mitarbeiter des Konzerns zu Haftstrafen zwischen drei und vier Jahren und Zahlung von 210.000 Euro an die Staatskasse. Seit Anfang 2016 hatten diese mit Mitarbeitern zweier polnischer Unternehmen Waagen manipuliert und 3,5 Millionen Euro für nicht gelieferte Waren erschwindelt.[17]

KonzernstrukturBearbeiten

Die Tönnies-Gruppe mit mehreren Tochtergesellschaften ist auf verschiedene Standorte verteilt. Insgesamt ist die Unternehmensgruppe in sieben Sparten unterteilt: Meat, Convenience, Sausages, Ingredients, Logistics, International und Central Services. Es existieren deutsche Produktionsstandorte unter anderem in Rheda-Wiedenbrück, Sögel, Wilhelmshaven, Kellinghusen, Badbergen, Kempten, Weißenfels (Sachsen-Anhalt), Brandenburg an der Havel.[18] Die Betriebe in Weißenfels und Rheda-Wiedenbrück besitzen Zulassungen für den EU-Raum und Japan. Der Betrieb in Rheda-Wiedenbrück erfüllt darüber hinaus die Hygienevorschriften für Exporte nach Europa, Asien, USA, Australien und Südafrika. Zudem besitzt Tönnies Produktionsstandorte in Dänemark, Polen, Großbritannien und Frankreich.

In den Betrieben der Tönnies-Unternehmen wurden im Jahr 2016 weltweit 20,4 Millionen Schweine geschlachtet, davon 16,2 Millionen in Deutschland. Damit ist der Konzern bei der Schweineschlachtung Marktführer in Deutschland. Der Jahresumsatz im Geschäftsjahr 2016 betrug rund 6,35 Milliarden Euro.[19] Bei Tönnies hergestellte Fleischprodukte werden unter anderem unter den Markennamen Tillman’s sowie Eigenmarken des Handels wie Landjunker (Lidl), Meine Metzgerei (Aldi Nord/Aldi Süd) in Discountern, aber auch in Rewe, Edeka (Gut & Günstig) oder Kaufland (K-Classic) vertrieben. Laut der Lebensmittel Zeitung gehört das Unternehmen zu den größten Lieferanten des deutschen Lebensmittelhandels. Die Tönnies Holding ist an folgenden Unternehmen beteiligt:

  • Weidemark
  • Jade Schlachthof, Wilhelmshaven[20]
  • Tevex Logistics GmbH[21]
  • Reisinger Schlachthof GmbH
  • Schlachthof Gütersloh GmbH; Schlachthof Beckum GmbH; Union Protein GmbH
  • Tönnies Software Innovation GmbH; Slagteriet Brørup A/S (SB Pork A/S); Einkaufsallianz Nord GmbH
  • FIRoWa Handels GmbH; B. & C. Tönnies Holding GmbH u. Co. KG
  • SB-Fleischwaren GmbH
  • Tönnies Foodservice GmbH; Garant Fleischnebenprodukte GmbH Rheda-Wiedenbrück
  • Tönnies Außenhandels Beteiligungs GmbH; B. & C. Tönnies Bauplanungs-GmbH
  • KUB Unternehmensbeteiligungsgesellschaft mbH; WestfalenGelatine GmbH
  • Rüdiger Thomsen EG-Zerlegebetrieb GmbH[22]

Kritik und KontroversenBearbeiten

Seit September 2007 stand das Unternehmen unter dem Verdacht des Betruges. Die Staatsanwaltschaft ermittelte.[23] Im Zuge des Verfahrens wurde deutlich, dass der Betrugsverdacht von Wettbewerbern eingefädelt wurde. Tönnies konnte nachweisen, dass ein Mitarbeiter des Eichamtes vorsätzlich Waagen manipuliert hatte, um den Vorwurf des Betruges zu festigen.[24] Der Spiegel recherchierte in diesem Zusammenhang intensiv und warf die Frage auf, inwieweit die Vorwürfe nicht Teil einer Kampagne des größten Wettbewerbers Vion N. V. seien, der offenbar mit einem Versuch einer Übernahme gescheitert war.[25] Am 15. Dezember 2010 gab das Landgericht Essen bekannt, dass es keine Anklage wegen Betrugs zulässt und die Anklage der Staatsanwaltschaft Bochum endgültig abgewiesen hat. Spiegel Online bezeichnete die Einstellung als „Herbe Niederlage für die Staatsanwaltschaft Bochum“.

Im November 2009 berichtete Report Mainz, dass die Staatsanwaltschaften Oldenburg und Bielefeld wegen des Verdachts auf Bestechung und Steuerhinterziehung gegen Subunternehmer von Tönnies ermittelten. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sollen die Unternehmen Schmiergeldzahlungen an Tönnies in Millionenhöhe als Betriebsausgaben deklariert haben. Die Schmiergelder sollen gezahlt worden sein, um von Tönnies bevorzugt Werkverträge für Billiglohnkräfte zu erhalten. Des Weiteren berichtete das Magazin, die Staatsanwaltschaft Bielefeld ermittle wegen Bestechung und Steuerhinterziehung gegen einen weiteren ehemaligen Tönnies-Subunternehmer, einen in Litauen lebenden deutschen Geschäftsmann.[26] Ein branchenbekannter Subunternehmer wurde wegen 107-facher Steuerhinterziehung zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt.[27]

Ende August 2011 wurde ein Strafverfahren gegen Clemens Tönnies und sieben leitende Mitarbeiter des Konzerns wegen Falschetikettierung vom Landgericht Essen gegen eine Auflage von 2,89 Millionen Euro eingestellt. Dem Verfahren lag der Vorwurf zu Grunde, dass das an Supermarktketten gelieferte gemischte Hackfleisch einen geringeren Anteil an Rindfleisch enthielt als auf der Verpackung angegeben.[28]

In der Ems hinter der Kläranlage Rheda-Wiedenbrück wurde 2019 an zwei Stellen eine hohe Belastung mit multiresistenten, selbst gegen Reserveantibiotika gefeiten Bakterien nachgewiesen und ein Zusammenhang mit Tönnies-Abwasser vermutet.[29]

Mangelhafte ArbeitsbedingungenBearbeiten

Der hohe Anteil von Niedriglohn-Beschäftigten hatte Tönnies Fleischwerk in das Rampenlicht der politischen Diskussion gerückt. Darüber hinaus hatte die Beschäftigungspolitik des Unternehmens – auch wegen der Unterbringung der Arbeiter in Sammelunterkünften – am Standort Rheda-Wiedenbrück zu bundesweiter Kritik geführt. Im Jahr 2007 nannte der Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium Gerd Andres auf einer Pressekonferenz das Unternehmen Tönnies als Beispiel für unhaltbare Zustände in der Fleischindustrie. Andres betonte, das Unternehmen beschäftige in seinem Werk am Standort Rheda-Wiedenbrück 2000 osteuropäische und 250 deutsche Mitarbeiter. Andres folgte wenige Wochen nach seinen Äußerungen einer persönlichen Einladung von Tönnies, besuchte den Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück und äußerte sich danach positiv über das Unternehmen.[30]

Im April 2008 berichtete das ARD-Magazin Report Mainz, dass bei Tönnies Mitarbeiter videoüberwacht wurden. Mit flächendeckenden Kameraüberwachungen sollen laut Zeugenaussagen Betriebsangehörige selbst in Umkleidekabinen und auf Toiletten gefilmt worden sein. Die Unternehmung räumte gegenüber Report Mainz die Videoüberwachung teilweise ein und begründete sie mit Hygienekontrollen. Das Reinigen der Hände und das Anziehen der Schutzkleidung werde überwacht. Gefilmt würden „Garderobenräume, […] keinesfalls aber Dusch- oder Umkleidekabinen. In allen Fällen erfolgt die Überwachung durch sichtbare Kameras. […] Die Arbeitnehmervertreter sind ebenfalls informiert und haben diesem System ausdrücklich zugestimmt.“ Allerdings gibt es bei Tönnies laut Gewerkschaft weder einen Betriebsrat noch eine andere gesetzlich legitimierte Arbeitnehmervertretung. Das Unternehmen beobachtete seine Mitarbeiter mit über 200 Kameras in allen betrieblichen Einrichtungen, auch im Dusch- und Umkleidebereich. Die Beweislage war eindeutig; Tönnies stimmte einem Bußgeld von 80.000 € zu.[31]

Im Sommer 2013 berichtete der Sender ARD in der Reportage Deutschlands neue Slums – Das Geschäft mit den Armutseinwanderern, dass im Tönnies Fleischwerk in Rheda-Wiedenbrück über Subunternehmen Kolonnen von südosteuropäischen Fleischzerlegern arbeiten würden. In dem Beitrag wurde über konkrete Fälle berichtet, in denen Bezahlung unterhalb des Mindestlohns, Überstunden, fehlende Krankenversicherung, Kündigungsandrohung, Kündigung im Falle von Krankheit sowie gefährliche Arbeitsbekleidung Kennzeichen bei der Beschäftigung der Arbeiter waren.[32] Laut der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten wurde dies zwei Jahrzehnte lang bis 2020 praktiziert. Auch hätten die Subunternehmen, meist von osteuropäischen Chefs geführte GmbHs, als Unterbringungsorganisatoren der Angestellten fungiert; sie hätten den Beschäftigten nicht Wohnungen oder Zimmer, sondern nur Betten für teilweise 300 Euro monatlich vermietet.[27] Laut der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hatte Tönnies beim Tochterbetrieb Zur-Mühlen-Gruppe versucht, alle gewerkschaftlichen Strukturen zu zerschlagen.[27]

2020 berichtete die Zeitschrift Emma, dass von den ca. 7.000 Arbeitern ein Drittel Frauen seien, die ebenfalls schwere Arbeit am Band leisteten und zusätzlich sexuellen Belästigungen und Übergriffen, etwa durch Vorarbeiter, ausgesetzt seien. Dabei komme es auch zu ungewollten Schwangerschaften, die aus Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes verheimlicht würden.[33]

Seit längerem kritisiert NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann die mangelhaften Arbeitsbedingungen in deutschen Schlachtbetrieben. Laumann fordert einen radikalen Wandel in der deutschen Fleischindustrie:

„Ich hab es mir abgewöhnt mich noch über die Bedingungen in der Fleischindustrie zu ärgern. Ich weiß schon lange, wie die sind. In Strukturen ohne Transparenz, wie in der Fleischindustrie, könne es kein Vertrauen geben, sondern nur klare gesetzliche Vorgaben.“

Karl-Josef Laumann[34][35][36]

Rattenbefall bei Tönnies-Fleisch (2020)Bearbeiten

In einem Kühlhaus für Lebensmittel in Dissen am Teutoburger Wald (Niedersachsen), wo auch Fleisch von Tönnies gelagert wurde, haben sich Ratten angesiedelt. Es seien Kotpillen, Laufwege, Fellreste und Anzeichen für Nestbau der Ratten in einem Umfang gefunden worden, der auf eine sehr große Rattenpopulation hindeute, heißt es in einer Mitteilung der 3. Kammer des Verwaltungsgerichts Osnabrück. Auf Nachfrage bestätigte André Vielstädte, Sprecher der Tönnies-Gruppe, dass das Kühlhaus sporadisch in einem geringen Umfang für beispielsweise die Lagerung von Waren genutzt worden sei. Tönnies scheint nicht selbst verantwortlich für den Nager-Befall zu sein. Das Unternehmen versichert, dass betroffenes Fleisch sichergestellt worden sei.[37][38][39][40]

Corona-Infektionen (2020)Bearbeiten

 
Clemens Tönnies, Miteigentümer und Geschäftsführer der Tönnies Holding (2017)

Im Juni 2020 ergaben behördlich angeordnete Massentests auf das SARS-CoV-2-Virus, dass sich im Tönnies-Stammwerk in Rheda-Wiedenbrück von 6.139 getesteten Tönnies-Werksmitarbeitern 1.413 Arbeitnehmer infiziert hatten, ebenso wie weitere 353 Personen im Umfeld dieser Beschäftigten, insgesamt also 1.766. Außerdem gebe es weitere Infizierte im zweistelligen Bereich (Stand 24. Juni 2020 / Ministerpräsident Armin Laschet bei seiner Rede im Düsseldorfer Landtag).

Anfang Mai war es zu einem ähnlichen Vorfall mit zahlreichen Infektionen durch das Virus SARS-CoV-2 in einem Schlachtbetrieb von Westfleisch in Coesfeld gekommen. In dem Zusammenhang sagte ein Sprecher von Tönnies: „Wir wurden in der Ernährungsindustrie vor acht Wochen aufgefordert, während des Lockdowns weiter zu arbeiten, so wie Krankenhäuser, Pflegeheime und die Energieversorgung … bei dem Wissen, dass wir dadurch ein erhöhtes Infektionsrisiko haben.“ Man sei diesem Auftrag nachgekommen, trotz erheblicher Maßnahmen, die Tönnies umsetze, bleibe – wie in Krankenhäusern oder Pflegeheimen – ein Restrisiko. „Im Lichte dieses bekannten Zielkonflikts darf nicht eine ganze Branche nun unter Generalverdacht gestellt werden“, teilte der Sprecher mit.[41] Damals gab es kein erhöhtes Infektionsgeschehen im Kreis Gütersloh, Mitte Mai gab der Kreis bekannt, dass von 784 zu dem Zeitpunkt ausgewerteten Tests bei Tönnies keiner positiv gewesen sei.

Seit dem Coronavirus-Ausbruch in der Tönnies-Fleischfabrik ermittelt die Staatsanwaltschaft Bielefeld wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Körperverletzung und Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz. Laut Oberstaatsanwalt Martin Temmen liegen fünf Strafanzeigen vor, die Anlass für das Ermittlungsverfahren geben. Unter anderen erstattete die parlamentarische Geschäftsführerin der Bundestagsfraktion der Grünen, Britta Haßelmann, Strafanzeige gegen den Tönnies-Konzern.[42][43][44]

Kritik an Beratertätigkeit von Sigmar GabrielBearbeiten

 
Bundeswirtschaftsminister a. D. Sigmar Gabriel war im Jahr 2020 beruflich für die Tönnies Holding tätig

Ende Juni 2020 wurde bekannt, dass Sigmar Gabriel im Widerspruch zu seiner Kritik an der Firma Tönnies, für drei Monate bis 31. Mai 2020, beratend für die Tönnies Holding tätig war. Gabriel sollte nach eigener Aussage in Erfahrung bringen, welche Handelsrestriktionen für Fleischwaren beim Export nach Asien im Zuge der afrikanischen Schweinepest geplant und wie Exportgenehmigungen weiterhin zu bekommen seien. Das monatliche Honorar soll 10.000 Euro (brutto) hoch gewesen sein.

In einem Brief, aus dem die Bild-Zeitung im Juli 2020 zitierte, hatte Robert Tönnies (Miteigentümer der Tönnies Holding), entsprechende Vorwürfe erhoben. In dem Schreiben fragt Robert Tönnies demnach, ob das Honorar für Gabriel als nachträgliche Belohnung für Vorteile des Unternehmens in der Zeit der Regierungstätigkeit verstanden werden könne. Er befürchte erheblichen Schaden, wenn öffentlich diskutiert werde, ob Gabriel bei der Niederschlagung der Kartellstrafe geholfen habe, die das Bundeskartellamt 2013 gegen den Fleischunternehmer eingeleitet hatte. Das Bundeskartellamt untersteht dem Wirtschaftsministerium. Gabriel sagte dazu:

„Er (Sigmar Gabriel) kenne den Brief von Robert Tönnies nicht, wisse aber, dass der Neffe von Clemens Tönnies mit Clemens verfeindet ist. Diese Familienstreitigkeiten wolle er aber nicht kommentieren.“

Sigmar Gabriel[45][46][47][48][49]

Einschränkungen wegen Coronavirus-AusbruchBearbeiten

CDU-Landrat Sven-Georg Adenauer ordnete einen Produktionsstopp an. Die Schlachtungen sind zwar eingestellt, aber das Fleisch von bereits geschlachteten Tieren darf noch verarbeitet werden.[50] Außerdem wurde eine mindestens 14-tägige Quarantäne für alle 7000 Mitarbeiter inklusive der Führungsetage samt Clemens Tönnies angeordnet,[51] für einige der nicht positiv getesteten Tönnies-Mitarbeiter gilt eine Arbeitsquarantäne; das heißt, sie dürfen sich nur zwischen ihrem Wohnort und der Arbeitsstätte bewegen. Schulen und Kindertagesstätten wurden im Kreis Gütersloh bis zu den Sommerferien 2020 geschlossen. Betroffen waren auch der Nachbarkreis Warendorf und die Stadt Bielefeld, die Schulbesuche der Kinder von Tönnies-Mitarbeitern ausschlossen hatten.[52] Nach Angaben Adenauers fehlten dem deutschen Markt durch die Einstellung der Produktion 20 Prozent der Fleischprodukte. Als mögliche Gründe für die zahlreichen Infektionen nannte ein Sprecher von Tönnies die Rückkehr von Arbeitern nach Heimaturlauben in Bulgarien und Rumänien und die notwendige Kühlung in Bereichen des Unternehmens.[53] Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet übernahm zunächst, ohne dafür Belege zu haben, die Behauptung von Tönnies zum Ausbruch und sagte „… weil Rumänen und Bulgaren da eingereist sind und da der Virus herkommt“. Diese Aussage löste in der Öffentlichkeit Kritik aus, teilweise auch Empörung. Außenminister Heiko Maas und SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil kritisierten Laschets Behauptung.[54] Isabella Eckerle, Leiterin der Forschungsgruppe Emerging Viruses in der Abteilung für Infektionskrankheiten der Universität Genf, hält dagegen aufgrund der relativ langen Inkubationszeit Heimaturlaube über verlängerte Wochenenden als Ursache für unwahrscheinlich. Die hohe Anzahl betroffener Mitarbeiter weise auf ein unbemerktes, schon länger vorsichgehendes „Superspreading-Event“ in dem Betrieb hin.[55] Nach eigenen Angaben bemüht sich die Tönnies-Gruppe, die Produktion an anderen Standorten zu steigern, um Ausfälle zu kompensieren.[56][57]

Laschet schloss am 22. Juni einen Lockdown für den ganzen Kreis Gütersloh nicht aus; notwendig sei das aber nicht, weil der Ausbruchsherd lokal eingrenzbar sei. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kritisierte Laschets Haltung gegen einen Lockdown in der Region scharf und warnte vor einem freien Reiseverkehr aus der Region Gütersloh („Ich bin sicher, dass deutlich mehr Menschen außerhalb der Mitarbeiterschaft inzwischen infiziert sind“). Das Virus könnte sich nach Meinung von Epidemiologen sehr weit verteilen.[58][59] Am 23. Juni 2020 wurden von Ministerpräsident Laschet erneute Kontaktbeschränkungen (Lockdown) für den Kreis Gütersloh vorläufig bis zum 30. Juni 2020 verkündet. Im Kreis Gütersloh handele es sich um das bisher "größte Infektionsgeschehen" in Deutschland.[60][61] Im Kreis Warendorf, in dem zahlreiche Tönnies-Mitarbeiter wohnen, wurden in der Folge ebenfalls die im Kreis Gütersloh geltenden Kontaktbeschränkungen in Kraft gesetzt. Zudem würden Sport in geschlossenen Räumen und zahlreiche Kulturveranstaltungen verboten, sagte der Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen Karl-Josef Laumann. Ab dem 25. Juni würden zudem Schulen und Kitas im Kreis Warendorf geschlossen.[62] Am 29. Juni 2020 wurde der Lockdown für den Kreis Warendorf ab dem 1. Juli 2020 aufgehoben und für den Kreis Gütersloh bis zum 7. Juli verlängert.[63] Das Oberverwaltungsgericht Münster hat die verlängerten Corona-Einschränkungen für den Kreis Gütersloh am 6. Juli 2020 aufgehoben. Das Land Nordrhein-Westfalen hätte nach dem Corona-Ausbruch unter den Mitarbeitern des Fleischverarbeiter Tönnies zwischenzeitlich eine differenziertere Regelung erlassen müssen. Ein Lockdown für den ganzen Kreis wäre deswegen nicht mehr verhältnismäßig.[64] Eine ähnliche Entscheidung der Landesregierung wurde nach Ansicht des Landrates des Kreises Gütersloh Sven-Georg Adenauer damit vorweggenommen. Die meisten Neuinfektionen traten bis auf wenige Ausnahmen Anfang Juli 2020 laut dem Kreis Gütersloh bei Menschen mit Bezug zum Fleischereibetrieb Tönnies auf.[65]

Österreich hat am 29. Juni 2020 nach mehreren Gesprächen zwischen dem NRW-Ministerpräsidenten Laschet und dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz die nach dem schweren Coronavirus-Ausbruch beim Fleischkonzern Tönnies ausgesprochene generelle Reisewarnung für ganz Nordrhein-Westfalen zurückgenommen und auf die vom Infektionsgeschehen betroffenen Landkreise beschränkt.[66]

Die Stadtverwaltung Rheda-Wiedenbrück hat am 15. Juli 2020 den angeordneten Produktionsstopp für die Schlachtung (nicht für die Zerteilung)der Tiere mit sofortiger Wirkung aufgehoben.[67] Martin Exner, Professor am Lehrstuhl für Hygiene an der Uni Bonn, sieht die vorgenommenen Maßnahmen als Vorbild für andere Unternehmen: „Wir haben jetzt ein sehr abgewogenes Hygienekonzept, das kann eine Blaupause für andere Betriebe in ganz Deutschland werden.“ Unter anderem wurden Hochleistungsfilter und UV-Strahlen bei der Luftumwälzung eingesetzt, der Mindestabstand zwischen den Arbeitern vergrößert und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes vorgeschrieben.[68]

Verbreitung von SARS-CoV-2 durch Tönnies-MitarbeiterBearbeiten

Der Coronavirus-Ausbruch bei Deutschlands größtem Fleischproduzenten Tönnies steht möglicherweise in Zusammenhang mit dem großen Ausbruch beim Mitbewerber Westcrown. In der Phase kurz vor dem ersten großen Infektionsgeschehen bei Tönnies Mitte Mai kam es laut Informationen von t-online.de zu mehreren Treffen von Beschäftigten beider Unternehmen, die später positiv auf Corona getestet wurden. Laut Darstellung des Unternehmens Tönnies und des Kreises Gütersloh infizierten sich einzelne Mitarbeiter in einem Gottesdienst in der näheren Umgebung und kehrten danach ahnungslos in den Betrieb zurück. In die Kirche getragen wurde der Erreger möglicherweise von Westcrown-Mitarbeitern aus dem nicht weit entfernten Dissen. Etwa zeitgleich trafen sich andere Mitarbeiter beider Unternehmen laut Auskunft des Landkreises Osnabrück in einem Restaurant. Auch in diesem Fall werden Infektionsketten weiter ermittelt.[69][70]

Probleme bei der Ermittlung von WerkvertragsarbeitnehmernBearbeiten

Den Mitarbeitern wurde im Vorfeld empfohlen, bei Erkrankung ihren Wohnort aufzusuchen. Ihnen wurde nahegelegt, über die Situation zu schweigen und keine Aufmerksamkeit zu erregen. Die Subunternehmen drohten ihnen mit Kündigung.[71] Der Kreis Gütersloh warf der Tönnies Holding vor, bei der Weitergabe der Wohnadressen der betroffenen Arbeitnehmer nicht kooperiert zu haben. Unternehmenschef Clemens Tönnies bestritt das und verwies auf datenschutzrechtliche Probleme, da die betroffenen Arbeitnehmer über Werkvertrag von Subunternehmern bei Tönnies eingesetzt werden. Nach schriftlicher behördlicher Anforderung erhielt Tönnies von den Dienstleistern die notwendigen Daten.[72]

Demonstration auf Betriebsgelände in Rheda-WiedenbrückBearbeiten

Am 4. Juli 2020 haben mehr als 100 Demonstranten vor dem Betriebsgelände des Tönnies-Konzerns in Rheda-Wiedenbrück gegen Schlacht- und Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie demonstriert. Aktivisten besetzten das Dach des Tönnies-Werkes und forderten ein Ende der Fleischfabrik. Sie brachten dort ein Transparent mit der Aufschrift „Shut Down Tierindustrie“ an. Bei den Protesten gegen Tönnies blockierten Demonstranten auch die Hauptzufahrt der Fleischfabrik und verlangten auf Transparenten „Schlachthäuser schließen!“ und „Schluss mit der Ausbeutung von Mensch, Tier, Natur“.[73][74][75][76][77][78]

Kritik wegen LohnerstattungBearbeiten

Der Schlachtbetrieb Tönnies und Subunternehmer die für Tönnies tätig waren, haben beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Anträge auf Erstattung von Lohnkosten durch das Land Nordrhein-Westfalen gestellt. Hintergrund sind die Quarantänemaßnahmen, die nach dem massiven Corona-Ausbruch unter Tönnies-Arbeitern am Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück verhängt wurden. Das Infektionsschutzgesetz sieht eine Erstattung vor, wenn Gesundheitsämter einen Betrieb schließen und Quarantäne anordnen. Die Anträge von Tönnies auf Erstattung von Lohnkosten stoßen bundesweit auf Kritik.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner kritisierte die Signalwirkung, die eine solche Forderung mit sich bringe:

„Ich habe dafür wenig Verständnis. Durch die Vorfälle ist eine ganze Region in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Ärger der Bürger darüber wird durch das jetzige Vorgehen sicherlich nicht kleiner werden.“

Julia Klöckner[79][80]

Für Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter sind die Anträge von Tönnies Beweis dafür, dass die Ankündigungen des Unternehmens:

„Nur leere Worte waren und man kein Vertrauen in die Unternehmensführung haben kann. Es sei dreist, wie Tönnies jetzt abkassieren wolle. Wer auf ein System der Ausbeutung setzt, die Gesundheit von Menschen riskiert und selbst in der Mitverantwortung für angeordnete Quarantänemaßnahmen steht, sollte sich mit dem Ausreizen von möglichen Erstattungsansprüchen besser zurückhalten.“

Anton Hofreiter[81][82]

Die FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg forderte das Unternehmen auf, jetzt die Verantwortung zu übernehmen, die es zuvor beim Gesundheitsschutz habe vermissen lassen:

„Dafür wurde schon eine ganze Region in Geiselhaft genommen. Ich finde es unanständig, sich auch noch auf Kosten der Steuerzahler schadlos halten zu wollen.“

Linda Teuteberg[83][84]

Bei Tönnies würden Gesetze missachtet, behauptet der schleswig-holsteinische SPD-Fraktionschef Ralf Stegner und regt eine Haftstrafe für Clemens Tönnies an:

„Da findet richtige Ausbeutung statt. Er (Clemens Tönnies) hat eine Menge damit zu tun, dass wir da einen Corona-Hotspot hatten. So jemand braucht nicht staatliche Hilfe durch Steuergelder, der sollte zur Verantwortung gezogen werden. Vielleicht kommt er irgendwann in staatliche Kost und Logis.“

Ralf Stegner[85][86][87]

Die Forderung von Tönnies nach Lohnerstattung widerspricht der NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann deutlich:

„Ich glaube, dass es die öffentlichen Hände in NRW rund um die Problematik Tönnies sehr viel Geld gekostet hat. Sowohl die beiden Landkreise als auch uns. Wenn Herr Tönnies wirklich Ansprüche gegen uns hätte, dann bin ich ein Mensch, der will, dass man die Sachen auch gegeneinander aufrechnen muss. Ich sehe Stand heute nicht, dass Herr Tönnies irgendwelche Überweisungen vom Land NRW erwarten kann.“

Karl-Josef Laumann[88][89][90]

Entschädigungsklagen gegen den Schlachtkonzern TönniesBearbeiten

 
Clemens Tönnies will trotz anhaltender Kritik an seiner Unternehmensführung weiter Verantwortung für die Tönnies Holding übernehmen

Mehrere Gewerbetreibende und Privatpersonen aus dem Kreis Gütersloh verlangen eine Entschädigung und haben Anzeige gegen Tönnies erstattet. Laut Staatsanwaltschaft Bielefeld sind bisher rund 50 Strafanzeigen eingegangen. Die Strafanzeigen richteten sich gegen Clemens Tönnies persönlich, die Unternehmensführung oder gegen Unbekannt wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz oder fahrlässiger Körperverletzung.

Trotz heftiger Kritik will Konzernchef Clemens Tönnies Lohnkostenerstattung wegen der behördlichen Schließung seines Hauptwerks durchsetzen. Über einen möglichen Rücktritt von der Geschäftsführung bei Tönnies stellte er fest:

„Nein. Der Kapitän gehört bei rauer See auf die Brücke, nicht in die Koje. Natürlich werde ich hier nicht mit dem Rollator rausfahren. Dafür ist das Leben zu schön. Ich freue mich auf die Geburt meiner zweiten Enkeltochter. Das sind gute Perspektiven.“

Clemens Tönnies [91][92][93]

Dauerstreit innerhalb der Familie Tönnies (seit 2011)Bearbeiten

Im Jahr 2011 kam es zu einem Streit zwischen Robert Tönnies und seinem Onkel Clemens Tönnies um die Leitung des Unternehmens. Beide besitzen jeweils die Hälfte der Anteile am Unternehmen. Robert Tönnies fordert 5 Prozent der Unternehmensanteile zurück, die er seinem Onkel im Jahr 2009 geschenkt hatte. Mit diesem Anteil hätte Robert Tönnies die Stimmenmehrheit.[94] Die Mitarbeiter haben sich in dem Streit eindeutig auf die Seite von Clemens Tönnies gestellt.[95][96] Robert Tönnies wird von dem Rechtsanwalt Mark Binz und von einer Kommunikationsagentur namens CNC begleitet.[97] Clemens Tönnies wird in dem Streit von Rechtsanwalt Michael Hoffmann-Becking vertreten.[94] Im Mai 2015 berichteten Medien, Clemens und Robert Tönnies stünden vor einer streitbeilegenden Einigung,[98] die im April 2017 erfolgte.[99] Ende 2019 flammte der Streit wegen eines umstrittenen China-Projektes für einen Betrag von 500 Mio. Euro, über das Robert Tönnies nicht informiert wurde, wieder auf.[100]

Nachdem sich während der COVID-19-Pandemie in Deutschland zahlreiche Mitarbeiter im Tönnies-Stammwerk in Rheda-Wiedenbrück im Juni 2020 mit SARS-CoV-2 angesteckt hatten, forderte Robert Tönnies in einem Brief den Rücktritt von Clemens Tönnies aus der Geschäftsleitung. In dem Brief wirft Robert Tönnies der Geschäftsleitung und dem Beirat des Konzerns unverantwortliches Handeln sowie die Gefährdung des Unternehmens und der Bevölkerung vor. Die seit 2017 geltenden Unternehmensleitsätze zur Abschaffung von Werkverträgen seien nie umgesetzt worden.[101]

Öffentliches EngagementBearbeiten

Seit 1994 engagierte sich Unternehmensgründer Bernd Tönnies für den Bundesliga-Traditionsverein FC Schalke 04. Am 7. Februar 1994 wurde Bernd Tönnies bei einer außerordentlichen Vollversammlung zum neuen Präsidenten gewählt. Vor der Wahl musste die Vereinssatzung geändert werden, weil Bernd Tönnies noch kein ganzes Jahr Mitglied des Vereins war. Kurze Zeit später, am 1. Juli 1994, verstarb Bernd Tönnies im Alter von 42 Jahren an den Folgen einer Nierentransplantation. Clemens Tönnies war seit 1994 Mitglied des Aufsichtsrates des FC Schalke 04 und seit 2001 dessen Vorsitzender. Am 30. Juni 2020 trat Tönnies als Aufsichtsratsvorsitzender zurück.[102][103] Der 2004 gegründete Verein Fleisch zur Freude der Kinder e. V. führt jährlich die Deutsche Zerlegemeisterschaft durch und sammelt auch darüber hinaus Spendengelder für notleidende Kinder. Im Jahr 2007 wurde der Verein in Aktion Kinderträume – Verein der deutschen Fleischwirtschaft e. V. umbenannt. Mit dem Bernd-Tönnies-Preis werden Publikationen sowie wissenschaftliche oder journalistische Arbeiten gewürdigt, die sich mit Aspekten der tierschutzgerechten oder -relevanten Haltung von landwirtschaftlichen Nutztieren befassen. Der Preis wird in unregelmäßigen Abständen von der Gemeinnützigen Gesellschaft zur Förderung der Forschung über die Zukunft des Tierschutzes in der Nutztierhaltung, kurz Tönnies-Forschung, ausgelobt.[104] Der mit 10.000 € dotierte Preis wurde am 3. November 2011 erstmals vergeben und ging an die Redakteurin im Ressort Natur und Wissenschaft der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Christina Hucklenbroich.[105] Nach dem Aufstieg des FSV Gütersloh 2009 in die Fußball-Bundesliga der Frauen stieg Tönnies als Hauptsponsor des Vereins ein.[106] Seitdem trägt der Verein seine Heimspiele in der 2012 erbauten Tönnies-Arena aus. Aufgrund der Ereignisse rund um den Coronavirus-Ausbruch beschloss der DSC Arminia Bielefeld, die seit Juli 2019 bestehende werbliche Partnerschaft mit Tönnies am Saisonende nicht zu verlängern, sondern auslaufen zu lassen.[107]

LiteraturBearbeiten

  • Jürgen Wiebicke: Zu Fuß durch ein nervöses Land: Auf der Suche nach dem, was uns zusammenhält. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2016. ISBN 978-3-46204950-3 (Schildert u. a. den Besuch in der Fleischwarenfabrik 2015)

WeblinksBearbeiten

Commons: Tönnies – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Konzernabschluss zum Geschäftsjahr 2018 der Tönnies Holding ApS & Co. KG. In: Bundesanzeiger, 17. Februar 2020. Abgerufen im Unternehmensregister am 17. Mai 2020.
  2. Helmut Bünder, Jan Grossarth: Wurstfabrikant Tönnies führt das Kartellamt vor. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 3. Februar 2015, abgerufen am 28. Juni 2015.
  3. https://www.haller-kreisblatt.de/region/22823012_Corona-Skandal-bei-Toennies-wird-verfilmt.html
  4. https://www1.wdr.de/nachrichten/unter-quarantaene-stehende-toennies-mitarbeiter-lieferten-waren-aus-100.html
  5. https://www.come-on.de/verbraucher/aldi-lidl-rewe-edeka-corona-toennies-fleisch-wurst-essen-supermarkt-discounter-nrw-guetersloh-zr-13821976.html
  6. Lebensmittel-Praxis & Fleischwirtschaft vom 12. März 2008
  7. Tönnies erweitert sein Wurstimperium
  8. kma-online.de: Tönnies beginnt den Bau einer Heparin-Fabrik
  9. Pressemitteilung Tönnies: Spatenstich für weltweit modernste Heparin-Produktionsstätte
  10. Pharma Action Werk startet Produktion, Pressemitteilung der Tönnies Holding GmbH & Co. KG
  11. a b tagesschau.de vom 19. Oktober 2016: Kartellamt setzt auf Ende der „Wurstlücke“, abgerufen am 25. Oktober 2016
  12. Tönnies schreibt mit der „Wurst-Lücke“ Rechtsgeschichte, Welt Online Artikel vom 19. Oktober 2016
  13. Tönnies plant Übernahme der Rindfleischsparte von Gausepohl, top agrar online, 10. November 2014
  14. Kaufpreis zu hoch? Tönnies sagt Gausepohl-Übernahme ab, Handelsblatt, 21. November 2014
  15. Gausepohl beantragt Insolvenz für Rindfleischsparte, top agrar online, 25. November 2014
  16. Tönnies darf Tican übernehmen (Memento vom 5. April 2016 im Internet Archive). agrarheute.com, 29. Februar 2016
  17. https://www.derwesten.de/region/clemens-toennies-um-3-5-millionen-euro-betrogen-er-hat-drastische-schritte-angekuendigt-id227634049.html
  18. Homepage von Toennis:Standorte abgerufen am 25. September 2019
  19. Forum Manager – Zu Gast: Clemens Tönnies (Memento vom 6. Mai 2013 im Internet Archive)
  20. Tönnies erhöht Kapazitäten im Jade Schlachthof Wilhelmshaven, abgerufen am 29. März 2016
  21. Division Logistics: Distribution, Lagerung, Logistik. Tönnies-Website, abgerufen am 28. Juni 2015.
  22. Alfons Deter: Tönnies übernimmt Thomsen aus Schleswig-Holstein, 20. März 2015
  23. tagesspiegel.de: Betrugsverdacht bei Tönnies
  24. meat-n-more: Konkurrenzkampf mit Hilfe der Staatsanwaltschaft?
  25. Der Spiegel vom 1. Oktober 2007: Krieg der Schweine-Barone
  26. Bestechungsverdacht gegen Tönnies-Subunternehmer Report Mainz vom 16. November 2009
  27. a b c Nils Klawitter: Gewerkschafter über Arbeitsbedingungen bei Tönnies: „Das ist menschenverachtend“. Abgerufen am 19. Juni 2020.
  28. Tönnies-Prozess gegen Millionen-Auflage eingestellt Neue Westfälische vom 17. August 2011
  29. Antibiotikaresistenzen: NRW nimmt Tönnies-Schlachthof ins Visier
  30. Westfalenblatt vom 4. September 2007
  31. Bußgeld für Fleischverarbeiter Tönnies – Kameras im Umkleideraum (Memento vom 16. Februar 2009 im Internet Archive) aus der Süddeutschen Zeitung vom 15. September 2008
  32. Deutschland neue Slums – Das Geschäft mit der Armutseinwanderern, ARD/Monitor/Sendungen, abgerufen am 3. März 2016
  33. Annika Ross: Tönnies: Eine Frau hebt den Sumpf aus. EMMA, 25. Juni 2020. Abgerufen am 9. Juli 2020
  34. https://www.aachener-zeitung.de/wirtschaft/harte-zeiten-fuer-die-fleischindustrie_aid-51775717
  35. https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/toennies-landesregierung-kommentar-100.html
  36. https://rp-online.de/panorama/coronavirus/coronavirus-bei-toennies-laumann-droht-fleischindustrie-und-forder-mehr-transparenz_aid-51770629
  37. https://www.verwaltungsgericht-osnabrueck.niedersachsen.de/aktuelles/pressemitteilungen/verwaltungsgericht-bestatigt-die-wegen-rattenbefalls-angeordneten-lebensmittelrechtlichen-verfugungen-gegen-zwei-dissener-fleischfirmen-191048.html
  38. https://www.morgenpost.de/vermischtes/article229580774/Toennies-lagerte-Fleisch-in-von-Ratten-befallenem-Lager.html
  39. https://www.swp.de/panorama/toennies-ratten-ratten-in-kuehlhaus-in-dissen_-toennies-lagerte-dort-fleisch-49189374.html
  40. https://www.nordbayern.de/panorama/ratten-im-kuhlhaus-auch-tonnies-fleisch-lagerte-dort-1.10287546
  41. https://www.focus.de/regional/nordrhein-westfalen/gesundheit-toennies-branche-nicht-unter-generalverdacht-stellen_id_11970880.html
  42. Florian Gontek, Claus Hecking: Corona-Fälle in Fleischfabrik: Wut auf Tönnies. In: Der Spiegel. Abgerufen am 19. Juni 2020.
  43. Corona-Massenausbruch: Tönnies droht Skandal um Video – und sorgt jetzt für überraschende Wende. In: Merkur. 19. Juni 2020, abgerufen am 19. Juni 2020.
  44. Corona-Hotspot bei Tönnies: Mehr Infizierte bei Massenausbruch – Ministerpräsident Laschet live zur Lage. 19. Juni 2020, abgerufen am 19. Juni 2020.
  45. https://www.welt.de/politik/deutschland/article211000769/Aktivisten-besetzen-Toennies-Schlachthof-neue-Vorwuerfe-gegen-Sigmar-Gabriel.html
  46. https://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2020-07/toennies-sigmar-gabriel-vorwuerfe-beratung-bundeskartellamt-millionenstrafe
  47. https://www.cicero.de/wirtschaft/sigmar-gabriel-toennies-beratung-spd-fleisch/plus
  48. https://www.n-tv.de/politik/Gabriel-bestreitet-neue-Toennies-Vorwuerfe-article21890402.html
  49. Reinhard Bingener und Jonas Jansen: Gabriels Job bei Tönnies: Die Kunst des Ausschlachtens FAZ vom 2. Juli 2020. Abgerufen am 5. Juli 2020
  50. Corona-Ausbruch: Produktion bei Tönnies läuft weiter. nw.de, 18. Juni 2020
  51. Alle Tönnies-Mitarbeiter in Quarantäne – auch Konzernchef Clemens Tönnies; Spiegel.de vom 19. Juni 2020; abgerufen am 20. Juni 2020
  52. Corona-Pandemie: Bielefeld schickt Schulkinder von Tönnies-Mitarbeitern nach Hause. 18. Juni 2020, abgerufen am 20. Juni 2020.
  53. 7000 Tönnies-Mitarbeiter müssen in Quarantäne. spiegel.de vom 17. Juni 2020, abgerufen am 17. Juni 2020
  54. Maas kritisiert Laschet wegen Äußerung zu osteuropäischen Arbeitern. spiegel.de vom 18. Juni 2020, abgerufen am 18. Juni 2020
  55. Expertin: Ausbruch schwelt sehr wahrscheinlich schon länger. FAZ.net, 18. Juni 2020
  56. Tönnies-Schließung: Bis zu 20 Prozent weniger Fleischprodukte auf dem Markt. rnd.de von 17. Juni 2020, abgerufen am 18. Juni 2020
  57. Felix Flesch: Bauernverband warnt vor Tönnies-Folgen auch für die Region. Abgerufen am 25. Juni 2020.
  58. Andreas Reuter: Corona-Hotspot – Fehlende Notbremse in Gütersloh. In: tagesschau.de. ARD, 22. Juni 2020, abgerufen am 22. Juni 2020.
  59. Corona-Ausbruch bei Tönnies Bund setzt auf Eindämmung vor Ort. In: tagesschau.de. ARD, 22. Juni 2020, abgerufen am 22. Juni 2020.
  60. Coronavirus-Hotspot NRW - Laschet verkündet Lockdown-Maßnahmen für ganzen Kreis Gütersloh. In: spiegel.de. Der Spiegel, 23. Juni 2020, abgerufen am 23. Juni 2020.
  61. Corona-Ausbruch bei Tönnies - Lockdown in Gütersloh. In: tagesschau.de. ARD, 23. Juni 2020, abgerufen am 23. Juni 2020.
  62. Corona-Ausbruch bei Tönnies - Gütersloh und Warendorf machen wieder dicht. In: tagesschau.de. ARD, 23. Juni 2020, abgerufen am 23. Juni 2020.
  63. NRW lässt Lockdown in Warendorf enden - Gütersloh bleibt aber. In: Microsoft Network. Reuters, 29. Juni 2020, abgerufen am 29. Juni 2020.
  64. Gericht hebt Corona-Einschränkungen im Kreis Gütersloh auf. In: welt.de. Die Welt, 7. Juli 2020, abgerufen am 7. Juli 2020.
  65. "Lockdown" im Kreis Gütersloh aufgehoben: So freudig reagieren Einwohner. In: wdr.de. WDR, 7. Juli 2020, abgerufen am 7. Juli 2020.
  66. Coronavirus - Österreich nimmt generelle Reisewarnung für NRW zurück. In: Ruhr Nachrichten. 29. Juni 2020, abgerufen am 29. Juni 2020.
  67. https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/liveticker-zum-coronavirus-mallorca-schliesst-lokale-am-ballermann-16805804.html (Meldung von 16:14 Uhr)
  68. Hygiene-Professor: Tönnies Blaupause für andere Betriebe; Westdeutsche Zeitung vom 17. Juli; abgerufen am 18. Juli 2020
  69. https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_88105842/corona-eklat-bei-toennies-virus-wanderte-wohl-von-schlachthof-zu-schlachthof.html
  70. https://www.deutschlandfunk.de/medienbericht-mitarbeiter-der-firmen-toennies-und-westcrown.1939.de.html?drn:news_id=1144577
  71. Elena Strato: Elena Strato: „Tönnies-Arbeitern wurde nahegelegt zu schweigen“. Deutsche Welle, 19. Juni 2020, abgerufen am 22. Juni 2020.
  72. dpa: „Datenschutzrechtliche Probleme“: Tönnies weist Vorwürfe zurück. Ruhr Nachrichten, 21. Juni 2020, abgerufen am 22. Juni 2020.
  73. https://www.n-tv.de/panorama/Toennies-Zentrale-besetzt-article21890183.html
  74. https://www.radioguetersloh.de/nachrichten/kreis-guetersloh/detailansicht/proteste-auf-toennies-dach-in-rheda.html
  75. https://www.nw.de/lokal/kreis_guetersloh/rheda_wiedenbrueck/22818390_Aktivisten-besetzen-Toennies-Schlachthof-in-Rheda-Wiedenbrueck.html
  76. https://www.bild.de/news/2020/news/rheda-wiedenbrueck-aktivisten-besetzen-toennies-schlachthof-71682060.bild.html
  77. https://www.wa.de/nordrhein-westfalen/toennies-corona-faelle-rheda-sigmar-gabriel-schlachthof-video-guetersloh-demo-zr-13755098.html?cmp=defrss
  78. https://www.westfalen-blatt.de/OWL/Kreis-Guetersloh/Rheda-Wiedenbrueck/4229519-Tierindustrie-Gegner-protestieren-in-Rheda-Wiedenbrueck-Demo-verlaeuft-friedlich-Aktivisten-abgefuehrt-Aktivisten-steigen-Toennies-aufs-Dach
  79. https://www.welt.de/politik/deutschland/article211476671/Dreist-Unanstaendig-Kritik-an-Toennies-Antrag-auf-Lohnkostenerstattung.html
  80. https://www.merkur.de/welt/toennies-coronavirus-fleischfabrik-schlachtbetrieb-clemens-toennies-fleischproduzent-guetersloh-hetzjagd-zr-13827641.html
  81. https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/toennies-subunternehmer-lohnkostenerstattung-100.html
  82. https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/antrag-auf-lohnkostenerstattung-politiker-kritisieren-toennies-dreist-und-unanstaendig/25998464.html?ticket=ST-1990927-2BTz0rVeBGRfWeab3E1l-ap6
  83. „Dreist“, „unanständig“ – Kritik an Tönnies-Antrag auf Lohnkostenerstattung. In: welt.de. Die Welt, 12. Juli 2020, abgerufen am 13. Juli 2020.
  84. Virus-Ausbruch bei Tönnies"Ausbeutung": SPD-Politiker Stegner spekuliert über Haft für Tönnies. In: Focus Online. Focus, 13. Juli 2020, abgerufen am 13. Juli 2020.
  85. https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/coronavirus-ralf-stegner-spekuliert-ueber-moegliche-haftstrafe-fuer-clemens-toennies-a-5916dd96-8496-4336-b83e-ccf0ca6b8087
  86. https://www.welt.de/vermischtes/article211512699/Ralf-Stegner-spekuliert-ueber-moegliche-Haftstrafe-fuer-Toennies.html
  87. https://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/2086629/ralf-stegner-spekuliert-ueber-haftstrafe-fuer-toennies-staatliche-kost-und-logis
  88. https://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/ruhrgebiet-aktuell/firma-verlangt-entschaedigung-minister-laumann-erteilt-toennies-absage-71870738.bild.html
  89. https://www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/neuer-luft-filter-bei-toennies-empoerung-ueber-erstattung-von-lohnkosten-1537577.html
  90. https://www.radiolippe.de/nachrichten/lippe/detailansicht/corona-in-guetersloh-laumann-will-kein-steuergeld-fuer-toennies-geben.html
  91. https://www.westfalen-blatt.de/Ueberregional/Nachrichten/Politik/4237134-Clemens-Toennies-spricht-ueber-den-Corona-Ausbruch-im-Fleischkonzern-die-Rolle-als-Buhmann-der-Nation-Vorwuerfe-im-Faktencheck-und-die-Zukunft-der-Werkvertragsarbeiter-Clemens-Toennies-Wir-haben-uns-immer-an-Recht-und-Gesetz-gehalten
  92. https://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2020-06/toennies-coronavirus-rheda-wiedenbrueck-alexander-lang
  93. https://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/familienunternehmer/schadensersatz-muss-toennies-fuer-den-corona-ausbruch-haften-was-juristen-dazu-sagen/25942044.html?ticket=ST-6275470-wUpTjwZC2xmbrEMVLflZ-ap4
  94. a b Mario Brück, Peter Steinkirchner: Tönnies: Schlacht der Metzger. Abgerufen am 19. Juni 2020.
  95. Thorsten Gödecker und Jörg Rinne: Familienstreit bei Tönnies lähmt Schlachtkonzern. Abgerufen am 19. Juni 2020.
  96. Nordwest-Zeitung: Unternehmen: Familienschlacht im Schlachtkonzern. Abgerufen am 19. Juni 2020.
  97. Mario Brück: Schlachter-Zoff: Robert holt sich Krisenstrategen. Abgerufen am 19. Juni 2020.
  98. Christoph Kapalschinski, Anja Müller: Tönnies-Familie führt Gespräche über Einigung. In: Handelsblatt, 14. Mai 2015, abgerufen am 28. Juni 2015.
  99. Nach jahrelangem Streit: Fleischkonzern Tönnies schließt Frieden im Familienzwist, spiegel.de, 21. April 2017
  100. Neffe will sich auf Klage fokussieren – Beirat spricht über umstrittenes China-Projekt Tönnies-Streit: Ist eine Trennung alternativlos?, westfalen-blatt.de, 3. Dezember 2019
  101. Der Spiegel: Robert Tönnies fordert Rücktritt seines Onkels. Abgerufen am 18. Juni 2020.
  102. Clemens Tönnies tritt zurück
  103. https://www.bild.de/bild-plus/sport/fussball/fussball/schalke-04-clemens-toennies-tritt-zurueck-71599654,view=conversionToLogin.bild.html
  104. Der Bernd-Tönnies-Preis. In: www.toennies-forschung.de. Abgerufen am 19. Oktober 2016.
  105. https://www.presseportal.de/pm/71716/2140919
  106. Schalke steigt als Sponsor bei Frauen-Team ein, Bild.
  107. Arminia Bielefeld beendet Partnerschaft mit Tönnies Der Spiegel, 26. Juni 2020

Koordinaten: 51° 51′ 48″ N, 8° 19′ 20″ O