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Santa Marta

Hauptstadt der kolumbianischen Abteilung von Magdalena

Santa Marta ist die Hauptstadt und eine Gemeinde (municipio) im Departamento del Magdalena in Kolumbien. Die Gemeinde hat 507.455 Einwohner, von denen 490.980 im städtischen Teil der Gemeinde (cabecera municipal) leben. Die Metropolregion hat 706.836 Einwohner (Stand: 2018).[1] Seit 1534 ist Santa Marta Sitz des Bistums Santa Marta.

Santa Marta
Koordinaten: 11° 14′ N, 74° 12′ W
Karte: Magdalena
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Santa Marta
Santa Marta auf der Karte von Magdalena
Colombia - Magdalena - Santa Marta.svg
Lage der gesamten Fläche der Gemeinde Santa Marta auf der Karte von Magdalena
Basisdaten
Staat Kolumbien
Departamento Magdalena
Stadtgründung 29. Juli 1525
Einwohner 507.455 (2018)
   – im Ballungsraum 706.836
Stadtinsignien
Flag of Santa Marta.svg
Escudo de Santa Marta (Magdalena).svg
Detaildaten
Fläche 1472 km2
Bevölkerungsdichte 345 Ew./km2
Höhe m
Gewässer Karibik
Zeitzone UTC−5
Stadtvorsitz Rafael Alejandro Martínez (2016–2019)
Website www.santamarta.gov.co
Collage Santa Marta.jpg
Strand von Santa Marta: El Rodadero
Strand von Santa Marta: El Rodadero
Kathedrale von Santa Marta
Kathedrale von Santa Marta

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Santa Marta liegt an der Karibikküste Kolumbiens, 992 km von Bogotá entfernt. Südöstlich vom städtischen Teil hat die Gemeinde einen Anteil an der Sierra Nevada de Santa Marta mit den höchsten Bergen Kolumbiens, dem Pico Cristóbal Colón sowie dem Pico Simón Bolívar, beide mit einer Höhe von jeweils 5.775 Metern ü. M. In der Sierra Nevada auf dem Gemeindegebiet befindet sich die Ruinenstadt Ciudad Perdida. Nördlich des Stadtgebiets liegt der Fischer- und Touristenort Taganga, ein Corregimiento von Santa Marta.

Im Osten der Gemeinde befindet sich der Nationalpark Tayrona. Der Reiz der Landschaft liegt einerseits in der Karibik mit ihrem warmen Wasser und den Korallenriffen direkt am Strand und andererseits an den schneebedeckten Gipfeln der Sierra Nevada.

Die Gemeinde grenzt im Norden und Westen an die Karibik, im Süden an Ciénaga und Aracataca und im Osten an Dibulla in La Guajira und an Valledupar im Departamento del Cesar.[2]

GeschichteBearbeiten

Die Stadt wurde am 29. Juli 1525 vom Conquistador Rodrigo de Bastidas als eine der ersten heute noch bestehenden spanischen Städte[3] auf dem amerikanischen Festland gegründet. Ca. 16 km vom Stadtzentrum entfernt befindet sich die Quinta de San Pedro de Alejandrino, auf der am 17. Dezember 1830 der Freiheitskämpfer Simon Bolivar verstarb.[4]

Politische OrganisationBearbeiten

Santa Marta befindet sich im Departamento del Magdalena. Der Bürgermeister der Stadt wird demokratisch gewählt und regiert jeweils für vier Jahre.

Verwaltungsgliederung
Das Stadtgebiet ist in neun Comunas aufgeteilt: Zum ländlichen Gebiet Santa Martas gehören:
  1. María Eugenia - Pando
  2. Comuna Central
  3. Pescaíto - Almendro - Juan XXIII
  4. Polideportivo - El Jardín
  5. Santa Fe - Bastidas
  6. Mamatoco - 11 de Noviembre
  7. Gaira - Rodadero
  8. Pozos Colorados - Don Jaca
  9. Parque - Bureche
  • Bonda (Corregimiento)
  • Calabazo (Caserío)
  • Guachaca (Corregimiento)
  • Minca (Corregimiento)
  • Taganga (Corregimiento)
  • Buritaca (Ciudad Perdida), (Caserío)
  • Tigrera (Caserío)
  • Cabañas de Buritaca (Caserío)
  • Cañaveral (Agua Fría), (Caserío)
  • Colinas de Calabazo (Caserío)
  • Curvalito (Caserío)
  • Guacoche (Caserío)
  • Marquetalia (Caserío)
  • Paz del Caribe (Caserío)
  • Perico Aguao (Caserío)
  • La Olla
  • La Revuelta
  • Las Colinas
  • El Trompo
  • La Aguacatera
  • Machete Pelao
  • México
  • Valle de Gaira
  • Playa Blanca
  • La Planta
Metropolregion
 
Metropolregion Santa Marta

Zur inoffiziellen Metropolregion Santa Marta gehören neben Santa Marta die Gemeinden Ciénaga, Puebloviejo und Zona Bananera.

WirtschaftBearbeiten

Santa Marta ist nicht nur eine wichtige Hafenstadt mit Umschlag von Stückgut und Kohle, sondern auch ein Touristikzentrum mit einem ausgedehnten Hotelgebiet und Vergnügungsstätten. Vor allem El Rodadero ist eine beliebte Sommerfrische der Kolumbianer mit umfassenden Angebot an Diskotheken und Bars.

Rund um die Stadt wird intensiv Landwirtschaft betrieben, es werden Palmen, Bananen und Mangobäume angepflanzt. Bananen, teilweise aus nachhaltigem Anbau gemäß SAN-Standard, werden über den Hafen nach Europa exportiert.[5][6]

InfrastrukturBearbeiten

Santa Marta verfügt über einen Flughafen, den Aeropuerto Simón Bolívar, der insbesondere von Bogotá, Medellín und Cali aus angeflogen wird. Mit dem Auto kann Santa Marta über die Fernstraßen Troncal del Caribe (I-90), die die Stadt mit Barranquilla, Cartagena und Riohacha verbindet, und Troncal del Magdalena (I-45), die die Stadt mit dem Landesinneren verbindet, erreicht werden. In der Vergangenheit hatte die Eisenbahnstrecke Ferrocarril de Santa Marta eine wichtige Bedeutung.

SportBearbeiten

In Santa Marta ist der Fußballverein Unión Magdalena ansässig, der aktuell seit 2005 in der zweiten kolumbianischen Liga spielt. Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte war bislang die Erstliga-Meisterschaft 1968. Das ursprüngliche Heimstadion von Unión Magdalena war das Estadio Eduardo Santos, das aber 2013 wegen Baufälligkeit geschlossen wurde[7], weswegen der Verein für mehrere Jahre in andere Städte ausweichen musste. Seit 2018 ist das neue Heimstadion von Unión Magdalena das Estadio Sierra Nevada, das für die Juegos Bolivarianos 2017 neu gebaut wurde.[8][9] Aus Santa Marta stammen drei der wichtigsten kolumbianischen Fußballspieler: Carlos Valderrama, Antony de Ávila und Falcao.

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

KlimatabelleBearbeiten

Santa Marta
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
7
 
33
22
 
 
3
 
33
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33
25
 
 
60
 
32
25
 
 
55
 
33
24
 
 
49
 
32
24
 
 
65
 
32
24
 
 
93
 
31
24
 
 
44
 
32
23
 
 
10
 
32
22
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Santa Marta
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 32,9 33,3 33,7 33,3 32,6 32,4 32,5 32,2 31,6 31,3 31,5 32,0 Ø 32,4
Min. Temperatur (°C) 21,6 22,6 23,7 24,8 25,0 24,5 24,1 24,0 23,8 23,7 23,2 21,8 Ø 23,6
Niederschlag (mm) 7 3 1 10 41 60 55 49 65 93 44 10 Σ 438
Sonnenstunden (h/d) 9,3 9,0 8,2 7,5 7,3 7,5 7,1 6,9 6,7 6,2 7,2 9,0 Ø 7,7
Regentage (d) 0 0 0 1 4 7 5 7 10 9 5 1 Σ 49
Luftfeuchtigkeit (%) 69 68 66 69 73 72 71 73 76 75 74 69 Ø 71,3
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
32,9
21,6
33,3
22,6
33,7
23,7
33,3
24,8
32,6
25,0
32,4
24,5
32,5
24,1
32,2
24,0
31,6
23,8
31,3
23,7
31,5
23,2
32,0
21,8
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
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7
3
1
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41
60
55
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10
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

WeblinksBearbeiten

  Commons: Santa Marta – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise und AnmerkungenBearbeiten

  1. Hochrechnung der Einwohnerzahlen von Kolumbien auf der offiziellen Seite vom DANE
  2. Informationen zur Geografie auf der Webseite der Gemeinde Santa Marta
  3. Das 1519 gegründete Panama-Stadt ist die bekannteste der ersten spanischen Städte in Amerika, andere frühere Stadtgründungen misslangen oder haben nicht solche zentrale Bedeutung auf der Weltkarte, wie etwa die erste spanische Stadt auf Südamerikas Festland, Cumaná, bis heute bedeutende venezolanische Hafenstadt.
  4. Informationen zur Geschichte auf der Webseite der Gemeinde Santa Marta
  5. Christian Seiler: Die Banane ist ein Spiesser. Porträt unserer Lieblingsfrucht. Das Magazin, Tamedia, Zürich 1. Oktober 2016, Seiten 10–15
  6. Nina Sigrist: Die perfekte Banane. Migros Magazin Zürich, 10. Oktober 2016, Seiten 38–45
  7. Alcalde de Santa Marta descarta restaurar el estadio Eduardo Santos
  8. Confirmado: el ‘Ciclón’ volverá a soplar en Santa Marta
  9. Se hizo oficial el regreso de Unión Magdalena a Santa Marta
  10. http://www.miamibeachfl.gov/city-hall/tourism-culture-and-economic-development/culture-art-in-public-places/santa-marta-columbia/
  11. Vanguardia Liberal: Bucaramanga y Santa Marta ya son ciudades hermanas/