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Mocoa

Hauptstadt der kolumbianischen Abteilung von Putumayo

Mocoa ist eine Gemeinde (municipio) und gleichzeitig die Hauptstadt vom Departamento de Putumayo im südwestlichen Kolumbien nahe der Grenze zu Ecuador. Sie liegt etwa 600 km südwestlich von Bogotá und 140 km östlich der Großstadt Pasto im benachbarten Küstendepartamento Nariño.

Mocoa
Koordinaten: 1° 9′ N, 76° 39′ W
Karte: Kolumbien
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Mocoa
Mocoa auf der Karte von Kolumbien
Colombia - Putumayo - Mocoa.svg
Lage des gesamten Gebietes der Gemeinde Mocoa auf der Karte von Putumayo
Basisdaten
Staat Kolumbien
Departamento Putumayo
Stadtgründung 1551
Einwohner 45.589 (2019)
Stadtinsignien
Escudo de Mocoa.svg
Flag of Mocoa.svg
Detaildaten
Fläche 1263 km2
Bevölkerungsdichte 36 Ew./km2
Höhe 500 m
Gewässer Río Mocoa, Río Cascabel
Zeitzone UTC−5
Stadtvorsitz José Antonio Castro Meléndez (2016–2019)
Website mocoa-putumayo.gov.co
Hauptplatz von Mocoa
Hauptplatz von Mocoa
Natur bei Mocoa
Natur bei Mocoa

Mocoa liegt im dichter besiedelten Westteil von Putumayo an der Ostabdachung der Ostkordillere unweit des Flusses Río Caquetá. Das Gemeindegebiet hat eine Fläche von etwa 1.263 km².

Mocoa ist gemeinsam mit Sibundoy Sitz des Bistums Mocoa-Sibundoy.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Mocoa liegt im Norden von Putumayo in der Subregion Medio Putumayo auf einer Höhe zwischen 400 und 3200 Metern. Durch die Gemeinde fließen der Río Mocoa und der Río Cascabel. Die Gemeinde grenzt im Norden an Santa Rosa im Departamento del Cauca und an El Tablón de Gómez im Departamento de Nariño, im Osten an Santa Rosa und Piamonte in Cauca sowie an Puerto Guzmán, im Süden an Puerto Caicedo und Villagarzón und im Westen an San Francisco und Sibundoy.[1]

BevölkerungBearbeiten

Die Gemeinde Mocoa hat 45.589 Einwohner, von denen 38.152 im städtischen Teil (cabecera municipal) der Gemeinde leben (Stand: 2019).[2]

GeschichteBearbeiten

Mocoa wurde 1563 von Gonzalo de Avendaño auf indigenem Gebiet gegründet. Der Ort wurde 1683 von Indigenen niedergebrannt und daraufhin an seinen heutigen Ort verlegt. Im 19. Jahrhundert wurde Mocoa zum Zentrum des Handels von Chinarinde, Naturkautschuk und Salz. Seit 1958 hat Mocoa den Status einer Gemeinde. Mit Gründung der Intendencia de Putumayo wurde Mocoa zur Hauptstadt. Dieser Status blieb auch bestehen, als Putumayo 1991 zum Departamento erhoben wurde.[3]

Sintflutartige Regenfälle lösten in der Nacht vom 31. März zum 1. April 2017 eine Schlammlawine aus.[4][5] Der Fluss Mocoa und seine Zuflüsse traten über die Ufer und verursachten große Zerstörungen. Fast die Hälfte der Gebäude und 17 Stadtteile wurden zerstört. Mindestens 280 Menschen starben und mehrere hundert wurden verletzt.[6]

WirtschaftBearbeiten

Die wichtigsten Wirtschaftszweige von Mocoa sind Landwirtschaft und Rinderproduktion. Es werden Mais, Bananen, Maniok, Zuckerrohr für Panela, Ananas und Zitruspflanzen angebaut. In kleinerem Umfang findet auch Handel statt.[7]

InfrastrukturBearbeiten

Mocoa verfügt über keinen Flughafen. Die nächsten Flughäfen liegen in Villagarzón und Puerto Asís. Erst 2002 wurde eine asphaltierte Straße fertiggestellt, die Mocoa und Putumayo mit dem Inneren des Landes verbindet und von San Miguel an der ecuadorianischen Grenze über Mocoa nach Pitalito führt. Von dort führt die Straße weiter nach Neiva und Bogotá. Eine Straße in schlechtem Zustand führt zudem nach Pasto.[8]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Mocoa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  Wikinews: Mocoa – in den Nachrichten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Información del municipio. Alcaldía del Municipio de Mocoa – Putumayo, abgerufen am 9. April 2019 (spanisch, Informationen zur Geographie der Gemeinde).
  2. ESTIMACIONES DE POBLACIÓN 1985 - 2005 Y PROYECCIONES DE POBLACIÓN 2005 – 2020 TOTAL DEPARTAMENTAL POR ÁREA. (Excel; 1,72 MB) DANE, 11. Mai 2011, abgerufen am 9. April 2019 (spanisch, Hochrechnung der Einwohnerzahlen von Kolumbien).
  3. Pasado, presente y futuro. Alcaldía del Municipio de Mocoa – Putumayo, abgerufen am 9. April 2019 (spanisch, Informationen zur Geschichte der Gemeinde).
  4. n-tv Nachrichtenfernsehen: Katastrophe in Kolumbien: Fluten töten über 200 Menschen. In: n-tv.de. (n-tv.de [abgerufen am 2. April 2017]).
  5. St. Galler Tagblatt AG, Switzerland: Über 250 Schlammlawinen-Tote in Kolumbien. In: St.Galler Tagblatt Online. (archive.org [abgerufen am 20. Mai 2017]).
  6. Klaus Ehringfeld: Es klang so, als hätte sich die Erde aufgetan. Spiegel Online, 2. April 2017, abgerufen am 2. April 2017 (spanisch).
  7. Economía. Alcaldía del Municipio de Mocoa – Putumayo, abgerufen am 9. April 2019 (spanisch, Informationen zur Wirtschaft der Gemeinde).
  8. Vías de comunicación. Alcaldía del Municipio de Mocoa – Putumayo, abgerufen am 9. April 2019 (spanisch, Informationen zur Infrastruktur der Gemeinde).