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GeschichteBearbeiten

Ursprünglich war Louveciennes ein kleines Dorf am Ufer der Seine mit Obst- und Weinbau. Im 17. Jahrhundert wurde nach der Verlegung des Hofes von Ludwig XIV. nach Versailles das Aquädukt von Louveciennes gebaut. Louveciennes hieß damals noch Luciennes und wurde erst im 18. Jahrhundert Louvetienne genannt. Im 19. Jahrhundert wurde das Dorf durch seine Maler bekannt, z. B. Pissarro und Sisley. Seit der Bahnanbindung an Paris wurden vermehrt Landsitze und Zweitwohnungen bezogen. In den letzten Jahrzehnten entwickelte sich Louveciennes zum Wohnort für gut situierte, in Paris arbeitende Pendler.

 
Le château de Voisins
 
Le château du Pont

WappenBearbeiten

Das Wappen stellt zwei nebeneinander laufende Wölfe in Silber auf blauem Grund sowie drei Lilien in Gold auf rotem Grund dar.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Louveciennes

Das Aquädukt von Louveciennes (auch Aquädukt von Marly) wurde 1681–1685 von Jules Hardouin-Mansart und Robert de Cotte errichtet, um Schloss Versailles und Schloss Marly-le-Roi mit dem Wasser aus der Seine zu versorgen, das von der Maschine von Marly auf das Hochufer gepumpt wurde. Das Aquädukt selber ist 620 m lang und 23 m hoch und leitete das Wasser in die Wasserspeicher von Marly.

Es gibt mehrere Schlösser aus dem 17. und 18. Jahrhundert (Schloss Voisins, Schloss der Madame du Barry, Château du Pont, Château du Parc, Château des Sources), die sämtlich in Firmen- oder Privatbesitz stehen.

VerkehrBearbeiten

Persönlichkeiten in Verbindung mit LouveciennesBearbeiten

 
Erster Schnee in Louveciennes von Alfred Sisley, 1870
 
Entrée du village de Voisins[1] von Camille Pissarro, 1872
 
L'Aqueduc à Marly von Alfred Sisley, 1874

Persönlichkeiten mit Wohnsitz in Louveciennes waren

  • Madame du Barry (1743–1793), Maitresse von Ludwig XV., lebte im Pavillon des Eaux und erweiterte ihn zum Schloss.
  • Élisabeth Vigée-Lebrun (1755–1842), bekannt durch ihre Frauenporträts, kaufte 1809 ein großes Landhaus in Louveciennes und wohnte abwechselnd dort und in Paris, bis ihr Landhaus 1814 durch die preußische Armee während der Befreiungskriege besetzt wurde. Sie starb in Paris und wurde in Louveciennes begraben.
  • Camille Pissarro (1830–1903), der zahlreiche Gemälde von Louveciennes malte.
  • Charles Camille Saint-Saëns (1835–1921), Organist und Komponist, lebte im Dorf Voisins von 1865 bis 1870.
  • Alfred Sisley (1839–1899), Landschaftsmaler, wohnte im Dorf Voisins von 1870 bis 1874.
  • Auguste Renoir (1841–1919), Impressionist, wohnte im Dorf Voisins von 1869 bis 1870.
  • Joseph Joffre (1852–1931), französischer General und Mitglied der Académie Française, hatte seinen Altersruhesitz in Louveciennes.
  • Louis-Victor de Broglie (1892–1987), der 1929 den Nobelpreis für Physik erhielt und in Louveciennes starb.
  • Kurt Weill (1900–1950), der Komponist der Dreigroschenoper lebte bis 1933 in Berlin und fand Zuflucht in Voisins von 1933 bis 1935.

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Louveciennes hat Städtepartnerschaften mit Gemeinden ähnlicher Einwohnerzahl

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Le paysage est peint depuis l'actuelle avenue Saint-Martin, face à l'entrée du château de Voisins (derrière la charette). Il s'agit bien sûr du château actuel reconstruit en 1820.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Louveciennes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien