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LebenBearbeiten

Giorgio Casella wurde als Sohn des Arztes Giacomo Casella von Carona und der Giovanna Guerra geboren. Er studierte in Italien und schloss 1872 in Turin sein Medizinstudium ab. Als Gemeindearzt in Faido unterstützte er die Arbeiter beim Bau der Gotthardbahn. Als Politiker gehörte er der konservativen Partei an. Er war von 1884 bis 1909 Tessiner Staatsrat und leitete das Departement des Innern (mit dem Gesundheitswesen) und das Erziehungsdepartement.

Er war für die Erstellung des Tessiner Gesundheitsgesetzes von 1886 (Codice Sanitario) verantwortlich und förderte die Schaffung der kantonalen psychiatrischen Klinik (1893–1894) in Mendrisio. Im Jahr 1909 nahm er seine medizinische Tätigkeit wieder auf und war während einiger Jahre Chefarzt am Spital von Lugano. Von 1913 bis 1929 war er Mitglied des Tessiner Grossrates.

Er wurde Präsident der Tessiner Sektion des Schweizerischen Katholischen Volksvereins und war in zahlreichen wohltätigen Institutionen engagiert: Vizepräsident der Tessiner Sektion des Schweizer Heimatschutzes, Präsident der historischen und archäologischen Gesellschaft der italienischen Schweiz und Herausgeber des Bollettino storico della Svizzera italiana.[1]

SchriftenBearbeiten

  • La guerra alla Tubercolosi. (mit Max Bollag), Tipografia e Litografia Cantonale, Bellinzona 1906.
  • Carona, Morcote e Vico-Morcote, medioevo e rinascimento. Società Ticinese per la Conservazione delle Bellezze Naturali ed Artistiche, Lugano 1912.
  • Bissone e alcune terre vicine. Società Ticinese per la Conservazione delle Bellezze Naturali ed Artistiche, Lugano 1922.
  • Bellinzona. (mit Arnoldo Bettelini), Società Ticinese per la Conservazione delle Bellezze Naturali ed Artistiche, Tipografia Sanvito, Lugano 1923.
  • Dante ed i maestri comacini: continuazione. In: Belvedere, Nr. 3, 1923, S. 155–165.
  • Della influenza artistica dei Comacini nel medio evo. Lugano 1924.
  • Giorgio Casella: scritti scelti. (mit Arnoldo Bettelini), Società ticinese per la conervazione delle bellezze naturali ed artistiche, Lugano 1931.

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Celestino Trezzini: Giorgio Casella. Digitalisat In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz. Band 2, Brusino – Caux, Attinger Verlag, Neuenburg 1924, S. 504.