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LebenBearbeiten

Rinaldo Simen wurde als Sohn des Rocco Simen aus Andermatt, Kaufmanns und Schützenhauptmanns, geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums und einer Lehre als Telegrafist fand er eine Arbeit im Telegrafenamt, die er aufgab, um sich dem Journalismus und der Politik zu widmen. Er gründete Il Carabiniere ticinese (1873–1874), das Nachfolgeorgan ll Tempo (1874–1877) und schliesslich die Zeitung Il Dovere (1878), das zum Sprachrohr der liberalen des liberalen Aufstands Riscossa wurde.

Mit Romeo Manzoni verteidigte er die Unvermeidlichkeit der radikalen Revolution vom 11. September 1890 und wurde zur repräsentativsten Figur des Settembrismo. Nach dem Sturz der konservativen Regierung von Gioachimo Respini, war er davon überzeugt, dass es zur Lösung der kantonale Probleme notwendig war, die eigenen Ideale zurückzustellen, und er setzte in der liberalen Mehrheitsregierung eine pragmatische und verhandlungsorientierte Linie durch.

Von 1893 bis 1905 stand er als Staatsrat dem Erziehungs- und Landwirtschaftsdepartement vor. Im Jahr 1904 reichte er seinen Rücktritt ein, nachdem es dem Druck der Radikalen gelungen war, die liberale Partei zu einem programmatischen Abkommen mit der Sozialistischen Partei zu bewegen, die die Politik ihres gemässigten Reformismus ablehnten. Von 1893 bis 1910 sass er im Ständerat, 1905–1910 im Tessiner Grossrat[1][2].

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Rinaldo Simen Ständerat auf parlament.ch/de/biografie
  2. Celestino Trezzini: Rinaldo Simen In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz Schultheiss – Sisgau, Band 6, Attinger Verlag, Neuenburg 1921, S. 371.