Ferrari 625F1

Formel-1-Rennwagen

Der Ferrari 625F1 war ein Formel-1-Rennwagen, gebaut und eingesetzt von der Scuderia Ferrari.

Ferrari 625F1

Konstrukteur: ItalienItalien Scuderia Ferrari
Designer: Aurelio Lampredi
Vorgänger: Ferrari 553 Squalo (chronologisch)
Ferrari 500 (technisch)
Nachfolger: Ferrari 555 Supersqualo
Technische Spezifikationen
Chassis: Aluminiumkarosserie auf Gitterrohrrahmen
Motor: Ferrari-4-Zylinder-Reihenmotor, 2498 cm³
Länge: 3988 mm
Breite: 1427 mm
Höhe: 1020 mm
Radstand: 2160 mm
Gewicht: 600 kg
Reifen: Englebert
Benzin: Shell
Statistik
Fahrer: ArgentinienArgentinien José Froilán González
ItalienItalien Nino Farina
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Mike Hawthorn
FrankreichFrankreich Maurice Trintignant
Erster Start: Großer Preis von Argentinien 1954
Starts Siege Poles SR
11 2 3 3
WM-Punkte: k. A. / tba
Podestplätze: k. A. / tba
Führungsrunden: k. A. / tba

EntwicklungsgeschichteBearbeiten

Für die Saison 1952 änderten sich die Rahmenbedingungen, und vor allem das Motorenreglement, nach denen die Weltmeisterschaftsläufe ausgetragen wurden, deutlich. Ferrari reagierte rasch und ließ von Aurelio Lampredi neue 4-Zylinder-Motoren entwickeln. Die 2-Liter-Variante dieser Aggregate kam im neuen Ferrari 500 zum Einsatz.
Für die Saison 1954 kam es zu einer erneuten Änderung der Motorenformel, und die Scuderia Ferrari reagierte mit dem Typ 625F1. Die Ferrari 625F1 waren umgebaute Ferrari 500 mit einer 2,5-Liter-Version des Vierzylindermotors. Dieses Triebwerk war ursprünglich für den Ferrari 553 Squalo entwickelt worden, der parallel zum Typ 625 zum Einsatz kam, und leistete 245 PS in seiner Endausbaustufe. Das Fahrzeug hatte nach wie vor einen einfachen Rohrrahmen.

RenngeschichteBearbeiten

Der 625F1 gab sein Debüt beim Großen Preis von Argentinien 1954. Die Werksfahrer Giuseppe Farina, José Froilán González und Maurice Trintignant mussten sich dabei nur dem Lokalmatador Juan Manuel Fangio geschlagen geben und erreichten hinter ihm die Ränge zwei bis vier.

Gonzales gewann im selben Jahre mit einem 625er seinen zweiten Grand Prix. Er siegte beim Großen Preis von Großbritannien in Silverstone. Dennoch war der Tipo 625 kein wirklicher Siegerwagen. Der Konkurrenz, angeführt von Mercedes-Benz, war der Wagen unterlegen. Einmal noch erzielte die Scuderia einen Sieg des Tipo 625, als Maurice Trintignant 1955 überraschend den Großen Preis von Monaco gewann.

GalerieBearbeiten

Technische DatenBearbeiten

625F1 Baujahr 1954; eingesetzt 1954 und 1955
Motor 4-Zylinder-Reihenmotor
Bohrung × Hub 94 × 90 mm
Hubraum 2498 cm³
Verdichtung 13 : 1
Leistung 250 PS bei 7200/min
Max. Drehmoment -
Kurbelwelle -
Motorsteuerung dohc, Zahnrad, 2V
Aufladung 2 × Weber 50DCOA/3
Treibstoff -
Tankinhalt 180 Liter
Kühlung Wasser (mit Pumpe)
Getriebe Transaxle, 4 Gang, 1 Retourgang, Mehrscheibenkupplung
Fahrwerk Rohrrahmen, 2 ovale Längsträger
Aufhängung vorn Doppelquerlenker, Querblattfeder
Aufhängung hinten De-Dion-Achse, Querblattfeder
Stoßdämpfer Hebelstoßdämpfer vorne und hinten
Bremsen Vier hydraulische Trommelbremsen
Radstand 2160 mm
Spur 1278/1250 mm
Außenmaße 3988 × 1427 × 1020 mm
Trockengewicht 600 kg (inkl. Wasser und Öl)
Höchstgeschwindigkeit  -

WeblinksBearbeiten

Commons: Ferrari 625F1 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien