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Ferrari Dino 268SP

Der Ferrari Dino 268SP war ein Rennsportwagen, den die Techniker der Scuderia Ferrari 1962 für Sportwagenrennen entwickelten.

Entwicklungsgeschichte und TechnikBearbeiten

Der Ferrari Dino 268SP gehörte außer den Ferrari-Dino-Modellen 196SP, 248SP und 286SP zu jenen Sportwagen, die im Unterschied zum Mittelmotor-Dino 246SP den Motor im Heck hatten. Die Bezeichnung der Wagen bezieht sich auf den Motorhubraum und die Zylinderanzahl. Beim 196S bedeutet dies zum Beispiel einen 1,9-Liter-Motor mit sechs Zylindern, der wie bei fast allen Ferrari-Rennmotoren in V-Form konstruiert wurden. Analog dazu bedeutet dies beim 268SP einen 2,6-Liter-V8-Motor. Deshalb wird der 268SP oft als „großer falscher Dino“ bezeichnet, da dieser als Einziger der Dino-Reihe außer dem 248SP keinen Sechszylindermotor hatte.

Der Motor wurde von Carlo Chiti für den 248SP entwickelt; Hubraum und Leistung durch die Verlängerung des Hubs von 66 auf 71 mm erhöht. Mit einer Verdichtung von 9,8:1 und vier Weber-Doppelvergasern leistete er265 PS (195 kW) bei 7000/min und war hinten längs eingebaut. Motorblock und Zylinderköpfe waren aus Leichtmetall. Das Getriebe hatte fünf Gänge. Die Räder waren einzeln an Doppelquerlenkern aufgehängt und mit Schraubenfedern und Teleskopstoßdämpfern versehen. Vorn war ein Stabilisator eingebaut. Alle Räder hatten Scheibenbremsen. Gelenkt wurde über Ritzel und Zahnstange. Der Wagen hatte einen Stahlrohrrahmen und eine zweisitzige Spyder-Karosserie. Er war 4060 mm lang und 650 kg schwer.

RenngeschichteBearbeiten

Nach einer Meldung für die Targa Florio 1962, die wieder zurückgezogen wurde, gab das Rennmodell (Fahrgestell 806) das Debüt beim 1000-km-Rennen am Nürburgring 1962; am Steuer die beiden mexikanischen Rodríguez-Brüder Pedro und Ricardo. Im Regen verlor Pedro in der fünften Runde die Herrschaft über den Wagen und schied aus.

In 1962 fuhren Giancarlo Baghetti und Ludovico Scarfiotti Fahrgestell 0798. Nach 230 gefahrenen Runden endete die Fahrt vorzeitig durch Kupplungsschaden. Nach einem achten Rang von Lorenzo Bandini bei der Nassau Trophy[1] wurde Fahrgestell 0798 an das North American Racing Team von Luigi Chinetti verkauft. In den USA wurde der Wagen bis 1966 eingesetzt; Tom O'Brien kam damit 1964 zu drei Siegen in der US-amerikanischen Sportwagen-Meisterschaft.

Literatur und QuellenBearbeiten

  • Pino Casamassima: Storia della Scuderia Ferrari. Nada Editore, Vimodrome 1998, ISBN 88-7911-179-5.
  • Peter Braun, Gregor Schulz: Das große Ferrari Handbuch. Heel, Königswinter 2006, ISBN 3-89880-501-8.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Ferrari Dino 268SP – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten