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FIA-GT3-Europameisterschaft

Motorsportmeisterschaft
FIA-GT3-Europameisterschaft
Fahrzeugtyp Gran Turismo
Land oder Region Europameisterschaft
Aktueller Name FIA GT3 European Championship
Erste Saison 2006
Letzte Saison 2012
Reifen Michelin
Offizielle Website www.gt3europe.com

Die FIA-GT3-Europameisterschaft war eine Motorsportrennserie für Gran-Turismo-Fahrzeuge der Klasse GT3. Sie wurde 2006 von der Fédération Internationale de l’Automobile und der SRO Motorsports Group ins Leben gerufen, um mit einem preiswerteren technischen Reglement eine neue Einsteigerklasse unter der FIA-GT-Meisterschaft zu schaffen. Die Fahrzeuge wurden größtenteils speziell nach dem GT3-Reglement aufgebaut. Allerdings gab es auch modifizierte Cup-Fahrzeuge aus dem Porsche Supercup, nationalen Porsche Carrera Cups, der Ferrari Challenge oder der Trofeo Maserati. 2012 wurde die Serie wieder eingestellt.

Inhaltsverzeichnis

Sportliches ReglementBearbeiten

Um an der Meisterschaft teilnehmen zu können, musste ein Rennteam bestehend aus zwei Fahrzeugen des gleichen Fahrzeugtyps pro Rennwagen zwei Fahrer melden. Alle teilnehmenden Fahrer wurden nach Prüfung ihrer bisherigen Karriere in vier Kategorien eingeteilt, wobei die Einteilung von Platinum, für Profipiloten in international anerkannten Rennserien wie der Formel 1, über Gold und Silber bis zu Amateuren ohne oder mit kaum Rennerfahrung in der Kategorie Bronze reichte. Da die Rennserie hauptsächlich für Privatfahrer ausgeschrieben wurde, waren Piloten der Kategorie Platinum nicht zugelassen, rein professionelle Fahrerpaarungen der Kategorie Gold verboten. Alle verbliebenen Kombinationen waren zulässig. Die Punktevergabe erfolgte nach dem Schema 25, 18, 15, 12, 10, 8, 6, 4, 2, 1 für Fahrer und Teams. Meistertitel wurden für Teams und Fahrer vergeben. Darüber hinaus wurden die besten Piloten jedes Fahrzeugs mit gesonderten Auszeichnungen geehrt.

Ein Rennwochenende bestand neben Trainingssitzungen aus zwei Qualifikationen und zwei 60-Minuten-Rennen. An der ersten Qualifikation musste der schwächer eingestufte Fahrer teilnehmen und war zudem auch Startfahrer des ersten Rennens. Gehörten beide Fahrer derselben Kategorie an, konnte das Team wählen. An der zweiten Qualifikation nahm der verbliebene Teamkollege teil und musste beim zweiten Meisterschaftslauf den ersten Stint absolvieren. Bei beiden Rennen musste jedes Fahrzeug zwischen der 23. und 37. Minute einen Pflichtboxenstopp absolvieren. Dabei musste ein Fahrerwechsel vorgenommen werden. Von Anfahrt bis zur Ausfahrt durfte der gesamte Vorgang nicht unterhalb der je nach Streckenverlauf festgelegten Mindestzeit absolviert werden. Nachtanken und Reifenwechsel waren im Rennen und während der Qualifikationssitzungen untersagt. Ausnahme von der Regel für einen Reifenwechsel stellte ein Reifenschaden oder ein von der Rennleitung angezeigter Witterungswechsel dar. Alle Servicearbeiten durften zudem von maximal zwei Mechanikern vorgenommen werden.

Technisches ReglementBearbeiten

Hauptartikel: Gruppe GT3

Das Technische Reglement der GT3-Europameisterschaft wurde durch Artikel 257A im Anhang J des Internationalen Sportgesetzes der FIA beschrieben. Dort werden alle Details festgehalten, die für die Zulassung eines Fahrzeugs in der GT3 zu befolgen sind.

MeisterBearbeiten

 
Dodge Viper Competition Coupe in Oschersleben 2008
Jahr Fahrer-Meister Team-Meister
2006 Vereinigtes Konigreich  Sean Edwards Vereinigtes Konigreich  Tech 9 Motorsport
2007 Frankreich  Gilles Vannelet
Schweiz  Henri Moser
Deutschland  Martini Callaway Racing
2008 Frankreich  Arnaud Peyroles
Frankreich  James Ruffier
Schweiz  Matech GT Racing
2009 Deutschland  Christopher Mies
Deutschland  Christopher Haase
Frankreich  Hexis Racing AMR
2010 Deutschland  Daniel Keilwitz
Deutschland  Christian Hohenadel
Deutschland  Callaway Competition
2011 Italien  Francesco Castellacci
Italien  Federico Leo
Deutschland  Heico Motorsport
2012 Osterreich  Dominik Baumann
Deutschland  Maximilian Buhk
Tschechien  Heico Gravity-Charouz Team

Markenpokale (2006–2010)Bearbeiten

Neben der eigentlichen Europameisterschaft wurden zwischen 2006 und 2010 zusätzlich Markenpokale in denselben Läufen ausgetragen, hier erhielten jedoch lediglich die ersten vier Fahrer Punkte in der Markenwertung. Daher wurden nach jedem Rennen die bestplatzierten Fahrer jedes Fahrzeugtyps auf dem Podium geehrt und in separaten Meisterschaftstabellen geführt.

Jahr Porsche Dodge Aston Martin Corvette Lamborghini Maserati Ford
2006 Vereinigtes Konigreich  Sean Edwards Frankreich  Patrick Bornhauser Italien  Massimiliano Mugelli
Italien  Marcello Zani
Frankreich  Christopher Campbell
Frankreich  Philippe Charriol
Deutschland  Albert von Thurn und Taxis Italien  Roberto Sperati
Italien  Andrea Palma
-
Jahr Porsche Ascari Aston Martin Corvette Lamborghini Ferrari Ford
2007 Vereinigtes Konigreich  Richard Williams Vereinigtes Konigreich  Howard Spooner Italien  Alex Frassinetti
Italien  Diego Alessi
Italien  Luca Pirri
Deutschland  Jürgen von Gartzen
Osterreich  Hans Knauß Frankreich  Gilles Vannelet
Schweiz  Henri Moser
Deutschland  Thomas Mutsch
2008 Vereinigtes Konigreich  David Ashburn
Vereinigtes Konigreich  Richard Williams
- Frankreich  Thomas Accary
Frankreich  Frédéric Makowiecki
Frankreich  Pierre-Brice Mena
Frankreich  Jean-Claude Lagniez
Frankreich  Arnaud Peyroles
Frankreich  James Ruffier
- Argentinien  Jose Manuel Balbiani Vereinigtes Konigreich  Bradley Ellis
Jahr Porsche BMW Aston Martin Corvette Audi Ferrari Ford
2009 Osterreich  Niki Lanik Ungarn  Csaba Walter
Deutschland  Claudia Hürtgen
Frankreich  Thomas Accary
Frankreich  Julien Rodrigues
Italien  Diego Alessi
Italien  Luca Pirri
Deutschland  Christopher Mies
Deutschland  Christopher Haase
Italien  Stefano Gattuso Belgien  Eric de Doncker
2010 Deutschland  Marco Holzer
Niederlande  Paul van Splunteren
- - Deutschland  Daniel Keilwitz
Deutschland  Christian Hohenadel
Irland  Seán Paul Breslin - -

WeblinksBearbeiten

  Commons: FIA GT3-Europameisterschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien