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Bahnhof Wuppertal-Unterbarmen

Bahnhof in Deutschland

GeschichteBearbeiten

Bei der Eröffnung der Bahnstrecke Elberfeld–Dortmund, der Stammstrecke der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft, gab es den Bahnhof noch nicht, er wurde erst später gebaut und unter dem Namen Unterbarmen BM 1880 eröffnet. Er sollte das westliche Gebiet der damals selbstständigen Stadt Barmen erschließen. Er wurde etwas später als der Bahnhof Unter-Barmen Rh (später Bahnhof Wuppertal-Loh) auf der Konkurrenz-Strecke der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft gebaut.

Der Bahnhof war als Durchgangsbahnhof mit zwei Fernverkehrs- und zwei Nahverkehrsgleisen konzipiert. Ein weiteres fünftes Gleis stellte eine Pendel-Verbindung zum Bahnhof Barmen dar und wurde für den Rangierbetrieb genutzt, ohne die Fernverkehrs- oder Nahverkehrsgleise zu blockieren. In der Nähe des Bahnhofes befanden sich die Firmen Rittershaus & Blecher GmbH (heute die Christian-Morgenstern-Schule) und die Wicküler-Brauerei. So wurde ein großer Teil des Verkehrs am Bahnhof mit Frachtgütern abgewickelt.

1897 wurde unter Leitung der Preußischen Staatseisenbahnen der Bahnhof nach Barmen-Unterbarmen umbenannt. Eine weitere Umbenennung gab es 1930 nach Unterbarmen und 1950 nach Wuppertal-Unterbarmen. Zwei Stellwerksgebäude wurden 1978 niedergelegt.

Heutige NutzungBearbeiten

Nach der Einrichtung der S-Bahn-Linie S 8 der S-Bahn Rhein-Ruhr zum Mai 1988 wurden die Weichen des Bahnhofs an der Fernbahnstrecke entfernt. Er liegt daher ausschließlich an der S-Bahn-Strecke und wird nur noch als S-Bahn-Halt genutzt. Neben der S 8 von Mönchengladbach Hbf nach Hagen Hbf hält hier außerdem noch die S 7 über Remscheid nach Solingen. Der Zugang zu den ehemaligen Fernbahnsteigen wurde zurückgebaut und die Bahnsteige sind selbst komplett abgebaut, allerdings befinden sich die Fernbahngleise immer noch in derselben Lage, so dass im Bereich des Haltepunkts der Gleisabstand wesentlich größer ist als üblich.

Linie Verlauf Takt
S 7 Der Müngstener: Wuppertal Hbf   W-Unterbarmen W-Barmen   W-Oberbarmen   W-Ronsdorf RS-Lüttringhausen RS-Lennep Remscheid Hbf RS-Güldenwerth SG-Schaberg Solingen Mitte SG-Grünewald Solingen Hbf   20 min
S 8 Hagen Hbf  1 HA-Wehringhausen HA-Heubing – HA-Westerbauer Gevelsberg-Knapp – Gevelsberg Hbf Gevelsberg-Kipp – Gevelsberg West Schwelm   Schwelm West – W-Langerfeld W-Oberbarmen  2 W-Barmen   W-Unterbarmen Wuppertal Hbf   W-Steinbeck W-Zoologischer Garten W-Sonnborn W-Vohwinkel   Haan-Gruiten   Hochdahl-Millrath Hochdahl Erkrath D-Gerresheim     D-Flingern Düsseldorf Hbf     D-Friedrichstadt D-Bilk     D-Völklinger Straße D-Hamm NE Rheinpark-Center NE Am Kaiser   Neuss Hbf     Büttgen Kleinenbroich Korschenbroich MG-Lürrip – Mönchengladbach Hbf  3 20/40 min (1–2)
20 min (2–3)

Das Empfangsgebäude, das am Bahndamm gebaut ist, dient heute lediglich als westlicher Zugang zu den Bahnsteigen der S-Bahnlinie. Ein östlicher Zugang zu den Bahnsteigen befindet sich an einer Fußgänger-Überführung über die Bahnstrecke. Zwei Park-and-ride-Parkplätze befinden sich am Bahnhof, der größere südwestlich des Bahnsteigs. Ein barrierefreier Zugang zum Bahnsteig besteht aber nur vom kleineren Parkplatz am Empfangsgebäude.[1]

Über den westlichen Ausgang durch das Empfangsgebäude ist der Campus Haspel der Bergischen Universität Wuppertal fußläufig erreichbar.

Trotz einer Modernisierung im Jahr 2003[2] befindet sich das Empfangsgebäude in schlechtem Zustand. Ein Gastronomiebetrieb, der hier ansässig war, schloss im November 2004 aufgrund der schlechten Bausubstanz seinen Sitz und eröffnete im August 2005 seinen neuen Standort in Elberfeld.[3] Im August 2016 wurde bekannt, dass das Empfangsgebäude im Juli 2016 an einem nicht genannten privaten Investor verkauft wurde.[4]

Der Bahnhof ist derzeit in die Bahnhofskategorie 4 eingeordnet.[5]

2016 wurde der Bahnhof auch für Dreharbeiten der Serie Wishlist genutzt.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bahnhof Wuppertal-Unterbarmen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

NRWbahnarchiv von André Joost:

weitere Belege:

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. P+R Unterbarmen (Bahnhof) (Memento des Originals vom 7. März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wuppertal.de Zugriff Oktober 2008.
  2. Modernisierungsoffensive für Bahnhöfe in NRW – Kursbuchstrecke 458 Wuppertal – Solingen-Ohligs (RB 47), Zugriff 12. August 2012.
  3. Café Zweistein – Die Show Zugriff Oktober 2008.
  4. Eike Rüdebusch: Bahnhof Unterbarmen ist verkauft. In: wz.de. 9. August 2016, abgerufen am 9. August 2016.
  5. Stationspreisliste 2019. (PDF; 300 kB) DB Station&Service, 14. Dezember 2018, abgerufen am 8. Februar 2019.

Linien
Wuppertal Hbf   S 7, S 8
Elberfeld–Dortmund
Wuppertal-Barmen