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/Tour de Ski [ˌtuʀdəˈski] ist ein Wettbewerb im Skilanglauf über mehrere Tage und basiert auf dem gleichen Konzept wie die Etappenrennen im Straßenradsport. Die Veranstaltung ist Teil des Skilanglauf-Weltcups und findet Ende Dezember bis Anfang Januar statt. Der Wettbewerb wurde in der Saison 2006/07 zum ersten Mal ausgetragen. Zum Wettbewerb gehören Rennen sowohl in der klassischen als auch in der freien Technik.

Erdacht wurde die Tour de Ski von dem Schweizer Jürg Capol und dem ehemaligen norwegischen Skilangläufer Vegard Ulvang im Anschluss an die Tour de France 2004.

Inhaltsverzeichnis

Reglement 2006/07Bearbeiten

Die Gewinner der Tour erhalten 400 Punkte für den Gesamtweltcup. Die danach platzierten Teilnehmer erhalten auch die 4-fache Punktzahl gegenüber einem Einzelrennen. In den Einzeletappen werden keine Weltcup-Punkte vergeben. Für das Gesamtklassement werden die Laufzeiten addiert. Zudem gibt es eine Sprint-Gesamtwertung.

Zusätzlich gibt es noch Bonussekunden für die Besten der jeweiligen Rennen, abhängig von der Art des Rennens. Der Sieger eines Sprints bekommt 50 Sekunden, der Zweite 40 Sekunden und der Dritte 30 Sekunden gutgeschrieben. Bonussekunden werden bis zum 30. Rang vergeben. Bei längeren Rennen, wie dem Skiathlon, gibt es Zwischensprints, bei denen die ersten Drei Zeitbonifikationen (15, 10 und 5 Sekunden) erhalten.

Der Führende der Gesamtwertung trägt ein goldenes Trikot, der Spitzenreiter der Sprint-Gesamtwertung ein silbernes.

Es ist ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 1 Million Schweizer Franken ausgelobt.

Änderungen im Reglement für die Tour de Ski 2007/08Bearbeiten

Seit der Tour de Ski 2007/08 gibt es mehr Bonussekunden für die Bestplatzierten im Sprint. Der Sieger erhält nun 60 Bonussekunden, der Zweite 56 und der Dritte erhält 52 Sekunden gutgeschrieben.

Neu ist ebenfalls, dass es nun auch für den Sieg einer einzelnen Etappe Weltcup-Punkte gibt. Hier erhält der Erste 50 Punkte, der Zweite 40 Punkte, der Dritte 30 Punkte,..., der Fünfzehnte schließlich 8 Punkte. Jedoch werden diese Punkte nur vergeben, wenn man die Ziellinie des letzten Tour de Ski-Rennens überschreitet, die Tour also komplett beendet.

Erst seit der zweiten Tour 2007/08 gibt es auch ein Zeitlimit: Bei den Damen darf die Siegerzeit um höchstens 18 % überschritten werden, bei den Herren um höchstens 15 %. Das Zeitlimit kann jedoch bei extremen Wetterbedingungen von der Jury erweitert werden.

Zudem wird zum ersten Mal um den Tour Team-Cup gelaufen, den das beste Team der Tour de Ski gewinnt. Dafür werden in jedem Rennen die Zeiten der beiden besten Damen und Herren jeder Nation addiert. Die Nation, die dadurch die schnellste Zeit hat, erhält den Tour Team-Cup.

EtappenorteBearbeiten

Nové Město
Oberhof
Prag
Lage der Austragungsorte in Europa
  Austragungsorte 2019/20   ehemalige Austragungsorte
München
Oberstdorf
Asiago
Val di Fiemme
Toblach
Val Müstair
Lenzerheide
Vaduz
Detailansicht Alpenraum
  Austragungsorte 2018/19   ehemalige Austragungsorte
Saison 06/07 07/08 08/09 09/10 10/11 11/12 12/13 13/14 14/15 15/16 16/17 17/18 18/19 19/20[1]
Italien  Asiago X X X X
Schweiz  Lenzerheide X X X X
Deutschland  München X
Tschechien  Nové Město na Moravě 0X1 0X2 X
Deutschland  Oberhof X X X X X X
Deutschland  Oberstdorf X 0X2 X X X X X X X
Tschechien  Prag X X X
Italien  Toblach X X X X X X X X X X
Liechtenstein  Vaduz X
Italien  Val di Fiemme X X X X X X X X X X X X X X
Schweiz  Val Müstair X X X X
1 wegen Schneemangel nicht ausgetragen
2 wegen Terminproblemen von Oberstdorf nach Nové Město verlegt

GesamtwertungBearbeiten

Gesamtwertung FrauenBearbeiten

Saison Siegerin Zweite Dritte
2006/07 Finnland  Virpi Kuitunen Norwegen  Marit Bjørgen Ukraine  Walentyna Schewtschenko
2007/08 Schweden  Charlotte Kalla Finnland  Virpi Kuitunen Italien  Arianna Follis
2008/09 Finnland  Virpi Kuitunen Finnland  Aino-Kaisa Saarinen Slowenien  Petra Majdič
2009/10 Polen  Justyna Kowalczyk Slowenien  Petra Majdič Italien  Arianna Follis
2010/11 Polen  Justyna Kowalczyk Norwegen  Therese Johaug Italien  Marianna Longa
2011/12 Polen  Justyna Kowalczyk Norwegen  Marit Bjørgen Norwegen  Therese Johaug
2012/13 Polen  Justyna Kowalczyk Norwegen  Therese Johaug Norwegen  Kristin Størmer Steira
2013/14 Norwegen  Therese Johaug Norwegen  Astrid Jacobsen Norwegen  Heidi Weng
2014/15 Norwegen  Marit Bjørgen Norwegen  Therese Johaug Norwegen  Heidi Weng
2015/16 Norwegen  Therese Johaug Norwegen  Ingvild Flugstad Østberg Norwegen  Heidi Weng
2016/17 Norwegen  Heidi Weng Finnland  Krista Pärmäkoski Schweden  Stina Nilsson
2017/18 Norwegen  Heidi Weng Norwegen  Ingvild Flugstad Østberg Vereinigte Staaten  Jessica Diggins
2018/19 Norwegen  Ingvild Flugstad Østberg Russland  Natalja Neprjajewa Finnland  Krista Pärmäkoski

Gesamtwertung MännerBearbeiten

Saison Sieger Zweiter Dritter
2006/07 Deutschland  Tobias Angerer Russland  Alexander Legkow Norwegen  Simen Østensen
2007/08 Tschechien  Lukáš Bauer Deutschland  René Sommerfeldt Italien  Giorgio Di Centa
2008/09 Schweiz  Dario Cologna Norwegen  Petter Northug Deutschland  Axel Teichmann
2009/10 Tschechien  Lukáš Bauer Norwegen  Petter Northug Schweiz  Dario Cologna
2010/11 Schweiz  Dario Cologna Norwegen  Petter Northug Tschechien  Lukáš Bauer
2011/12 Schweiz  Dario Cologna Schweden  Marcus Hellner Norwegen  Petter Northug
2012/13 Russland  Alexander Legkow Schweiz  Dario Cologna Russland  Maxim Wylegschanin
2013/14 Norwegen  Martin Johnsrud Sundby Norwegen  Chris Jespersen Norwegen  Petter Northug
2014/15 Norwegen  Petter Northug Russland  Jewgeni Below Schweden  Calle Halfvarsson
2015/16 Norwegen  Martin Johnsrud Sundby Norwegen  Finn Hågen Krogh Russland  Sergei Ustjugow
2016/17 Russland  Sergei Ustjugow Norwegen  Martin Johnsrud Sundby Schweiz  Dario Cologna
2017/18 Schweiz  Dario Cologna Norwegen  Martin Johnsrud Sundby Kanada  Alex Harvey
2018/19 Norwegen  Johannes Høsflot Klæbo Russland  Sergei Ustjugow Norwegen  Simen Hegstad Krüger

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Skilanglauf Weltcupkalender 2019/20. FIS, abgerufen am 1. April 2019 (englisch).