Pailloles

französische Gemeinde

Pailloles ist eine französische Gemeinde mit 335 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) im Département Lot-et-Garonne in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016: Aquitanien). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Villeneuve-sur-Lot und zum Kanton Le Haut Agenais Périgord (bis 2015: Kanton Cancon).

Pailloles
Pailloles (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Lot-et-Garonne (47)
Arrondissement Villeneuve-sur-Lot
Kanton Le Haut Agenais Périgord
Gemeindeverband Bastides en Haut Agenais Périgord
Koordinaten 44° 28′ N, 0° 39′ OKoordinaten: 44° 28′ N, 0° 39′ O
Höhe 54–180 m
Fläche 9,16 km²
Einwohner 335 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte 37 Einw./km²
Postleitzahl 47440
INSEE-Code

Die Einwohner werden Paillolais und Paillolaises genannt.[1]

GeographieBearbeiten

Pailloles liegt circa 10 Kilometer nordwestlich von Villeneuve-sur-Lot in dessen Einzugsbereich (Aire urbaine) in der historischen Provinz Agenais.[2]

Umgeben wird Pailloles von den fünf Nachbargemeinden:

Beaugas Castelnaud-de-Gratecambe
Saint-Pastour  
Casseneuil Lédat

Pailloles liegt im Einzugsgebiet des Flusses Garonne.

Nebenflüsse der Lède durchqueren das Gebiet der Gemeinde,

  • der Ruisseau l’Aygue-Rousse und
  • die Sône mit ihrem Nebenfluss,
    • dem Ruisseau de Lamidon.[3]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Nach Beginn der Aufzeichnungen stieg die Einwohnerzahl bis zur ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf einen Höchststand von rund 535. In der Folgezeit sank die Größe der Gemeinde bei kurzen Erholungsphasen bis zu den 1970er Jahren auf rund 190 Einwohner, bevor eine Wachstumsphase einsetzte, die in jüngster Zeit wieder stagnierte.

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2011 2019
Einwohner 215 230 192 246 260 281 326 340 335
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 2006,[4] INSEE ab 2011[5]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Pfarrkirche Saint-PierreBearbeiten

Der Chor der Kirche stammt wahrscheinlich aus dem 12. Jahrhundert. Sie wurde am Ende des 15. oder zu Beginn des 16. Jahrhunderts neu errichtet. Ihr Eingangsportal und das südlich gelegene Seitenschiff sind von dieser Bauperiode übrig geblieben. Im Jahre 1572 wurde die Kirche in den Hugenottenkriegen teilweise zerstört, vor 1597 restauriert und mit Gewölben versehen. Im Jahre 1871 wurde das Kreuzrippengewölbe des Haupt- und des Seitenschiffs restauriert. Zwischen 1887 und 1889 wurde die Sakristei nach Plänen des Architekten Adolphe Gilles errichtet. Gleichzeitig wurde das Dach mit Hohlziegeln erneuert.[6]

Die Kirche birgt drei Skulpturen aus dem 18. Jahrhundert, die als Monuments historiques eingeschrieben sind. Es handelt sich um Darstellungen der Maria mit Jesuskind, des heiligen Josef und Johannes des Täufers.[7][8][9]

Pfarrkirche Saint-GervaisBearbeiten

Die Wände des Chors und des Langhauses sind vermutlich im 12. Jahrhundert entstanden. Das westliche Eingangsportal zeigt eine Spitzbogenform und wurde am Ende des 15. oder zu Beginn des 16. Jahrhunderts geschaffen. Zwischen 1878 und 1880 wurde unter Leitung des Architekten des Arrondissements, Adolphe Gilles, und des Bauunternehmers Brousse der Chor und der Glockengiebelneu gebaut, das Kircheninnere neu gestaltet, die Fenster des Langhauses überarbeitet und die Sakristei errichtet. Im Jahre 1997 wurde der Innen- und Außenputz entfernt.[10]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Die Landwirtschaft ist einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren der Gemeinde.

Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2015[11]
Gesamt = 30

VerkehrBearbeiten

Pailloles ist erreichbar über die Route départementale 430 und über die Route nationale 21.

WeblinksBearbeiten

Commons: Pailloles – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Lot-et-Garonne (französisch) habitants.fr. Abgerufen am 6. April 2019.
  2. Aire urbaine de Villeneuve-sur-Lot (140) (französisch) INSEE. Abgerufen am 6. April 2019.
  3. Ma commune : Pailloles (französisch) Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne. Abgerufen am 6. April 2019.
  4. Notice Communale Pailloles (französisch) École des Hautes Études en Sciences Sociales. Abgerufen am 6. April 2019.
  5. Populations légales 2016 Commune de Pailloles (47198) (französisch) INSEE. Abgerufen am 6. April 2019.
  6. église paroissiale Saint-Pierre. (französisch) Französisches Kultusministerium. 1. März 2007. Abgerufen am 6. April 2019.
  7. Sculpture : Vierge à l’Enfant dite ND de Tout Pouvoir (französisch) Französisches Kultusministerium. 30. Dezember 2015. Abgerufen am 6. April 2019.
  8. Sculpture : St Joseph (französisch) Französisches Kultusministerium. 30. Dezember 2015. Abgerufen am 6. April 2019.
  9. Sculpture : St Jean-Baptiste (französisch) Französisches Kultusministerium. 30. Dezember 2015. Abgerufen am 6. April 2019.
  10. église paroissiale Saint-Gervais. (französisch) Französisches Kultusministerium. 1. März 2007. Abgerufen am 6. April 2019.
  11. Caractéristiques des établissements en 2015 Commune de Pailloles (47198) (französisch) INSEE. Abgerufen am 6. April 2019.