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Onofre Marimón

argentinischer Autorennfahrer

KarriereBearbeiten

Wie viele andere argentinische Rennfahrer trat Marimón, der den Spitznamen Pinocho (span. für „Pinocchio“) trug, erstmals bei der Temporada ins Rampenlicht. Diese Rennserie bestand in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg aus mehreren Rennen zu Jahresbeginn in Südamerika und bot auch europäischen Piloten die Möglichkeit, während der Winterpause zu trainieren. Zu seinen Gegnern dort zählten unter anderem Juan Manuel Fangio und José Froilán González, wobei er mit beiden befreundet blieb, als diese sich zwischenzeitlich zerstritten hatten. 1951 bestritt er seine ersten Rennen in Europa und startete mit González auch beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Ab der Formel-1-Saison 1953 fuhr er auf Maserati. Zu seinen besten Ergebnissen zählen zwei dritte Plätze, beim GP von Belgien 1953 und beim GP von Großbritannien 1954, wo er mit einer fahrerischen Glanzleistung vom letzten Startplatz, den das Team durch Nachlässigkeit im Training verursacht hatte, nach vorne kam.

Beim nächsten Rennen, dem GP von Deutschland auf dem Nürburgring, verunglückte Marimón im Training tödlich. Zuvor hatte er sich bei seinem ersten Start auf dieser Strecke bei seinen etablierten argentinischen Fahrerkollegen ausführliche Anweisungen geholt, um nicht den Tücken des Rings zum Opfer zu fallen. Doch als er in der schwer einzusehenden Abfahrt Wehrseifen abbremste, blockierte infolge eines Defekts ein Vorderrad, woraufhin der Monoposto in die Bäume und Gebüsche schleuderte. Marimón starb noch am Unfallort. Es war der erste Todesfall in einem Formel-1-Weltmeisterschaftslauf. Angesichts des Schocks versöhnten sich González und Fangio.

StatistikBearbeiten

Statistik in der Automobil-WeltmeisterschaftBearbeiten

GesamtübersichtBearbeiten

Saison Team Chassis Motor Rennen Siege Zweiter Dritter Poles schn.
Rennrunden
Punkte WM-Pos.
1951 Scuderia Milano Maserati 4CLT/50 Milano 1.5 L4s 1 NC
1953 Officine Alfieri Maserati Maserati A6GCM Maserati 2.0 L6 6 1 4 11.
1954 Officine Alfieri Maserati Maserati 250F Maserati 2.5 L6 4 1 1 4,14 13.
Gesamt 11 2 1 8,14

EinzelergebnisseBearbeiten

Saison 1 2 3 4 5 6 7 8 9
1951                
DNF
1953                  
3 9 DNF DNF DNF DNF
1954                  
DNF DNF DNF 3 DNS
Legende
Farbe Abkürzung Bedeutung
Gold Sieg
Silber 2. Platz
Bronze 3. Platz
Grün Platzierung in den Punkten
Blau Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett DNF Rennen nicht beendet (did not finish)
NC nicht klassifiziert (not classified)
Rot DNQ nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz DSQ disqualifiziert (disqualified)
Weiß DNS nicht am Start (did not start)
WD zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau PO nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne DNP nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ verletzt oder krank (injured)
EX ausgeschlossen (excluded)
DNA nicht erschienen (did not arrive)
C Rennen abgesagt (cancelled)
  keine WM-Teilnahme
sonstige P/fett Pole-Position
SR/kursiv Schnellste Rennrunde
* nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten
Distanz aber gewertet
() Streichresultate
unterstrichen Führender in der Gesamtwertung

Le-Mans-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1951 Frankreich  Henri Louveau Talbot-Lago T26GS Argentinien  José Froilán González Ausfall Kühler
1953 Italien  SpA Alfa Romeo Alfa Romeo 6C 3000 CM Argentinien  Juan Manuel Fangio Ausfall Motorschaden

Einzelergebnisse in der Sportwagen-WeltmeisterschaftBearbeiten

Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7
1953 Alfa Romeo
Maserati
Alfa Romeo 1900
Alfa Romeo 6C 3000 CM
Maserati A6GCS
Vereinigte Staaten  SEB Italien  MIM Frankreich  LEM Belgien  SPA Deutschland  NÜR Vereinigtes Konigreich  RTT Mexiko  CAP
DNF DNF DNF

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Onofre Marimón – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien