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Marvin Friedrich (* 13. Dezember 1995 in Kassel) ist ein deutscher Fußballspieler.

Marvin Friedrich
Marvin Friedrich 20150416.jpg
Marvin Friedrich (2015)
Personalia
Geburtstag 13. Dezember 1995
Geburtsort KasselDeutschland
Größe 190 cm
Position Abwehrspieler
Junioren
Jahre Station
2002–2008 FSC Guxhagen
2008–2010 OSC Vellmar
2010–2011 SC Paderborn 07
2011–2014 FC Schalke 04
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2014–2016 FC Schalke 04 II 35 (4)
2014–2016 FC Schalke 04 7 (0)
2016–2018 FC Augsburg 0 (0)
2016–2017 FC Augsburg II 26 (0)
2018– 1. FC Union Berlin 47 (1)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2014 Deutschland U19 3 (1)
2015–2016 Deutschland U20 4 (0)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 18. August 2019

2 Stand: 19. Juni 2016

Inhaltsverzeichnis

VereinskarriereBearbeiten

AnfängeBearbeiten

Friedrich war von 2002 bis 2008 war für den FSC Guxhagen im Einsatz. Nach sechs Jahren zog er weiter zum OSC Vellmar. Dort spielte er zwei Jahre und ging danach in die Jugendabteilung des SC Paderborn 07.

2011 wechselte Friedrich in das Nachwuchsleistungszentrum des FC Schalke 04. Bei der Schalker U-17 spielte er auf verschiedenen Positionen innerhalb der Viererkette. In den folgenden zwei Jahren in der U19 kam er sowohl in der Defensive als auch als Torvorbereiter zum Einsatz, und auch in der UEFA Youth League gehörte er zum Stammpersonal. Er unterschrieb im März 2014 einen bis zum 30. Juni 2017 laufenden Vertrag als Profi.[1] Nachdem er bereits am 23. August 2014 in der Fußball-Regionalliga West in der 2. Mannschaft der Schalker eingesetzt wurde, gab er am 13. September 2014, dem 3. Spieltag der Saison 2014/15, sein Pflichtspieldebüt in der Bundesliga, als er im Spiel bei Borussia Mönchengladbach in der 70. Minute für Dennis Aogo eingewechselt wurde. Am 10. Dezember 2014 spielte er erstmals in der Champions League im Spiel gegen NK Maribor; er wurde kurz vor Spielende für Klaas-Jan Huntelaar eingewechselt. Am 19. April 2015, dem 29. Spieltag der Fußball-Bundesliga, stand er im Auswärtsspiel gegen den VfL Wolfsburg erstmals in der Startelf. Am 12. Juni 2015 verlängerte er seine Vertragslaufzeit bis zum 30. Juni 2018.[2] In der Hinrunde der Saison 2015/16 spielte er für die zweite Mannschaft der Schalker, allerdings absolvierte er am 10. Dezember 2015 beim 4:0-Sieg gegen Asteras Tripolis sein Debüt in der UEFA Europa League.

FC AugsburgBearbeiten

Zur Saison 2016/17 wechselte Friedrich zum FC Augsburg. Sein Vertrag lief bis 2019.[3] Dort kam er in seinem ersten Jahr allerdings nicht in der ersten Mannschaft, sondern 13 Mal in der zweiten Mannschaft in der viertklassigen Regionalliga Bayern zum Einsatz. Auch in der Saison 2017/18 kam Friedrich ausschließlich in der zweiten Mannschaft zum Einsatz, für die er bis Dezember 2017 13 Mal auflief.

1. FC Union BerlinBearbeiten

Am 27. Januar 2018 wechselte Friedrich in die 2. Bundesliga zum 1. FC Union Berlin, bei dem er einen Vertrag bis zum 30. Juni 2021 erhielt.[4] Bis zum Ende der Saison 2017/18 kam er in 12 Zweitligaspielen (11-mal von Beginn) zum Einsatz und erzielte ein Tor. In der Saison 2018/19 war Friedrich unter Urs Fischer unumstrittener Stammspieler und absolvierte alle 34 Ligaspiele in der Startelf. Auch in der Relegation zur Bundesliga gegen den VfB Stuttgart kam er jeweils 90 Minuten zum Einsatz. Beim 2:2 im Auswärtsspiel erzielte Friedrich ein wichtiges Auswärtstor, sodass Union Berlin nach einem 0:0 im Rückspiel erstmals in die Bundesliga aufstieg.

Vor der Saison 2019/20 zog der FC Augsburg eine Rückkaufoption, sodass die Transferrechte an Friedrich wieder auf den Verein übergingen.[5] Er betonte daraufhin, bei Union Berlin bleiben zu wollen.[6] Anfang Juli stieg Friedrich nicht in die Vorbereitung beim FC Augsburg ein.[7] Wenige Tage später einigten sich beide Vereine auf einen endgültigen Transfer von Friedrich.[8]

NationalmannschaftBearbeiten

Friedrich machte sein erstes Spiel für die deutsche U-19-Nationalmannschaft am 16. April 2014 bei einem 5:2-Sieg gegen die belgische Auswahl. Er wurde in der 60. Minute für Anthony Syhre eingewechselt und erzielte sechs Minuten später sein erstes Tor für die Jugendmannschaft. Friedrich stand im Kader für die U-19-Fußball-Europameisterschaft 2014 in Ungarn und kam zu zwei Kurzeinsätzen. Nach einem 1:0-Sieg gegen Portugal wurde er Europameister.

ErfolgeBearbeiten

Verein
  • Aufstieg in die Bundesliga: 2019 (mit dem 1. FC Union Berlin)
  • Westdeutscher Meister U19: 2014 (mit dem FC Schalke 04)
  • Westfalenpokalsieger: 2014 (mit dem FC Schalke 04)
  • DFB-Junioren-Vereinspokal-Finalist: [[DFB-Junioren-Vereinspokal 2013/ (mit dem FC Schalke 04)14|2014]]
Nationalmannschaft

PersönlichesBearbeiten

Seine Schwester Melissa (* 1997) spielte die U-17-Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2014 in Costa Rica[9] und spielt Vereinsfußball für Bayer 04 Leverkusen. Sein Bruder Steffen (* 1994) spielte in der Jugend des SC Paderborn 07 und gegenwärtig für den Regionalligisten KSV Hessen Kassel.[10]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Schalke04.de: Profiverträge für Donis Avdijaj, Marvin Friedrich und Pascal Itter, abgerufen am 11. März 2014.
  2. FC Schalke 04 bindet Felix Platte und Marvin Friedrich langfristig, schalke04.com, abgerufen am 12. Juni 2015.
  3. FCA verpflichtet Marvin Friedrich fcaugsburg.de, abgerufen am 21. Juni 2016
  4. Neuzugang im Abwehrzentrum: Union verpflichtet Marvin Friedrich, fc-union-berlin.de, 27. Januar 2018, abgerufen am 27. Januar 2018.
  5. FC Augsburg hat Kauf-Option bei Friedrich gezogen, bz-berlin.de, 30. Mai 2019, abgerufen am 2. Juli 2019.
  6. "War seit dem ersten Tag in Augsburg nicht gewollt", kicker.de, 31. Mai 2019, abgerufen am 2. Juli 2019.
  7. Caiuby und Friedrich fehlen beim Trainingsauftakt des FCA, augsburger-allgemeine.de, 1. Juli 2019, abgerufen am 2. Juli 2019.
  8. Union bindet Marvin Friedrich langfristig, fc-union-berlin.de, 5. Juli 2019, abgerufen am 5. Juli 2019.
  9. Vellmarer Fußballerin in Costa Rica dabei: U-17-WM mit Melissa Friedrich. In: HNA. 12. März 2014. Abgerufen am 12. März 2014.
  10. Guxhagen: Fußballprofis besuchen ihre Heimat. In: NH24. 9. Juni 2015. Archiviert vom Original am 12. Juni 2015. Abgerufen am 9. Juni 2015.