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Langen (Geestland)

Ortsteil der Stadt Geestland im Landkreis Cuxhaven, Niedersachsen, Deutschland

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Langen schließt mit seinem Gebiet im Süden direkt an die Stadt Bremerhaven und damit an die Landesgrenze zur Freien Hansestadt Bremen an. Im Uhrzeigersinn grenzen im Westen die Geestländer Ortschaft Imsum, im Nordwesten die Ortschaft Wremen der Gemeinde Wurster Nordseeküste, im Norden Sievern und im Osten Debstedt, beides auch Ortschaften von Geestland, an Langen an.

Ehemalige StadtgliederungBearbeiten

 
ehemalige Stadtgliederung

Die ehemalige Stadt Langen bestand neben dem gleichnamigen Hauptort aus den Ortschaften:

  • Debstedt (niederdeutsch Debst) liegt 3 km östlich von Langen nahe der A 27 und ist das älteste Kirchdorf in der Stadt Langen
  • Holßel (niederdeutsch Holsseln) liegt 10 km nördlich von Langen an der Bundesstraße 6
  • Hymendorf (niederdeutsch Hemendörp) liegt 6 km nordöstlich von Langen
  • Imsum (niederdeutsch Imßen) liegt 4 km westlich von Langen unmittelbar hinter dem Deich der Außenweser
  • Krempel (niederdeutsch Krümpel) liegt 12 km nördlich von Langen in der Nähe der A 27
  • Neuenwalde (niederdeutsch Niewohl) liegt 10 km nördlich von Langen an der A 27
  • Sievern (niederdeutsch Sievern) liegt 5 km nördlich von Langen an der Landesstraße 135

Der Hauptort Langen, der jetzt Ortsteil der Stadt Geestland ist, hat sich aus einem alten Dorfkern mit vielen Bauernhöfen heraus zu einem Wohnort für Pendler aus dem Oberzentrum Bremerhaven entwickelt. Langen wurde aufgrund der steigenden Bevölkerungszahlen in die Stadtteile Nord, Süd und Mitte getrennt.

In der gesamten Stadt Langen lebten 18.494 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2014) auf 121,99 km².[1]

GeschichteBearbeiten

Langen bestand bis Ende 2014 aus folgenden Orten:[2]

  • Debstedt: Das alte Kirchdorf bestand schon seit dem 11. Jahrhundert, die Kirche wurde im 12. Jh. gebaut. Zwei Großbrände von 1847 und 1912 zerstörten den Ort, der bis etwa 1914 nach und nach wieder aufgebaut wurde. Bis 1852 bildeten die Kirchspiele Debstedt und Holßel einen Verwaltungsbezirk „Börde Debstedt“ beim Amt Bederkesa
  • Holßel: In einer alten Urkunde wird von einer Holleborg zwischen Debstedt und Holßel berichtet, in der Edelleute wohnten. 1111 wurde die Kirche gebaut. Um 1654 blieb der Ort in einem lutherischen Umfeld Evangelisch/Reformiert. Holßel wurde 1971 Gemeinde der Samtgemeinde Neuenwalde und ab 1974 Ortschaft der Gemeinde Langen
  • Hymendorf: Als Moorsiedlung 1829 nach einem einheitlichen Plan durch das Amt Bederkesa gegründet. Zur Erschließung des Moores wurden schnurgerade feste Wege angelegt
  • Imsum wurde 1091 erstmals urkundlich erwähnt. Die Ortsteile Weddewarden, Dingen und die Bauerschaft Lebstedt bildeten das Kirchspiel Imsum und die alte Ochsenkirche stand mitten zwischen den drei Dörfern. Lebstedt wurde 1717 von der vordringenden See „zurückerobert“ und Weddewarden 1927 nach Wesermünde eingemeindet. 1954 führte die Verkehrsgesellschaft Bremerhaven (VGB) eine Omnibuslinie nach Imsum ein
  • Krempel: Das ursprüngliche Heidedorf lebte hauptsächlich von der Schaf- und Bienenzucht. Durch die Urbarmachungen am Anfang des 20. Jahrhunderts veränderte sich das Landschaftsbild total. 1906 erhielt der Ort Telefon und Post, 1921 Strom und erst 1960 Anschluss an das öffentliche Wassernetz
  • Langen wurde 1139 erstmals urkundlich erwähnt. Bis in die Neuzeit war das Bauerndorf und die Gegend dünn besiedelt. 1549 bestand Langen aus nur 4½ Höfen und 23 Katen. Erst im 20. Jahrhundert erhöhte sich die Bevölkerungszahl Langens durch die Nachbarschaft zu Bremerhaven deutlich
    • 1919 führt die verlängerte Straßenbahnlinie der Verkehrsgesellschaft Bremerhaven (VGB) von Lehe über Speckenbüttel durch Leherheide zum Bahnhof Langen. 1927 wurde die Strecke bis Friedrichsruh verlängert. Um 1960 bis 1982 führte die Straßenbahnlinie 2 bis zur Stadtgrenze Bremerhaven und eine Buslinie bis Debstedt. 1961 wurde der Omnibusbetriebshof der VGB an der Stadtgrenze in Langen in Betrieb genommen
    • 1953 wurde der Neubau der Volksschule I bei Friedrichsruh (heute Gymnasium) eingeweiht und 1964 dazu die Turnhalle. Es folgte 1965 die bis 1973 erweiterte Volksschule II am Hinschweg sowie 1975 das Schul- und Kulturzentrum am Nordeschweg
    • 1967 wurde das Ausflugslokal Friedrichsruh abgerissen
    • 1976 entstand das neue Feuerwehrhaus
    • 1987 stürzten zwei Phantom-Jagdbomber vom Jagdgeschwader 71 am westlichen Stadtrand auf den Wiesen ab
  • Neuenwalde: Das Dorf auf der Geest wurde erstmals 1334 urkundlich erwähnt. Bedeutungsvoll war die Verlegung des Benediktinerinnenklosters im selben Jahr von Altenwalde nach Neuenwalde
  • Sievern wurde 1139 erstmals in einer von dem Bremer Erzbischof Adalbert II. (1123–1148) ausgestellten Urkunde über die Schenkungen an das Kloster St. Paul vor Bremen erwähnt. Mit Sicherheit haben jedoch schon vor fünftausend Jahren Menschen in diesem Gebiet gelebt. Ab 3000 v. Chr. lassen sich in dieser Region Bauernkulturen nachweisen. Aus früher Zeit stammen die Megalithanlagen wie das Bülzenbett und Wallanlagen mit Grabhügel wie die Pipinsburg, die Heidenstadt und die Heidenschanze mit dem in der Nähe liegenden Goldbrakteatenfund von 1942 und den östlich der Heidenstadt gelegenen „Sieben Bergen“.

EingemeindungenBearbeiten

Von 1971 bis 1974 bestanden die Samtgemeinden Langen und Neuenwalde, die anlässlich der Gebiets- und Verwaltungsreform am 1. März 1974 in die Gemeinde Langen eingegliedert wurden. Am 1. Juli 1990 erhielt die Gemeinde das Stadtrecht.

Am 1. Januar 2015 entstand aus der Fusion der Stadt Langen und der Samtgemeinde Bederkesa die Stadt Geestland.[3]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Datum Einwohner
1910 01.037 1
1925 01.549 1
1933 01.885 1
1939 02.196 1
1946 03.350 1
1950 03.926 1
1951 04.000 1
1961 10.651 2
1970 13.067 2
1975 14.757 2
Datum Einwohner
1987 15.213 2
1992 16.092 2
1997 17.481 2
2002 18.506 2
2007 18.460 2
2010 18.477 2
2013 18.330 2
2014 18.494 2
2017 11.577 3
0 0

1 Gemeinde Langen
2 Langen einschließlich der später eingemeindeten Orte
3 Ortsteil Langen

 

(Quellen: 1910,[4] 1925–1939,[5] 1946,[6] 1950,[7] 1951,[6] 1961 am 6. Juni, 1970 am 27. Mai, jeweils Volkszählungsergebnisse;[2] 1975,[8] 1987–2014 jeweils am 31. Dezember,[1] 2017 laut Infobox)

PolitikBearbeiten

OrtsratBearbeiten

Der Ortsrat von Langen setzt sich aus einer Ratsfrau und zehn Ratsherren zusammen. Im Ortsrat befinden sich zusätzlich vier beratende Mitglieder (SPD, Die Linke, parteilos).[9]

Sitzverteilung

(Stand: Kommunalwahl 11. September 2016)

Ortsbürgermeister/inBearbeiten

Der Ortsbürgermeister von Langen ist Thomas Fahse (SPD). Sein Stellvertreter ist Matthias Keck (CDU).[9]

Chronik der ehemaligen Bürger- und OrtsbürgermeisterBearbeiten

  • Bürgermeister
    • Thorsten Krüger (SPD): 2005 bis 2014 1
    • Gerhard Scholtz (1909–1990) (SPD): 1959 bis 1976
    • Johann Renken (SPD): 1956 bis 1959 †
    • Johann Mattheis (SPD, parteilos): 1949 bis 1956
    • Johann Renken (1902–1959) (SPD): 1946 bis 1949
  • Ortsbürgermeister
    • Rotraut Keßler (SPD): 2014 bis 2019

1 Seit dem 1. Januar 2015 ist Thorsten Krüger Bürgermeister der neuen Stadt Geestland, die Rechtsnachfolger der Stadt Langen ist.

WappenBearbeiten

Der Entwurf des Langener Kommunalwappens stammt von dem Heraldiker und Wappenmaler Albert de Badrihaye, der sämtliche Wappen im Landkreis Cuxhaven entworfen hat.[10]

Blasonierung: „In Gold über schwarzem Hügel, belegt mit goldener Urne über silbernem Wellenstreifen, ein rotes aufgehendes Sonnenrad.“[10]
Wappenbegründung: Der Hügel mit der Urne weist auf das Wahrzeichen der Gemeinde, den Jedutenberg hin, in dessen Nähe viele Urnen gefunden worden sind. Der Wellenstreifen weist auf die Weser hin.
  • Das Sonnenrad wurde bei einer Ausgrabung am Langen Berg gefunden. Das rote Radkreuz im Wappen symbolisiert diesen wertvollen Fund.

GemeindefusionBearbeiten

Am 1. Januar 2015 wurden die Stadt Langen und die Samtgemeinde Bederkesa zur Stadt Geestland zusammengeschlossen.[11] Der erste Namensvorschlag für die neue Stadt lautete Wesermünde. Langens Nachbarstadt Bremerhaven lehnte diesen Namen aber ab, da die Seestadt selbst von 1924 bis 1947 den Namen Wesermünde trug.[12] In einem Rechtsgutachten aus Bremerhaven heißt es, der Name Wesermünde stünde „in eklatantem Widerspruch zur tatsächlichen geografischen Lage“. Die neue Stadt habe nur in Imsum Kontakt zur Weser. Der Name widerspreche daher der vom Gesetzgeber geforderten Informationsfunktion.[13] Für die Fusionspartner Langen und Bederkesa war diese Argumentation nicht nachzuvollziehen, da ein guter Teil der durch den Zusammenschluss entstehenden Stadt auf dem Gebiet des ehemaligen Landkreises Wesermünde liegt. Um einem Nachbarschaftsstreit aus dem Weg zu gehen und die neue Stadt nicht mit einem Gerichtsverfahren aus der Taufe zu heben, schlug Langens Bürgermeister Thorsten Krüger (SPD) den Namen Neu Wesermünde vor.[14] Zugleich stellte Krüger fest: „Der Stadtname ist lediglich ein erster Arbeitstitel“. Doch auch gegen diesen Vorschlag gab es Protest aus Bremerhaven. Um den Gesetzgebungsprozess des Niedersächsischen Landtags in der Sache sowie die Vereinbarungen des Zukunftsvertrags nicht zu gefährden und um mit der Fusion so schnell wie möglich beginnen zu können, nahm man in Langen und Bederkesa Abstand von Wesermünde. Nachdem circa ein halbes Jahr lang verschiedene Namensvorschläge diskutiert worden waren, beschlossen die Räte am 23. April 2012 für die fusionierte Stadt mit über 90 % den Namen „Geestland“.[15][16][17]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Ochsenturm von Imsum
 
Bülzenbett bei Sievern, Großsteingrab der Trichterbecherkultur

BauwerkeBearbeiten

  • Debstedt: Die Dionysiuskirche besteht seit dem 12. Jahrhundert. Im Inneren der Feldsteinkirche befindet sich ein Taufbecken aus dem Jahr 1497
  • Imsum: Der Ochsenturm ist ein Wahrzeichen des Ortes. Er ist das Einzige, was im Laufe der Jahrhunderte von der Kirche, um die sich einige Legenden ranken, übrig blieb. Der Ochsenturm wird heute gern als Aussichtsplattform genutzt
  • Holßel: Die Kirche wurde 1111 erbaut. Sie wurde seit dem Mittelalter bis heute ununterbrochen von reformierten Pastoren betreut
  • Hymendorf: Nachbildung einer alten Moorkate
  • Krempel: Die alte Schule wurde im Jahr 1910 gebaut; nach Umbau Nutzung als Feuerwehrhaus
  • Neuenwalde: Der Klosterkomplex der Benediktinerinnen von 1334 bestand aus der Kirche, zwei Gebäuden, dem Amt mit vier Gebäuden, dem Pfarrhaus, dem Küsterhaus und der Erbzinsmühle. 1500 brannte das Kloster Neuenwalde ab. Spätere Bauteile: Anbau Südflügel (1719), Torfstall, Kornscheune (1873). Heute ist das Kloster als Stift bewohnt
  • Sievern: Bülzenbett, ein Großsteingrab aus der Steinzeit

BaudenkmaleBearbeiten

Siehe: Liste der Baudenkmale in Langen

MuseenBearbeiten

  • Debstedt: Heimatmuseum (Privatbesitz)
  • Neuenwalde: Heimatmuseum
  • Sievern: John-Wagener-Haus (in Privatbesitz)

ParksBearbeiten

  • Langen: Park Friedrichsruh

NaturdenkmälerBearbeiten

  • Die Pipinsburg (Sievern) erhebt sich am Sieverner Auetal als mächtiger Rundwall. Das genaue Alter und die Namensbedeutung sind unbekannt. In der Nähe befinden sich mit Bülzenbett und Heidenschanze (Grabhügel) weitere Kultstätten
  • Der Lange Berg von Langen war ein 90 Meter langer dammartiger Grabhügel auf dem Kamm einer Bodenwelle, nordöstlich des Bahnhofs von Langen

Kulinarische SpezialitätenBearbeiten

Deftige Spezialitäten dieser Region sind Röhrkohl, Kümmelkohl und Speck und Klüten.

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

Populär sind das Ortsgemeinschaftsfest (kurz OGF) und das Bahnsteigfest.

Wirtschaft und VerkehrBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

Langen nimmt i. S. der regionalen Raumordnung die Funktion eines Grundzentrums mit mittelzentraler Teilfunktion war. Sehr viele Einwohner arbeiten in Bremerhaven.

VerkehrBearbeiten

StraßenverkehrBearbeiten

Langen liegt an der A 27 zwischen Bremen und Cuxhaven und ist über die Anschlussstellen Bremerhaven-Überseehäfen, Debstedt und Neuenwalde zu erreichen. Durch die Ortschaften Langen, Sievern und Holßel führt die ehemalige Bundesstraße 6, die nach der Fertigstellung der A 27 zu einer Landesstraße degradiert wurde, es ist jetzt die L 135.

SchienenverkehrBearbeiten

Der nächste Bahnhof mit regelmäßigem Personenverkehr ist Bremerhaven-Lehe.

Langen wird auf der Schiene durchquert von den Bahnstrecken:

ÖPNVBearbeiten

Langen wird im ÖPNV mit den Buslinien 505, 506, ML und NL der Bremerhavener Versorgungs- und Verkehrs-GmbH bedient. In den Ortsteil Imsum führt die Linie 509.[18]

Ferner verkehren über Langen die Regionalbuslinien

  • 525 Bremerhaven – Bad Bederkesa
  • 528 Bremerhaven – Otterndorf (nur einzelne Fahrten)
  • 550 Bremerhaven – Midlum – Nordholz (nur einzelne Fahrten)

InfrastrukturBearbeiten

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

  • Rathaus in Langen, Sieverner Straße 10
  • Stadtbücherei Langen im Lindenhof-Zentrum
  • Freiwillige Feuerwehr als Ortsfeuerwehren in Langen, Debstedt, Hymendorf, Holssel, Imsum, Krempel, Neuenwalde und Sievern
  • Seepark-Klinik im Ortsteil Debstedt, Langener Straße 66[19]
  • Polizeistation in der Ortschaft Langen
  • Polizeikommissariat mit Autobahnaufgaben in der Ortschaft Debstedt – Telefon: 04743 – 9280
  • Autobahnmeisterei Debstedt
  • Amtsgericht Langen

BildungBearbeiten

 
Schule Lankenweg, Mitte/links
 
Grundschule am Wilden Moor
  • Die drei Grundschulen:
    • In Langen Am wilden Moor und Am Hinschweg
    • In Neuenwalde, Schulstraße
  • Oberschule Nordeschweg 52
  • Das Gymnasium Langen (freiwillige Ganztagsschule) führt bis zur Klasse 10
  • Die Seeparkschule Wesermünde in Debstedt ist eine Förderschule für körperliche und motorische Entwicklung mit einem Internat
  • Die Volkshochschule in Langen, Geschäftsstelle der Volkshochschule im Landkreis Cuxhaven, mit einem Aktionsradius von Nordholz, Dorum, Bad Bederkesa, Schiffdorf, Spaden, Beverstedt, Hagen und Loxstedt
  • Die städtische Musikschule in Langen, Ziegeleistraße 16, hat um die 400 Schüler
  • Eine private Musikschule
  • Frühere Schulen
    • ehemaliges Schulzentrum Langen, (auch Papageien-Schule genannt – wegen der farbigen Bemalung des Gebäudes nach Otto Herbert Hajek) mit Gymnasium, Real- und Hauptschule
    • ehemalige Orientierungsstufe im heutigen Gymnasium Lühr-Immen
    • Haupt- und Realschule vor der Umbenennung zur Oberschule

SozialesBearbeiten

Kindergärten:

  • In Langen und seinen Ortsteilen gibt es 16 Einrichtungen (Stand 2008)

Jugend

  • Kinder- und Jugendzentrum Langen, Sieverner Straße 8 (neben dem Rathaus)
  • Sporthalle „Am Wilden Moor“ in Langen, Alter Postweg Ost
  • Jugendhilfestation Langen der DRK, Leher Landstraße 2 a
  • Jugendräume in Debstedt, Holßel, Hymendorf, Imsum, Krempel, Neuenwalde und Sievern

Senioren

  • Begegnungsstätte, Leher Landstraße 14
  • Seniorenservice im Bürgerbüro im Rathaus
  • Seniorenhaus Lindenhof in Langen, Ziegeleistraße 19 a
  • Astor-Park Wohnanlage Langen, Debstedter Straße 26–30
  • Amer Pflegeheim in Langen, Hinschweg 1
  • Magarethenhof, Alten- und Pflegeheim in Debstedt
  • DRK-Wohnheim Seepark in Debstedt
  • Senioren-Wohnpark Langen, Auf dem Berge 2

KirchenBearbeiten

  • Langen: Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Petri mit Telefonseelsorge, Lesothogruppe, Gospelchor, Kantorei oder verschiedene Gesprächskreise sowie Kindergarten Arche Noah
  • Neuenwalde: Ev.-luth. Kirchengemeinde
  • Holßel: Ev.-reformierte Kirchengemeinde
  • Debstedt: Ev.-luth. Kirchengemeinde

SportBearbeiten

Der Turnverein Langen von 1908 bietet an:[20] Aikido, Badminton, Faustball, Fußball, Handball, Karate, Leichtathletik, Prellball, Tennis, Tischtennis, Turnen.
Der TV Langen war von 2002 bis 2006 ausrichtender Verein des Int. Volksbank Hochsprung-Meeting Langen. Der Meeting-Rekord liegt bei den Männern bei 2,35 m (2002, Andrej Sokolovskii UKR) und 1,90 m (2006, Gaelle Niare FRA).
2007 richtete er das Int. Volksbank Stabhochsprung-Meeting Langen aus. Das Springen wurde als Marktplatzspringen auf ausgetragen. Drei Springer überquerten die Höhe von 5,70 m, darunter Richard Spiegelburg.
Die 1. Herren-Handballmannschaft spielt in der Verbandsliga Nordsee.

Der TSV Debstedt bietet an: Fußball, Badminton, Basketball, Jazzdance, Turnen/Gymnastik, Tischtennis, Volleyball und Wandern.

Der TSV Holssel hat eine intensive Tischtennis-Abteilung.

Im Fußball gibt es eine Spielgemeinschaft mit dem TSV Krempel.

Der TSV Imsum bietet an: Fußball, Tischtennis, Turnen, Volleyball.

Der TSV Krempel bietet an: Tischtennis, Fußball (Spielgemeinschaft mit TSV Holßel).

Der TSV Neuenwalde bietet an: Badminton, Fußball, Leichtathletik, Tanzsport, Tischtennis, Turnen.

Der TSV Sievern von 1911 bietet an:[21] Badminton, Fußball, Leichtathletik/Turnen/Zumba/Bokwa, Schwimmen und Tischtennis. Die 1. Herren-Fußballmannschaft war bis 2002 in der Niedersachsenliga vertreten, der höchsten Spielklasse in Niedersachsen.
Im Jugendfußball gibt es eine Spielgemeinschaft mit dem TSV Holßel und dem TSV Neuenwalde. In jeder Altersklasse existiert mindestens eine Mannschaft.

Die DLRG Langen ist ein Ortsverein der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft, der den örtlichen Sieverner See bewacht.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

Personen, die mit der Stadt in Verbindung stehenBearbeiten

  • Friedrich Wilhelm Wencke (1806–1859), Schiffbauunternehmer und Reeder, wohnte auf dem Langener Landsitz Friedrichs-Ruh
  • Gesine Wencke (1807–1866), Schiffbauunternehmerin und Reederin, wohnte auf dem Langener Landsitz Friedrichs-Ruh
  • Leopold Ziegenbein (1874–1950), Nautiker und Kommodore beim Norddeutschen Lloyd (NDL) in Bremen, zählt zu den prominentesten Kapitänen der Handelsschifffahrt, wurde in Langen beerdigt
  • Ernst Klemeyer (1904–1992), Jurist und Politiker (NSDAP), starb in Langen
  • Karl Franzius (1905–1993), Architekt und Maler, starb in Langen
  • Gerhard Olbrich (1927–2010), Pädagoge, Maler und Bildhauer, Lehrer für künstlerisches Zeichnen und Werken am Gymnasium in Langen (1975–1993)
  • Roland Kutzki (* 1942), Architekt und Städtebauer, wuchs seit 1951 in Langen auf
  • Ulrich Marseille (* 1955), Unternehmer und ehemaliger Politiker (Partei Rechtsstaatlicher Offensive), eröffnete 1984 das erste eigene Pflegeheim „Senioren-Wohnpark Langen“

Sagen und LegendenBearbeiten

  • Die Zwerge im Langen Berg bei Langen
  • Das Meerweibchen und das Männchen
  • Die Hexe von Sievern
  • Die Schätze der Pipinsburg
  • Vom Bülzenbett bei der Pipinsburg
  • Die Imsumer Taufe
  • Der Ochsenturm[22]

LiteraturBearbeiten

  • Karl Hauck, Klaus Düwel: Goldbrakteaten aus Sievern: Spätantike Amulett-Bilder d. Dania Saxonica u. d. Sachsen-Origo bei Widukind von Corvey. In: Münstersche Mittelalterschriften. Band 1. W. Fink, München 1970.
  • Fritz Hörmann u. a.: Flurnamensammlung Wesermünde – Die Flurnamen des Grundsteuerkatasters von 1876. Hrsg.: Kulturstiftung der Kreissparkasse Wesermünde (= Sonderveröffentlichungen der „Männer vom Morgenstern“ Heimatbund an Elb- und Wesermündung e. V. Band 27). Männer vom Morgenstern Verlag, Bremerhaven 1995, ISBN 3-931771-27-X (Digitalisat (Memento vom 26. Oktober 2007 im Internet Archive) [PDF; 431 kB; abgerufen am 14. März 2019] S. 13).

WeblinksBearbeiten

  Commons: Langen – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Bevölkerungszahlen. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Internetseite Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN). Archiviert vom Original am 20. April 2019; abgerufen am 19. Mai 2019.
  2. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 249.
  3. Niedersächsische Staatskanzlei (Hrsg.): Gesetz über die Neubildung der Stadt Geestland, Landkreis Cuxhaven. Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt (Nds. GVBl.). Nr. 26/2012. Hannover 8. November 2012, S. 430 (Digitalisat (Memento vom 10. Juli 2018 im Internet Archive) [PDF; 454 kB; abgerufen am 19. Mai 2019] S. 4).
  4. Ulrich Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Landkreis Lehe. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: www.gemeindeverzeichnis.de. 3. Februar 2019, abgerufen am 19. Mai 2019.
  5. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Landkreis Wesermünde (→ Siehe unter: Nr. 50). (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  6. a b Hermann Westedt: SPD prägte die Nachkriegszeit in Langen. In: Langener Zeitung. Nr. 128, November 2013.
  7. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Endgültige Ergebnisse nach der Volkszählung vom 13. September 1950. Band 33. W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart/Köln August 1952, S. 52, Sp. 2 (Digitalisat [PDF; 26,4 MB; abgerufen am 19. Mai 2019] Landkreis Wesermünde, S. 61).
  8. Gemeinden in Deutschland nach Fläche und Bevölkerung. (XLSX; 895 kB) → Siehe unter: Nr. 1922. In: Internetseite Destatis. Statistisches Bundesamt, 31. Dezember 1975, abgerufen am 11. Juni 2019.
  9. a b Der Ortsrat von Langen. In: Internetseite Bürgerinformationssystem der Stadt Geestland. Abgerufen am 1. Mai 2019.
  10. a b Landkreis Wesermünde (Hrsg.): Wappen des Landkreises Wesermünde. Grassé Offset Verlag, Bremerhaven/Wesermünde 1973, ISBN 3-9800318-0-2.
  11. Informationen zur Fusion. In: Internetseite der Stadt Geestland. Abgerufen am 1. Mai 2019.
  12. Die Stadt stützt sich dabei auf ein Gutachten von Bremerhavener Stadtarchivars Hartmut Bickelmann, der findet Wesermünde sei „historisch wie aktuell eindeutig belegt“. „Eine Übernahme durch eine andere Gebietskörperschaft kann daher nur zu Missverständnissen, zu Irritationen und zur Beeinträchtigung gewachsener Identitäten führen.“ (→ Siehe: Nordsee-Zeitung, 21. Januar 2012).
  13. Rechtlich nicht wischfest. In: Nordsee-Zeitung. 10. März 2012, S. 13.
  14. Andreas Schoener: Krüger weist Seestadt zurecht. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Internetseite Nordsee-Zeitung. 3. August 2012, archiviert vom Original am 3. August 2012; abgerufen am 2. Februar 2018.
  15. Andreas Schoener: Ein Doppelname soll`s richten. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Internetseite Nordsee-Zeitung. 20. März 2012, archiviert vom Original am 5. September 2012; abgerufen am 2. Februar 2018.
  16. Andreas Schoener: „Geestland“ ist neuer Favorit. (PDF; 246 KB) In: Internetseite Gemeinde Geestland. 14. April 2012, abgerufen am 2. Februar 2018 (Auszug aus der Nordsee-Zeitung vom 14. April 2012, Titelseite).
  17. Andreas Schoener: Räte stimmen für „Geestland“. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Internetseite Nordsee-Zeitung. 24. April 2012, archiviert vom Original am 8. September 2012; abgerufen am 2. Februar 2018.
  18. Paul Homann: Bremerhavens Streckennetze seit 1881. (PDF; 2,1 MB) In: Internetseite BremerhavenBus. 1. Januar 2017, S. 100, abgerufen am 19. Mai 2019.
  19. Internetrepräsentation der Seepark Klinik. In: www.kliniken-wesermuende.de. Archiviert vom Original am 30. April 2012; abgerufen am 19. Mai 2019.
  20. Turnverein Langen von 1908 e. V. In: www.tvlangen.de. Abgerufen am 19. Mai 2019.
  21. TSV Sievern von 1911 e. V. In: www.tsvsievern.de. Abgerufen am 19. Mai 2019 (Derzeitig abgeschaltet aufgrund der neuen DSGVO!).
  22. Eberhard Michael Iba (Hrsg.): Hake Betken siene Duven. Das Sagenbuch von Elb- und Wesermündung (= Sonderveröffentlichungen der Männer vom Morgenstern, Heimatbund an Elb- und Wesermündung. Band 16). 3. Auflage. Männer vom Morgenstern Verlag, Bremerhaven 1999, ISBN 3-931771-16-4 ([eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche ]).