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Hymendorf

Ortschaft im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven

Hymendorf (niederdeutsch Hemendörp) ist eine Ortschaft in der Stadt Geestland im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven.

Hymendorf
Stadt Geestland
Wappen von Hymendorf
Koordinaten: 53° 38′ 26″ N, 8° 42′ 5″ O
Höhe: 8 m ü. NHN
Fläche: 9,39 km²
Einwohner: 499 (30. Jun. 2017)
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Eingemeindet nach: Langen
Postleitzahl: 27607
Vorwahl: 04704
Hymendorf (Niedersachsen)
Hymendorf

Lage von Hymendorf in Niedersachsen

Hymendorf in der Stadt Geestland
Hymendorf in der Stadt Geestland
Hymendorf von oben

GeschichteBearbeiten

Die Moorkolonie wurde 1829 im Hymenmoor zwischen Debstedt, Drangstedt und Neuenwalde vom Amt Bederkesa gegründet.[1] Um das heute rund vier Kilometer lange Dorf im Moor zu erschließen, wurden geradlinige Wege und Kanäle angelegt. 1840 bekam Hymendorf den Status einer Landgemeinde und gehörte nach wie vor bis 1859 zum Amt Bederkesa. Anschließend waren von 1859 bis 1885 das Amt Lehe, von 1885 bis 1932 der Kreis Lehe sowie von 1932 bis 1977 der Landkreis Wesermünde für höhere Verwaltungsaufgaben zuständig. Die Gemeinde Hymendorf schloss sich 1971 als Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Neuenwalde an, bevor die kommunale Selbständigkeit wegen der Gebietsreform, die am 1. März 1974 in Kraft trat, enden musste, als sie Teil von Langen wurde.[2] Langen wiederum schloss sich zum 1. Januar 2015 mit den Gemeinden der Samtgemeinde Bederkesa zur neuen Stadt Geestland zusammen.[3] Der öffentliche Personennahverkehr wird mit der VBN-Buslinie 543 in Richtung Debstedt und Bad Bederkesa sichergestellt.

Einwohnerentwicklung

Jahr 1910 1925 1933 1939 1950 2017
Einwohner 289 295 313 299 471 499

(Quellen: 1910,[4] 1925–1939,[5] 1950,[6] 2017 laut Infobox)

PolitikBearbeiten

OrtsratBearbeiten

Der Ortsrat von Hymendorf setzt sich aus fünf Ratsherren folgender Parteien zusammen:[7]

(Stand: Kommunalwahl 11. September 2016)

OrtsbürgermeisterBearbeiten

Der Ortsbürgermeister von Hymendorf ist Günther Eggers (CDU) und der Stellvertreter ist Cord Lütjens (CDU).[7]

WappenBearbeiten

Der Entwurf des Hymendorfer Kommunalwappens stammt von dem Heraldiker und Wappenmaler Albert de Badrihaye, der sämtliche Wappen im Landkreis Cuxhaven entworfen hat.[8] Das Wappen ist am 30. Dezember 1963 mit Zustimmung des Niedersächsischen Staatsarchivs vom Regierungspräsidenten in Stade genehmigt worden.[9]

Blasonierung: „In Blau ein silberner Moorspaten in schräglinker Stellung, rechts oben und links unten begleitet von einer goldenen Biene.“[8][9]
Wappenbegründung: Die Gemeinde ist 1829 als Moorsiedlung entstanden. Der Moorspaten weist darauf hin. Die Bienen sind eine Anspielung auf den Namen (Hymen = Immen) und erinnern an die früher in der Gemeinde betriebene Imkerei.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

  • Im Dorf befindet sich eine detailgetreue Nachbildung einer alten Moorkate

BaudenkmaleBearbeiten

Siehe: Liste der Baudenkmale in Hymendorf

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die Ortschaft Hymendorf. In: Internetseite der Stadt Geestland. Abgerufen am 30. April 2019.
  2. Fritz Hörmann u. a.: Flurnamensammlung Wesermünde – Die Flurnamen des Grundsteuerkatasters von 1876. Hrsg.: Kulturstiftung der Kreissparkasse Wesermünde (= Sonderveröffentlichungen der Männer vom Morgenstern, Heimatbund an Elb- und Wesermündung e. V. Band 27). Männer vom Morgenstern Verlag, Bremerhaven 1995, ISBN 3-931771-27-X (Digitalisat (Memento vom 26. Oktober 2007 im Internet Archive) [PDF; 431 kB; abgerufen am 13. März 2019] S. 11).
  3. Niedersächsische Staatskanzlei (Hrsg.): Gesetz über die Neubildung der Stadt Geestland, Landkreis Cuxhaven. Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt (Nds. GVBl.). Nr. 26/2012. Hannover 8. November 2012, S. 430 (Digitalisat (Memento vom 10. Juli 2018 im Internet Archive) [PDF; 454 kB; abgerufen am 25. September 2018] S. 4).
  4. Ulrich Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Landkreis Lehe. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: www.gemeindeverzeichnis.de. 3. Februar 2019, abgerufen am 30. April 2019.
  5. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Landkreis Wesermünde (→ Siehe unter: Nr. 42). (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Endgültige Ergebnisse nach der Volkszählung vom 13. September 1950. Band 33. W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart/Köln August 1952, S. 52, Sp. 1 (Digitalisat [PDF; 26,4 MB; abgerufen am 30. April 2019] Landkreis Wesermünde, S. 61).
  7. a b Der Ortsrat von Hymendorf. In: Bürgerinformationssystem der Stadt Geestland. Abgerufen am 30. April 2019.
  8. a b Landkreis Wesermünde (Hrsg.): Wappen des Landkreises Wesermünde. Grassé Offset Verlag, Bremerhaven/Wesermünde 1973, ISBN 3-9800318-0-2.
  9. a b Hymendorfs Gemeindewappen. In: www.hymendorf.de. Abgerufen am 30. Oktober 2018.