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Alfstedt (Geestland)

Siedlung in Deutschland

Alfstedt (niederdeutsch Alfst) ist ein Ortsteil der Ortschaft Kührstedt der Stadt Geestland im Landkreis Cuxhaven.

Alfstedt
Stadt Geestland
Wappen von Alfstedt
Koordinaten: 53° 35′ 46″ N, 8° 49′ 10″ O
Höhe: 9 m ü. NHN
Fläche: 8,19 km²[1]
Einwohner: 481 (1950)[1]
Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1968
Eingemeindet nach: Kührstedt
Postleitzahl: 27624
Vorwahl: 04745
Alfstedt (Niedersachsen)
Alfstedt

Lage von Alfstedt in Niedersachsen

Landwirtschaftliche Betriebe in Alfstedt
Landwirtschaftliche Betriebe in Alfstedt

GeografieBearbeiten

Das Dorf liegt südlich des Fleckens Bad Bederkesa und nördlich von Kührstedt. Wenige Kilometer entfernt sind zudem die Nachbardörfer Drangstedt (im Nordwesten) und Lintig (im Osten).

GeschichteBearbeiten

Eine enge Verbundenheit mit den Nachbarorten lässt sich historisch nachweisen, weil das Dorf und Gut bereits vor Jahrhunderten zur Börde Ringstedt und zum Amt Bederkesa gehörte. Die Vogtei Kührstedt umfasste ebenfalls schon Alfstedt. In der mehrjährigen Franzosenzeit um 1810 war Alfstedt der Kommune Bederkesa im Kanton Beverstedt zugeteilt. Später wurden höhere Verwaltungsaufgaben wieder vom Amt Bederkesa, Amt Lehe (1859–1885), Kreis Lehe (1885–1932), Landkreis Wesermünde (1932–1977) beziehungsweise Landkreis Cuxhaven durchgeführt.[2] Alfstedt wurde im Jahre 1840 eine selbständige Landgemeinde. Aus dem Gemeindegebiet wurde außerdem 1876 die gleichnamige Gemarkung gebildet.

EingemeindungenBearbeiten

1968 schloss sich Alfstedt mit der Nachbarkommune zur neuen Gemeinde Kührstedt zusammen. Kührstedt war seit 1974 Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Bederkesa,[2] deren Mitgliedsgemeinden sich zusammen mit der Stadt Langen zum 1. Januar 2015 zur neuen Stadt Geestland zusammenschlossen.[3]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr 1910 1925 1933 1939 1950
Einwohner 234 267 279 300 481

(Quelle: 1910,[4] 1925–1939,[5] 1950[1])

PolitikBearbeiten

Ortsrat und OrtsbürgermeisterBearbeiten

Alfstedt wird auf kommunaler Ebene vom Ortsrat der Ortschaft Kührstedt vertreten.

WappenBearbeiten

Der Entwurf des Alfstedter Kommunalwappens stammt von dem Heraldiker und Wappenmaler Gustav Völker, der sämtliche Wappen im Landkreis Cuxhaven entworfen hat.[6]

Blasonierung: „In Rot ein silberner, golden bewehrter Kranich mit aufgerichteten Flügeln und einer goldenen Kugel im erhobenen Ständer.“[6]
Wappenbegründung: Das Wappen ist dem des Adelgeschlechtes von der Lieth nachgebildet, das von 1350 bis 1782 das Dorf besaß.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Alfstedt verfügt mit der Verkehrsgemeinschaft Nordost-Niedersachsen während der Schulzeiten und einem Anruflinientaxi über einen Anschluss an den ÖPNV. Die nächste Anschlussmöglichkeit in Richtung Bremerhaven liegt in Bad Bederkesa.[7]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Alfstedt – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Endgültige Ergebnisse nach der Volkszählung vom 13. September 1950. Band 33. W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart/Köln 1950, S. 52, Sp. 1 (Digitalisat [PDF; 26,4 MB; abgerufen am 15. April 2019] Landkreis Wesermünde, S. 61).
  2. a b Fritz Hörmann u. a.: Flurnamensammlung Wesermünde – Die Flurnamen des Grundsteuerkatasters von 1876. Hrsg.: Kulturstiftung der Kreissparkasse Wesermünde (= Sonderveröffentlichungen der „Männer vom Morgenstern“ Heimatbund an Elb- und Wesermündung e. V. Band 27). Männer vom Morgenstern Verlag, Bremerhaven 1995, ISBN 3-931771-27-X (Digitalisat (Memento vom 26. Oktober 2007 im Internet Archive) [PDF; 431 kB; abgerufen am 24. September 2018] S. 1).
  3. Niedersächsische Staatskanzlei (Hrsg.): Gesetz über die Neubildung der Stadt Geestland, Landkreis Cuxhaven. Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt (Nds. GVBl.). Nr. 26/2012. Hannover 8. November 2012, S. 430 (Digitalisat [PDF; 454 kB; abgerufen am 25. September 2018] S. 4).
  4. Ulrich Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Landkreis Lehe. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: www.gemeindeverzeichnis.de. 3. Februar 2019, abgerufen am 15. April 2019.
  5. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Landkreis Wesermünde (→ Siehe unter: Nr. 2). (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  6. a b Landkreis Wesermünde (Hrsg.): Wappen des Landkreises Wesermünde. Grassé Offset Verlag, Bremerhaven/Wesermünde 1973, ISBN 3-9800318-0-2.
  7. Fahrplan-Download. In: Internetseite der Verkehrsgemeinschaft Nordost-Niedersachsen. Abgerufen am 25. September 2018.