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Bad Bederkesa

Ortsteil der Stadt Geestland

Bad Bederkesa, (Aussprache: Betonung auf der 3. Silbe, Bederkesa) Luftkurort und Moorheilbad (niederdeutsch Beers), ist eine Ortschaft der Stadt Geestland im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven.

Bad Bederkesa
Stadt Geestland
Wappen von Bad Bederkesa
Koordinaten: 53° 37′ 29″ N, 8° 50′ 30″ O
Höhe: 9 m ü. NHN
Fläche: 43,17 km²
Einwohner: 5733 (30. Jun. 2017)
Bevölkerungsdichte: 133 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2015
Postleitzahl: 27624
Vorwahl: 04745
Bad Bederkesa (Niedersachsen)
Bad Bederkesa

Lage von Bad Bederkesa in Niedersachsen

Bad Bederkesa in der Stadt Geestland
Bad Bederkesa in der Stadt Geestland

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Bad Bederkesa liegt im nördlichen Elbe-Weser-Dreieck ca. 20 km östlich von Bremerhaven. Der Ort liegt am Bederkesaer See sowie am Hadelner und Bederkesa-Geeste-Kanal, die zusammen mit der Geeste die Elbe und die Weser miteinander verbinden.

Das Ortsgebiet ist durch mehrere kleine Wälder („Begrabenholz“, „Brunnenholz“, „Holzurburg“, „Spitzackerholz“ und „Zechholz“) geprägt.

OrtsgliederungBearbeiten

Neben dem Kernort Bederkesa umfasst die Ortschaft die Ortsteile Ankelohe im Osten und Fickmühlen im Nordwesten.

GeschichteBearbeiten

Bederkesa liegt in der historischen Landschaft Wigmodien, das in Texten des 9. Jahrhunderts (Vita Sancti Willehadi, Miracula Sancti Willehadi[1] und Chronik von Moissac) zumeist als Provinz, seltener als pagus (Gau) bezeichnet wird und sich von der Unterweser bis an die Unterelbe erstreckte. Vom späten elften bis ins frühe 13. Jahrhundert wurde der Norden des Elbe-Weser-Dreiecks auch als „Haduloha“ bezeichnet, abgeleitet von einem Ort (lat.: locus) auf der Hohen Lieth, wohl mit einem heute verlandeten Hafenplatz. Den von Heimatforschern des 19. und frühen 20. Jahrhunderts postulierten Gau Haduloha hat es nie gegeben.[2]

Herren von BederkesaBearbeiten

Der Name Bederkesa – richtiger Bederichs-Ahe – geht auf einen Ritter Bederich zurück, der hier eine Ahe, einen Herrenwald besaß. Seine Nachfahren errichteten die Burg am südwestlichen Seeufer. Der Name blieb erhalten und ging später auf den Ort über.

So wird Bederkesa in frühen Urkunden meist in Verbindung mit dem Rittergeschlecht gleichen Namens genannt. Die Familie spaltete sich in zahlreiche Zweige, denen es unter Bestimmung eines gemeinsamen Seniors gelang, ihr Territorium lange Zeit gemeinsam zu regieren. Zeitweise wohnten neun verschiedene Familien, Zweige dieses Rittergeschlechts und ihre Knappen, gleichzeitig auf der Burg.[2]

Erste JahrtausendwendeBearbeiten

Die Herren von Bederkesa wurden schon um die Jahrtausendwende als Dienstmannen der Erzbischöfe von Hamburg-Bremen eingesetzt und erlangten im hohen Mittelalter im Mündungsgebiet der Elbe und Weser besondere Bedeutung. Sie verfügten über reichen Grundbesitz und andere Einkünfte in der Börde Ringstedt. Vielleicht lag ihr Stammsitz am Nordufer des Bederkesaer Sees in Holzurburg, wo es noch heute einen mit Wällen und Gräben umsäumten, geräumigen Platz gibt, dessen eigentlichen Namen und ursprüngliche Bedeutung man nicht kennt.

 
Burg Bederkesa

11. JahrhundertBearbeiten

Ihre erste Erwähnung finden die Herren von Bederkesa in einer erzbischöflichen Urkunde. 1159 erschien Marcward de Bederkesa als Zeuge unter einer von Erzbischof Hartwig I. von Stade (1148–1168) ausgestellten Urkunde. Fünf Herren von Bederkesa gehörten im 13. Jahrhundert zu den Domherren des Bremer Doms, Erich von Bederkesa war Archidiakon von Rüstringen, und Rudolf von Bederkesa war sogar Dekan des bremischen Domkapitels.

13. und 14. JahrhundertBearbeiten

1295 gründeten die Herren von Bederkesa die hiesige St.-Jakobi-Kirche und statteten sie mit reichen Einkünften aus. Fortan galt Bederkesa als Tochtergründung der Mutterkirche in Ringstedt, zu deren Parochie sie vorher gehörte. Ein Knappe, Gevehard von Bederkesa, schenkte der Kirche damals aus Verehrung eine Roggenernte im nahen Flögeln.

Zweifellos hat der Flecken Bederkesa im Anschluss an die stattliche Burg und die Pfarrkirche bereits im Mittelalter eine größere Straßensiedlung gebildet, stellt also von der Anlage her eine andere Siedlungsform dar, als die vielen Haufendörfer der Geest. Insofern spiegelt die Bezeichnung „Flecken“ den stadtähnlichen Charakter des Ortes wider, in dem schon recht früh neben der Landwirtschaft fast jedes Handwerk vertreten war. Bereits im Jahre 1339 wird in einer Urkunde ein Markt zu Bederkesa genannt.

15. JahrhundertBearbeiten

Im 15. Jahrhundert wurde es still um das einstmals verbreitete Geschlecht der Ritter von Bederkesa. Fast der ganze Besitz befand sich nun in fremden Händen oder war verschuldet. Die Stadt Bremen war ab 1421 Besitzer von Amt und Burg. Mit Arndt von Bederkesa starb das Geschlecht 1499 aus. Die Burg bildete einen Mittelpunkt, um den sich mannigfaltiges Leben sammelte, das sein Eigendasein selbständig weiterentwickeln konnte.

16. und 17. JahrhundertBearbeiten

 
Ansicht von Bederkesa in der Dilich-Chronik von 1603

Nun hatten verschiedene Mächte Interesse an dem Gebiet von Bederkesa. Zeitweise wurde es vom Herzogtum Sachsen-Lauenburg und der Stadt Bremen gemeinsam regiert, schließlich aber allein von dieser.

Ort und Amt Bederkesa blühten im 16. Jahrhundert wirtschaftlich auf. Bremen gewährte den Bürgern mancherlei Rechte: Sie durften Bier brauen und Schnaps brennen und im ganzen Amt und in anderen Gebieten verkaufen. Handel und Gewerbe nahmen einen besonderen Aufschwung. Es durfte Markt abgehalten werden, und jedes Handwerk konnte im Ort ansässig sein. Der Rat der Stadt Bremen setzte in den sechs Kirchengemeinden des Amtes Bederkesa reformierte Prediger ein und sorgte durch die Visitationen von Ratspersonen, dass nur das reformierte Bekenntnis in Ringstedt, Bederkesa, Flögeln, Debstedt, Holßel und Lehe gültig war. Auf den Altären dieser Orte wurden Schrifttafeln anstatt von Bildwerken eingesetzt. Nur Elmlohe blieb lutherisch.

Bis zum Ende des 16. Jahrhunderts setzte der Rat der Stadt Bremen bremische Bürger gegen eine Pachtsumme als Amtmänner in Bederkesa ein. Danach übernahm die Stadt die Herrschaft in eigener Regie. Als Zeichen der Gerichtshoheit ließ Bremen 1602 den Roland im Burghof errichten. Die Wappenschilde der den Roland begleitenden Figuren erinnern an Bremer Ratsfamilien, die hier als Amtleute tätig waren. Der liegende Schlüssel im Ortswappen von Bederkesa erinnert an die Zeit der bremischen Herrschaft im Amte.

Es gelang Bremen im Dreißigjährigen Krieg sogar, Flecken und Amt Bederkesa mehr als andere Gebiete im Erzbistum Bremen vor Plünderungen und Brandschatzungen zu bewahren.

Im Westfälischen Frieden von 1648 wurde das bisherige Erzbistum Bremen der Krone Schwedens zugesprochen. Bremen jedoch verweigerte die Abtretung seiner Landesgebiete. Im Ersten Bremisch-Schwedischen Krieg holte sich die Großmacht Schweden 1654 mit Gewalt, was sie als ihr Eigentum betrachtete. Darunter war auch das Amt Bederkesa. Das schwedische Königreich beabsichtigte nun auch, die bisher reformierten Kirchen im Amte lutherisch zu machen. Dies gelang nur zum Teil, denn die Gemeinden leisteten Widerstand gegen das aufgezwungene Luthertum. Das reformierte Bekenntnis blieb in Holßel, Lehe und Ringstedt bis heute erhalten. Das Amt Bederkesa kam 1661 mit seinen Einkünften gegen eine Summe von 40.000 Reichstalern in den Pfandbesitz des General Feldmarschalls Graf Hans Christoph von Königsmarck. Die Burg war in den nachfolgenden Jahren Wohnsitz von Königsmarcks Frau und seinen Enkelinnen, zu denen auch die berühmte Aurora zählte.

18. JahrhundertBearbeiten

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts verlor Schweden unter Karl XII. im Nordischen Krieg seine europäische Großmachtstellung. Das Kurfürstentum Hannover erwarb 1720 für eine Summe von 1.090.000 Reichstalern die Herzogtümer Bremen und Verden von Schweden. Erst nach langen Verhandlungen wurden 1735 auch die Rechte der Familie von Königsmarck am Amte Bederkesa gegen Erstattung der Pfandsumme von Kurhannover eingelöst. Die Einwohnerzahlen wiesen in der ungefähr 150 Jahre dauernden hannoverschen Epoche nur geringfügige Schwankungen auf und bewegten sich zwischen 1000 und 1300 Personen.

19. JahrhundertBearbeiten

 
Hauptmann Böse

1852 wurde das Amtsgericht Bederkesa gebildet, aber bereits 1859 wieder aufgelöst. Eine markante Persönlichkeit war Hauptmann Böse, der Sohn eines Bremer Zuckerfabrikanten. Er hatte mit einer eigenen Einheit gegen Napoléon Bonaparte gekämpft; nun nahm er hier im Brunnenholz seinen Wohnsitz. Er wurde Wohltäter für den Ort und das Sietland, das unter dem Meeresspiegel lag und dessen Bewohner stetige Überflutungen zu erleiden hatten. Durch seine Initiative wurde der Hadelner Kanal gebaut. 1834 gründete er die Schützengilde der Elbe und Weser – später dann Schützenverein Bederkesa. 1876 erhielt Bederkesa ein königliches Lehrerseminar am Brunnenholz und 1896 eine Eisenbahnverbindung nach Bremerhaven.

Die kleine Fachwerkkirche in der Ortsmitte war für die wachsende Einwohnerzahl zu klein geworden. Sie wurde abgerissen und an ihrer Stelle trat 1861 die jetzige neugotische Kirche. Sie wurde durch den Bremer Architekten Simon Loschen erbaut, der auch die Bürgermeister-Smidt-Gedächtniskirche in Bremerhaven errichten ließ.

Nachdem das Königreich Hannover 1866 preußische Provinz geworden war, verlegte man den Amtssitz nach Lehe.

20. JahrhundertBearbeiten

Das Lehrerseminar wurde 1927 zum heute noch existenten Niedersächsischen Internatsgymnasium. Bederkesa entwickelte sich zum Luftkurort und Moorheilbad und trägt seit dem 1. Oktober 1996 die Bezeichnung Bad.[3]

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Januar 1970 kam Ankelohe zu Bederkesa. Am 1. März 1974 wurde die Nachbargemeinde Fickmühlen eingegliedert.[4]

Zum 1. Januar 2015 bildete Bad Bederkesa mit den übrigen Gemeinden der Samtgemeinde Bederkesa und der Stadt Langen die neue Stadt Geestland.[5]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

 
Einwohnerentwicklung von Bad Bederkesa von 1885 bis 2017
Jahr Einwohner
1885 1366
1910 1672
1925 1631
1933 1739
1939 1898
1961 3328
1970 3775
1987 4221
Jahr Einwohner
1992 4474
1997 5079
2002 5207
2007 4995
2010 4993
2013 5227
2017 5733

(Quelle: 1885,[6] 1910,[7] 1925–1939;[6] 1961 am 6. Juni, 1970 am 27. Mai, jeweils Volkszählungsergebnisse einschließlich Fickmühlen;[4] ab 1987 jeweils am 31. Dezember[8])

PolitikBearbeiten

OrtsratBearbeiten

Der Ortsrat von Bad Bederkesa setzt sich aus drei Ratsfrauen und sechs Ratsherren zusammen. Im Ortsrat befinden sich zusätzlich zwei beratende Mitglieder (CDU, Grüne).[9]

(Stand: Kommunalwahl 11. September 2016)

OrtsbürgermeisterBearbeiten

Der Ortsbürgermeister von Bad Bederkesa ist Uwe Bischoff (CDU). Sein Stellvertreter ist Thomas Kuberski (CDU).[9]

WappenBearbeiten

Der Entwurf des Wappens von Bad Bederkesa stammt von dem in Isernhagen geborenen und später in Hannover lebenden Heraldiker und Wappenmaler Gustav Völker, der auch die Wappen von Altluneberg, Appeln, Axstedt und vielen anderen Ortschaften im Landkreis Cuxhaven entworfen hat.[10]

Blasonierung: „In Rot über wachsendem, goldenen Löwen ein liegender, rechtsgewendeter silberner Schlüssel.“[10]
Wappenbegründung: Das Wappen erinnert an das Siegel des ehemaligen Amtes Bederkesa. Der Schlüssel ist dem Wappen der Stadt Bremen entlehnt, der das Amtsgebiet -zum Teil seit 1381 -bis 1654 gehört hat.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Roland vor der Burg
 
Die Mühle in Bederkesa
 
Der Bederkesaer See

BauwerkeBearbeiten

Burg BederkesaBearbeiten

Die Wasserburg liegt am Rand des Kernortes, von See durch die Wasserverbindung von der Geeste zum Hadelner Kanal getrennt.

Chronik der Burg:

  • 12. Jahrhundert Anfang des Burgenbaues am damaligen Randbereich des Bederkesaer Sees
  • um 1400 letzter Bau einer Temburg („Motte“) auf dem aufgeschütteten Burgberg
  • 1421 Burg und Herrschaft Bederkesa in bremischem Besitz
  • 1460 Bau des Südflügels (Bauinschrift heute über dem Haupteingang)
  • 1536 Bau des Nordflügels
  • 1579 Errichtung des Mittelbaues
  • 1602 Aufstellung des Rolandes auf einem gekuppelten Brunnen
  • 1604 Veröffentlichung des Kupferstiches von Wilhelm Dilich
  • 1612 Bau des Treppenturmes
  • 1654 Einnahme der Burg durch den schwedischen Feldmarschall Hans Christoph von Königsmarck
  • 1735 Burg und Amt Bederkesa im Besitz von Kurhannover
  • um 1745 Abbruch des Turmes und weiterer Gebäudeteile, Fachwerkanbau
  • 1881 Verkauf der Burg in Privatbesitz, Nutzung unter anderem als Gastwirtschaft und Hotel
  • 1975/77 Ankauf der verfallenden Burg durch den Landkreis Wesermünde
  • 1977–1983 Restaurierung und Wiederaufbau durch den Landkreis Cuxhaven

Im KernortBearbeiten

  • Windmühle (1881)
  • Steinbackofen neben der Windmühle
  • Altes Amtshaus mit Amtsscheune

In der UmgebungBearbeiten

BaudenkmaleBearbeiten

Siehe: Liste der Baudenkmale in Bad Bederkesa

MuseenBearbeiten

  • Museum Burg Bederkesa in der Wasserburg: Museum für Archäologie und Kulturgeschichte im Landkreis Cuxhaven. Das Museum wurde 1982 eingerichtet und zeigt reichhaltige Funde aus dem Landkreis Cuxhaven vom 4. Jahrtausend bis zur Neuzeit. Besonders eindrucksvoll sind die außerordentlich gut erhaltenen Holzfunde aus den Wurtensiedlungen des 1. bis 5. Jahrhunderts
  • Museumseisenbahn: Historische Bahnlinie von Bederkesa nach Bremerhaven. Die jahrzehntelang nicht für den Personenverkehr genutzte Nebenbahnstrecke wird seit 2000 als Museumseisenbahn im Stil der 1950er Jahre betrieben[11]
  • Museum des Handwerks: Das Museum wurde im Sommer 1998 eröffnet. Die Trägerschaft übernahm die 14 Innungen mit 22 Handwerksberufen umfassende Kreishandwerkerschaft Bremerhaven Wesermünde. Das Museum bietet einen Einblick in die verschiedenen Handwerksberufe und deren Geschichte, so sind unter anderem Gegenstände der Zimmermänner, Seilmacher, Schriftsetzer und Drucker, Fischer, Satzer, Uhrmacher und vieles mehr zu sehen. An angekündigten Aktionstagen werden die verschiedenen Berufe vorgeführt
  • Heimatmuseum „Jan Christopher Hus“: in Flögeln; historische, handwerkliche und kulturelle Gerätschaften des Lebens in der Vergangenheit

Bildung und FreizeitBearbeiten

  • Niedersächsisches Internatsgymnasium
  • Moor-Therme (Sport-, Erlebnis- und Wellnessbad mit Saunalandschaft), eröffnete am 4. April 2004

Wirtschaft und VerkehrBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

Gefördert wird vor Allem der Fremdenverkehr in Bad Bederkesa und mit diesem zusammenhängende Einrichtungen wie der Camping-Park Bederkesa mit über 500 Stellplätzen.

Jährlich werden vom Beerster Gewerbeverein eine Sonnenblumenkönigin und eine Sonnenblumen-Prinzessin ernannt, die für Urlaub in der Samtgemeinde und im Cuxland werben. Sie repräsentieren die Region bundesweit auf Tourismusmessen, in Fernsehshows und auf Volksfesten.

Ein Handels- und Gewerbepark wurde erschlossen. Die Cuxland Ferienparks GmbH bietet Ferienhäuser zum Kauf und zur Vermietung an.

VerkehrBearbeiten

Die Landstraße L 120 führt nach Drangstedt und Bremerhaven sowie zur Bundesautobahn A 27 (Cuxhaven-Bremen), die L 119 nach Neuenwalde und Cuxhaven, die L 117 nach Otterndorf und die L 128 nach Ringstedt und Beverstedt.

In Bad Bederkesa endet die Strecke aus Bremerhaven, welche heute als Museumsbahn dient.[11] 1950 fuhr von Bederkesa aus die Verkehrsgesellschaft Bremerhaven AG mit Buslinien nach Geestenseth und Großenhain.[12] Es gibt Busverbindungen nach Bremerhaven (Linie 525) und Schiffdorf (Linie 529). In Bremerhaven bestehen Umsteigemöglichkeiten zu den Zügen Richtung Bremen, Buxtehude, Cuxhaven und Wehdel.

Der Hadelner Kanal bzw. der Bederkesa-Geeste-Kanal als Bestandteil des Elbe-Weser-Schifffahrtsweges verbinden Bederkesa mit Bremerhaven bzw. Otterndorf haben jedoch heute aufgrund der geringen Schleusenabmessungen nur noch Bedeutung für die Sportschifffahrt.

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

Allgemein

  • Rathaus, Am Markt 8
  • Die Freiwillige Feuerwehr Bad Bederkesa, Holzurburgerstr. 15, hat eine weitere Stützpunktfeuerwehr in Köhlen sowie weitere elf Ortsfeuerwehren
  • Verschönerungsverein Bederkesa von 1896

Schulen

  • Grundschule Bederkesa, Seminarstr. 9
  • Grundschule Drangstedt, Elmloher Str. 1
  • Grundschule Elmlohe, Im Wiebusch 8
  • Grundschule Kührstedt, Schulstr. 7
  • Grundschule Lintig, Schulstr. 1
  • Grundschule Ringstedt Kreuzstr. 2
  • Das Schulzentrum An der Mühle, Mühlenweg, ist eine Oberschule
  • Das Niedersächsische Internatsgymnasium (NIG), Seminarstr. 8
  • Die Schule Am Wiesendamm 1, ist eine Förderschule mit dem Schwerpunkt „Geistige Entwicklung“
  • Das ev. Bildungszentrum, Alter Postweg 2

Kirchen

  • Bad Bederkesa ist Sitz der Superintendentur des Kirchenkreises Wesermünde der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Zuvor war es bereits Sitz des Kirchenkreises Wesermünde-Süd, der zum 1. Januar 2013 mit dem Kirchenkreis Wesermünde-Nord vereinigt wurde[13]
  • Die evangelisch-lutherische Kirche St.-Jakobi in Bad Bederkesa wurde 1295 erstmals erwähnt
  • Die evangelisch-lutherische Kirche Unserer Lieben Frau zu Elmlohe stammt von 1346
  • Die evangelisch-lutherische Kirche St.-Pauli in Flögeln wurde 1198 gegründet
  • Die römisch-katholische St.-Benedikt-Kapelle in Bad Bederkesa, Berghorn 5, gehört zur Pfarrei Hl.-Herz-Jesu in Bremerhaven-Lehe mit der Herz-Jesu-Kirche
  • Die Neuapostolische Kirchengemeinde hält Gottesdienst im Musiksaal der Grundschule Bad Bederkesa

Sport

  • Turn- und Sportverein Bederkesa von 1896
  • Wassersportverein Bederkesa
  • Angelsportverein Bederkesa
  • Schützenverein Bederkesa von 1834

SonstigesBearbeiten

RekordBearbeiten

1999 schaffte Bad Bederkesa einen Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde. Der Gewerbeverein in Zusammenarbeit mit dem Verschönerungsverein verteilte Sonnenblumensamen an die Einwohner mit der Bitte, diese einzupflanzen. Viele folgten der Bitte und viele öffentliche Grünflächen wurden mit Sonnenblumen bepflanzt. Bad Bederkesa bekam den Eintrag für 600.000 Sonnenblumen im Ort. Das entspricht mehr als 100 Sonnenblumen pro Einwohner.[14]

Zweisprachige OrtsschilderBearbeiten

Bad Bederkesa liegt im Verbreitungsraum der niederdeutschen Sprache. Diese ist nicht mehr sehr verbreitet, erlebt aber in zunehmendem Maße eine Renaissance. Es werden Anstrengungen unternommen, die Kinder schon in frühem Alter an die regionale Sprache heranzuführen. Kürzlich wurden im Rahmen der Brauchtumspflege die Ortsschilder um den niederdeutschen Ortsnamen „Beers“ ergänzt.

PersönlichkeitenBearbeiten

 
Der „Bösehof“ in Bederkesa, den sich Hauptmann Böse 1825 als Ruhesitz zugelegt hatte, dient heute als Hotel

Söhne und Töchter des OrtesBearbeiten

Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehenBearbeiten

  • Diedrich Hoyer der Jüngere (1568–1623), Bremer Ratsherr und Bremer Bürgermeister, Kirchenvisitator im bremischen Amt Bederkesa (1609–1623)
  • Wilhelm Dilich (1571–1650), Baumeister, Ingenieur, Holzschneider, Kupferstecher, Zeichner, Topograph und Militärschriftsteller, schuf im Werk „Urbis Bremae et praefecturarum, quas habet, Typus et Chronicon“ Ansichten u. a. von Bederkesa
  • Paul Felgenhauer (1593–1677), Kontroverstheologe und Chiliast der Barockzeit, er ließ sich 1638 im stadtbremischen Amt Bederkesa als Medikus nieder und verfasste zahlreiche prophetische Schriften
  • Aurora von Königsmarck (1662–1728), wohnte zeitweise in der hiesigen Burg
  • Amalie Wilhelmine von Königsmarck (1663–1740), Tochter des schwedischen Generals Kurt Christoph Graf von Königsmarck aus der berühmten Familie der Königsmarcks, wohnte in Bederkesa
  • Martin Matthaei (1666–1728), Propst des Kirchenkreises Bederkesa (→ Siehe unter: Johann Gottfried Misler)
  • Christoph Wilhelm Chappuzeau (1776–1825), königl. Amtmann in Bederkesa (→ Siehe unter: Christoph Wilhelm Chappuzeau in der Niederdeutschen Wikipedia)
  • Heinrich Böse (1783–1867), ein durch Börsenspekulationen und als Zuckerfabrikant in Bremen reich gewordener Kaufmann, genannt „Hauptmann Böse“, da er 1813 in Bederkesa den Widerstand gegen die französischen Besatzer anführte. Eine Gedenktafel am Waldschlößchen würdigt sein Leben und bezeichnet ihn als „Vaterlands- und Menschenfreund“
  • Wilhelm Wehner († 1863), Verwaltungsjurist, 1826 war er Amtsassessor in Bederkesa
  • August Cammann (1814–1882), Jurist und Politiker, nach seinem Studium wurde er Amtmann in Bederkesa
  • Lambert Leisewitz (1846–1909), Kaufmann und Mitglied der Bremischen Bürgerschaft, 1900 kaufte er das Gut Fickmühlen (später Gut Valenbrook genannt) in Bederkesa
  • Jan Bohls (1863–1950), Zoologe, Privatgelehrter, Volkskundler und Heimatforscher, er legte im Fickmühlener Forst ein steinzeitliches Grab frei, nach ihm wurde der Jan-Bohls-Weg in Bederkesa benannt
  • Ludwig Christians (1875–1940), Pädagoge und preußischer Landrat, er besuchte das Lehrerseminar in Bederkesa
  • Friedrich Husmann (1877–1950), Lehrer und Heimatdichter, er kam für drei Jahre an das Seminar in Bederkesa
  • Franz Schotte (1878–1934), Theologe, Hilfsprediger und dann Pastor in Bederkesa (1908–1920)
  • Johann Jacob Cordes (1880–1976), Pädagoge und Heimatforscher, besuchte das Lehrerseminar in Bederkesa
  • Karl Julius Witt (1885–1969), Lehrer, Politiker (DNVP/NSDAP) und Hamburger Schulsenator in der Zeit des Nationalsozialismus, besuchte das Lehrerseminar in Bederkesa
  • Adolf Busemann (1887–1967), Pädagoge und Psychologe, arbeitete als Lehrer in Bederkesa
  • Hermann Baumann (1889–1970), Reformpädagoge, Lehrer in Bederkesa (1932–1935)
  • Heinrich Hünecke (1891–1971), Sportlehrer, Sportfunktionär und Verwaltungsbeamter, er besuchte mit 14 Jahren die Volksschullehrer-Präparandenanstalt in Bederkesa
  • Otto Tetjus Tügel (1892–1973), Schriftsteller, Maler, Musiker und Kabarettist, 1939 arbeitete er in Bederkesa als Zeichenlehrer an einem Gymnasium
  • Walter Zimmermann (1892–1968), Pädagoge und Bremerhavener Stadtschulrat, er besuchte das Lehrerseminar in Bederkesa
  • Ernst Herrmann (1895–1970), Geowissenschaftler, Forschungsreisender und Reiseschriftsteller, Dozent für Geographie in Bederkesa (1946–1948)
  • Fritz Theodor Overbeck (1898–1983), Botaniker, zählt zu den Begründern der Moorbotanik und Pollenanalyse in Mitteleuropa, er setzte sich 1958 speziell für die Erhaltung eines Teiles des Ahlenmoores bei Bederkesa ein
  • Kurt Sydow (1908–1981), Musikpädagoge, Komponist, Musikwissenschaftler, Dozent und Hochschulrektor, 1948 war er Dozent für Musik und Musikerziehung an der vorübergehend eingerichteten Pädagogischen Hochschule Bederkesa
  • Georg Rieper (1909–1982), Unternehmer und Erfinder des Rollax-Rollos sowie des Glasko-Prinzips, verbrachte seine Kinder- und Jugendjahre in Bederkesa
  • Georg Manecke (1916–1990), Chemiker, starb in Bederkesa
  • Gerhard Müller-Menckens (1917–2007), Bremer Architekt und Hochschullehrer, wirkte 1982 beim Wiederaufbau der Burg Bederkesa
  • Jo Filke (1921–2001), Architekt, schuf 1981 die Kapelle St.-Benedikt in Bad Bederkesa
  • Fritz Westphal (* 1921), Schriftsteller und Übersetzer, wuchs hier auf
  • Christian Holsten (1922–1993), niederdeutscher Schriftsteller, wirkte auch als Vortragskünstler und Sprecher in plattdeutschen Sendungen Radio Bremens, besuchte die Oberschule in Bederkesa
  • Udo von Soosten (1923–1986), Politiker (CDU) und Mitglied des Niedersächsischen Landtages, er übernahm den Vorsitz im Trinkwasserverband Wesermünde-Mitte in Bederkesa
  • Gerhard Olbrich (1927–2010), Pädagoge, Maler und Bildhauer, er schuf Mathilde, die Brunnenfigur am Rathaus in Bad Bederkesa (1980)
  • Martin Döscher (* 1935), Landwirt und Politiker (CDU), er besuchte zwischen 1953 und 1954 die Landwirtschaftsschule in Bederkesa
  • Eckhard Schaefer (* 1936), emeritierter Baptistenpastor, von 1988 bis 2000 bekleidete er als Bundesdirektor und Generalsekretär eines der höchsten Leitungsämter des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG), besuchte die Niedersächsische Heimschule Bederkesa (seit 1980: Niedersächsisches Internatsgymnasium Bad Bederkesa)
  • Volker Bajus (* 1964), Politiker (Grüne), gewählter Abgeordneter im Niedersächsischen Landtag, wuchs hier auf
  • Thorsten Krüger (* 1966), Diplom-Verwaltungswirt und Politiker (SPD), seit dem 1. Januar 2015 ist er Bürgermeister der Stadt Geestland, Geschäftsführer der Tourismus, Kur und Freizeit GmbH (TKF) in Bad Bederkesa
  • David McAllister (* 1971), Landesvorsitzender der CDU in Niedersachsen und von 2010 bis 2013 niedersächsischer Ministerpräsident, wohnt hier
  • Martin Brinkmann (* 1976), Autor, Kritiker und Herausgeber, besuchte das Niedersächsische Internatsgymnasium in Bad Bederkesa

LiteraturBearbeiten

  • Curt Allmers: Geschichte der bremischen Herrschaft Bederkesa (= Veröffentlichungen aus dem Staatsarchiv der Freien Hansestadt Bremen. Nr. 10). Schünemann Verlag, 1933, ISSN 0170-7884.
  • Hans Aust: Burg Bederkesa. Geschichte des Hauses und seiner Bewohner. Restaurierung und Wiederaufbau. Hrsg.: Landkreis Cuxhaven. Ditzen Druck- und Verlags-GmbH, Bremerhaven 1984.
  • Ernst Beplate: Das Bederkesaer Seminar – vom Lehrerseminar zur Pädagogischen Hochschule. Hrsg.: Verein der Ehemaligen, Freunde und Förderer des Niedersächsischen Internatsgymnasiums in Bederkesa. Eigenverlag, Bederkesa 1991.
  • Klaus Dobers: Unter dem Dach von St.-Jakobi. Bederkesaer Lebenszeugnisse aus 250 Jahren. Hrsg.: Burggesellschaft (= Schriftenreihe der Burggesellschaft. Heft 10). Eigenverlag, Bederkesa 1995.
  • Johannes Göhler: Jakobus kam auch nach Bederkesa. Von den Bederkesaer Rittern, Pfarherren und der St.-Jakobi-Kirche 1295–1355. Bederkesa 1995.
  • Männer vom Morgenstern (Hrsg.): „Hake Betken siene Duven“ – Das Sagenbuch von Elb- und Wesermündung. 3. Auflage. Bremerhaven 1999, ISBN 3-931771-16-4.
  • Ernst Beplate: Bederkesa zur Königsmarck-Zeit 1662–1736. Hrsg.: Burggesellschaft Bederkesa (= Schriftenreihe der Burggesellschaft Bederkesa. Heft 11). Eigenverlag, Bederkesa 2001.
  • Karl-Otto Ahrens, Sönke Hansen (Red.): Bad Bederkesa in Gegenwart und Vergangenheit. Eine Ortskunde. Hrsg.: Heimatbund der Männer vom Morgenstern. 2. Auflage. Eigenverlag, Bremerhaven 2004, DNB 976349027.
  • Hans-Cord Sarnighausen: Hannoversche Amtsjuristen von 1675 bis 1859 in Bederkesa. Hrsg.: Männer vom Morgenstern – Heimatbund an Elb- und Wesermündung (= Jahrbuch der Männer vom Morgenstern. Nr. 89). Ditzen Druck- und Verlags-GmbH, Bremerhaven 2011, ISBN 3-931771-89-X, S. 41–62.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bad Bederkesa – Sammlung von Bildern
  Wikivoyage: Bad Bederkesa – Reiseführer

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ansgar von Bremen: Repertorium – Geschichtsquellen des deutschen Mittelalters: Miracula s. Willehadi. In: Internetseite Bayerische Staatsbibliothek. 6. September 2012, abgerufen am 29. September 2018.
  2. a b Bernd Ulrich Hucker: Das Problem von Herrschaft und Freiheit in den Landesgemeinden und Adelsherrschaften des Mittelalters im Niederweserraum. Münster 1978, OCLC 74444537 (verfügbar u. a. im Staatsarchiv Bremen (Sign. 538 U) und in der Bibliothek der Männer vom Morgenstern in Bremerhaven).
  3. Gebietsänderungen vom 1. Januar bis 31. Dezember 1996. In: Internetseite Destatis. Statistisches Bundesamt, 1. Oktober 1996, abgerufen am 29. September 2018 (XLS; 215 kB, unter Nr. 274).
  4. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 248.
  5. Niedersächsische Staatskanzlei (Hrsg.): Gesetz über die Neubildung der Stadt Geestland, Landkreis Cuxhaven. Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt (Nds. GVBl.). Nr. 26/12. Hannover 8. November 2012, S. 430 (niedersachsen.de [PDF; 454 kB; abgerufen am 25. September 2018]).
  6. a b Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Siehe unter 7. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  7. Uli Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: www.gemeindeverzeichnis.de. 24. Mai 2018, abgerufen am 29. September 2018.
  8. Bevölkerungszahlen. In: Landesamt für Statistik. Abgerufen am 29. September 2018.
  9. a b Ortsrat Bad Bederkesa. In: Internetseite Bürgerinformationssystem der Stadt Geestland (ALLRIS net). Abgerufen am 29. September 2018.
  10. a b Landkreis Wesermünde (Hrsg.): Wappen des Landkreises Wesermünde. Grassé Offset Verlag, Bremerhaven/Wesermünde 1973, ISBN 3-9800318-0-2.
  11. a b Bahn fahren wie in den 50ern. In: Internetseite Museumsbahn Bremerhaven – Bederkesa e. V. Abgerufen am 29. September 2018.
  12. Paul Homann: Verkehrsgesellschaft Bremerhaven AG – Streckennetz. In: Internetseite BremerhavenBus. 1. Mai 1950, S. 27; siehe Kasten mit der Legende, abgerufen am 29. September 2018 (PDF; 2,1 MB).
  13. Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannover (Hrsg.): Kirchliches Amtsblatt. Nr. 7. Eigenverlag, Hannover 2012, S. 311 ff., Sp. 2 (Digitalisat [PDF; 1,5 MB; abgerufen am 29. September 2018]).
  14. Beerster haben den Sonnenblumen-Rekord geschafft. In: Cuxhavener Nachrichten. 26. August 2000 (Digitalisat [abgerufen am 29. September 2018]).