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Landtagswahlkreis Freiburg I

Landtagswahlkreis in Baden-Württemberg, Deutschland

Der Wahlkreis Freiburg I (Wahlkreis 46) ist ein Landtagswahlkreis in Baden-Württemberg. Er umfasste bei der letzten Landtagswahl 2016 die Stadtteile Altstadt, Ebnet, Günterstal, Herdern, Kappel, Littenweiler, Mittelwiehre, Neuburg, Oberau, Oberwiehre und Waldsee des Stadtkreises Freiburg, die Gemeinden Breitnau, Buchenbach, Eisenbach (Hochschwarzwald), Feldberg (Schwarzwald), Friedenweiler, Glottertal, Gundelfingen, Heuweiler, Hinterzarten, Kirchzarten, Lenzkirch, Löffingen, Oberried, St. Märgen, St. Peter, Schluchsee, Stegen und Titisee-Neustadt des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald sowie die Gemeinden Bernau im Schwarzwald, Dachsberg (Südschwarzwald), Häusern, Höchenschwand, Ibach, St. Blasien und Todtmoos des Landkreises Waldshut.

Wahlkreis 46: Freiburg I
Landtagswahlkreise BW 2011 WK46.svg
Staat Deutschland
Bundesland Baden-Württemberg
Wahlkreisnummer 46
Wahlberechtigte 125.539
Wahlbeteiligung 74,6 %
Wahldatum 13. März 2016
Wahlkreisabgeordneter
Name
Foto des Abgeordneten
Partei Grüne
Stimmanteil 39,0 %

Die Grenzen der Landtagswahlkreise wurden nach der Kreisgebietsreform von 1973 zur Landtagswahl 1976 grundlegend neu zugeschnitten und seitdem nur punktuell geändert. Der Wahlkreis Freiburg I umfasste zunächst nur die östlichen Stadtbezirke der Stadt Freiburg und den Ostteil des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald.[1] Infolge überdurchschnittlichen Bevölkerungswachstums im benachbarten Wahlkreis Waldshut wurden zur Landtagswahl 1992 erstmals Umgruppierungen notwendig. Deswegen wurden aus diesem Wahlkreis die Gemeinden Bernau im Schwarzwald, Dachsberg (Südschwarzwald), Häusern, Höchenschwand, Ibach, St. Blasien und Todtmoos zusätzlich dem Wahlkreis Freiburg I zugeordnet. Ab der Landtagswahl 2011 gehörten auch die Gemeinden Bonndorf im Schwarzwald, Grafenhausen, Ühlingen-Birkendorf und Wutach zum Wahlkreis Freiburg I.[2] Der Wahlkreis ist der einzige Landtagswahlkreis in Baden-Württemberg, zu dem Gemeinden aus drei unterschiedlichen Stadt- bzw. Landkreisen gehören.

Wahl 2016Bearbeiten

Landtagswahl 2016
Wahlkreis 46 Freiburg I
 %
40
30
20
10
0
39,0 %
25,5 %
11,7 %
8,4 %
7,5 %
4,8 %
3,1 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
+4,5 %p
-7,1 %p
-10,2 %p
+8,4 %p
+2,6 %p
+2,2 %p
-0,4 %p

Die Landtagswahl 2016 hatte folgendes Ergebnis:[3][4]

Direktkandidat Partei Stimmen in % Landtagswahl 2011
Stimmen in %
Reinhold Pix Grüne 39,0 34,5
Klaus Schüle CDU 25,5 32,6
Walter Krögner SPD 11,7 21,9
Andreas Juschkat AfD 8,4
Jens-Arne Buttkereit FDP 7,5 4,9
Lothar Schuchmann DIE LINKE 4,8 2,6
Sonja Ellen Hösl Tierschutzpartei 1,0
Simeon Müller-Götte Die PARTEI 00,7
Sedat Tok ödp 0,6 0,9
Philipp Porep ALFA 00,5
Wolfgang Döring REP 0,2 0,5

Wahl 2011Bearbeiten

Die Landtagswahl 2011 hatte folgendes Ergebnis:[5][6]

Direktkandidat Partei Stimmen in % Landtagswahl 2006
Stimmen in %[7]
Klaus Schüle CDU 32,6 40,9
Walter Krögner SPD 21,9 21,8
Nikolaus von Gayling-Westphal FDP 04,9 09,1
Reinhold Pix Grüne 34,5 21,9
Armin Wolff DIE LINKE 02,6 WASG: 3,1
Reinhard Klehn REP 00,5 01,2
Thomas Stöckle NPD 00,4
Karl Hug ödp 00,9 00,4
Peter Uhrmeister PBC 00,3 00,0
Fabian Baur Piraten 01,4
Sonstige 01,4

Wahl 2006Bearbeiten

Die Landtagswahl 2006 hatte folgendes Ergebnis:[8]

Direktkandidat Partei Stimmen in % Landtagswahl 2001
Stimmen in %
Klaus Schüle CDU 40,0 39,7
Reinhold Pix Grüne 23,2 17,3
Gustav-Adolf Haas SPD 22,3 30,9
Herta König FDP 08,5 08,1
Edmond Jäger WASG 03,2
Peter Bulke REP 01,2 02,1
Christa Jenke Die Tierschutzpartei 00,7 01,1
Hubert Wagner Die PARTEI 00,4
Matthias Zastrow ödp 00,4 00,7
Heide Ramme ADM 00,2
Sonstige 00,3

Abgeordnete seit 1976Bearbeiten

Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg hat jeder Wähler nur eine Stimme, mit der sowohl der Direktkandidat als auch die Gesamtzahl der Sitze einer Partei im Landtag ermittelt werden.[9] Dabei gibt es keine Landes- oder Bezirkslisten, stattdessen werden zur Herstellung des Verhältnisausgleichs unterlegenen Wahlkreisbewerbern Zweitmandate zugeteilt.

Den Wahlkreis Freiburg I vertraten seit 1976 folgende Abgeordnete im Landtag:

Partei Art des Mandats Gewählte
CDU Erstmandat Hans Filbinger 1976
Ludger Reddemann 1980, 1984, 1988, 1992, 1996
Klaus Schüle 2001, 2006
Grüne Erstmandat Reinhold Pix 2011, 2016
Zweitmandat Hans Dietrich Erichsen 1980
Hans-Dieter Stürmer 1984
Johanna Maria Quis 1988, Mandat niedergelegt zum 3. Juli 1990
Barbara Schroeren-Boersch, nachgerückt am 4. Juli 1990
Walter Witzel 1992, 1996, 2001
Reinhold Pix 2006
SPD Zweitmandat Jürgen Meyer 1976
Gustav-Adolf Haas 1992, 2001, 2006, Mandat niedergelegt zum 5. November 2009
Walter Krögner, nachgerückt am 6. November 2009
FDP Zweitmandat Klaus Rösch 1976

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Wahlkreiseinteilung von 1975 (PDF; 344 kB)
  2. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Neue Wahlkreiseinteilung bei der Landtagswahl 2011 (Memento des Originals vom 9. April 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.statistik-bw.de (Abgerufen am 4. April 2011)
  3. Endgültiges Ergebnis der Landtagswahl am 13. März 2016 Wahlkreis 46 Freiburg I. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg. Abgerufen am 8. April 2016.
  4. Wahlvorschläge für die Landtagswahl am 13. März 2016. Abgerufen am 8. April 2016.
  5. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Wahlkreisergebnis (Memento des Originals vom 1. April 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.statistik.baden-wuerttemberg.de (Abgerufen am 4. April 2011)
  6. Innenministerium Baden-Württemberg: Wahlvorschläge für die Landtagswahl in Baden-Württemberg am 27. März 2011.@1@2Vorlage:Toter Link/www.innenministerium.baden-wuerttemberg.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. S. 49. (PDF, 180 kB, abgerufen am 4. April 2011)
  7. umgerechnet auf die Wahlkreiseinteilung 2011
  8. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Wahlkreisergebnis (Memento vom 30. März 2009 im Internet Archive)
  9. Landtag Baden-Württemberg: Erläuterung des Wahlrechts