Hauptmenü öffnen

Kirchzarten

Gemeinde in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kirchzarten
Kirchzarten
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kirchzarten hervorgehoben
Koordinaten: 47° 58′ N, 7° 57′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Breisgau-Hochschwarzwald
Höhe: 380 m ü. NHN
Fläche: 21,13 km2
Einwohner: 9830 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 465 Einwohner je km2
Postleitzahl: 79199
Vorwahl: 07661
Kfz-Kennzeichen: FR
Gemeindeschlüssel: 08 3 15 064
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Talvogteistraße 12
79199 Kirchzarten
Webpräsenz: www.kirchzarten.de
Bürgermeister: Andreas Hall (CDU)
Lage der Gemeinde Kirchzarten im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
FrankreichLandkreis WaldshutLandkreis LörrachFreiburg im BreisgauLandkreis EmmendingenSchwarzwald-Baar-KreisLandkreis RottweilAu (Breisgau)AuggenBad KrozingenBadenweilerBallrechten-DottingenBötzingenBollschweilBreisach am RheinBreitnauBuchenbachBuggingenEbringenEhrenkirchenEichstetten am KaiserstuhlEisenbach (Hochschwarzwald)Eschbach (Markgräflerland)Feldberg (Schwarzwald)FriedenweilerGlottertalGottenheimGundelfingen (Breisgau)HartheimHeitersheimHeitersheimHeuweilerHinterzartenHorbenIhringenKirchzartenLenzkirchLöffingenMarch (Breisgau)MerdingenMerzhausenMüllheim (Baden)Müllheim (Baden)Münstertal/SchwarzwaldNeuenburg am RheinNeuenburg am RheinOberried (Breisgau)PfaffenweilerSt. Peter (Hochschwarzwald)St. MärgenSchallstadtSchluchsee (Gemeinde)Sölden (Schwarzwald)Staufen im BreisgauStegenSulzburgTitisee-NeustadtUmkirchVogtsburg im KaiserstuhlWittnau (Breisgau)Karte
Über dieses Bild
Kirchzarten, Altes Rathaus
Kirchzarten vom Giersberg gesehen
Luftbild von Kirchzarten

Kirchzarten ist eine Gemeinde im Südschwarzwald im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in Baden-Württemberg (Deutschland) mit rund 10.000 Einwohnern.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Die im Verdichtungsraum Freiburg im Breisgau zentral in der Talebene des Dreisamtals gelegene Gemeinde befindet sich im Naturpark Südschwarzwald. Sie grenzt östlich an die Gemeinde Freiburg. Ihr Kernort wird vom Zastler Bach (anschließend Krummbach genannt) durchflossen und südwestlich von der ebenfalls zur Dreisam fließenden Brugga passiert.

GemeindegliederungBearbeiten

Zu Kirchzarten mit den bis in die 1970er Jahre selbstständigen Gemeinden Burg und Zarten gehören 23 Dörfer, Weiler, Zinken, Höfe und Häuser. Zur ehemaligen Gemeinde Burg gehören die Weiler Burg und Brand, die Zinken Himmelreich und Höfen, Haus und Gehöft, Rainhof, die Höfe Erlenhof und Zähringerhof und der Wohnplatz Untere Blechschmiede. Zur Gemeinde Kirchzarten in den Grenzen von 1973 gehören die Dörfer Kirchzarten, Dietenbach, die Zinken Am Bach, Fischbach, Geroldstal, Oberneuhäuser, Schlempenfeld und Unterneuhäuser, die Höfe Birkenreute und Brühlhof und die Wohnplätze Bruckmühle und Giersberg. Zur ehemaligen Gemeinde Zarten gehören das Dorf Zarten, das Gehöft Breitehof und der Wohnplatz Am Hohrain. Im Gemeindeteil Kirchzarten liegt die abgegangene Ortschaft Mettenzarten.[2]

NachbargemeindenBearbeiten

Kirchzarten liegt zwischen den Gemeinden Stegen im Norden, Buchenbach im Osten und Oberried im Süden, mit denen eine Verwaltungsgemeinschaft besteht; im Westen grenzt es an Freiburg im Breisgau.

GeschichteBearbeiten

Bis zum 19. JahrhundertBearbeiten

In der Keltenzeit entstand im Dreieck zwischen Wagensteigbach und Rotbach ein circa 200 ha großes keltisches Oppidum, das vom antiken Geographen Ptolemaios im 2. Jahrhundert als Tarodunum erwähnt wird. Dieser Name für die Siedlungen des Dreisamtales erhält sich auch über die alemannische Landnahme nach 260 hinaus, Indiz für eine kontinuierliche Siedlungsgeschichte. Der keltische Name Tarodunon (lat. Tarodunum) wird – nach der im 7. Jahrhundert erfolgten (alt)hochdeutschen Lautverschiebung von t zu z – als Zarduna 765 in einer Urkunde des Klosters St. Gallen erstmals wieder erwähnt, doch liegen die mittelalterlichen Orte Zarten und Kirchzarten nicht mehr auf dem Gelände des keltischen Oppidums. Im Hochmittelalter kam Kirchzarten unter die Herrschaft der Herren zu Falkenstein. Um 1500 erwarb die damals österreichische Stadt Freiburg im Breisgau die Herrschaft über Kirchzarten. Nach dem Frieden von Nimwegen 1679 trat Österreich die Herrschaft über Freiburg einschließlich Lehens und Kirchzartens an Frankreich ab, so dass Kirchzarten dann Teil der französischen Provinz Elsass wurde. Nach dem Frieden von Rijswijk 1697 fielen Freiburg, Kirchzarten und Lehen wieder an Österreich zurück.

Ende 1805 kam Kirchzarten infolge des Friedens von Pressburg nach der von Österreich gegen Napoleon verlorenen Schlacht von Austerlitz zum Großherzogtum Baden und wurde dort dem Landamt Freiburg II zugeordnet.

siehe auch Burg bei Burg, Burgstall am Galgenbühl, Burg Kirchzarten (Hagenmatten), Burg Kirchzarten (Hochstauden)

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Im Jahr 1870 hatte Kirchzarten 1024 Einwohner, 100 Jahre später hat sich diese Zahl mit 6063 Einwohnern fast versechsfacht. 30 Jahre später hat sich die Einwohnerschaft noch einmal um 50 % vergrößert. Hier sind die Zahlen im Einzelnen:

Jahr 1870 1910 1939 1951 1961 1970 1980 1990 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 1024 2268 2764 3377 4817 6063 8352 8726 9390 9494 9812 9770 9898

EingemeindungenBearbeiten

  • 1924: Birkenreute
  • 1936: Dietenbach und Neuhäuser
  • 1. April 1974: Zarten[3]
  • 1. Juli 1974: Burg[3]

AusgliederungenBearbeiten

  • 1829: Burg (Neubildung der Gemeinde Burg)
  • 1. Januar 1977: Himmelreich östlich der Höllentalbahn (Umgliederung nach Buchenbach)[4]

PolitikBearbeiten

Kommunalwahl 2014[5]
 %
30
20
10
0
26,33 %
25,57 %
21,90 %
25,06 %
1,15 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
-3,37 %p
-2,33 %p
-0,40 %p
+4,96 %p
+1,15 %p

VerwaltungsverbandBearbeiten

Kirchzarten ist Sitz des Gemeindeverwaltungsverbandes Dreisamtal, dem auch die benachbarten Gemeinden Buchenbach, Oberried und Stegen angehören.

GemeinderatBearbeiten

Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab bei einer Wahlbeteiligung von 63,33 % für die 18 Sitze folgende Sitzverteilung:

Partei / Liste Sitze + / –
CDU 5 ± 0
SPD 5 ± 0
FWG 4 ± 0
GRÜNE 4 ± 0
 
Talvogtei (Rathaus)

BürgermeisterBearbeiten

Zum Nachfolger von Georg-Wilhelm von Oppen (CDU) wurde am 7. Dezember 2008 der Diplom-Verwaltungswirt Andreas Hall (CDU) mit 58,18 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen gewählt. Er setzte sich damit mit absoluter Mehrheit im ersten Wahlgang gegen sechs Mitbewerber durch.

BürgerentscheidBearbeiten

Beim bislang einzigen kommunalen Bürgerentscheid in der Geschichte Kirchzartens lehnten am 3. März 2013 rund 58 % der Wähler die von Bürgermeister und Gemeinderat befürwortete Errichtung eines Mountainbike-Trainings- und Wettkampfgeländes in einem Naherholungsgebiet am Ortsrand ab. Da die Nein-Stimmen rund 35 % aller Stimmberechtigten ausmachten, wurde das gesetzliche Quorum von 25 % überschritten, so dass der Bürgerentscheid bindend ist.[6]

WappenBearbeiten

Das Wappen zeigt vorn auf gelbem Grund einen stehenden schwarzen Bären, ein silbernes Doppelkreuz tragend – Hinweis auf die Ursprünge des Ortes als Besitz des Klosters St. Gallen – und hinten das halbe Stadtwappen von Freiburg – das Georgskreuz – was auf die lange Zugehörigkeit zur Stadt Freiburg verweist.

ReligionenBearbeiten

 
Kirchzarten,
Sankt-Gallus-Kirche
 
Zarten,
St.-Johannes-Kapelle

816 wird erstmals eine Kirche in Kirchzarten erwähnt. Die heutige St. Gallus-Kirche der katholischen Pfarrgemeinde ist der Mittelpunkt des Ortes und weithin sichtbares Wahrzeichen. Die St. Johannes-Kapelle im Ortsteil Zarten gehört zur Herz-Jesu-Gemeinde in Stegen. Die Kapelle ist die älteste Kirche im Zartener Becken, urkundlich ist sie von Cozpert im Jahr 816 im „partem ecclesie“ erwähnt.[7][8] Im Ortsteil Dietenbach befindet sich das 1928 gegründete Kloster St. Therese der Unbeschuhten Karmelitinnen.

Die evangelischen Christen Kirchzartens und Oberrieds gehören zur Heilig-Geist-Gemeinde.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

 
Fußgängerzone in Kirchzarten
 
Wanderweg bei Kirchzarten

Bedeutsam ist vor allem der Tourismus wegen der Nähe zu Freiburg und zu den Höhen des Schwarzwaldes. Es gibt einen Campingplatz und das Kurhaus bietet Tagungsmöglichkeiten.

Darüber hinaus haben sich verschiedene mittelständische Betriebe in Kirchzarten angesiedelt. Zu nennen wären zum Beispiel die Firmen Testo Industrial Services GmbH, halstrup-walcher GmbH, KVT GmbH, FSM-elektronik GmbH und die ECOMAL Europe GmbH.[9]

VerkehrBearbeiten

Auf dem Gemeindegebiet befinden sich zwei Bahnhöfe. Der Bahnhof Kirchzarten im Kernort und der Bahnhof Himmelreich im Ortsteil Burg-Höfen. Sie liegen an der Höllentalbahn, die in den Hochschwarzwald nach Titisee und Neustadt führt und in die andere Richtung nach Freiburg, wo Anschluss an den Fernverkehr der Deutschen Bahn besteht. Im Bahnhof Himmelreich begegnen sich die tagsüber halbstündlich fahrenden Züge auf der eingleisigen Strecke.

Am Bahnhof Kirchzarten bestehen Umsteigemöglichkeiten in die Buslinien der SüdbadenBus GmbH (SBG) nach St. Peter, St. Märgen und Hinterzarten einerseits und nach Oberried (Breisgau), Todtnau und Todtmoos andererseits.

Durch das Ortsgebiet führt von Freiburg her die Bundesstraße 31 von Breisach nach Lindau (Bodensee), die von Freiburg bis Kirchzarten als vierspurige Autostraße ausgebaut ist, auf Gemeindegebiet dann dreispurig und vom Ortsende bei Himmelreich an zweispurig. Bei Himmelreich zweigt hiervon die Landesstraße 128 ab, die durch das Wagensteigtal nach St. Märgen führt. Bei Zarten zweigt nach Süden die L 126 ab, die über den Notschrei bei Todtnau auf die Bundesstraße 317 trifft, die einerseits zum Feldberg und zum Titisee führt und auf der anderen Seite durch das Wiesental in südwestlicher Richtung nach Basel. Die L 121 verbindet Kirchzarten südlich der B 31 und der Höllentalbahn mit den östlichen Stadtteilen von Freiburg.

Der Dreisamtäler Radwanderweg umrundet von Freiburg aus den ganzen Talboden und berührt dabei neben Kirchzarten auch alle anderen Gemeinden des Dreisamtals.

BildungseinrichtungenBearbeiten

 
Marie-Curie-Gymnasium

In Kirchzarten kann auf dem Marie-Curie-Gymnasium das Abitur abgelegt werden. Mit im Schulzentrum befinden sich die Realschule Kirchzarten und eine Hauptschule. Außerdem gibt es zwei Grundschulen (je eine in Kirchzarten und Burg) sowie seit September 2004 eine private Grund- und Werkrealschule (Freie Schule Dreisamtal). Im Ortsteil Zarten befindet sich die Zarduna-Schule, eine Förderschule für lernbehinderte Kinder. Für die Kleinsten gibt es mehrere gemeindliche, kirchliche und private Kindergärten, unter anderem auch einen Waldkindergarten.

Auf dem Gelände des Hofgutes Himmelreich wurde 2006 neben dem Integrativen Hotel- und Restaurantbetrieb die Integrative Akademie Himmelreich eingerichtet, die einen Beitrag zum unbehinderten Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung leisten will. Dazu bietet die Akademie Berufsvorbereitung, Teilausbildung und Fortbildung für Menschen mit geistiger Behinderung, Seminare für Verantwortliche und Fachkräfte in integrativen Betrieben und Fachtagungen zum Thema „Integration durch Qualifikation von Behinderten“.

Die Volkshochschule Dreisamtal e. V. und die Jugendmusikschule Dreisamtal haben ihren Sitz in Kirchzarten.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

SehenswürdigkeitenBearbeiten

KirchenBearbeiten

  • Die Pfarrkirche St. Gallus weist auf die frühen Besitzungen des Klosters St. Gallen hin. Die Kirche entstand im 12. Jahrhundert, als sich das kirchliche Leben von Zarten nach Kirchzarten verlagerte. Die Kirche weist romanische, gotische und barocke Elemente (Innenausstattung) auf. Die Orgel von 1991 stammt aus der Schweizer Orgelwerkstatt Metzler Orgelbau. Auf dem Dach des 32 m hohen Kirchturms nisten seit mehreren Jahren wieder Störche.
  • Die Giersbergkapelle von 1737 mit Pilgergaststätte enthält an der Außenwand drei Statuen, die von Matthias Faller aus St. Märgen gefertigt wurden. Unterhalb des Giersbergs, in der Einsegnungshalle des neuen Friedhofs, befindet sich ein Altarretabel von Hortense von Gelmini.
  • Die St. Johannes-Kapelle in Zarten, wo schon im 9. Jahrhundert eine Kirche nachgewiesen ist, geht auf einen im 11. Jahrhundert entstandenen Bau zurück, macht aber heute eher einen gotischen Eindruck. Sie gilt als die älteste noch bestehende Kirche im Dreisamtal. Der Dachreiter und die Sakristei stammen aus dem Jahr 1878. Das Innere weist eine barocke Ausstattung auf. Die Kapelle ist von einem Garten umgeben, der mit seiner Bepflanzung an die Tradition der Bauern- und Klostergärten erinnern soll.
  • Die Jakobuskapelle am Jakobsweg auf dem Hofgut Himmelreich ist vermutlich vor 1500 erbaut worden. Sie musste zweimal den Straßenneubauten weichen und ist am heutigen Platz seit 1986.
 
Westseite der Talvogtei
 
Kirchzarter Brautpaar in Tracht (um 1840)

TalvogteiBearbeiten

In der Talvogtei, einem ehemaligen Wasserschloss der Freiburger Vögte aus dem 17. Jahrhundert, ist nach gründlicher Restaurierung das neue Rathaus untergebracht. Zurzeit gibt es zwei Rathäuser, ein altes und das neue, wo sich das Bürgermeisteramt befindet. Die übrige Verwaltung ist noch aufgeteilt.[10]

WeiteresBearbeiten

Der Zartener Hof ist eine der sieben klassischen Formen des Schwarzwaldhauses.

In Zarten befindet sich auch eine historische Hochgangsäge.[11]

Der Markenhof wurde im Jahr 1397 erstmals urkundlich erwähnt. Anfang der 1920er Jahre wurde er als Lehrgut für junge Einwanderer nach Palästina genutzt.

AusstellungBearbeiten

Im Kurhaus ist eine ständige Ausstellung zu sehen, die das Leben und Wirken des deutsch-jüdischen Bildhauers Richard Engelmann beleuchtet, der von den Nationalsozialisten aus der Weimarer Kunsthochschule vertrieben wurde und nur aufgrund seines Status „in privilegierter Mischehe lebend“ 1940 der Deportation nach dem Lager Gurs im Rahmen der Wagner-Bürckel-Aktion entging.[12]

SportBearbeiten

BräucheBearbeiten

Es ist überliefert, dass es im 19. Jahrhundert üblich war, "an Hochzeitsfesten den Ortsarmen ein nothdürftiges Mittagessen zu bereiten". Am 22. Februar 1835, legte eine fremde Bettlerin die sich unartig benommen hatte und in der Folge zur Ordnung gewiesen worden war, zwei Scheunen aus Rache in Brand. Die Täterin wurde danach ins Zuchthaus geliefert.[14]

PersönlichkeitenBearbeiten

 
Grabmal des Johannes Edler von Gelmini zu Kreutzhof und seiner Frau Erika, Eltern der Hortense von Gelmini, mit Familienwappen Gelmini von Kreutzhof (oben), Wappen seiner Schwiegersöhne Droste zu Hülshoff (rechts) und Oppen (links) auf dem Friedhof in Kirchzarten
  • Kuno von Falkenstein, († 12. Mai 1343); sein Grabmal befindet sich in der Pfarrkirche von Kirchzarten
  • Mehrere Künstler der Bildhauersippe Hauser, 17. bis 19. Jahrhundert, stammen aus Kirchzarten, lebten dort und schufen Skulpturen für die Pfarrkirche.
  • Fritz Reiss (1857–1915), Lithograf, Illustrator, Grafiker und Maler, lebte von 1908 bis zu seinem Tod 1915 in Kirchzarten.
  • Richard Engelmann (1868–1966), deutsch-jüdischer Bildhauer, verbrachte seinen Lebensabend in Kirchzarten.
  • Josef Saier (1874–1955), wurde in Kirchzarten geboren und begründete die Volksschauspiele Ötigheim.
  • Johannes Thiel (1889–1962), Grafiker und Maler, lebte mehrere Jahre in Kirchzarten.
  • Hans Rosenberg (1904–1988), verbrachte seine letzten Lebensjahre in Kirchzarten.
  • Remigius Bäumer (1918–1998), katholischer Theologe, lebte und starb in Kirchzarten.
  • Fritz Kläger (* 14. Januar 1914 in Dornstetten; † 22. März 2007 in Kirchzarten) war ein deutscher Motorradrennfahrer und -konstrukteur.
  • Franz Kern (1925–2012), katholischer Priester und Heimatschriftsteller, war 1983–2000 Pfarrer von St. Gallus in Kirchzarten.
  • Dietrich von Bausznern (1928–1980), Komponist, Dirigent, Organist und Leiter der "Kirchzartener Konzerte" lebte von 1952 bis 1980 in Kirchzarten.
  • Hortense von Gelmini (* 1947), Orchesterdirigentin, Malerin und Schriftstellerin, lebte von 1951 bis 2005 in Kirchzarten.
  • Wilderich von Droste zu Hülshoff (* 1948), Jurist, Autor und Stiftungsvorstand, lebte von 1974 bis 2005 in Kirchzarten.
  • Ralph Fleck (* 1951), Maler und Kunstprofessor, arbeitet in Kirchzarten.
  • Georg Zipfel (* 1953), ehemaliger Skilangläufer, Olympiateilnehmer und Ex-Bundestrainer, startete für den SV Kirchzarten.
  • Irene Fischer (* 1959), bekannt als Anna Ziegler in der „Lindenstraße“, seit 1999 ebenfalls als Drehbuchautorin für die Serie aktiv, lebt seit den 1980er Jahren in Kirchzarten.

Aus Kirchzarten stammt der in den USA nahe San Francisco lebende Trompeter Steffen Kühn, der 2014 einen Grammy in der Kategorie Bestes Tropical Latin Album gewann, mit seinem Pacific Mambo Orchestra.[15]

Johannes Edler von Gelmini zu Kreutzhof (1909–1980), Wein- und Getränkegroßhändler, entschloss sich zur Auswanderung in die deutsche Heimat seiner Frau und erwarb das Hofgut Brandenburg in Kirchzarten.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Kirchzarten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2017 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-007174-2. S. 107–110
  3. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 509.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 510.
  5. Kirchzarten: Gemeinderatswahl: Ergebnis der Kommunalwahl 2014 in Kirchzarten. Badische Zeitung, 26. Mai 2014, abgerufen am 21. Oktober 2015.
  6. Pläne für Mountainbike-Arena vom Tisch (Südkurier online, 4. März 2013), Ergebnis
  7. St. Johanneskapelle Webseite der Seelsorgeeinheit Dreisamtal
  8. Die kleinste Orgel im Dreisamtal, Barbara Riess, Badische Zeitung, 18. Dezember 2014, abgerufen 18. Dezember 2014
  9. Wirtschaft und Gewerbe in Kirchzarten
  10. Eine Frischzellenkur für die Talvogtei auf Badische Zeitung
  11. Waldreichtum bescherte der Säge gute Auslastung. Badische Zeitung, 3. Dezember 2010, abgerufen am 27. Oktober 2013.
  12. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Bd.I, Bonn 1995, S. 52, ISBN 3-89331-208-0
  13. Historie, black-forest-ultra-bike.de, abgerufen am 26. Dezember 2013
  14. Der Nachläufer zum aufrichtigen und wohlerfahrnen Schweizerboten, Nr. 18, Den 3. März 1835, Im Verlag bei Heinrich Remigius Sauerlander in Aarau, S. 71. [1]
  15. Grammy geht nach Baden-Württemberg: Trompeter Steffen Kühn von SIR/dpa auf www.stuttgarter-zeitung.de (Stuttgarter Zeitung), 27. Januar 2014