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Bötzingen

Gemeinde in Baden-Württemberg, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bötzingen
Bötzingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bötzingen hervorgehoben

Koordinaten: 48° 5′ N, 7° 44′ O

Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Breisgau-Hochschwarzwald
Höhe: 192 m ü. NHN
Fläche: 12,99 km2
Einwohner: 5320 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 410 Einwohner je km2
Postleitzahl: 79268
Vorwahl: 07663
Kfz-Kennzeichen: FR
Gemeindeschlüssel: 08 3 15 013
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 11
79268 Bötzingen
Website: www.boetzingen.de
Bürgermeister: Dieter Schneckenburger
Lage der Gemeinde Bötzingen im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
FrankreichLandkreis WaldshutLandkreis LörrachFreiburg im BreisgauLandkreis EmmendingenSchwarzwald-Baar-KreisLandkreis RottweilAu (Breisgau)AuggenBad KrozingenBadenweilerBallrechten-DottingenBötzingenBollschweilBreisach am RheinBreitnauBuchenbachBuggingenEbringenEhrenkirchenEichstetten am KaiserstuhlEisenbach (Hochschwarzwald)Eschbach (Markgräflerland)Feldberg (Schwarzwald)FriedenweilerGlottertalGottenheimGundelfingen (Breisgau)HartheimHeitersheimHeitersheimHeuweilerHinterzartenHorbenIhringenKirchzartenLenzkirchLöffingenMarch (Breisgau)MerdingenMerzhausenMüllheim (Baden)Müllheim (Baden)Münstertal/SchwarzwaldNeuenburg am RheinNeuenburg am RheinOberried (Breisgau)PfaffenweilerSt. Peter (Hochschwarzwald)St. MärgenSchallstadtSchluchsee (Gemeinde)Sölden (Schwarzwald)Staufen im BreisgauStegenSulzburgTitisee-NeustadtUmkirchVogtsburg im KaiserstuhlWittnau (Breisgau)Karte
Über dieses Bild

Bötzingen (Alemannisch Betzinge) ist eine Gemeinde im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in Baden-Württemberg.

Luftbild von Bötzingen

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Bötzingen liegt an der südöstlichen Seite des Kaiserstuhles etwa 15 km westlich von Freiburg im Breisgau. Nachbargemeinden Bötzingens sind von Norden im Uhrzeigersinn Eichstetten am Kaiserstuhl, March, Gottenheim, Ihringen, Vogtsburg im Kaiserstuhl (alle Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald).

GemeindegliederungBearbeiten

Zur Gemeinde gehören das Dorf Bötzingen und der Ort Oberschaffhausen sowie die abgegangenen Burgen Kranzenau und Seelenberg.[2]

GeschichteBearbeiten

Urkundlich wurde Bötzingen erstmals 769 als Bezzo in einer Urkunde des Klosters Lorsch im Zusammenhang mit dem Weinbau erwähnt.

Oberschaffhausen trat erstmals im 12. Jahrhundert in Erscheinung, als Papst Eugen III. dem Kloster St. Ulrich im Schwarzwald im Jahre 1143 seine Besitzungen bestätigte.[3]

Im Jahr 1838 vereinigten sich die selbstständigen Orte Bötzingen und Oberschaffhausen zur Gemeinde Bötzingen.[3]

PolitikBearbeiten

VerwaltungsgemeinschaftBearbeiten

Die Gemeinde gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Kaiserstuhl-Tuniberg mit Sitz in Bötzingen.

Kommunalwahl 2019[4]
Wahlbeteiligung: 63,5 % (2014: 53,7 %)
 %
40
30
20
10
0
31,7 %
25,7 %
25,4 %
17,2 %
Sitzverteilung 2019 im Gemeinderat Bötzingen
4
4
3
3
Insgesamt 14 Sitze

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat besteht aus 14 Gemeinderäten und dem Ersten Bürgermeister. Nach der Wahlen zum Gemeinderat am 26. Mai 2019 verteilen sie sich wie folgt (mit Vergleichszahlen von 2014):

FWG CDU FWV SPD Gesamt
2019 4 4 4 2 14 Sitze
2014 4 4 3 3 14 Sitze

BürgermeisterBearbeiten

Im Juli 2011 wurde Dieter Schneckenburger für eine zweite Amtszeit wiedergewählt.[5]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Albanskapelle im Ortsteil Oberschaffhausen
 
Evangelische Kirche

BauwerkeBearbeiten

  • Für ihre mittelalterlichen Fresken berühmt ist die „Pestkapelle“ St. Alban im Ortsteil Oberschaffhausen.
  • Auch die katholische Pfarrkirche St. Laurentius im Ortsteil Bötzingen stammt aus dem Mittelalter.
  • Eine evangelische Kirche wurde 1583 im Ortsteil Bötzingen erbaut. Die gegenwärtige Kirche an derselben Stelle stammt aus dem Jahre 1848.

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

Bötzinger Dorf- und Weinfest (Zweijährlich am 2. Septemberwochenende in geraden Jahren).

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

WeinbauBearbeiten

Die erste urkundliche Erwähnung des Weinbaues in Bötzingen ist datiert aus dem Jahr 769. Somit handelt es sich um eines der ältesten urkundlich erwähnten Weinbaugebiete in Baden.[6] Die Erwähnung ist damit jedoch gut 50 Jahre später als der für ca. 720 belegte Weinbau in Ebringen datiert.

Derzeit werden in der Gemeinde etwa 305 Hektar Fläche zum Weinanbau genutzt, wobei vornehmlich Trauben für Weißweine angebaut werden.

VerkehrBearbeiten

Bötzingen liegt in der Nähe der Bundesautobahn 5 (Karlsruhe–Basel). Mit der Kaiserstuhlbahn ist ebenfalls eine gute S-Bahn-Anbindung vorhanden, die an Werktagen im Halbstunden-Takt die beiden Haltestationen Bötzingen und Bötzingen Mühle bedient und in ca. 15 Minuten das Stadtzentrum von Freiburg zu erreichen ist. Die Kaiserstuhlbahn wird bis zum Jahr 2018 im Rahmen der Kooperationsvereinbarung vom 11. März 2009 zwischen der Regio-Verbund GmbH (RVG) und der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) vollständig elektrifiziert.[7]

Ansässige UnternehmenBearbeiten

 
Zufahrt zur Samvardhana Motherson Peguform
  • Größter Arbeitgeber Bötzingens ist mit rund 1.350 Arbeitsplätzen die überregional bekannte Kunststofffabrik Samvardhana Motherson Peguform (SMP Deutschland GmbH), die unter anderem Kunststoffteile für die Automobilindustrie produziert.
  • Größter Hersteller und Lieferant von Naturfango im deutschsprachigen Raum ist das Mineralstoffwerk Hauri[8], das auch die Schweiz, Österreich, Italien und Luxemburg beliefert.

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Bürgermeisteramt Bötzingen (Hrsg.): Bötzingen – Oberschaffhausen. 150 Jahre vereint. 1838–1988, March-Buchheim 1988.
  • Festschrift zur 1200-Jahrfeier der Gemeinde Bötzingen a. K. vom 11.–20. Juli 1969, Bötzingen 1969.
  • Kurt Heinzmann: Ortsfamilienbuch Bötzingen mit Oberschaffhausen. Evangelische Gemeinde 1700–1910, Bötzingen 2009 (= Badische Ortssippenbücher 137)
  • Joseph Anton Lambert Rodecker: Beschreibung des Bades zu Oberschafhausen in der Cranzenau. Dessen man sich in dem Gasthause zu dem Engel genannt, bedienen kann. Freiburg im Breisgau, 1766 Digitalisat der UB Freiburg
  • Albert Krieger, Badische Historische Kommission (Hrsg.): Topographisches Wörterbuch des Großherzogtums Baden, Band 1, Spalte 254, Heidelberg, 1904 Digitalisat der UB Heidelberg

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-007174-2. S. 103–104
  3. a b Angaben zur Ortsgeschichte auf der Internetpräsenz der Gemeinde Bötzingen
  4. Bötzingen – Vorläufiges Wahlergebnis der Gemeinderatswahl 2019, abgerufen am 18. Juli 2019
  5. http://www.badische-zeitung.de/boetzingen/dieter-schneckenburger-wiedergewaehlt--47046435.html
  6. Weinbau in Bötzingen auf der Homepage der Gemeinde Bötzingen Beitrag in der Badischen Zeitung vom 10. Mai 2011.
  7. Das große Geld für den Nahverkehr Beitrag in der Badischen Zeitung vom 10. Mai 2011.
  8. Homepage der Firma