Hauptmenü öffnen
Metzler Orgelbau AG
Rechtsform Aktiengesellschaft[1]
Gründung 1890
Sitz Dietikon, Schweiz
Leitung Andreas Metzler
(Geschäftsführer)
Mathias Metzler
(VR-Präsident)
Mitarbeiterzahl 20
Branche Orgelbau
Website www.metzler-orgelbau.ch

Metzler Orgelbau ist ein Schweizer Orgelbauunternehmen mit Sitz in Dietikon im Kanton Zürich.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Das Unternehmen wurde 1890 durch Jakob Metzler in Jenaz im Kanton Graubünden gegründet und um 1900 nach Felsberg verlegt. 1924 ging das Unternehmen unter der Leitung von Oskar und Albert Metzler an die zweite Generation über und wurde zunächst in J. Metzler & Söhne und 1927 in Metzler & Cie. umbenannt. Nachdem 1931 eine Zweigniederlassung in Dietikon eröffnet wurde, wurde 1933 der Unternehmenssitz dorthin verlegt und in der Folge das heutige Betriebsgebäude bezogen. Der Standort Felsberg wurde fortan als Zweigniederlassung fortgeführt.

Entgegen dem Trend zu elektropneumatischen und später elektrischen Spieltrakturen setzte Metzler ab 1937 wieder auf die konservative, bewährte und langlebige mechanische Traktur.[2]

Ab 1949 trat das Unternehmen wieder unter dem Namen Metzler & Söhne auf. 1954 wurde die Zweigniederlassung Felsberg gelöscht. 1968 wurde in Felsberg die Tochtergesellschaft Orgelbau Felsberg AG gegründet, diese wurden 1971 verkauft und damit die Metzlerschen Aktivitäten in Felsberg definitiv aufgegeben.

Mit dem Geschäftsaustritt von Oskar Metzler senior wurde das Unternehmen 1975 unter der Leitung seiner beiden Söhne Oskar Metzler junior und Hansueli Metzler in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Seit 2006 befindet sich die Metzler Orgelbau AG vollständig im Besitz von Hansueli Metzler und seinen beiden Söhnen Andreas und Mathias, die das Familienunternehmen in vierter Generation führen.

Werke (Auswahl)Bearbeiten

Jahr Opus Ort Kirche Bild Manuale Register Bemerkungen
1958 279 Schaffhausen Münster III/P 45
1960 301 Zürich Grossmünster IV/P 67 Orgel
1961 340 Davos St. Johann III/P 30
1961 321 Arlesheim Domkirche III/P 36 Restaurierung der barocken Silbermann-Orgel (1761)
Orgel
1964 370 Bozen Dompfarrkirche Maria Himmelfahrt III/P 41
1965 377 Genf Kathedrale St. Peter IV/P 67 im französischen Barock-Stil des späten 18. Jahrhunderts, ergänzt um einige romantische Zungenregister
Orgel
1966 387b Gütersloh Zum guten Hirten II/P 26 erste Metzler-Orgel in der Bundesrepublik Deutschland
Orgel[3]
1967 390 Brugg Reformierte Stadtkirche II/P 36
1968 409 Zürich-Industriequartier St. Josef   III/P 38 Orgel
1970 405 Frauenfeld St. Nikolaus   III/P 44
1970/1971 436 Stift Ossiach Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt   II/P 18 Stifter: Wilhelm Backhaus; Einweihung: 11. Juni 1971;
1971 414 Den Haag Grote Kerk   III/P 50 Orgel
1972 448 Zürich-Fluntern St. Martin   II/P 22 Orgel
1973 444 St. Pölten Dom III/P 36 [4]
1976 484 Cambridge Trinity College Chapel III/P 42 [5]
1976 493 Feldkirch Dom St. Nikolaus III/P 35 Orgel
1978 485 Metzerlen-Mariastein Klosterkirche III/P 39
1978 494 Basel Predigerkirche II/P 28 Restaurierung der barocken Silbermann-Orgel (1769)
Orgel
1979 488 Malters St. Martin III/P 42
1981 508 Bern Heiliggeistkirche II/P 30 Orgel
1981 517 Freiburg im Breisgau St. Johann III/P 50 Orgel
1981 518 Reichersberg Stiftskirche II/P 22 hinter Prospekt von Johann Michael Herberger (1779)
1982 521 Luzern Jesuitenkirche III/P 39 Neubau unter teilweiser Wiederverwendung von Registern aus der Vorgängerorgel von Goll (1897)
Orgel
1984 533 Zofingen Stadtkirche III/P 46
1984 534 Zürich Zwinglikirche III/P 36 im neobarocken Stil disponiert
1999 und 2006 durch Metzler revidiert
Orgel
1985 541 Thalwil St. Felix und Regula II/P 32 Orgel
1987 550 Oxford Universitätskirche St. Mary III/P 29 Orgel
1987 551 Wolhusen St. Andreas III/P 40
1987 552 Eutin St.-Michaelis-Kirche III/P 35 Orgel
1988 554 Salzburg Salzburger Dom III/P 58 Hauptorgel
Orgel
1988 555 Bremgarten AG Stadtkirche III/P 40 im Stil der Orgel von Franz Joseph Otter (1789), Teile des Prospektes übernommen
Orgel
1989 559 Salzburg Franziskanerkirche III/P 48 „Marienorgel“
Orgel
1990 563 Weil am Rhein St. Peter und Paul III/P 36 Orgel
1990 564 Butzbach Markuskirche II/P 22 Neubau hinter historischem Prospekt von Georg Wagner (1614)
Orgel
1990 565 Gams SG St. Michael
1991 567 Loh (Stephansposching) in Niederbayern Katholische Wallfahrts- und Filialkirche zum Hl. Kreuz II/P 18 Neubau im historischen Gehäuse im Stil des späten Rokoko um 1772
1992 573 Stein am Rhein Stadtkirche III/P 37
1993 577 Antwerpen Liebfrauenkathedrale   III/P 42 Orgel
1993 578 Basel Clarakirche   III/P 40 Stimmung modifiziert nach Werckmeister III[6]
Orgel
1995 588 Braunau am Inn St. Stephan III/P 46 Orgel
1997 593 Marl St. Georg III/P 34 Orgel
1998 600 Hopfgarten im Brixental St. Jakobus und Leonhard III/P 44 Orgel
1999 604 Krefeld-Hüls St. Cyriakus III/P 49
2000 608 Trier-Pfalzel St. Martin II/P 31
2001 613 Friedberg (Bayern) St. Jakob III/P 40 Orgel
2002 616 Herzogenaurach St. Magdalena III/P 45
2002 617 Monza Dom von Monza II/P 29 Südorgel
Orgel
2003 620 Salzburg Franziskanerkirche III/P 50 „Heilig-Geist-Orgel“
Orgel
2004 623 Traunkirchen Pfarrkirche Traunkirchen   II/P 19
2005 625 Zürich-Albisrieden St. Konrad   II/P 26 Orgel
2005 627 Freistadt Stadtpfarrkirche St. Katharina   II/P 27 Hauptorgel
2006 629 Rohr in Niederbayern Klosterkirche Mariä Himmelfahrt   II/P 29 hinter historischem Prospekt von Johann Konrad Brandenstein (1725)
Orgel
2007 633 Wehr (Baden) St. Martin   II/P 33
2007 634 Bad Bellingen St. Leodegar   II/P 21
2008 637 Taufers (Ahrntal) Mariä Himmelfahrt III/P 40
2008 639 Freiburg im Breisgau Freiburger Münster III/P 36 „Michaelsorgel“ im Westwerk
Orgeln des Freiburger Münsters
2009 640 Bern Pauluskirche III/P 37 Orgel
2010 642 Düren Annakirche III/P 44 im Pedal drei Transmissionen, eine Extension, vier Register im Großpedal[7]
Orgel
2011 647 Biel/Bienne Stadtkirche IV/P 50 Orgel
2012 650 Monestir de Santa Maria de Poblet Klosterkirche III/P 52
2014 655 Kloster Neustift bei Vahrn Stiftskirche III/P 42 Prospekt von Alexander Holzhay und Joseph Antoni Simnacher (um 1759–1761)
Orgel
2015 658 Knarvik Neue Kirche II/P 35 [8]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Eintrag der «Metzler Orgelbau AG» im Handelsregister des Kantons Zürich<, abgerufen am 8. August 2019.
  2. Martin Ebel: Diese Orgel hat Charakter. In: Tages-Anzeiger. 30. Januar 2010, ISSN 1422-9994 (tagesanzeiger.ch [abgerufen am 17. April 2019]).
  3. orgel-wol.de. Abgerufen am 8. August 2019.
  4. Die Domorgel St. Pölten. Abgerufen am 8. August 2019.
  5. Kurze Orgelbeschreibung der Trinity College Chapel (englisch); abgerufen am 8. August 2019.
  6. Orgel in Basel, Clarakirche, abgerufen am 8. August 2019.
  7. Orgel in Düren, abgerufen am 8. August 2019.
  8. Metzler Orgelbau: Orgel in Knarvik; abgerufen am 8. August 2019.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Metzler Orgelbau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien