Landtagswahlkreis Breisgau

Landtagswahlkreis in Baden-Württemberg, Deutschland

Der Wahlkreis Breisgau (Wahlkreis 48) ist ein Landtagswahlkreis in Baden-Württemberg. Er umfasste bei der Landtagswahl 2006 die Gemeinden Au, Auggen, Bad Krozingen, Badenweiler, Ballrechten-Dottingen, Bötzingen, Bollschweil, Breisach am Rhein, Buggingen, Ebringen, Ehrenkirchen, Eichstetten am Kaiserstuhl, Eschbach, Gottenheim, Hartheim, Heitersheim, Horben, Ihringen, March, Merdingen, Merzhausen, Müllheim, Münstertal/Schwarzwald, Neuenburg am Rhein, Pfaffenweiler, Schallstadt, Sölden, Staufen im Breisgau, Sulzburg, Umkirch, Vogtsburg im Kaiserstuhl und Wittnau des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald.

Wahlkreis 48: Breisgau
Landtagswahlkreise BW 2011 WK48.svg
Staat Deutschland
Bundesland Baden-Württemberg
Wahlkreisnummer 48
Wahlberechtigte 126.484
Wahlbeteiligung 72,2 %
Wahldatum 13. März 2016
Wahlkreisabgeordneter
Name
Foto des Abgeordneten
Partei GRÜNE
Stimmanteil 35,1 %

Die Grenzen der Landtagswahlkreise wurden nach der Kreisgebietsreform von 1973 zur Landtagswahl 1976 grundlegend neu zugeschnitten und seitdem nur punktuell geändert.[1] Überdurchschnittliches Bevölkerungswachstum in der Region Basel erforderte zur Landtagswahl 2011 eine Verkleinerung des benachbarten Wahlkreises Lörrach. So wurden aus diesem Wahlkreis die Gemeinden Kandern, Malsburg-Marzell und Schliengen dem Wahlkreis Breisgau zugeordnet, der jedoch selbst eine überdurchschnittliche Bevölkerungszahl und ein schnelles Wachstum aufweist. Deswegen wurden gleichzeitig die Gemeinden Gottenheim, March, Schallstadt und Umkirch an den Wahlkreis Freiburg II angegliedert.[2]

Wahl 2016Bearbeiten

Landtagswahl 2016
Wahlkreis 48 Breisgau
 %
40
30
20
10
0
35,1 %
27,8 %
12,2 %
11,5 %
7,4 %
2,6 %
3,4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
+4,9 %p
-5,7 %p
-11,8 %p
+11,5 %p
+1,9 %p
+0,3 %p
-1,1 %p

Die Landtagswahl 2016 hatte folgendes Ergebnis:[3][4]

Direktkandidat Partei Stimmen in % Landtagswahl 2011
Stimmen in %
Bärbl Mielich B'90/Die Grünen 35,1 30,2
Patrick Rapp CDU 27,8 33,5
Birte Könnecke SPD 12,2 24,9
Volker Kempf AfD 11,5
Vincenz Wissler FDP 07,4 05,5
Thomas Grein DIE LINKE 02,6 02,3
Christine Batt Tierschutzpartei 01,4
Petra Coenders ALFA 00,8
Ralf Preuß ödp 00,7
Andreas Boltze NPD 00,3 00,4
Peter Bulke REP 00,3 01,0

Wahl 2011Bearbeiten

Die Landtagswahl 2011 hatte folgendes Ergebnis:[5][6]

Direktkandidat Partei Stimmen in % Landtagswahl 2006
Stimmen in %[7]
Patrick Rapp CDU 33,5 44,7
Bärbl Mielich B'90/Die Grünen 30,2 13,8
Christoph Bayer SPD 24,0 25,7
Martin Cammerer FDP 05,5 09,6
Hanspeter Egel-Fischer DIE LINKE 02,3 WASG: 2,5
Florian Zumkeller-Quast Piraten 01,8
Peter Bulke REP 01,0 01,6
Hildegard Stöber AUF 00,8
Gerhard Rotzler PBC 00,5 00,7
Klaus Louis NPD 00,4 00,0
Sonstige 01,3

Wahl 2006Bearbeiten

Die Landtagswahl 2006 hatte folgendes Ergebnis:[8]

Direktkandidat Partei Stimmen in % Landtagswahl 2001
Stimmen in %
Gundolf Fleischer CDU 44,9 44,6
Christoph Bayer SPD 26,0 33,9
Bärbl Mielich Grüne 14,1 10,3
Bernhard Dechant FDP 08,5 06,9
Angela Duelli WASG 02,7
Jörg Prühl REP 01,6 02,6
Jan Adolph Partei Mensch Umwelt Tierschutz 00,9 01,2
Markus Widenmeyer PBC 00,6
Christof Stocker ödp 00,3 00,5
Monika Jackisch-Pfister ADM 00,3

Abgeordnete seit 1976Bearbeiten

Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg hat jeder Wähler nur eine Stimme, mit der sowohl der Direktkandidat als auch die Gesamtzahl der Sitze einer Partei im Landtag ermittelt werden.[9] Dabei gibt es keine Landes- oder Bezirkslisten, stattdessen werden zur Herstellung des Verhältnisausgleichs unterlegenen Wahlkreisbewerbern Zweitmandate zugeteilt.

Den Wahlkreis Breisgau vertraten seit 1976 folgende Abgeordnete im Landtag:

Partei Art des Mandats Gewählte
CDU Erstmandat Gundolf Fleischer 1976, 1980, 1984, 1988, 1992, 1996, 2001, 2006
Patrick Rapp 2011
Zweitmandat Patrick Rapp 2016
Grüne Erstmandat Bärbl Mielich 2016
Zweitmandat Stephanie Günther 1996
Bärbl Mielich 2006, 2011
SPD Zweitmandat Ulrich Brinkmann 1984, 1988, 1992, 1996, verstorben am 1. Dezember 2000
Hans Vogt, nachgerückt am 12. Dezember 2000
Christoph Bayer 2001, 2006, 2011

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Wahlkreiseinteilung von 1975 (PDF; 344 kB)
  2. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Neue Wahlkreiseinteilung bei der Landtagswahl 2011 (Memento des Originals vom 9. April 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.statistik-bw.de (Abgerufen am 4. April 2011)
  3. Endgültiges Ergebnis der Landtagswahl am 13. März 2016 Wahlkreis 48 Breisgau. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg. Abgerufen am 14. April 2016.
  4. Wahlvorschläge für die Landtagswahl am 13. März 2016. Abgerufen am 14. April 2016.
  5. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Wahlkreisergebnis (Memento des Originals vom 1. April 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.statistik.baden-wuerttemberg.de
  6. Innenministerium Baden-Württemberg: Wahlvorschläge für die Landtagswahl in Baden-Württemberg am 27. März 2011.@1@2Vorlage:Toter Link/www.innenministerium.baden-wuerttemberg.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. S. 51. (PDF, 180 kB, abgerufen am 4. April 2011)
  7. umgerechnet auf die Wahlkreiseinteilung 2011
  8. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Wahlkreisergebnis (Memento vom 30. März 2009 im Internet Archive)
  9. Landtag Baden-Württemberg: Erläuterung des Wahlrechts