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Daniel Rottmann

deutscher Theologe und Politiker (AfD), MdL

Daniel Rottmann (* 21. Oktober 1969 in Lübeck-Travemünde) ist ein deutscher Theologe und Politiker der Alternative für Deutschland (AfD). Seit März 2016 ist er Abgeordneter im Landtag von Baden-Württemberg.

LebenBearbeiten

Daniel Rottmann wuchs in Freudenstadt im Schwarzwald auf. Seinen Wehrdienst leistete er als Sanitäter in Stetten am kalten Markt und Calw ab. Er studierte evangelische Theologie am Theologischen Seminar Ewersbach der Freien evangelischen Gemeinden (FeG). In Hamburg absolvierte er sein Vikariat. Im Jahre 1998 begann er seine Ausbildung zum Buchhändler und arbeite dann fünf Jahre lang als Filialleiter. Nach Ulm kam Daniel Rottmann 2013 als stellvertretender Filialleiter bei der Buchhandelskette Gondrom. Zuletzt arbeitet er im Lebensmitteleinzelhandel.[1][2]

Rottmann ist ledig und wohnt in Ulm.[1]

PolitikBearbeiten

Rottmann ist Mitglied der Alternative für Deutschland. Er wurde bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2016 mit 15,9 Prozent der Stimmen im Wahlkreis Ehingen (Wahlkreis 65) in den Landtag von Baden-Württemberg gewählt.[3] Dort ist Rottmann seit 23. Juni Vorsitzender des Wahlprüfungsausschusses,[4] und er ist Mitglied im Petitionsausschuss.[5]

Einem breiteren Publikum wurde Rottmann im Juni 2016 durch seine Aktion im Landtag von Baden-Württemberg bekannt, dem wegen Antisemitismusvorwürfen umstrittenen Fraktionskollegen Wolfgang Gedeon in einem T-Shirt mit der Aufschrift „I love Israel“ die Hand zu reichen.[6] Während der Fraktionsspaltung von Juli bis Oktober 2016 gehörte Rottmann der Alternative für Baden-Württemberg (ABW) um Jörg Meuthen an.

PositionenBearbeiten

Im Landtagswahlkampf setzte Rottmann drei Themenschwerpunkte, erstens die Flüchtlingspolitik, zweitens den baden-württembergischen „Bildungsplan 2016“ und drittens die Energiewende mit einer jeweils kritischen Positionierung.[7] Zur Flüchtlingspolitik sagte Rottmann der Stuttgarter Zeitung vor seiner Wahl, dass man momentan die Grenzen schließen müsse, da der „Massenansturm“ ansonsten noch anwachsen könne.[2]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Matthias Stelzer: AfD-Kandidat Daniel Rottmann: Immer das präsenteste Thema. Südwest Presse. 1. März 2016, abgerufen am 24. März 2016.
  2. a b Julia Bosch, Dieter Fuchs, Knut Krohn, Oliver im Masche: Landtagswahl Baden-Württemberg. Die Kandidaten aus Ulm, Eppingen, Kehl und Calw. Stuttgarter Zeitung. 18. März 2016, abgerufen am 24. März 2016.
  3. Gewählte Bewerberinnen und Bewerber, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, abgerufen am 14. März 2016.
  4. Landtag Baden-Württemberg, Pressestab: Konstituierung der Landtagsausschüsse Teil II. In: Pressemitteilung. Landtag Baden-Württemberg, 23. Juni 2016, abgerufen am 10. August 2016 (deutsch).
  5. Rottmann, Daniel. (Nicht mehr online verfügbar.) In: www.landtag-bw.de. Landtag Baden-Württemberg, archiviert vom Original am 11. August 2016; abgerufen am 10. August 2016 (undatiert).   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.landtag-bw.de
  6. Arnold Rieger: Turbulente Debatte: "Schlimmer als in der Nazizeit". In: Stuttgarter Zeitung / dpa. -, 9. Juni 2016, abgerufen am 10. August 2016 (deutsch).
  7. Matthias Stelzer: "Immer das präsenteste Thema". In: Südwest-Presse. -, 1. März 2016, abgerufen am 10. August 2016 (deutsch).