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Landtagswahlkreis Balingen

Landtagswahlkreis in Baden-Württemberg, Deutschland

Der Wahlkreis Balingen (Wahlkreis 63) ist ein Landtagswahlkreis in Baden-Württemberg. Er umfasst die Gemeinden Albstadt, Balingen, Bisingen, Bitz, Dautmergen, Dormettingen, Dotternhausen, Geislingen, Grosselfingen, Haigerloch, Hausen am Tann, Meßstetten, Nusplingen, Obernheim, Rangendingen, Ratshausen, Rosenfeld, Schömberg, Straßberg, Weilen unter den Rinnen, Winterlingen und Zimmern unter der Burg aus dem Zollernalbkreis. Wahlberechtigt waren bei der Landtagswahl 2011 116.475 Einwohner.

Wahlkreis 63: Balingen
Landtagswahlkreise BW 2011 WK63.svg
Staat Deutschland
Bundesland Baden-Württemberg
Wahlkreisnummer 63
Wahlberechtigte 114.773
Wahlbeteiligung 67,8 %
Wahldatum 13. März 2016
Wahlkreisabgeordneter
Name
Nicole Hoffmeister-Kraut
Partei CDU
Stimmanteil 29,4 %

Die Grenzen der Landtagswahlkreise wurden nach der Kreisgebietsreform von 1973 zur Landtagswahl 1976 grundlegend neu zugeschnitten und seitdem nur punktuell geändert. Infolge ungleichmäßiger Bevölkerungsentwicklung in der Region Neckar-Alb wurden zur Landtagswahl 2011 die Gemeinden Bisingen, Grosselfingen und Rangendingen aus dem Wahlkreis Hechingen-Münsingen zusätzlich an den Wahlkreis Balingen angegliedert.

Inhaltsverzeichnis

Wahl 2016Bearbeiten

Landtagswahl 2016
Wahlkreis 63 Balingen
 %
30
20
10
0
29,4 %
29,0 %
18,1 %
9,9 %
8,1 %
2,3 %
1,3 %
1,9 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011
 %p
 20
 18
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
-16
-18
-16,9 %p
+12,1 %p
+18,1 %p
-14,0 %p
+3,7 %p
-0,3 %p
+1,3 %p
-1,8 %p

Die Landtagswahl 2016 hatte folgendes Ergebnis:[1]

Direktkandidat Partei Stimmen in % Landtagswahl 2011
Stimmen in %[2]
Nicole Hoffmeister-Kraut CDU 29,4 46,3
Angela Godawa SPD 9,9 23,9
Erwin Feucht GRÜNE 29,0 16,9
Dirk Egger FDP 8,1 4,4
Andreas Hauser LINKE 2,3 2,6
Hans Schmidt NPD 0,6 1,4
Michael Belzner REP 0,4 1,2
Stefan Herre AfD 18,1
Peter Fröhlich ALFA 1,3
Michael Dornhausen ödp 0,8 1,1
Sonstige 02,2

Wahl 2011Bearbeiten

Die Landtagswahl 2011 hatte folgendes Ergebnis:[3]

Direktkandidat Partei Stimmen in % Landtagswahl 2006
Stimmen in %[4]
Günther-Martin Pauli CDU 46,3 50,1
Hans-Martin Haller SPD 23,9 25,9
Andrea Metzger GRÜNE 16,9 05,7
Dirk Egger FDP 04,4 09,1
Ralf Fenske LINKE 02,6 WASG: 2,3
Felix Maier PIRATEN 02,2
Hans Schmidt NPD 01,4 01,2
Rodolfo Panetta REP 01,2 03,1
Holger Schmid ödp 01,1 00,4
Sonstige 02,2

Abgeordnete seit 1976Bearbeiten

Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg hat jeder Wähler nur eine Stimme, mit der sowohl der Direktkandidat als auch die Gesamtzahl der Sitze einer Partei im Landtag ermittelt werden.[5] Dabei gibt es keine Landes- oder Bezirkslisten, stattdessen werden zur Herstellung des Verhältnisausgleichs unterlegenen Wahlkreisbewerbern Zweitmandate zugeteilt. Die bis 2006 gültige Regelung sah eine Zuteilung dieser Mandate nach absoluter Stimmenzahl auf Ebene der Regierungsbezirke vor. Die stagnierende Bevölkerungsentwicklung im Zollernalbkreis führte deshalb dazu, dass es für Bewerber im Wahlkreis Balingen immer schwerer wurde, ein Zweitmandat zu erringen. So verlor der SPD-Abgeordnete Horst Kiesecker 1984 sein Zweitmandat knapp an seinen parteiinternen Mitbewerber Walter Mogg aus dem Wahlkreis Hechingen-Münsingen, weil die Bevölkerungsentwicklung in dessen Gebiet günstiger war.

Den Wahlkreis Balingen vertraten seit 1976 folgende Abgeordnete im Landtag:

Partei Art des Mandats Gewählte
CDU Erstmandat Heinrich Haasis 1976, 1980, 1984, 1988, 1992, 1996
Günther-Martin Pauli 2001, 2006, 2011
Nicole Hoffmeister-Kraut 2016
SPD Zweitmandat Horst Kiesecker 1976, 1980, 1992
Hans-Martin Haller 2001, 2006, 2011
AfD Zweitmandat Stefan Herre 2016

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Wahlkreisergebnis
  2. umgerechnet auf die Wahlkreiseinteilung 2011
  3. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Wahlkreisergebnis
  4. umgerechnet auf die Wahlkreiseinteilung 2011
  5. Landtag Baden-Württemberg: Erläuterung des Wahlrechts