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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Dautmergen
Dautmergen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dautmergen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 15′ N, 8° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Zollernalbkreis
Höhe: 608 m ü. NHN
Fläche: 4,54 km2
Einwohner: 427 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 94 Einwohner je km2
Postleitzahl: 72356
Vorwahl: 07427
Kfz-Kennzeichen: BL, HCH
Gemeindeschlüssel: 08 4 17 014
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchweg 17
72356 Dautmergen
Website: www.gemeinde-dautmergen.de
Bürgermeister: Hans Joachim Lippus
Lage der Gemeinde Dautmergen im Zollernalbkreis
Landkreis SigmaringenLandkreis TuttlingenLandkreis RottweilLandkreis FreudenstadtLandkreis TübingenLandkreis ReutlingenAlbstadtBalingenBisingenBitzBurladingenDautmergenDormettingenDotternhausenGeislingen (Zollernalbkreis)GrosselfingenHaigerlochHausen am TannHechingenJungingenMeßstettenNusplingenObernheimRangendingenRatshausenRosenfeldSchömberg (Zollernalbkreis)Straßberg (Zollernalbkreis)Weilen unter den RinnenWinterlingenZimmern unter der BurgKarte
Über dieses Bild

Dautmergen ist eine Gemeinde im Zollernalbkreis in Baden-Württemberg, Deutschland. Außer dem gleichnamigen Dorf gehören zur Gemeinde Dautmergen keine weiteren Orte. Dautmergen ist nach Einwohnern die kleinste Gemeinde im Zollernalbkreis.[2]

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Dautmergen liegt im westlichen Vorland der Schwäbischen Alb. Oberhalb des Ortes liegt die Schömberger Schlichemtalsperre. Durch die Gemeinde fließt die Schlichem.

NachbargemeindenBearbeiten

Die Nachbargemeinden sind (beginnend im Norden):
Geislingen, Dormettingen, Schömberg, Zimmern unter der Burg, Rosenfeld

Historische GeographieBearbeiten

Im Schlichemtal lag vermutlich ein Juchhausen bezeichneter Ort, der 793 als Juchhusa erstmals Erwähnung findet und wahrscheinlich im 13. Jahrhundert abgegangen ist.[3]

GeschichteBearbeiten

FrühgeschichteBearbeiten

In Dautmergen gebrochene Hartkohle wurde zum Schmuckstein poliert in Silber eingelassen als Gagat gehandelt.[4] Bereits in der Hallstattzeit waren Gagatarmbänder in Dautmergen gebräuchlich.[5]

Unternehmen WüsteBearbeiten

Im Jahr 1944 wurden Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof im Zuge des „Unternehmens Wüste“ aufgebaut, um im Rahmen des Mineralölsicherungsplans Öl aus Ölschiefer zu gewinnen (siehe auch KZ Bisingen). Der im Herbst 1944 als Lagerkommandant in Dautmergen abgeordnete Feldwebel Erwin Dold war der einzige KZ-Lagerkommandant, der nach dem Zweiten Weltkrieg wegen erwiesener Unschuld freigesprochen wurde.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Nach der Wahl 2014 hat der Gemeinderat 8 Mitglieder.[6]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

  • Frühgotische katholische Pfarrkirche

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Der Öffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) gewährleistet. Die Gemeinde befindet sich in der Wabe 334.

PersönlichkeitenBearbeiten

Persönlichkeiten, die in der Gemeinde gewirkt habenBearbeiten

Erwin Dold (1919–2012) Feldwebel und Lagerkommandant, der einzige KZ-Kommandant, der nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs angeklagt und freigesprochen wurde.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. http://www.gemeinde-dautmergen.de/gemeinde/buergermeister/
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VII: Regierungsbezirk Tübingen. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004807-4. S. 244–245
  4. Bestand B40 Bü1240 auf Landesarchiv-BW.de
  5. Siegfried Kurz: Bestattungsbräuche in der westlichen Hallstattkultur. S. 171.
  6. http://www.gemeinde-dautmergen.de/gemeinde/rathaus/gemeinderat/

WeblinksBearbeiten

  Commons: Dautmergen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Dautmergen – in der Beschreibung des Oberamts Rottweil von 1875