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Kathy Riklin

Schweizer Politikerin
Kathy Riklin (2007)

Kathy Riklin (* 21. Oktober 1952 in Zürich; heimatberechtigt ebenda, Bremgarten und Ernetschwil) ist eine Schweizer Politikerin (CVP).

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Riklin besuchte das altsprachlich-humanistische Gymnasium in Zürich und studierte von 1972 bis 1977 Geologie und Geographie an der ETH Zürich. Sie war Assistentin an der ETH und machte Feldarbeit im Valmalenco [1] und am Adamello[2] in Norditalien. 1982 promovierte sie zum Dr. sc. nat. ETH. 1983 bis 2008 war sie hauptberuflich als Gymnasiallehrerin und Prorektorin der Kantonalen Maturitätsschule für Erwachsene tätig. 2008 bis 2015 war sie Mitglied des Universitätsrates Zürich.

Politischer WerdegangBearbeiten

Von 1982 bis 2001 war Riklin im Gemeinderat (Parlament) der Stadt Zürich, welchen sie 2000/2001 präsidierte. Von 1993 bis 2004 präsidierte sie zudem die Eidg. Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK). Bei den Schweizer Parlamentswahlen 1999 wurde sie in den Nationalrat gewählt. 2007 kandidierte sie erfolglos für den Ständerat. Sie ist Mitglied der Aussenpolitischen Kommission und der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur, welche sie 2006/2007 präsidierte. Sie ist Mitglied der Delegation für die Beziehungen zum Deutschen Bundestag (Präsidentin 2011–2015) und der Delegation EFTA/Europäisches Parlament (Präsidentin 2014–2015), ist Mitgründerin der Parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit und im Vorstand von SwissICT. Seit 2001 ist sie Präsidentin des OcCC (Beratendes Organ für Fragen der Klimaänderung).

Im September 2013 wurde Riklin von einem Blick-Journalisten im Bundeshaus auf die «Causa Mörgeli» um Christoph Mörgeli angesprochen. Sie meinte, dass «es nicht gut aussehe um Mörgeli», welcher ein Jahr zuvor als Oberassistent und Konservator am Medizinhistorischen Institut der Universität Zürich entlassen wurde. Daraufhin zeigte Mörgeli Riklin an. In erster Instanz wurde sie von den Vorwürfen der Amtsgeheimnisverletzung freigesprochen. Das Berner Obergericht sah dies anders und verurteilte Riklin wegen Amtsgeheimnisverletzung. Das Bundesgericht bestätigte dieses Urteil am 7. März 2016.[3]

Politische SchwerpunkteBearbeiten

Riklin setzt sich für Bildung[4] und Forschung ein, insbesondere für die Stärkung der Naturwissenschaften und der Informatik.[5] Weitere wichtige politische Schwerpunkte sind zudem die Aussenpolitik (speziell Europa), die Planung des Untergrunds und Nutzung der Geothermie, Klimaerwärmung, Natur- und Umweltschutz und die Kulturpolitik.[6]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Kathy Riklin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Riklin K. Strukturen und Metamorphose im Bereich der südlichen Muretto-Linie, Schweiz. mineral. petrogr. Mitt. 58, 1878, pp. 345–356 http://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=smp-001:1978:58::363
  2. Riklin K. Contact metamorphism of the Permian «Red Sandstones» in the Adamello area, Memorie della Società Geologica Italiana, 1983, Vol. 26, Fasc. 1. pp. 159–169 http://www.socgeol.info/download.php?id=70158
  3. 6B_851/2015 vom 7. 3. 16 – BGE-Publikation. In: Schweizerisches Bundesgericht. Abgerufen am 6. April 2016 (PDF).
  4. Riklin. K. Eine Herausforderung an die soziale Gerechtigkeit, Heterogenität und der Umgang mit ihr aus Sicht der CVP; In «Zum Umgang mit Heterogenität», Hans-Ulrich Grunder, Adolf Gut (Hrsg.), 2010, Schneider-Verlag Hohengehren, pp. 47–51
  5. Riklin K. Die Bildungsdebatte ist erwünscht, ja nötig! In «Forschung verändert Schule neue Erkenntnisse aus den empirischen Wissenschaften für Didaktik, Erziehung und Politik»; Philipp Aerni, Fritz Oser (Hrsg.), 2011, Seismo https://www.swissbib.ch/Record/283470720
  6. Riklin K., CVP. Position zur Kunst in der Schweiz. In Kunst und Politik, Visarte, Jg. 113 (2011), p. 34