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Barbara Schmid-Federer

Schweizer Politikerin
Barbara Schmid-Federer, 2013

Barbara Schmid-Federer (* 10. November 1965 in Zürich; heimatberechtigt in Ingenbohl und Rorschach) ist eine Schweizer Politikerin (CVP) und war 2007 bis 2018 Mitglied des Nationalrates.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Barbara Schmid-Federer schloss 1984 die Matura an der Kantonsschule Hohe Promenade in Zürich ab. Darauf folgte 1985 bis 1991 ein Studium der Romanistik (französische Philologie, spanische Literatur, vergleichende Literaturwissenschaften, Grundstudium in Publizistikwissenschaften) an der Universität Zürich, an der Sorbonne und der Universität Granada. Nach dem Lizenziat 1991 absolvierte sie einen Sprachaufenthalt in den USA. Von 1991 bis 1993 arbeitete Barbara Schmid-Federer als Gymnasiallehrerin am Freien Gymnasium Zürich und in Paris. 1994 bis 1997 war sie Assistentin des Präsidenten der ETH Zürich, ehe sie von 1998 bis 2002 die Leitung der Stelle Dual Career Advice (Präsidialstab Professuren) der ETH Zürich übernahm und bei der Berufung ausländischer Professoren an die ETH mitarbeitete.

Barbara Schmid-Federer wurde bei den Schweizer Parlamentswahlen vom 21. Oktober 2007 in den Nationalrat gewählt und war in ihrer ersten Legislaturperiode Mitglied der Kommission für Rechtsfragen. Seit ihrer Wiederwahl am 23. Oktober 2011 gehört sie der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit SGK und der Gerichtskommission GK des Nationalrats an, seit Januar 2014 ist sie Co-Präsidentin der parlamentarischen Gruppe Familienpolitik.

Seit dem 1. November 2011 ist Schmid-Federer Präsidentin des Schweizerischen Roten Kreuzes des Kantons Zürich[1]. Seit 2002 arbeitet sie in der Geschäftsführung und ist Mitglied des Verwaltungsrates der TopPharm Apotheke Paradeplatz[2] in Zürich; seit 2003 Mitglied Vorstand CVP Frauen Kanton Zürich und CVP Frauen Schweiz; seit 2008 Verwaltungsratsmitglied der Radio Zürisee AG; seit 2009 Mitglied des Stiftungsrates der Greina-Stiftung[3]; seit 2010 Mitglied Beirat Wirtschaftsverband Swisscleantech[4], Mitglied Beirat Sportmittelschule Engelberg[5] und Mitglied Beirat Swiss Police ICT / Schweizer Polizei Informatik Kongress SPIK[6]; seit Juni 2013 Vorstandsmitglied von Alliance F sowie seit Januar 2014 Präsidentin der Arbeitsgruppe Familienpolitik der CVP Schweiz.

Von 2004 bis 2011 war sie Vizepräsidentin Kinderhilfe Bethlehem; 2008 bis 2011 Präsidentin Internationale Gesellschaft für Menschenrechte, IGFM, Sektion Schweiz[7]; 2008 bis 2012 Mitglied Präsidium der CVP Schweiz; 2008 bis 2010 Mitglied Stiftungsrat SPO Patientenschutz; 2002 bis 2007 Präsidentin CVP Männedorf sowie von 2003 bis 2008 Präsidentin der CVP Bezirk Meilen.

Nach ihrem Rücktritt als Nationalrätin in der Sommersession 2018 folgte ihr Philipp Kutter nach.[8]

Barbara Schmid-Federer ist verheiratet, Mutter zweier Söhne und wohnt in Männedorf. Ihr Ehemann Lorenz Schmid sitzt für die CVP im Zürcher Kantonsrat.[9][10] Der Abt des Klosters Einsiedeln Urban Federer OSB ist ihr Bruder. Einer ihrer Ururgrossväter war Josef Zemp, der erste nicht-freisinnige Bundesrat der Schweiz. Über ihn ist sie auch mit ihrer Partei- und Ratskollegin Ida Glanzmann-Hunkeler, ebenfalls Ururenkelin von Zemp, verwandt.

Politische SchwerpunkteBearbeiten

Ihr Hauptinteresse gilt der Familien- und Netzpolitik. In letzterer Zeit setzte sie sich unter anderem für die Einführung eines «Internet-Notrufknopfes»[11], die Einführung eines Straftatbestandes «Digitaler Hausfriedensbruch»[12], für die Einsetzung eines schweizerischen «Mobbing- und Cyberbullying-Beauftragten»[13] und verdeckte Ermittlungen in Chatrooms ohne bestehenden Tatverdacht ein[14].

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. www.srk-zuerich.ch
  2. www.paradeplatz.apotheke.ch
  3. www.greina-stiftung.ch
  4. www.swisscleantech.ch
  5. www.sportmittelschule.ch
  6. www.spik.ch
  7. www.igfm.ch
  8. Philipp Kutter ersetzt Barbara Schmid-Federer im Nationalrat. Abgerufen am 11. Juni 2018.
  9. [1]
  10. [2]
  11. Barbara Schmid-Federer: Internet-Notrufknopf. Bundesversammlung, 22. September 2009, abgerufen im 2. Dezember 2011.
  12. Barbara Schmid-Federer: Straftatbestand digitaler Hausfriedensbruch. Bundesversammlung, 15. Dezember 2010, abgerufen im 2. Dezember 2011.
  13. Barbara Schmid-Federer: Einsetzung eines eidgenössischen Mobbing- und Cyberbullying-Beauftragten. Bundesversammlung, 1. Oktober 2010, abgerufen im 2. Dezember 2011.
  14. Barbara Schmid-Federer: Verdeckte Ermittlung. Artikel 286a StPO. Bundesversammlung, 13. Dezember 2010, abgerufen im 2. Dezember 2011.