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Daniel Frei (Politiker)

Schweizer Politiker (SP)
Daniel Frei (2015)

Daniel Frei (* 5. Februar 1979 in Zürich) ist ein Schweizer Politiker (GLP). Er wurde für die Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP) in den Nationalrat gewählt, dem er seit Dezember 2018 angehört und dort Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission ist. Am 29. Mai 2019 wechselte er von der SP zur Grünliberalen Partei (GLP).

LebenBearbeiten

Daniel Frei besuchte die Primar- und Sekundarschule in Niederglatt und schloss an der Kantonsschule Zürcher Unterland mit der Matura Typus B ab. Anschliessend absolvierte er ein Studium in Politikwissenschaft sowie Völker- und Staatsrecht an den Universitäten Zürich und Bonn, welches er mit dem Lizenziat abschloss. Von 2012 bis 2018 arbeitete er als Integrationsbeauftragter in Opfikon. Seit 2018 arbeitet er als Geschäftsleiter des Zweckverbandes Sozialdienste Bezirk Dielsdorf.[1]

Frei lebt mit der Zürcher SP-Kantonsrätin Claudia Wyssen und fünf Kindern in Uster.[1]

PolitikBearbeiten

Seit 1999 war Frei Mitglied der SP Bezirk Dielsdorf, in der er ab 1999 als Vorstandsmitglied und von 2004 bis 2012 Präsident aktiv war. Parallel dazu war er von 1999 bis 2004 Präsident der SP Unteres Glattal. Von 2004 bis 2008 arbeitete er als Parteisekretär bei der SP Kanton Zürich, von 2008 bis 2012 als Generalsekretär. Anschliessend übernahm er 2012 das Präsidium der SP Kanton Zürich.[1][2] 2017 trat er aufgrund des Konflikts zwischen Regierungsrat Mario Fehr und der Partei vorzeitig als Parteipräsident zurück, da er das Amt dadurch nicht mehr so ausführen konnte, wie er es für richtig hielt.[3]

Auf kommunaler Ebene war Daniel Frei von 2002 bis 2010 Schulpfleger der Primarschule Niederglatt und der Sekundarschule Niederhasli-Niederglatt-Hofstetten. Danach von 2010 bis 2018 Gemeinderat in Niederhasli (Sicherheits- und Sozialvorstand). In dieser Funktion präsidierte er den Zweckverband Polizei Rümlang-Oberglatt-Niederhasli-Niederglatt (RONN). Dazu war er Vorstandsmitglied des Zweckverbands Sozialdienste Bezirk Dielsdorf.[1]

Frei wurde dem rechten Flügel der SP zugeordnet.[4] Im Rahmen der Vereidigung wurde Frei von der Aargauer Zeitung als «Juso-Schreck» betitelt.[5]

2014 wurde Daniel Frei in den Zürcher Kantonsrat gewählt, wo er erst Mitglied der Kommission für Justiz und Staat und anschliessend der Geschäftsprüfungskommission war.[6] Am 10. Dezember 2018 wurde er als Nationalrat vereidigt, weshalb er aus dem Kantonsrat austrat. Er rückte für Chantal Galladé nach.[7] Im Nationalrat ist er Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission.[2] Am 29. Mai 2019 kehrte er zusammen mit seiner Frau der SP den Rücken und trat der Grünliberalen Partei bei.[8]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Persönlich. In: www.daniel-frei.ch. Abgerufen am 5. Februar 2019.
  2. a b Daniel Frei (Politiker) auf der Website der Bundesversammlung. Abgerufen am 5. Februar 2019.
  3. SP-Präsident Daniel Frei tritt zurück. 22. Februar 2017, abgerufen am 6. Februar 2019.
  4. Conradin Zellweger: Chantal Galladés Nachfolger heisst Daniel Frei. Abgerufen am 5. Februar 2019.
  5. Eveline Rutz, Hans-Martin Jermann: Die SP-Neulinge im Bundesparlament: Der Juso-Schreck und die Jungsozialistin. 11. Dezember 2018, abgerufen am 6. Februar 2019.
  6. Daniel Frei auf der Website des Zürcher Kantonsrats. Abgerufen am 5. Februar 2019.
  7. Daniel Frei neuer Nationalrat, Kanton Zürich, 30. November 2018.
  8. Eklat bei der SP: Der Zürcher Ex-Kantonalpräsident Daniel Frei wechselt zur GLP. In: NZZ, 29. Mai 2019