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Claudio Zanetti (2015)

Claudio Zanetti (* 16. Juni 1967 in Bülach; heimatberechtigt in Poschiavo und Luzern) ist ein Schweizer Politiker (SVP). Er war von 2015 bis 2019 Nationalrat.

Leben und berufliche KarriereBearbeiten

Zanetti ging im Benediktinerkloster Engelberg ins Gymnasium. Später schrieb er für die Schweizerische Akademiker- und Studentenzeitung SSZ. Er studierte Recht und schloss mit dem Lizenziat (lic. iur.) ab. Seine erste berufliche Tätigkeit hatte er als PR-Berater in einer Zürcher Kommunikationsagentur. 1999 wurde er Geschäftsführer der SVP Kanton Zürich und leitete diese bis 2007. Heute ist er wieder anderweitig im PR-Bereich tätig.[1]

Zanetti ist verheiratet und wohnt in Gossau (ZH).[2] Er ist ein aktiver Twitterer. Seine Aussagen auf Twitter haben ihn wiederholt in die Kritik gebracht.[3]

Politische LaufbahnBearbeiten

Zanettis politische Laufbahn begann mit dem Eintritt in die Jungliberale Partei Küsnacht (JLK) im Jahr 1988. Er war fünf Jahre bei der FDP Küsnacht Mitglied und wechselte schliesslich zur Schweizerischen Volkspartei.[1] Von 2003 bis 2015 war er Mitglied im Zürcher Kantonsrat.[2][4] Bei den Schweizer Parlamentswahlen im Oktober 2015 wurde er in den Nationalrat gewählt. Dort nahm er Einsitz in der Kommission für Rechtsfragen. Er ist Mitglied im Kantonalvorstand SVP Zürich und Mitglied der Gesellschaft Schweiz-Israel. Im Mai 2016 verlor er die Wahl zum Präsidenten der SVP Kanton Zürich gegen Kantonsrat Konrad Langhart.[5] Bei den Nationalratswahlen 2019 wurde Zanetti nicht wiedergewählt.[6]

Zanetti weicht bei einigen Standpunkten von der SVP-Linie ab. So befürwortet er die Cannabislegalisierung wie auch die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. Diese begründen sich aus seiner Sicht aus einer libertären Haltung.[7]

Im Einklang mit vielen SVP-Politikern bestreitet er den menschengemachten Klimawandel. Die «Klimatheorie» nennt er eine Lüge, die von Linken entwickelt worden sei, «um das Leben der Menschen zu kontrollieren». Dies halte er für «eine Form des Terrors». Zudem könne der Meeresspiegel durch abschmelzendes Eis nicht ansteigen.[8][9] In der WOZ wird Zanetti als der «wohl lauteste SVP-Klimaleugner» bezeichnet; zudem falle er auf Twitter «immer wieder mit Klimaverschwörungen» auf.[8]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Claudio Zanetti – Person. In: zanetti.ch. Abgerufen am 20. August 2018.
  2. a b Claudio ZANETTI. In: kantonsrat.zh.ch. Abgerufen am 20. August 2018.
  3. Zanetti im Schussfeld – Twitter-Beiträge des Kantonsrats sorgen für Aufregung. In: Neue Zürcher Zeitung. Nr. 4, 7. Januar 2013, S. 12.
  4. Grosses Sesselrücken im Zürcher Kantonsrat. In: 20min.ch. 13. November 2015, abgerufen am 20. August 2018.
  5. Ruedi Baumann: Überraschung: Bauer Langhart ist Zürcher SVP-Präsident. In: tagesanzeiger.ch. 29. April 2016, abgerufen am 20. August 2018.
  6. Manuel Imhasly: Wer die grosse Bühne verlässt – oder sie gar nicht erst betritt. In: srf.ch vom 20. Oktober 2019.
  7. Claudio Zanetti: Ein rechter Querkopf. In: zueriost.ch. 2. September 2015, abgerufen am 20. August 2018.
  8. a b «Einfach ein schöner Sommer» . In: WOZ, 27. September 2018. Abgerufen am 31. Juli 2019.
  9. Fail von SVP-Nationalrat: So leugnet Claudio Zanetti den Klimawandel. In: Watson, 29. September 2018. Abgerufen am 31. Juli 2019.