Hauptmenü öffnen

Fischbach (bei Kaiserslautern)

Ortsgemeinde im Landkreis Kaiserslautern (Deutschland)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Fischbach
Fischbach (bei Kaiserslautern)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Fischbach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 27′ N, 7° 55′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kaiserslautern
Verbandsgemeinde: Enkenbach-Alsenborn
Höhe: 299 m ü. NHN
Fläche: 15,04 km2
Einwohner: 739 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67693
Vorwahl: 06305
Kfz-Kennzeichen: KL
Gemeindeschlüssel: 07 3 35 007
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 18
67677 Enkenbach-Alsenborn
Website: www.fischbach-pfalz.de
Ortsbürgermeister: Sascha Leidner
Lage der Ortsgemeinde Fischbach im Landkreis Kaiserslautern
Karte
„Schmugglersdell“ auf der Gemarkung von Fischbach

Fischbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz. Sie gehört seit dem 1. Juli 2014 der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn an, innerhalb derer sie gemessen an der Einwohnerzahl die zweitkleinste Ortsgemeinde darstellt.

Inhaltsverzeichnis

LageBearbeiten

Die Gemeinde liegt im Naturpark Pfälzerwald. Der Osten der Gemarkung liegt im Diemersteiner Wald. Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Enkenbach-Alsenborn, Wattenheim, Bad Dürkheim, Frankenstein (Pfalz), Hochspeyer und Kaiserslautern. Der Glasbach entspringt auf der Gemarkung der Gemeinde.

GeschichteBearbeiten

Die erste urkundliche Nennung einer dort bestehenden Marien-Wallfahrtskapelle erfolgte 1221. Aus ihr entwickelte sich ab 1471 das Kloster Fischbach und in der Folge auch das zugehörige Dorf.

Bis Ende des 18. Jahrhunderts bildete Fischbach ein Kondominium, da es gemeinschaftlich zur Kurpfalz und den Grafen von Leiningen-Dagsburg gehörte. Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, bildete Fischbach mit dem benachbarten „Hochspeier“ eine Gemeinde und war in den Kanton Kaiserslautern eingegliedert. 1815 wurde der Ort Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte der Ort wie die gesamte Pfalz in das Königreich Bayern. Von 1818 bis 1862 gehörte Fischbach – weiterhin mit Hochspeyer zu einer Gemeinde zusammengefasst – dem Landkommissariat Kaiserslautern an; aus diesem ging das Bezirksamt Kaiserslautern hervor.

Seit 1939 ist Fischbach Bestandteil des Landkreises Kaiserslautern. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Ort innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wurde die Gemeinde 1972 der neu gebildeten Verbandsgemeinde Hochspeyer zugeschlagen. Seit 2014 ist Fischbach Bestandteil der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn.

ReligionBearbeiten

Bis Ende des 18. Jahrhunderts hatte Fischbach eine eigene Mennonitengemeinde, die anschließend in derjenigen im nahen Sembach aufging.

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. bei der Kommunalwahl 2009 fand eine personalisierten Verhältniswahl statt. Seit 2014 ist Sascha Leidner (FWG) Ortsbürgermeister.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[2]

Wahl SPD FWG Gesamt
2014 Mehrheitswahl 12 Sitze
2009 4 8 12 Sitze
2004 4 8 12 Sitze

KulturBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

In Fischbach befinden sich insgesamt fünf Objekte, die unter Denkmalschutz stehen.

VeranstaltungenBearbeiten

Jährlich gibt es zum Fasching zwei „Prunksitzungen“, an den beiden Samstagen vor dem Faschingswochenende. Am 1. Mai wird am Klosterbrunnen der Maibaum aufgestellt. Am ersten Adventswochenende gibt es, am Klosterbrunnen, ein Weihnachtsbaumschmücken mit Weihnachtsmarkt. Am 31. Dezember um Mitternacht gibt es einen Mitternachtstreff zum Jahreswechsel.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Die B 48, die von Bad Bergzabern nach Bad Kreuznach führt, verläuft direkt durch den Ort. Die nächste Autobahnanschlussstelle Enkenbach-Alsenborn (17) an der Bundesautobahn 6 in Richtung Saarbrücken und Waidhaus ist etwa drei Kilometer entfernt und befindet sich teilweise auf Fischbacher Gemarkung.

Nächstgelegene Bahnstation ist Hochspeyer an der Bahnstrecke Mannheim–Saarbrücken. Obwohl die in den Jahren 1870 und 1871 eröffnete Alsenztalbahn den Ort passiert, besaß er aufgrund seiner geringen Größe und der geringen räumlichen Distanz zu Hochspeyer nie einen eigenen Bahnhof. Jedoch befindet sich der Bahnhofteil Hochspeyer-Nord des nahen Hochspeyerer Bahnhofs auf der Gemarkung der Gemeinde, ebenso der südliche Teil des Altenhof-Tunnels.

Fischbach verfügt über den Kindergarten Mäuseburg.

Die erste Badminton-Mannschaft des SV Fischbach 1959 spielt in der 2. Bundesliga und war 2008 deutscher Meister U19.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

Personen, die vor Ort gewirkt habenBearbeiten

  • Johannes Möllinger (1739–1815), deutscher Uhrmacher, stammte vor Ort.
  • Franz Kraus (28. März 1914 – 7. Juni 1994), Lehrer, Verbreiter der geistchristlichen Lehre in Deutschland, stammte aus Fischbach.
  • Arno Zude (* 1964), Schachspieler, gewann 1994 vor Ort die deutschen Meisterschaften im Lösen von Schachaufgaben und Studien

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen