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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Schallodenbach
Schallodenbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Schallodenbach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 33′ N, 7° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kaiserslautern
Verbandsgemeinde: Otterbach-Otterberg
Höhe: 309 m ü. NHN
Fläche: 7,46 km2
Einwohner: 857 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 115 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67701
Vorwahl: 06363
Kfz-Kennzeichen: KL
Gemeindeschlüssel: 07 3 35 041
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 27
67697 Otterberg
Website: www.otterbach-otterberg.de
Ortsbürgermeister: Hans Michel (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Schallodenbach im Landkreis Kaiserslautern
Karte

Schallodenbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg an.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Schallodenbach liegt 13 km nördlich von Kaiserslautern.

Zu Schallodenbach gehören auch die Wohnplätze Hahnbacherhof und Wickelhof.[2]

KlimaBearbeiten

Der Jahresniederschlag beträgt 685 mm. Die Niederschläge liegen im mittleren Drittel der in Deutschland erfassten Werte. An 37 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der April, die meisten Niederschläge fallen im Juli. Im Juli fallen 1,7 mal mehr Niederschläge als im April. Die Niederschläge variieren kaum und sind gleichmäßig übers Jahr verteilt. An nur 14 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

GeschichteBearbeiten

NameBearbeiten

Der Name Schallodenbach bezieht sich auf die Niederungsburg um die sich das Dorf entwickelte. Zur Unterscheidung der Dorfnamen Odenbach am Glan mit dazugehöriger Niederungsburg wurde seit der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts der Ort und die Burg nahe der Quelle im oberen Odenbachtal „Schelodenbach“ genannt. Nach Theodor Zink kommt der Namensteil „Schel“ wahrscheinlich aus dem Mittelhochdeutschen schelch, schel = schief, schräg, also das hangende Dorf Odenbach, zwischen Hängen gelegen.

Der Ortsname wurde in Urkunden und Schriften in verschiedenen Versionen gelistet: Odenbach (1202; 1252; 1334); Hodenbach (1269); Odinbach (1329); Schele-Odinbach (1368); Schel(e)odenbach (1393); Schelodenbach (1493; 1589/90; 1609; 1641); Schalodenbach (1804; 1837); Schallodenbach (1828)

OrtsgeschichteBearbeiten

Die Ritter und Herren von Schallodenbach stammen wahrscheinlich aus dem 12. Jahrhundert. 1202 wurde der Ort erstmals im Zusammenhang mit der Burg Schallodenbach urkundlich erwähnt. Der Besitzer war Ritter Johann von Odenbach. Später kam die Herrschaft Schallodenbach in den Besitz der Sickinger. Franz Konrad, der einzige überlebende Sohn des Reichsritters Franz von Sickingen erbte allen Besitz.

Seit 1659 war die Burg Schallodenbach nicht mehr Wohnsitz der Eigentümer und wurde von einem Amtmann bewohnt. Nahe der Burg, neben dem Meierhof war auch das Jägerhaus. Die Erbförsterei im Sickingschen Forstdienst wurde lange Zeit von der Försterfamilie Stadtmüller betreut. Dieses einstmals herrschaftliche Anwesen verfiel. Unter der Herrschaft der Franzosen gelangten 1804 die Sickingschen Besitzungen zu Schallodenbach zur Versteigerung. Die neuen Besitzer waren nicht am Erhalt der Burganlage interessiert. Man verwendete sie als Steinbruch, um an Geld zu kommen. So verfiel die Burg zur Ruine.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Die Entwicklung der Einwohnerzahl, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][3]

Jahr Einwohner
1815 375
1835 711
1871 807
1905 702
1939 854
1950 962
Jahr Einwohner
1961 970
1970 995
1987 892
1997 923
2005 920
2018 857

ReligionBearbeiten

Am 31. Oktober 2014 waren 54,091 Prozent der Einwohner katholisch und 27,614 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[4]

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Schallodenbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Bei den vorhergehenden Wahlen wurden die Ratsmitglieder in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[5]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 per Mehrheitswahl 12 Sitze
2009 3 6 3 12 Sitze
2004 3 7 2 12 Sitze

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Von Schwarz und Grün geteilt, oben fünf silberne Bollen 2:1:2, unten ein silberner Wellenbalken.“[6]

Es wurde 1926 vom bayerischen Staatsministerium des Innern genehmigt.

Wappenbegründung: Die Bollen erinnern an die ehemaligen Ortsherren, die Herren von Sickingen.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

  • Katholische Pfarrkirche St. Laurentius; Sandsteinquaderbau, 1880–83, Architekt Franz Schöberl.

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

Ende Juli findet regelmäßig das Dorffest in der Gemeinde statt, im August das Fischerfest und im Dezember das Glühweinfest am landschaftlich reizvollen Wörthweiher. Am dritten Wochenende im September feiert die Gemeinde ihre Kerwe.

VerkehrBearbeiten

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Fritz Seitz (1905–1949), war von 1936 bis 1949 katholischer Seelsorger bzw. Pfarrer von Schallodenbach, namhafter Gegner und Verfolgter des NS-Regimes sowie langjähriger Häftling in den Konzentrationslagern Dachau, Mauthausen bzw. Gusen. Er starb in Schallodenbach und liegt dort begraben. 2005 hat man sein Grab zur gemeindlichen Ehrengrabstätte erhoben und nach ihm wurde das katholische Pfarrheim im Ort in „Dekan-Seitz-Haus“ umbenannt.[7]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2017[Version 2019 liegt vor]. S. 97 (PDF; 1,9 MB).
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Gemeindestatistik. In: KommWis. 31. Oktober 2014, abgerufen am 30. November 2014.
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.
  7. Zum Ehrengrab und der Benennung des Pfarrheimes nach Fritz Seitz