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Crailsheim Merlins

deutscher Basketballverein
Hakro Merlins Crailsheim
Gegründet 1986
Halle Arena Hohenlohe
(3000 Plätze)
Homepage www.hakro-merlins.com
Abteilungsleiter TSV Sebastian Klunker
Geschäftsführer Martin Romig
Trainer Tuomas Iisalo
Liga Basketball-Bundesliga 1. Herren

2. Bundesliga ProA 2017/18: 2. Platz

  Nachwuchs-Basketball-Bundesliga U19
  Jugend-Basketball-Bundesliga U16
Farben Blau / Weiß / Silber
Trikotfarben
Trikotfarben
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Heim
Trikotfarben
Trikotfarben
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Auswärts
Erfolge
Erstliga-Aufstieg 2014 und 2018

Die Crailsheim Merlins (seit der Vergabe des Namensrechts im Juli 2018 Hakro Merlins Crailsheim) sind die Basketballabteilung des TSV Crailsheim. Seit dem 1. Juli 2015 ist der Spielbetrieb der Profimannschaft als „Crailsheim Merlins GmbH“ vom Hauptverein ausgegliedert.[1]

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Die Abteilung wurde am 31. Januar 1986 aus einer Schüler-AG gegründet.[2] Bis 1994 waren die Basketballer eher in den unteren Ligen angesiedelt und hatten mit immensen Hallenproblemen in Crailsheim zu kämpfen. Mit dem vollständigen Abzug der amerikanischen Streitkräfte gelang es den Merlins im Jahr 1995, die ehemalige US-Kasernen-Halle vom Bundesvermögensamt zu mieten. Mit den hinzugewonnenen Hallenkapazitäten gelang den Crailsheimer Basketballern in wenigen Jahren der Vormarsch bis in die 2. Basketball-Bundesliga (Aufstieg 2001). Nun musste man sich erneut nach einer geeigneten Spielstätte umsehen und fand sie in einer leerstehenden Markthalle, die zur „Sportarena“ umgebaut wurde.[3] Insgesamt sechs Jahre spielten sie in der 2. Bundesliga Süd.

Mit der Neustrukturierung der 2. Bundesliga schrammten die proveo MERLINS Crailsheim in der Saison 2006/07 knapp an der Qualifikation für die neue eingleisige deutschlandweite Liga ProA vorbei. In der ebenfalls neugegründeten eingleisigen und deutschlandweiten ProB gingen die mittlerweile nach einem Namenssponsor benannten proveo MERLINS Crailsheim in den folgenden zwei Spielzeiten an den Start. In der Saison 2008/09 schafften sie als Tabellenerster der ProB den sportlichen Aufstieg in die ProA. Dort gehen sie seit der Saison 2009/10 wieder unter dem alten Vereinsnamen an den Start. Nach zwei sechsten Plätzen erreichten die Crailsheimer in der Saison 2011/12 mit dem vierten Rang nach der Hauptrunde die erstmals in der ProA ausgetragenen Playoffs, wo sie im Halbfinale am Mitteldeutschen BC scheiterten.[4]

Die Saison 2012/13 unter Cheftrainer Willie Young gestaltete sich schwieriger für die Merlins. Lange befand sich die Mannschaft im Abstiegskampf der ProA und konnte die Saison schließlich auf Platz 11 mit 13 Siegen und 17 Niederlagen beenden.

Die Saison 2013/14 unter Willie Young verlief deutlich besser als die vorherige Saison. Die Hauptrunde in der ProA wurde mit 22 Siegen und acht Niederlagen auf dem 2. Tabellenplatz beendet. Im Viertelfinale der Playoffs trafen die Merlins auf die Oettinger Rockets Gotha, die mit 3:1 besiegt wurden. Im Halbfinale wurde der Nürnberger Basketball Club ebenfalls mit 3:1 besiegt. Erstmals in der Geschichte der Merlins wurde ein Play-off-Finale in der ProA erreicht. Ebenso standen die Crailsheim Merlins mit dem Erreichen des Finales als sportlicher Aufsteiger in die Basketball-Bundesliga (BBL) fest. Im Finale der Play-offs traf man dann auf die BG Göttingen. In zwei Finalspielen wurde der Sieger durch die Anzahl der geworfenen Punkte ermittelt. Das 1. Spiel konnten die Merlins vor heimischen Publikum mit 93:91 gewinnen. Das 2. Final-Spiel ging dann mit 83:69 an die BG Göttingen. Somit beendete man die Saison 2013/14 als Vizemeister der ProA.

Saisons 2014/15 und 2015/16 – Basketball-BundesligaBearbeiten

Erstmals in der Geschichte der Merlins spielte die Mannschaft in der Basketball-Bundesliga (BBL), der höchsten deutschen Basketballspielklasse. Durch den Aufstieg in die BBL konnten die Heimspiele nicht mehr in der Hakro-Arena ausgetragen werden, da diese den Anforderungen der BBL nicht genügte. Neue Heimspielstätte der Merlins wurde die Arena Hohenlohe, welche ca. 3000 Plätze fasst. Größere sportliche Erfolge blieben den Merlins allerdings versagt, Willi Young wurde nach neun Spieltagen ohne Sieg entlassen. Anstelle von Young übernahm Ingo Enskat, der bisherige Sportliche Leiter der Merlins, das Amt des Headcoachs. Die Merlins blieben während der ganzen Saison stark abstiegsgefährdet, da z. B. die meisten Spiele gegen die direkten Tabellennachbarn verloren wurden. Negativer Höhepunkt war das Auswärtsspiel gegen Phoenix Hagen, welches aufgrund der verspäteten Anreise mit 40:0 gegen die Merlins gewertet wurde; durch die winterlichen Witterungsverhältnisse stand die Mannschaft immer wieder mit ihrem Bus im Stau.

In der zweiten Saisonhälfte stabilisierten sich die Merlins und man konnte den ein oder anderen Überraschungserfolg verbuchen, jedoch reichte es nicht, um den sportlichen Abstieg in die Pro A zu verhindern. Am Ende der Saison standen acht Siege und 26 Niederlagen auf dem Konto, was den letzten Tabellenplatz bedeutete. Aufgrund des Rückzuges der Artland Dragons aus der BBL wurde seitens der Liga eine Wildcard vergeben, um die sich die Merlins als einziges Team bewarben. Gegen die Zahlung der festgesetzten Wildcardgebühr in Höhe von 250.000 € wurde Crailsheim für den Spielbetrieb in der BBL für die Saison 2015/2016 zugelassen. Die Saison 2015/16 schlossen die Merlins als Tabellenletzter der Bundesliga trotz Wechsel auf der Trainerposition im März (Tuomas Iisalo ersetzte Ingo Enskat)[5] ab, die letzten 19 Saisonspiele wurden verloren, der Verein stieg somit in die 2. Bundesliga ProA ab.[6]

2016–2018: Wieder in der 2. Bundesliga ProA und Bundesliga-RückkehrBearbeiten

Nach dem Abstieg aus der höchsten in die zweithöchste deutsche Spielklasse hielten die Merlins an ihrem finnischen Cheftrainer Tuomas Iisalo fest. Der Kader wurde umgebaut, mit Konrad Wysocki, Michael Jost und Patrick Flomo wurden aber drei erfahrene Akteure gehalten.[7] Die Punktrunde der Saison 2016/17 wurde auf dem zweiten Rang beendet, im Playoff-Viertelfinale schieden die Crailsheimer gegen Gotha (1:3-Siege) aus.[8]

Trotz des verpassten Aufstiegs konnte auf eine erfolgreiche Saison zurückgeblickt werden. Mit 25:5-Siegen hatte man das beste Hauptrundenergebnis in der Vereinsgeschichte in der 2. Basketball-Bundesliga erreicht. Außerdem gelangen im Jugendbereich große Meilensteine: Die U16 erreichte in der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) erstmals die Playoffs, dazu qualifizierte sich die U19 erstmals überhaupt für die Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL).[9] Damit waren die Merlins in der Saison 2017/18 zum ersten Mal mit drei Mannschaften in einer Bundesliga vertreten (2. Basketball-Bundesliga, JBBL und NBBL).

In der Spielzeit 2017/18 führte Trainer Iisalo die Crailsheimer ins Finale der 2. Bundesliga ProA, wodurch nach zwei Jahren Zweitklassigkeit der Wiederaufstieg in die Basketball-Bundesliga gelang.[10] Im Finale, das in Hin- und Rückspiel ausgetragen wurde, verlor man gegen den SC Rasta Vechta.[11]

Ende Juli 2018 übernahm der Hauptsponsor, das Bekleidungsunternehmen Hakro, die Namensrechte an der Mannschaft, die ihren Namen in Hakro Merlins Crailsheim änderte.[12] Am letzten Spieltag der Saison 2018/19 sicherten die Crailsheimer durch einen 99:87-Sieg über Oldenburg den Verbleib in der Bundesliga. Der Mannschaft kam dabei zugute, dass Konkurrent Bremerhaven gleichzeitig verlor, sodass die Hohenloher noch auf einen Nichtabstiegsplatz kletterten.[13]

AuswahlspielerBearbeiten

Mehrere baden-württembergische Auswahlspieler haben ihre Heimat bei den Merlins in Crailsheim. Eigengewächs Harald Debelka lief für die U18-Nationalmannschaft auf und Femi Oladipo entwickelte sich während seiner Zeit bei den Merlins zum U20-Nationalspieler. Blanchard Obiango wurde im Sommer 2011 in die A2-Nationalmannschaft berufen.

Derzeit steht mit Sebastian Herrera Kratzborn ein A-Nationalspieler seines Landes im Kader der Merlins. Der Flügelspieler wurde der Ende 2017 in die chilenische Nationalmannschaft berufen.[14]

Erfolge/Höhepunkte der VereinsgeschichteBearbeiten

  • 1987: Aufstieg nach Relegationsspielen vs TSV Heumaden in die Kreisliga A
  • 1989: Meister Kreisliga A und Aufstieg in die Bezirksliga
  • 1995: Meister Bezirksliga und Aufstieg in die Landesliga
  • 1997: Meister Landesliga und Aufstieg in die Oberliga
  • 1998: Meister Oberliga und Aufstieg in die Regionalliga
  • 2001: Meister Regionalliga und Aufstieg in die 2. Bundesliga
  • 2009: Meister ProB und Aufstieg in die ProA
  • 2012: Playoff-Halbfinale in der ProA
  • 2012: Aufstieg der 2. Mannschaft in die 1. Regionalliga
  • 2014: Playoff-Finale in der ProA und Aufstieg in die Basketball-Bundesliga
  • 2017: Qualifikation zur NBBL/U19-Bundesliga
  • 2018: Aufstieg in die Basketball-Bundesliga

Kader Saison 2018/19 (1. Mannschaft)Bearbeiten

Kader der Crailsheim Merlins in der Saison 2018/2019
Spieler
Nr. Nat. Name Geburt Größe Info Letzter Verein
Guards (PG, SG)
0 Vereinigte Staaten  Russell DeWayne 1994 1,90 m Frankreich  SLUC Nancy Basket
1 Australien  Ben Madgen 1985 1,93 m Litauen  Lietuvos rytas Vilnius
4 Vereinigte Staaten  Frank Turner 1988 1,78 m Frankreich  ADA Blois Basket
5 Serbien  Aleksa Kovacevic 2002 1,86 m Serbien  KK Partizan Belgrad
7 Deutschland /Chile  Sebastian Herrera Kratzborn 1997 1,93 m RÖMERSTROM Gladiators Trier
Forwards (SF, PF)
10 Deutschland  Konrad Wysocki 1982 2,02 m (C)  Polen  Anwil Włocławek
11 Deutschland  Vincent Hofmann 2001 2,04 m
17 Deutschland  Joschka Ferner 1996 2,00 m Ratiopharm Ulm
23 Vereinigte Staaten  Michael Cuffee 1983 1,95 m Finnland  Kouvolan Kouvot
31 Vereinigte Staaten  Joseph Lawson III 1992 2,01 m NINERS Chemnitz
33 Vereinigte Staaten /Jamaika  Sherman Gay 1982 2,01 m Venezuela  Bucaneros
41 Deutschland  Benjamin Moser 2001 2,13 m
Center (C)
14 Deutschland  Philipp Neumann 1992 2,09 m SC Rasta Vechta
51 Deutschland  Sören Urbansky 2000 2,14 m DL BSG Ludwigsburg
Trainer
Nat. Name Position
Finnland  Tuomas Iisalo Cheftrainer
Finnland  Vesa Vertio Assistenztrainer
Deutschland  Ingo Enskat Sportlicher Leiter
Legende
Abk. Bedeutung
DL Doppellizenz
(C)  Mannschaftskapitän
Quellen
Teamhomepage
Ligahomepage
Stand: 30. November 2018

Wechsel 2018/19

Zugänge: Russell DeWayne, Joschka Ferner, Vincent Hofmann, Joseph Lawson III, Ben Madgen, Benjamin Moser, Brion Rush

Abgänge: Martin Bogdanov (Rostock Seawolves), Patrick Flomo (ETB Wohnbau Baskets), Chase Griffin (Artland Dragons), Michael Jost (Rostock Seawolves), Marko Lukic, Derrick Marks, Brion Rush, Michael Smith, Stefan Vasovic

Bekannte ehemalige SpielerBearbeiten

TrainerBearbeiten

Amtszeit Name
1986–1989 Deutschland  Dieter Wolfarth
1989–1990 kein fester Trainer
1990–1993 Deutschland  Markus Schmidt
1993–1994 Serbien  Zoran Borovnica
1994–1997 Kroatien  Zlatko Nikolic
1997–1999 Deutschland  Matthias Braun
1999–2002 Kroatien  Zoran Banozic
2002–2004 Kroatien  Velibor Balabanovic
2004 Rumänien  Marian Thede
2004–2008 Deutschland  Arne Alig
2008–2012 Deutschland  Ingo Enskat
2012–11/2014 Vereinigte Staaten  Willie Young
11/2014–03/2016 Deutschland  Ingo Enskat
seit 03/2016 Finnland  Tuomas Iisalo

TabellenplatzentwicklungBearbeiten

HalleBearbeiten

Die Crailsheim Merlins spielten bis einschließlich der Saison 2013/14 in der HAKRO-Arena Crailsheim (ehemals Sportarena) mit 1.777 Plätzen.[15] Diese reine Basketballhalle bietet eine besondere Atmosphäre, da die Zuschauerränge rundum unmittelbar am Spielfeldrand anschließen. Der Aufstieg in die Basketball-Bundesliga erforderte den Umzug nach Ilshofen in die Arena Hohenlohe mit 3000 Plätzen, in der auch bisher schon das traditionelle Weihnachtsspiel ausgetragen wurde.

In der HAKRO-Arena wurden bereits Spiele der deutschen A2-Nationalmannschaft ausgetragen.[16] Die frühere Spielstätte beherbergt heute die Geschäftsstelle der Merlins und ist Trainings- und Spielstätte für alle Jugend- und Amateurmannschaften des Vereins.[17]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Klaus Helmstetter: Merlins: Erste Mannschaft der Merlins künftig als GmbH organisiert - Einstimmiges Votum. Südwest Presse Online-Dienste GmbH, 1. Juli 2015, abgerufen am 30. April 2018.
  2. CRAILSHEIM Interview: Aus der Abteilung 19 werden Zauberer – 05.05.2015. Abgerufen am 6. Juli 2015.
  3. Jugendmannschaft U16 - Crailsheim Kirchheim 90:73 (49:34). Archiviert vom Original am 27. September 2013; abgerufen am 6. Juli 2015.
  4. Play-off-Halbfinale Merlins - MBC (75:84) - Zahlen und Fakten – 30.04.2012. Abgerufen am 6. Juli 2015.
  5. PM: Crailsheim Merlins: Ingo Enskat tritt zurück. In: swp.de. Abgerufen am 4. Juni 2016.
  6. Klaus Helmstetter: Rund 250 Fans sagen Bundesligamannschaft der Crailsheim Merlins Ade. In: swp.de. Abgerufen am 4. Juni 2016.
  7. Crailsheim Merlins - Merlins starten am 15. August in die Saisonvorbereitung – Interview mit Ingo Enskat. In: crailsheim-merlins.de. Abgerufen am 14. Dezember 2016.
  8. crailsheim-merlins.de: Bitteres Saisonende trotz herausragender Unterstützung Artikel vom 16. April 2017
  9. Crailsheim Merlins - Achterbahnfahrt ins Glück: Merlins-U19 in der Bundesliga. 25. Juni 2017, abgerufen am 23. Januar 2018.
  10. swp.de: Crailsheim Merlins kehren in die BBL zurück Artikel vom 29. April 2018
  11. 2. Basketball-Bundesliga | RASTA Vechta ist ProA Meister 17/18 – neuer Außenauftritt der 2. Liga ab Juli 2018. Abgerufen am 6. Mai 2018.
  12. https://hakro-merlins.com/pro-a/bbl-news/6377-hakro-merlins-crailsheim
  13. https://www.swp.de/sport/mehr-lokalsport/crailsheim/Crailsheim-Merlins-Basketball-Oldenburg-Klassenerhalt-31003425.html
  14. Luca Rück: Merlin Sebastian Herrera spielt für Chile. Südwest Presse Online-Dienste GmbH, 22. November 2017, abgerufen am 30. April 2018.
  15. ProA 2013/2014. Archiviert vom Original am 27. September 2013; abgerufen am 6. Juli 2015.
  16. stimme.de: A2-Länderspiel gegen Großbritannien in Crailsheim mit Blanchard Obiango Artikel vom 14. Juli 2011
  17. crailsheim-merlins.de: HAKRO-Arena Crailsheim