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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bischberg
Bischberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bischberg hervorgehoben
Koordinaten: 49° 55′ N, 10° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bamberg
Höhe: 236 m ü. NHN
Fläche: 17,55 km2
Einwohner: 6080 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 347 Einwohner je km2
Postleitzahl: 96120
Vorwahl: 0951
Kfz-Kennzeichen: BA
Gemeindeschlüssel: 09 4 71 117
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 16
96120 Bischberg
Website: www.bischberg.de
Bürgermeister: Johann Pfister (BI)
Lage der Gemeinde Bischberg im Landkreis Bamberg
Landkreis HaßbergeLandkreis SchweinfurtLandkreis KitzingenLandkreis Neustadt an der Aisch-Bad WindsheimPommersfeldenLandkreis Erlangen-HöchstadtLandkreis CoburgLandkreis KulmbachLandkreis BayreuthLandkreis LichtenfelsBambergLandkreis ForchheimZückshuter ForstWinkelhofer ForstSteinachsrangenSembergLindach (gemeindefreies Gebiet)Koppenwinder ForstHauptsmoorwaldGeisberger ForstEichwald (gemeindefreies Gebiet)Ebracher ForstEbracher ForstWalsdorf (Oberfranken)RattelsdorfBaunachReckendorfLauter (Oberfranken)Gerach (Oberfranken)Gundelsheim (Oberfranken)HallstadtSchlüsselfeldZapfendorfWattendorfViereth-TrunstadtStrullendorfStegaurachStadelhofenSchönbrunn im SteigerwaldScheßlitzPriesendorfPommersfeldenPommersfeldenPettstadtOberhaid (Oberfranken)LitzendorfLisbergKönigsfeld (Oberfranken)KemmernHirschaidFrensdorfEbrachButtenheimBurgwindheimBurgebrachBreitengüßbachBischbergAltendorf (Landkreis Bamberg)MemmelsdorfKarte
Über dieses Bild

Bischberg ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bamberg etwa fünf Kilometer westlich von Bamberg am Zusammenfluss von Regnitz und Main.

Der Name des Ortes leitet sich von Bischofsberg ab. Der Bischof von Würzburg soll dem Ortsgründer aufgetragen haben, am Zusammenfluss von Main und Regnitz einen Stützpunkt anzulegen.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Bischberg liegt in der Planungsregion Oberfranken-West.

NachbargemeindenBearbeiten

Nächstgelegene Bahnstationen sind die Bahnhöfe in Bamberg, Hallstadt und Oberhaid. Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Oberhaid, Bamberg, Stegaurach, Walsdorf, Lisberg und Viereth-Trunstadt.

Gemeindeteile und GemarkungenBearbeiten

Bischberg gliedert sich in fünf Ortsteile[2]:

EinwohnerzahlenBearbeiten

Die Einwohnerzahlen zum 1. Januar 2018:[3]

Gemeindeteil Hauptwohnsitz Nebenwohnsitz Gesamt
Bischberg 4359 232 4591
Trosdorf 822 43 865
Tütschengereuth 693 11 704
Weipelsdorf 237 16 253
Gemeinde gesamt 6111 302 6413

GeschichteBearbeiten

 
Urkunde aus dem Jahr 1013, in der Bischberg erstmals erwähnt ist
 
Bevölkerungsentwicklung seit 1840[4]

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Bischberg wurde 1013 durch König Heinrich II. erstmals urkundlich als „Biscoffesberge“ erwähnt[5]. Die erste Siedlung wurde wohl auf einer Anhöhe errichtet, wovon sich der Ortsname ableitet. Der Ort feierte 2013 sein offizielles Festjahr zum 1000-jährigen Bestehen.

Bischberg gehörte vor der Säkularisation zum Hochstift Bamberg, ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis. Bedeutendster Grundherr war das Kloster Michelsberg, das im 18. Jahrhundert auch die Ortsherrschaft innehatte. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehörte der Ort wie weite Teile Frankens zum Königreich Bayern (Siehe auch Geschichte Frankens).[6] Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Trosdorf eingegliedert.[7]

FlößereiBearbeiten

Durch die Lage Bischbergs am Zusammenfluss von Main und Regnitz wurde der Ort für die Flößer aus dem Frankenwald zu einer wichtigen Station. Es war der zweite Halteplatz nach Schwürbitz für die aus der Kronacher Gegend kommenden Flöße. Weil dort die Regnitz den Main wesentlich verstärkte, wurden die Böden in Bischberg zu Mainflößen zusammengefügt, die etwa hundert Meter lang und acht Meter breit waren[8]. Die Verkehrsentwicklung auf Straße und Schiene ließ die Flößerei aussterben.

ReligionBearbeiten

Laut Zensus am 9. Mai 2011 sind 71,5 % der Einwohner römisch-katholisch und 14,4 % evangelisch-lutherisch. 14,1 % haben eine andere Religion oder sind konfessionslos.

PolitikBearbeiten

Hauptamtlicher Bürgermeister ist seit 1996 Johann Pfister von der Bürger-Initiative (BI). Er setzte sich zuletzt bei der Wahl 2014 bei drei Gegenkandidaten mit 54,49 % der Stimmen durch.

Bürgermeister seit 1978Bearbeiten

Bürgermeister der Gemeinde Bischberg
Nr. Bild Name (Lebensdaten) Partei Amtsantritt Ende der Amtszeit Länge der Amtszeit
1 Alfred Wachter

(1923–1997)

CSU 1978 1990 12 Jahre
2 Andreas Will

(* 1950)

CSU 1990 1996 6 Jahre
3 Johann Pfister

(* 1951)

BI 1996 (im Amt) (23 Jahre und 23 Tage, andauernd)

Ergebnisse der GemeinderatswahlenBearbeiten

Hier wird die Sitzverteilung bei den Gemeinderatswahlen ab 1984 angegeben.

Sitzverteilung

Jahr Gesamt BI CSU AB SPD Grüne FWG FFB BB WGr
2014 20 6 5 3 2 2 1 1
2008 20 6 6 2 3 1 1 1
2002 20 7 5 2 3 1 1 1
1996 20 7 8 3 1 1 BI
1990 20 5 7 6 2 BI
1984 20 3 8 5 1 3
1978 16 7 4 3 2
  • AB: Aktive Bürger
  • BB: Bürgerblock, 1990 und 1996 Listenverbindung mit der Bürgerinitiative
  • BI: Bürger-Initiative
  • FFB: Forum für Bischberg
  • FWG: Freie Wählergemeinschaft
  • WGr: Wählergruppen

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Rot über silbernem Dreiberg zwei schräg gekreuzte, zugekehrte silberne Bischofsstäbe, überdeckt von einer goldenen Schalenwaage.“

Der Dreiberg und die beiden Bischofsstäbe stehen für die beiden Bestandteile des Wortes Bischberg. Die Bischofsstäbe stehen außerdem für die Hochstifte Würzburg und Bamberg. Die Waage symbolisiert als ein Attribut des Erzengels Michael das Bamberger Kloster Michelsberg, das im 18. Jahrhundert die Herrschaft über den Ort innehatte. Das heutige Wappen wurde 1968 vom bayerischen Innenministerium genehmigt.

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Seit August 1987 besteht eine Partnerschaft mit Montauban-de-Bretagne, Frankreich.[9]

BildungseinrichtungenBearbeiten

Die Gemeinde Bischberg verfügt über folgende Bildungseinrichtungen:

  • Grundschule Bischberg
  • Mittelschule Bischberg

Freizeit- und SportanlagenBearbeiten

In den Gemeindeteilen gibt es jeweils Fußballplätze und unterhalb der Bischberger Hauptschule ein gemeindliches Hallenbad mit einem 25-Meter-Becken.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Dachverband der Bischberger Vereine ist der Ortskulturring Bischberg.

Sport und SportvereineBearbeiten

  • Die RKB Solidarität Bischberg 1925 e. V. ist mehrfacher Deutscher Meister im Rasenradball.
  • Die erste Mannschaft des Fußballclubs 1. FC Bischberg 1926 e. V. spielt in der Kreisklasse Bamberg 1; die Jugendabteilung besitzt Mannschaften von der G- bis zur A-Jugend.
  • Derzeit hat der Sportkegelklub 1. SKK Bischberg e. V. 95 Mitglieder, davon sind 40 aktiv. Die Erste Damenmannschaft spielt in der Regionalliga Oberfranken/Unterfranken, die Erste Herrenmannschaft in der Bezirksliga Süd und die Jugend in der Bezirksklasse Süd. Für den Verein gewannen mehrere Akteure die Deutsche Meisterschaft.
  • TC Bischberg e.V. (5 Tennisplätze beim Ortsteil Weipelsdorf)
  • Die Mannschaften des Basketballvereins Bischberg Baskets e. V.(U 10, U 12, U 14, U 16, Damen, Herren) spielen von der Kreisklasse bis zur Bezirksoberliga. Die 1. Herrenmannschaft verpasste in der Saison 2013/14 nur knapp den Aufstieg in die höchste Basketballliga Oberfrankens (Bezirksoberliga).

MuseenBearbeiten

Im Ort befindet sich das Fränkische Fischereimuseum.

BauwerkeBearbeiten

 
Katholische Pfarrkirche St.Markus
 
Altarraum von St.Markus

Auffälligstes Bauwerk neben der Kirche ist das Untere Schloss, 1743 von Carl Maximilian Zollner von Brand anlässlich seiner Vermählung errichtet. Heute beherbergt das Gebäude unter anderem ein griechisches Speiselokal und wird als Standesamt genutzt.

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

Die Bischberger Kirchweih findet jährlich von Freitag bis Montag um den ersten Sonntag im September statt.

Kulinarische SpezialitätenBearbeiten

Durch die örtliche Fischerzunft gefangene und vermarktete Main- und Regnitzfische.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrsanbindungBearbeiten

Highspeed InternetBearbeiten

Bischberg ist seit 2011 weitestgehend mit schnellen DSL-Anschlüssen versorgt. Im März 2017 wurde zudem ein Vertrag[10] mit Stadtnetz Bamberg unterzeichnet, der die Versorgung des Industriegebietes der Gemeinde Bischberg mit Glasfaserleitungen bis in die ansässigen Gebäude vorsieht. Das Vorhaben wird vom Freistaat Bayern gefördert.

BrauereienBearbeiten

Auf dem Gemeindegebiet besteht noch die Brauerei zur Sonne in Bischberg. Bis 1995 gab es noch die Brauerei Zellmann im Gemeindeteil Tütschengereuth. Heute lässt sie ihr Bier bei der Schlossbrauerei Reckendorf brauen. In Trosdorf war die Brauerei Steuer bis 1968 und die Brauerei Wachter bis 1975 ansässig.

Freiwillige FeuerwehrenBearbeiten

Freiwillige Feuerwehren bestehen in Bischberg, Trosdorf und Tütschengereuth. In Weipelsdorf gibt es eine Löschgruppe.

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111101/182128&attr=OBJ&val=1107
  3. Einwohnerzahlen auf der Homepage der Gemeinde Bischberg
  4. Bayerisches Landesamt für Statistik: Genesis online
  5. Homepage Gemeinde Bischberg
  6. Johannes Neumann: Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803: Voraussetzungen und Folgen (PDF-Datei; 179 kB)
  7. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 673.
  8. Dokument der Flößergemeinschaft Wallenfels (PDF-Datei; 190kB)
  9. Website Gemeinde Bischberg
  10. Gewerbegebiet am Netz. In: infranken.de. Mediengruppe Oberfranken, 20. März 2017, abgerufen am 31. März 2017.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bischberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien