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Knetzgau

Gemeinde im Landkreis Haßberge in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Knetzgau
Knetzgau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Knetzgau hervorgehoben
Koordinaten: 49° 59′ N, 10° 33′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Haßberge
Höhe: 238 m ü. NHN
Fläche: 61,59 km2
Einwohner: 6541 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 106 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97478
Vorwahlen: 09527, 09529, 09528Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: HAS, EBN, GEO, HOH
Gemeindeschlüssel: 09 6 74 163
Gemeindegliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Rathaus 2
97478 Knetzgau
Website: www.knetzgau.de
Bürgermeister: Stefan Paulus (SPD / CWG)
Lage der Gemeinde Knetzgau im Landkreis Haßberge
ErmershausenMaroldsweisachPfarrweisachUntermerzbachBundorfEbernRentweinsdorfBurgpreppachAidhausenRiedbachHofheim in UnterfrankenKirchlauterBreitbrunn (Unterfranken)EbelsbachStettfeldEltmannOberaurachKönigsberg in BayernGädheimHaßfurtZeil am MainSand am MainTheresWonfurtRauhenebrachKnetzgauThüringenThüringenLandkreis CoburgLandkreis LichtenfelsBambergLandkreis BambergLandkreis BambergLandkreis Rhön-GrabfeldLandkreis Bad KissingenLandkreis SchweinfurtKarte
Über dieses Bild

Knetzgau ist eine Gemeinde im Landkreis Haßberge im Osten des bayerischen Regierungsbezirks Unterfranken.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Knetzgau liegt am nördlichen Rand des Naturparks Steigerwald auf einer Höhe von etwa 238 m ü. NN. Es liegt am Main, etwa fünf Kilometer südöstlich von Haßfurt am Rande der Haßberge.

NachbargemeindenBearbeiten

Die Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Haßfurt, Zeil am Main, Sand am Main, Oberaurach, Donnersdorf und Wonfurt.

GliederungBearbeiten

Knetzgau gliedert sich in neun Ortsteile:[2]

GeschichteBearbeiten

Die erste schriftliche Erwähnung erfolgte um das Jahr 780 in der Ilbicschen Schenkungsurkunde, worin der Ort unter dem Namen Knetzcegewe genannt wird. Knetzgau war Teil des Amtes Zeil des Hochstiftes Bamberg, das ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis gehörte, und fiel im Reichsdeputationshauptschluss 1803 an Bayern. Im Zuge von Grenzbereinigungen kam es 1810 mit dem Amt Zeil zum Großherzogtum Würzburg und mit diesem 1814 endgültig zu Bayern.
Im Schloßweg 12 befand sich die Wasserburg Burg Knetzgau.

Am 1. Januar 1973 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Wohnau eingegliedert. Am 1. Juli 1974 kamen Eschenau, Westheim bei Haßfurt und Zell am Ebersberg hinzu. Größere Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Hainert folgten am 1. Januar 1976.[3]

PolitikBearbeiten

 
Das Zentrum von Knetzgau mit dem Nachbau eines Schelchs (ehemaliges Fischerboot)
 
Rathaus der Gemeinde Knetzgau

GemeinderatBearbeiten

Bei den Kommunalwahlen der vergangenen Jahre ergab sich jeweils folgende Sitzverteilung:

Partei / Liste Sitze 1996 Sitze 2002 Sitze 2008 Sitze 2014
CSU 7 8 6 6
SPD 3 3 3 3
Christliche Wählergemeinschaft 5 4 5 5
Junge Liste 2 2 2 2
WG InteressierteR 1 1
Mündige Bürger 1 2 2
FDP 2 3
Grüne / Ökologische Liste 1
Gesamt 20 20 20 20

BürgermeisterBearbeiten

  • 1972–1990 Franz Hofmann (CSU)
  • 1990–2008 Werner Schneider (CSU)
  • seit 2008 Stefan Paulus (SPD/CWG)

Gemeindeteile mit EinwohnerzahlenBearbeiten

Gemeindeteil Einwohner 2008* Einwohner 2006*
Knetzgau 3.520 3.568
Eschenau 180 193
Hainert 338 337
Oberschwappach 542 543
Unterschwappach 163 172
Westheim 869 885
Wohnau 99 98
Zell am Ebersberg0 765 786
Gesamt 6.476 6.582

* jeweils 31. Dezember

Einwohner der Gesamtgemeinde Knetzgau mit allen Ortsteilen am 1. Juli 2015: 6770.

GemeindepartnerschaftBearbeiten

Seit 1990 pflegt Knetzgau eine Partnerschaft mit der Gemeinde Gleichamberg im Landkreis Hildburghausen, Thüringen.

Bildung, Kultur und SozialesBearbeiten

  • An Bildungseinrichtungen gibt es fünf Kindergärten und Horte sowie eine Grund- und Mittelschule. Volkshochschule und Gemeindebücherei ergänzen das Bildungsangebot.
  • Kirchengemeinden bestehen in Eschenau und Westheim für evangelisch-lutherische Gläubige und in Knetzgau für Katholiken.
  • In der Gemeinde bestehen zwei Einrichtungen der Altenpflege.
  • Für Freizeit und Sport stehen eine Mehrzweckhalle und ein Hallenbad zur Verfügung

Sehenswürdigkeiten und BaudenkmälerBearbeiten

  • Schloss Oberschwappach
  • Steigerwaldrand
  • Mainschleuse Knetzgau
  • Pfarrkirche St. Bartholomäus, Knetzgau
  • Siechkapelle
  • Böhlgrund Zell am Ebersberg
  • Schloßberg Zell am Ebersberg, Weinlage mit Mauerresten einer Burg
Baudenkmäler

VerkehrsverbindungenBearbeiten

  • Knetzgau liegt südlich des schiffbaren Flusses Main.
  • Drei Kilometer sind es bis zur B 26.
  • Die Autobahn A 70 (Bayreuth–Schweinfurt) verläuft einen Kilometer entfernt (eigene Abfahrt).
  • Fünf Kilometer sind es bis zur Bahnstrecke Bamberg–Würzburg (Bahnhof Zeil); ebenso weit ist es zum Bahnhof Haßfurt, jedoch verkehrstechnisch günstiger.

Besondere EreignisseBearbeiten

  • 2009 fand in Knetzgau das Bayern-3-Dorffest statt.

LiteraturBearbeiten

  • Karl Bosl: Knetzgau im Widerspiel der herrschaftlichen und gesellschaftlichen Kräfte, vor allem in der frühen Neuzeit. Gemeinde Knetzgau, Knetzgau 1980.
  • Rainer Wailersbacher: 1200 Jahre Knezcegewe – Knetzgau. Haßfurt 1980.
  • Rainer Wailersbacher: Aus dem Inhalt der Turmkugel-Urkunden von 1817 Dr. Johann Heinrich Keßler und seine Zeit: „Kurze Beschreibung der wichtigsten Ereignisse, welche sich zur Zeit der Wiedererbauung des Knetzgauer Kirchenturmes zugetragen haben“. Gemeinde Knetzgau, Knetzgau 1980.
  • Rainer Wailersbacher: Siebenhundert Jahre Swapach – Eschenawe – Wunnawe Ober-, Unterschwappach, Eschenau, Wohnau. Gemeinde Knetzgau, Knetzgau 1986.
  • Rainer Wailersbacher: Schloß Oberschwappach. Hausmüller, Zeil a. Main 1992.
  • 750 Jahre Pfarrei St. Bartholomäus Knetzgau 1244–1994. Hrsg.: Kath. Pfarramt Knetzgau. Red.: William Thomas; Manfred Glass. Pfarrei Sankt Bartholomäus, Knetzgau 1994.
  • Rainer Wailersbacher: Der Bauernkrieg im Knetzgau. Gemeinde Knetzgau, Knetzgau 2000.
  • Rainer Wailersbacher: Der Knetzgauer Friedhof und seine Kreuzweg-Stationen. Gemeinde Knetzgau, Knetzgau 2001.
  • Rainer Wailersbacher, Leo Maag: Die Knetzgauer Straßennamen – eine Heimatgeschichte. Gemeinde Knetzgau, Knetzgau 2002.
  • Rainer Wailersbacher: Die Knetzgauer Erstbeurkundung von 911. Gemeinde Knetzgau, Knetzgau 2005.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Knetzgau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. bayerische-landesbibliothek-online.de
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 758 und 759.