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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Strullendorf
Strullendorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Strullendorf hervorgehoben
Koordinaten: 49° 50′ N, 10° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bamberg
Höhe: 251 m ü. NHN
Fläche: 31,7 km2
Einwohner: 7947 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 251 Einwohner je km2
Postleitzahl: 96129
Vorwahlen: 09543, 09505
Kfz-Kennzeichen: BA
Gemeindeschlüssel: 09 4 71 195
Gemeindegliederung: 8 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Forchheimer Str. 32
96129 Strullendorf
Website: www.strullendorf.de
Bürgermeister: Wolfgang Desel (CSU)
Lage der Gemeinde Strullendorf im Landkreis Bamberg
Landkreis HaßbergeLandkreis SchweinfurtLandkreis KitzingenLandkreis Neustadt an der Aisch-Bad WindsheimPommersfeldenLandkreis Erlangen-HöchstadtLandkreis CoburgLandkreis KulmbachLandkreis BayreuthLandkreis LichtenfelsBambergLandkreis ForchheimZückshuter ForstWinkelhofer ForstSteinachsrangenSembergLindach (gemeindefreies Gebiet)Koppenwinder ForstHauptsmoorwaldGeisberger ForstEichwald (gemeindefreies Gebiet)Ebracher ForstEbracher ForstWalsdorf (Oberfranken)RattelsdorfBaunachReckendorfLauter (Oberfranken)Gerach (Oberfranken)Gundelsheim (Oberfranken)HallstadtSchlüsselfeldZapfendorfWattendorfViereth-TrunstadtStrullendorfStegaurachStadelhofenSchönbrunn im SteigerwaldScheßlitzPriesendorfPommersfeldenPommersfeldenPettstadtOberhaid (Oberfranken)LitzendorfLisbergKönigsfeld (Oberfranken)KemmernHirschaidFrensdorfEbrachButtenheimBurgwindheimBurgebrachBreitengüßbachBischbergAltendorf (Landkreis Bamberg)MemmelsdorfKarte
Über dieses Bild

Strullendorf ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bamberg in Bayern mit knapp 8000 Einwohnern.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

 
Links im Tal Wernsdorf (OT von Strullendorf) mit Blick auf den Hauptsmoorwald

Geografische LageBearbeiten

Strullendorf liegt in einem Tal und ist teilweise vom Hauptsmoorwald umgeben, in dessen Nähe die Hauptsmoorhalle steht. Der Hauptsmoorwald reicht bis Bamberg und wurde von der US Army teilweise als Truppenübungsplatz verwendet.

NachbargemeindenBearbeiten

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Litzendorf, Heiligenstadt in Oberfranken, Buttenheim, Hirschaid, Pettstadt und Bamberg.

Als landschaftlich schön gilt in Strullendorf die Lindenallee mit ihren großen alten Bäumen.

GemeindegliederungBearbeiten

Strullendorf gliedert sich in acht Ortsteile (Einwohnerzahlen in Klammern, Stand 31. Dezember 2010)[2][3]:

Es gibt folgende Gemarkungen: Amlingstadt, Geisfeld, Leesten, Mistendorf, Roßdorf am Forst, Wernsdorf, Zeegendorf, Strullendorf, Geisberger Forst, Hauptsmoor.

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Die erste urkundliche Erwähnung verdankt Strullendorf einer Verpfändung von 1247 durch Heinrich I. von Bilversheim. Die Nürnberger Patrizierfamilie der Tockler besaß bis zum 16. Jahrhundert den Tocklerhof in Strullendorf. Dieser und die bereits 1348 genannten Zeidelhuben (Waldbienenzucht) waren von großer wirtschaftlicher Bedeutung für den Ort. 1796 wurde der Ort von den Franzosen niedergebrannt.[4] Strullendorf gehörte zum Hochstift Bamberg und ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort wie weite Teile Frankens zu Bayern (Siehe auch Geschichte Frankens).[5] Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Der Name des Ortes wird von einem fränkischen Edelfreien namens Strollo abgeleitet.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Januar 1972 wurden Leesten, Mistendorf und Wernsdorf eingemeindet.[6] Am 1. Juli 1972 trat Strullendorf den Ortsteil Bughof an Bamberg ab. Am 1. Januar 1978 kam Roßdorf am Forst hinzu. Amlingstadt, Geisfeld und Zeegendorf folgten am 1. Mai 1978.[7]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1961: 4740 Einwohner
  • 1970: 5736 Einwohner
  • 1987: 6489 Einwohner
  • 1991: 7132 Einwohner
  • 1995: 7705 Einwohner
  • 2000: 7846 Einwohner
  • 2005: 7823 Einwohner
  • 2010: 7660 Einwohner
  • 2015: 7956 Einwohner

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Am 24. März wurde der am 16. März 2014 neu gewählte Erste Bürgermeister Wolfgang Desel von der CSU in einer öffentlichen Gemeinderatssitzung vereidigt. Er gewann die Wahl im ersten Wahlgang mit 58,32 % der gültigen Stimmen gegen die Kandidaten der SPD und des Bürgerblocks.[8]

Sein Vorgänger war von 1996 bis 2013 Andreas Schwarz (SPD), der 2008 mit 71,43 % der Stimmen bei einem Gegenkandidaten wiedergewählt wurde. Im Jahre 1996 konnte sich Schwarz gegen den damaligen Amtsinhaber Bruno Weiß (CSU) mit 65,29 % der Stimmen durchsetzen, sechs Jahre später erzielte er bei einem Gegenkandidaten 69,97 %.

Bei der Bundestagswahl 2013 wurde Schwarz über die Landesliste der SPD in den Bundestag gewählt. Bis zum Amtsantritt des neu gewählten Bürgermeisters übernahm der Zweite Bürgermeister Ludwig Werner vom Bürgerblock die Amtsgeschäfte.[9]

Gemeinderatswahl 2014Bearbeiten

Der Gemeinderat besteht aus folgenden Parteien und Wählergemeinschaften[10]:

  • CSU 8 Sitze
  • SPD 4 Sitze
  • Bürgerblock 4 Sitze
  • Neue Liste 4 Sitze

Gemeinderatswahl 2008Bearbeiten

  • CSU 7 Sitze
  • SPD 6 Sitze
  • Bürgerblock 4 Sitze
  • Neue Liste 3 Sitze

Gemeinderatswahl 2002Bearbeiten

  • CSU 7 Sitze
  • SPD 6 Sitze
  • Bürgerblock 4 Sitze
  • Neue Liste 3 Sitze

JugendparlamentBearbeiten

Seit 2005 hat Strullendorf ein Jugendparlament mit eigenem Jungbürgermeister. Das Jugendparlament verfügt über ein Budget von 1200 Euro pro Jahr.

WappenBearbeiten

Die amtliche Beschreibung (Blasonierung) des Strullendorfer Wappens lautet: „Geteilt von Gold und Rot; oben drei zwei zu eins gestellte schwarze Mohrenköpfe, unten eine goldene Biene.“[11]

Das Wappen führt die Gemeinde seit 1965 auf Beschluss des damaligen Gemeinderats und mit Zustimmung des bayerischen Innenministeriums.[12] Es enthält Elemente (schwarze Mohrenköpfe) des Familienwappens der Tockler. Die Biene im unteren roten Teil weist auf die historisch belegte Waldbienenzucht im Hauptsmoorwald hin.

BaudenkmälerBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

1922 entstand das Kraftwerk Hirschaid. Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 900 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 2923. Im verarbeitenden Gewerbe gab es vier, im Bauhauptgewerbe zwölf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 96 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1515 Hektar, davon waren 1231 Hektar Ackerfläche und 279 Hektar Dauergrünfläche.

Freiwillige FeuerwehrenBearbeiten

In allen Ortsteilen gibt es Freiwillige Feuerwehren.

IndustrieBearbeiten

  • Georg Gunreben GmbH & Co. KG (Parkettfabrik)
  • Janker Entsorgung GmbH
  • Kramp (Landtechnik)
  • Spedition Pflaum GmbH (Logistik)

BrauereienBearbeiten

In der Gemeinde gibt es drei Brauereien:

  • Brauerei Krug, Geisfeld
  • Brauerei Griess, Geisfeld
  • Brauerei Sauer, Roßdorf am Forst

BildungBearbeiten

Es gibt folgende Einrichtungen[13]:

  • drei Kindergärten, diverse Kinderkrippen und Mittagsbetreuung
  • Grund- und Mittelschule Strullendorf
  • Volksschule Amlingstadt
  • Musikschule Strullendorf

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

MedienBearbeiten

Auf dem Geisberg nördlich des Ortsteils Zeegendorf betreibt der Bayerische Rundfunk den Sender Bamberg auf dem Geisberg und auf der Erhebung Wachknock etwas südlich von Zeegendorf bei Buttenheim-Kälberberg die Deutsche Telekom den Sender Bamberg auf dem Wachknock.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 5. Januar 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.strullendorf.de Einwohnerzahlen auf strullendorf.de
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111101/234210&attr=OBJ&val=1135
  4. http://bavarica.digitale-sammlungen.de/resolve/display/bsb10622189.html
  5. Johannes Neumann: Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803: Voraussetzungen und Folgen (PDF-Datei; 179 kB)
  6. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 430.
  7. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 672.
  8. [1], abgerufen 28. März 2014
  9. Impressum der Gemeinde-Homepage, abgerufen am 16. Februar 2014.
  10. [2], abgerufen 28. März 2014
  11. https://www.hdbg.eu/gemeinden/web/index.php/detail?rschl=9471195
  12. Unser Bayern. Heimatbeilage der Bayerischen Staatszeitung, 1965, S. 24
  13. http://www.strullendorf.de/cms/core/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=49&Itemid=70
  14. Handbuch des KSCV, 1985

WeblinksBearbeiten

  Commons: Strullendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  Wikivoyage: Strullendorf – Reiseführer