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Lauter (Oberfranken)

Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bamberg

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Die Gemeinde liegt in der Region Oberfranken-West am Bach Lauter, der in Baunach in den Fluss Baunach fließt.

NachbargemeindenBearbeiten

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Baunach, Oberhaid, beide Landkreis Bamberg, Stettfeld und Ebelsbach, beide Landkreis Haßberge.

GemeindegliederungBearbeiten

Lauter gliedert sich in sechs Ortsteile (mit Einwohnerzahlen, Stand: 9. Januar 2018)[2][3]:

Es gibt die Gemarkungen Deusdorf, Lauter, Leppelsdorf und Appendorf.

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Papst Innozenz IV. bestätigte 1251 in einer Urkunde die in Lauter gelegenen Güter und Privilegien des Klosters Michelsberg. Lauter gehörte zum Hochstift Bamberg und ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis. Die Grafen von Truhendingen hatten ihren Sitz auf der bei Lauter gelegenen Stufenburg. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort wie weite Teile Frankens zu Bayern (Siehe auch Geschichte Frankens).[4] Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

VerwaltungszugehörigkeitBearbeiten

Am 1. Juli 1972 kam Lauter mit all seinen späteren Ortsteilen vom aufgelösten Landkreis Ebern zum Landkreis Bamberg und somit von Unter- nach Oberfranken.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. April 1971 wurde ein Teil der ehemaligen Gemeinde Appendorf eingegliedert.[5]

Im Jahr 1875 wurde die Gemeinde Leppelsdorf amtlich in Deusdorf umbenannt.[5] Am 1. Mai 1978 kam Deusdorf zu Lauter.[6]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1961: 1013 Einwohner
  • 1970: 1000 Einwohner
  • 1987: 1024 Einwohner
  • 1991: 1072 Einwohner
  • 1995: 1103 Einwohner
  • 2000: 1124 Einwohner
  • 2005: 1191 Einwohner
  • 2010: 1135 Einwohner
  • 2015: 1151 Einwohner

ReligionBearbeiten

Laut Zensus am 9. Mai 2011 sind 80,0 % der Einwohner römisch-katholisch und 10,7 % evangelisch-lutherisch. 9,3 % haben eine andere Religion oder sind konfessionslos.

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist Armin Postler (CSU), der 2002 mit 60,89 % der Stimmen gewann. 2008 wurde er mit 85,95 % der Stimmen und 2014 mit 88,16 % wiedergewählt. Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Manfred Beierlieb (Freie Wähler), der sich 1996 mit 67,51 % der Stimmen gegen Hans-Jürgen Zitzelsberger (CSU) durchgesetzt hatte.

GemeinderatswahlenBearbeiten

Die Kommunalwahlen 1996, 2002, 2008 und 2014 führten zu den folgenden Sitzverteilungen im Gemeinderat:

1996 2002 2008 2014
CSU 06 07 07 08
Freie Wähler 06 05 05 04
gesamt 12 12 12 12

WappenBearbeiten

Die Wappenbeschreibung lautet: „In Rot zwei silberne Flüge mit jeweils nach innen wachsenden, bekleideten, silbernen Armen, die den Stil eines senkrecht gestellten goldenen Rostes halten.“

BaudenkmälerBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 391. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 32 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 315 Hektar, davon waren 247 Hektar Ackerfläche und 67 Hektar Dauergrünfläche.

Freiwillige FeuerwehrenBearbeiten

Freiwillige Feuerwehren gibt es in Appendorf, Deusdorf, Lauter und Leppelsdorf. Die Feuerwehr Lauter verfügt über ein LF 8 sowie ein MZF.

BrauereienBearbeiten

Auf dem Gebiet der Gemeinde Lauter besteht heute keine Brauerei mehr. Die Brauerei Fößel im Ortsteil Appendorf schloss im Jahr 2016.

BildungBearbeiten

Es gibt einen Kindergarten mit 50 Plätzen (Stand: 1999).

SportvereineBearbeiten

Sportvereine sind die SpVgg Lauter, deren Fußballabteilung in der Kreisliga, Kreis Bamberg/Bayreuth spielt, und der Kegelclub Keilschoner Deusdorf.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111101/204626&attr=OBJ&val=1121
  3. http://www.vg-baunach.de/index.php?id=0,144
  4. Johannes Neumann: Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803: Voraussetzungen und Folgen (PDF-Datei; 179 kB)
  5. a b Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 453.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 673.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Lauter (Oberfranken) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien