Bibow

Gemeinde in Deutschland

Bibow ist eine Gemeinde im Osten des Landkreises Nordwestmecklenburg in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Neukloster-Warin mit Sitz in der Stadt Neukloster verwaltet.

Wappen Deutschlandkarte
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Bibow
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bibow hervorgehoben

Koordinaten: 53° 47′ N, 11° 39′ O

Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Nordwestmecklenburg
Amt: Neukloster-Warin
Höhe: 25 m ü. NHN
Fläche: 23,12 km2
Einwohner: 376 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 16 Einwohner je km2
Postleitzahl: 19417
Vorwahl: 038482
Kfz-Kennzeichen: NWM, GDB, GVM, WIS
Gemeindeschlüssel: 13 0 74 006
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Hauptstraße 27
23992 Neukloster
Website: Bibow auf www.stadt-neukloster.de
Bürgermeister: Dettlef Lukat
Lage der Gemeinde Bibow im Landkreis Nordwestmecklenburg
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Über dieses Bild

GeografieBearbeiten

Das Gemeindegebiet Bibows grenzt im Süden direkt an den Landkreis Ludwigslust-Parchim und gehört zum äußersten Nordwesten der Sternberger Seenplatte. Die zwischen dem Bibowsee und dem Neuhofer See liegende Gemeinde ist rund 20 Kilometer von der Hansestadt Wismar entfernt.

Umgeben wird Bibow von den Nachbargemeinden Jesendorf und Zurow im Norden, Warin und Blankenberg im Osten, Kloster Tempzin im Süden, Dobin am See im Südwesten sowie Ventschow im Westen.

Zu Bibow gehören die Ortsteile Dämelow, Hasenwinkel, Neuhof und Nisbill. Die Ortsteile Dämelow und Neuhof wurden am 1. Juni 1992 aus der Gemeinde Ventschow ausgegliedert und nach Bibow eingemeindet.

GeschichteBearbeiten

 
Dorfkirche in Bibow

Bibow war der Stammsitz des erstmals im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnten Rittergeschlechts von Bibow, die in der Gegend zahlreiche Güter besaßen und u. a. in den Kirchen zu Rerik und Westenbrügge heute Spuren hinterließen.
Bis in die 1970er-Jahre gab es einen Ort namens Neu Bibow mit vier Häusern, die nicht mehr existieren.

Nisbill: Das Gutshaus Nisbill, ein siebenachsiges Fachwerkhaus mit Krüppelwalm, wurde Anfang des 18. Jahrhunderts gebaut und ist heute eine Ruine. Der Ort wurde am 1. Oktober 1936 erstmals nach Bibow eingemeindet, wurde am 1. August 1946 wieder eigenständig und am 16. Juli 1970 erneut Bibow angeschlossen.

PolitikBearbeiten

Gemeindevertretung und BürgermeisterBearbeiten

Der Gemeinderat besteht (inkl. Bürgermeister) aus 6 Mitgliedern. Die Wahl zum Gemeinderat am 26. Mai 2019 hatte folgende Ergebnisse[2]:

Partei/Bewerber Prozent Sitze[3]
Wählergruppe Gemeinsam für Bibow 50,00 3
Wählergruppe Die Alternative 35,23 2
Einzelbewerber Heyenn 14,77 1

Bürgermeister der Gemeinde ist Dettlef Lukat, er wurde mit 55,77 % der Stimmen gewählt.[4]

DienstsiegelBearbeiten

Die Gemeinde verfügt über kein amtlich genehmigtes Hoheitszeichen, weder Wappen noch Flagge. Als Dienstsiegel wird das kleine Landessiegel mit dem Wappenbild des Landesteils Mecklenburg geführt. Es zeigt einen hersehenden Stierkopf mit abgerissenem Halsfell und Krone und der Umschrift „GEMEINDE BIBOW“.[5]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Ehemaliges Gutshaus Schloss Hasenwinkel
 
Ehemaliges Gutshaus Neuhof

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Die Landwirtschaft ist prägender Wirtschaftsfaktor in der Gemeinde (Wariner Pflanzenbau e. G.).

VerkehrsanbindungBearbeiten

Durch das Gemeindegebiet verläuft die Bundesautobahn 14, die die Ostseeautobahn A 20 mit der Bundesautobahn 24 (BerlinHamburg) verbindet. Bei Dämelow führt die 501 Meter lange Brücke der A 14 über das Mühlenbachtal. Die nächsten Anschlussstellen sind Jesendorf und Schwerin-Nord.

Bibow liegt an der Bahnstrecke Hamburg-Schwerin–Rostock, hat jedoch keinen Bahnhof; die nächsten Bahnhöfe befinden sich in den Nachbargemeinden Ventschow und Blankenberg.

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Helmold von Plesse († 1186), vermutlicher Stifter der Dorfkirche. (?) [6]
  • Carl Johann Friedrich Franz Bassewitz (1809–1907), Pastor in Goldberg[7]
  • Freiherr Carl Friedrich von Langen, Neuhof – zweifacher deutscher Olympiasieger im Reiten 1928 (im Schlosspark begraben)

LiteraturBearbeiten

  • Friedrich Schlie: Die Kunst- und Geschichts-Denkmäler des Grossherzogthums Mecklenburg-Schwerin. Die Amtsgerichtsbezirke Hagenow, Wittenburg, Boizenburg, Lübtheen, Dömitz, Grabow, Ludwigslust, Neustadt, Crivitz, Brüel, Warin, Neubukow, Kröpelin und Doberan. III. Band. Schwerin 1899, S. 472–474 (Digitalisat im Internet Archive [abgerufen am 29. Juli 2015]).

WeblinksBearbeiten

Commons: Bibow – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2020 (XLS-Datei) (Amtliche Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wahlergebnisse auf www.amt-neukloster-warin
  3. Reihenfolge nach Stimmenanteil
  4. Wahlergebnisse auf www.amt-neukloster-warin
  5. Hauptsatzung § 1
  6. Wenn der Chor der Kirche zu Bibow um 1296 nach Dendrodaten von Dr. Tilo Schöfbeck errichtet wurde, wie kann dann der schon 110 Jahre früher verstorbene Helmhold von Plessen der Stifter der Dorfkirche sein?
  7. Ältester Korpsstudent Deutschlands (VfcG)