Alt Meteln

Gemeinde im Landkreis Nordwestmecklenburg in Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland

Alt Meteln ist eine Gemeinde im Norden des Landkreises Nordwestmecklenburg in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Lützow-Lübstorf mit Sitz in der Gemeinde Lützow verwaltet.

Wappen Deutschlandkarte
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Alt Meteln
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Alt Meteln hervorgehoben

Koordinaten: 53° 45′ N, 11° 20′ O

Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Nordwestmecklenburg
Amt: Lützow-Lübstorf
Höhe: 49 m ü. NHN
Fläche: 23,07 km2
Einwohner: 1158 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 50 Einwohner je km2
Postleitzahl: 19069
Vorwahl: 03867
Kfz-Kennzeichen: NWM, GDB, GVM, WIS
Gemeindeschlüssel: 13 0 74 001
Adresse der Amtsverwaltung: Dorfmitte 24
19209 Lützow
Website: gemeinde-alt-meteln.de
Bürgermeister: Hans-Jürgen Zobjack
Lage der Gemeinde Alt Meteln im Landkreis Nordwestmecklenburg
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GeografieBearbeiten

Die Gemeinde Alt Meteln liegt 15 Kilometer nördlich von Schwerin in einem Grundmoränengebiet, dessen Hügel den Spiegel des Schweriner Sees im Osten und das Tal der oberen Stepenitz im Westen etwa um 30 Meter überragen. Der Aubach fließt durch das Gemeindegebiet in Richtung Schwerin. Die höchste Erhebung bildet der Alandsberg mit 74 m ü. NHN im Ortsteil Neu Meteln.

Umgeben wird Alt Meteln von den Nachbargemeinden Bobitz im Norden, Zickhusen im Nordosten, Lübstorf im Osten, Klein Trebbow im Südosten, Cramonshagen im Südwesten, Dalberg-Wendelstorf im Westen sowie Testorf-Steinfort im Nordwesten.

Zu Alt Meteln gehören die Ortsteile Alt Meteln, Ausbau, Böken, Grevenhagen, Hof Meteln, Moltenow und Neu Meteln.

GeschichteBearbeiten

Alt Meteln wurde erstmals urkundlich 1284 erwähnt, als Graf Helmold von Schwerin mehrere Dörfer, darunter auch „Metle“ (Alt Meteln) vom Bischof Hermann von Schwerin zu Lehen nahm.[2] Der Ortsname lässt eine Besiedlung aus Westfalen vermuten, vgl. Metelen im Münsterland. Am Ende des Dreißigjährigen Krieges lagen viele Höfe wüst. Als nach 1690 wieder mehr Höfe besetzt waren, gab es eine Schmiede und einen Krug. Zudem war ein Forsthof eingerichtet worden.

Die Dorfkirche wurde als gotische Backsteinkirche in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut. Auf der Westseite steht ein hölzerner Glockenstuhl mit drei Glocken.

Alt Meteln hat in den 1990er und 2000er Jahren seinen alten Dorfkern saniert und so viel von seinem dörflichen Charakter bewahrt.

Moltenow wurde 1433 mit seinem Rittergut erwähnt, das sich im 16. Jahrhundert im Besitz der Familie von Raven befand. Letzter Besitzer soll bis um 1945 die Familie von Suckow gewesen sein. Das zweigeschossige Gutshaus diente nach 1945 als Wohnhaus für Übersiedler und wurde später abgerissen.

Eingemeindungen

Hof Meteln und Moltenow wurden am 1. Juli 1950 eingemeindet.[3] Böken gehört seit dem 13. Juni 2004 zur Gemeinde Alt Meteln.[4]

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Die Gemeindevertretung von Alt Meteln besteht aus 10 Mitgliedern und dem Bürgermeister. Sie setzt sich seit der Kommunalwahl 2019 wie folgt zusammen:[5][6]

Partei / Liste Sitze
Freie Wählergemeinschaft (FWG) 6
CDU 1
Unabhängige Wählergemeinschaft Alt Meteln (UWG) 1
SPD 1
Die Linke 1

BürgermeisterBearbeiten

  • bis 2009: Dieter Franz
  • seit 2009: Hans-Jürgen Zobjack (Freie Wählergemeinschaft)[7]

In der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 wurde Zobjack ohne Gegenkandidat mit 86,9 % der gültigen Stimmen in seinem Amt bestätigt.[8]

Wappen, Flagge, DienstsiegelBearbeiten

Die Gemeinde verfügt über kein amtlich genehmigtes Hoheitszeichen, weder Wappen noch Flagge. Als Dienstsiegel wird das kleine Landessiegel mit dem Wappenbild des Landesteils Mecklenburg geführt. Es zeigt einen hersehenden Stierkopf mit abgerissenem Halsfell und Krone und der Umschrift „GEMEINDE ALT METELN • LANDKREIS NORDWESTMECKLENBURG“.[9]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Alt Meteln

VerkehrBearbeiten

Die Anschlussstelle Bobitz der Autobahn 20 liegt etwa zehn Kilometer von Alt Meteln entfernt, die Nachbargemeinde Lübstorf liegt an der Bundesstraße 106 von Wismar nach Schwerin sowie an der parallel verlaufenden Bahnstrecke Ludwigslust–Wismar.

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Alt Meteln – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2020 (XLS-Datei) (Amtliche Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Urkunde Nr. 1766. In: Mecklenburgisches Urkundenbuch Band III. 1865, abgerufen am 6. Mai 2015.
  3. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  4. Gebietsänderungen in Mecklenburg-Vorpommern 2004. (PDF; 61 kB) Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern, 28. Februar 2005, S. 7, abgerufen am 6. Mai 2015.
  5. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
  6. Mitglieder der Gemeindevertretung
  7. Aufschwung in den 1990ern. In: Schweriner Volkszeitung, 1. Juni 2016.
  8. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019
  9. Hauptsatzung § 1 Abs.3