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Bernburg (Saale)

Stadt der Reformation, Kreisstadt des Salzlandkreises, Sachsen-Anhalt, Deutschland
(Weitergeleitet von Bernburg)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bernburg (Saale)
Bernburg (Saale)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bernburg (Saale) hervorgehoben

Koordinaten: 51° 48′ N, 11° 45′ O

Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Salzlandkreis
Höhe: 85 m ü. NHN
Fläche: 113,47 km2
Einwohner: 32.674 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 288 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 06406, 06392
Vorwahl: 03471
Kfz-Kennzeichen: SLK, ASL, BBG, SBK, SFT
Gemeindeschlüssel: 15 0 89 030
Stadtgliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Schlossgartenstr. 16
06406 Bernburg (Saale)
Website: www.bernburg.de
Oberbürgermeister: Henry Schütze (parteilos)
Lage der Stadt Bernburg (Saale) im Salzlandkreis
BarbySeelandSeelandBördeaueSeelandBörde-HakelBörde-HakelIlberstedtBorneSeelandSeelandWolmirslebenGierslebenSeelandGüstenPlötzkauAlsleben (Saale)Nienburg (Saale)EgelnBarbyBernburgCalbe (Saale)Schönebeck (Elbe)BördelandKönnernHecklingenAscherslebenStaßfurtKarte
Über dieses Bild

Bernburg (Saale) ist die Kreisstadt des Salzlandkreises in der Mitte Sachsen-Anhalts. Bernburg liegt an der Saale etwa 40 Kilometer südlich von Magdeburg und 35 Kilometer nördlich von Halle (Saale). Bernburg ist historisch ein Teil von Anhalt und war Residenzstadt der Nebenlinie Anhalt-Bernburg.

GeografieBearbeiten

 
Stadtansicht 2009

Geografische LageBearbeiten

Bernburg liegt an der Saale südlich von Magdeburg und nördlich von Halle. Seine Lage südlich der Gletschervorstöße der letzten Eiszeit (vor etwa 12.000 Jahren) mitten im Schwarzerdegebiet der Magdeburger Börde bietet landwirtschaftlich gute Voraussetzungen. Im Gletschergarten am Stadtrand befinden sich noch Gesteinsplatten mit eiszeitlichen Schrammen.

StadtgliederungBearbeiten

Die Stadt Bernburg setzt sich zusammen aus der Berg- und der Talstadt (Zusammenschluss der beiden Städte am 21. März 1825). Die Talstadt Bernburg wiederum ist in die Alt- und die Neustadt Bernburg gegliedert. Hinzu kommen noch weitere Wohngebiete, wie z. B.:

  • Anton-Saefkow-Siedlung. Die von Architekt Leopold Fischer geplante Gartenstadt zwischen John-Schehr- und Horst-Heilmann-Straße wurde Ende der 1920er-Jahre erbaut. Sie wird im Volksmund „Zickzackhausen“ genannt, da die um 90 Grad gedrehten einzelnen Reihenhäuser in ihren Fronten versetzt sind.
  • Friedenshall (früher Solvayhall)
  • Harnack-Siedlung (früher Friedhofssiedlung)
  • Schulze-Boysen-Siedlung (früher Junkerssiedlung; Kopernikus-, Galilei- Bunsen- und Nernststraße) Die meisten Mehrfamilienhäuser aus den 1930er-Jahren wurden ab 2010 abgerissen. Der verbleibende Rest wird saniert und modernisiert.

Zu Bernburg gehören die acht Ortsteile:

Ortschaft Einwohner Ortsteile
AderstedtBaalbergeBiendorfGrönaPeißenPoleyPreußlitzWohlsdorfBernburgSalzlandkreis 
Die Ortschaften von Bernburg (Saale)
(anklickbare Karte)
Aderstedt 550 Aderstedt
Baalberge 1.363 Baalberge, Kleinwirschleben
Biendorf 810 Biendorf
Gröna 554 Gröna
Peißen 1.202 Peißen
Poley 602 Weddegast, Poley
Preußlitz 728 Leau, Plömnitz, Preußlitz
Wohlsdorf 505 Crüchern, Wohlsdorf

Die fünf Stadtteile sind:

Weitere Wohnplätze sind:

KlimaBearbeiten

 
Klimadiagramm von Bernburg[2][3]

Bernburg liegt inmitten des Mitteldeutschen Trockengebietes im Regenschatten des Harzes und ist dem Klimaraum des östlichen Harzvorlandes zugeordnet, dem trockensten Gebiet Deutschlands. Auf der Basis von Daten des Deutschen Wetterdienstes befindet sich Bernburg in einer Rangliste von 50 untersuchten deutschen Städten mit einer mittleren jährlichen Niederschlagsmenge von nur 469 Millimeter (Regenschatten des Harzes) auf dem letzten Platz. Die Lage in diesem Klimaraum bedingt auch höhere Sommertemperaturen, so wurde am 31. Juli 2018 mit 39,5 °C die höchste Jahrestemperatur in Deutschland gemessen. Die durchschnittliche Lufttemperatur in Bernburg beträgt 9,2 °C.

GeschichteBearbeiten

Von der Vorgeschichte bis 1600Bearbeiten

Bernburg ist namengebender Fundort für Siedlungsbelege der Bernburger Kultur, einer Untergruppe der jungsteinzeitlichen Trichterbecherkultur.

Das Gebiet um Bernburg ist durch fruchtbare Lössböden gekennzeichnet und zählte daher schon in früher Zeit zu den bevorzugten Siedlungsgebieten. Forschungsergebnisse von 2010 verorten die Siedlung Luppia, die Ptolemäus um das Jahr 150 n. Chr. in seinem Atlas Geographia verzeichnet hatte, im Raum Bernburg.[4][5] Im Frühmittelalter trennte die Saale die Wohngebiete der Germanen von denen der Slawen. Im Bereich der heutigen Stadt Bernburg lag einst ein günstiger Flussübergang. Die Saale machte allerdings damals einen Bogen und floss etwas weiter westlich, zwischen der heutigen Neustadt und dem Stadtteil Waldau.[6] Der jetzige Stadtteil Waldau wurde im Jahre 782[7] erstmals und 806[8] als „Waladala“ in der Chronik des Klosters Moissac (heute in der Bibliothèque nationale de France in Paris) erwähnt. Am 29. Juli 961 erscheint in einer Schenkungsurkunde des späteren Kaisers Otto I. eine „civitas Brandanburg“.[9] Es war lange Zeit fraglich, ob es sich dabei um Bernburg handelt. Erst im Jahre 1960 fand der Heimatforscher Franz Stieler eine Abschrift der Urkunde von 961 in einem Copiar des 15. Jahrhunderts, welches für „Brandanburg“ die erläuternde Randglosse „Berneburg“ enthält.[10] Die nächste sichere Erwähnung einer Bernburger Burg erfolgte zum Jahre 1138: Zwei Chroniken – die des Annalista Saxo und die Magdeburger Annalen – berichteten, dass die Feinde Albrechts des Bären die „Berneburch“ ansteckten, auf der seine Mutter residierte.

Neben dieser Burg bestand vermutlich auch auf dem Westufer der Saale eine weitere frühmittelalterliche Befestigungsanlage, die aus dem in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts zum Gernroder Klosterhof gewordenen ehemals fränkischen Königshof „Waladala“ hervorgegangen sein könnte. Auf dem Gebiet der Talstadt kann im Bereich der Neustädter Pfarrkirche St. Nikolai eine frühstädtische Fernhandelskaufmannssiedlung angenommen werden. Nach der Zurückdrängung des Einflusses der Askanier auf das Kloster Nienburg und den dort befindlichen bedeutenden Saaleübergang im Jahr 1166 kam der Errichtung eines sicheren Flussüberganges in Bernburg eine erhöhte Bedeutung zu.

Gemeinsam mit dem Wiederaufbau der Burg ab der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts wurde auch die Bergstädter Pfarrkirche St. Aegidien neu errichtet. Das Aegidien-Patrozinium und der aufwändige Bautyp dieser Kirche als romanische Basilika mit Vierungsturm deuten darauf hin, dass der Bau der Bergstädter Pfarrkirche Teil eines Ansiedlungsprojektes für Neusiedler aus den westlichen Teilen des Reiches war, die sich nun zur Intensivierung des askanischen Landesausbaus in Bereich der Bernburger Burg niederlassen sollten. Gleichzeitig entstand vor der Burg, im Bereich der heutigen Fischergasse, eine slawische Kietz-Siedlung. Der Verkauf landwirtschaftlicher Produkte an Fernhandelskaufleute schuf die Grundlage für die Entstehung einer Nahmarkt- und Dienstleistungssiedlung auf dem Gebiet der Bernburger Altstadt im Saaletal. Diese entwickelte sich dann in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts durch die gezielte Ansiedlung von Handwerkern und Kaufleuten und die Einbeziehung von ortsfest gewordenen Händlern der Nikolaisiedlung – die nun in einer untergeordneten, aber selbstständigen Neustadt aufging – zur gotischen Marktstadt weiter.

Der erste Beleg für eine Mühle an der Saale stammt aus dem Jahre 1219. Das Gefälle der Bernburger Saalestufe war für den Mühlenbetrieb gut geeignet. Die erste Saalebrücke wurde 1239 erwähnt. Sie wurde bis ins 20. Jahrhundert immer wieder zerstört und erneuert. 1278 erhielten Altstadt und Neustadt durch Bernhard I. von Anhalt-Bernburg das Stadtrecht. 1293 wird auf Betreiben des Abtes des Klosters Nienburg das Slawische als Gerichtssprache in Anhalt-Bernburg verboten. 1308 wurde das Bernburger Kloster (heute St. Johannes-Hospital) erstmals erwähnt, 1326 die Bergstadt. Die regionale Legende bringt den Handlungsort jener Historie, in der sich Till Eulenspiegel als Turmbläser beim Grafen von Anhalt verdingt, mit dem Bergfried des Bernburger Schlosses in Verbindung. Da aber auf der Burg Bernburg im 15. Jahrhundert zwei Bergfriede vorhanden waren und der Eulenspiegelturm im Jahr 1497 noch als „keulichter thorm“ bezeichnet wurde, kann davon ausgegangen werden, dass diese Übertragung erst als Reaktion auf die Rezeption des Eulenspiegelstoffes am Bernburger Fürstenhof erfolgte. Im Jahr 1640 ist der Name „Eulenspiegel“ für den heute erhaltenen runden Bergfried der Kernburg erstmals im Bernburger Salbuch belegt. Wegen der Einfuhr unverzollter Waren auf dem Wasserweg kam es 1426 zum Heringskrieg, einem bewaffneten Zollstreit mit der Hansestadt Magdeburg. 1526 erfolgte die Einführung der Reformation in Anhalt-Bernburg als drittem Staat der Welt, nach Kursachsen und Anhalt-Köthen. Am 21. Oktober 1530 erhielt das Erzstift Magdeburg ein Privileg des katholischen Kaisers Karl V. zur freien Saaleschifffahrt mit gleichzeitiger Erlaubnis, das Flussbett auszubauen. Als erste Maßnahme hierzu wurde noch im gleichen Jahr mit dem Bau des Wehres in Bernburg begonnen. 1559 kam es auf Initiative des begünstigten Erzstiftes zu einem Vertrag zwischen Erzbischof Sigismund und Fürst Wolfgang von Anhalt zwecks Ausbau und Sicherung der Saaleschifffahrt. Auf dieser Grundlage begann 1560 der Bau der ersten noch hölzernen Schleuse in Bernburg. Der Bereich flussabwärts der Schleuse bis zur Saalebrücke wurde seitdem als Klein-Venedig bezeichnet, der Hang oberhalb dieses Hafens als Schöner Winkel. Schon 1605 mussten wegen des damaligen Niederganges der Saaleschifffahrt Abgaben zum Unterhalt der Schleusen erhoben werden.

In den Hexenverfolgungen wurden 1555–1664 in Stadt und Amt Bernburg mindestens 46 Personen angeklagt.[11] Bekannt wurde der Hexenprozess 1617–1619 gegen die Frau des Bürgermeisters Meyhen, Barbara Meyhe.[12] Am 9. Dezember 2015 fand die Enthüllung einer Gedenktafel für die Opfer der Hexenverfolgung in Bernburg (Saale) statt am ehemaligen Pfarrhaus der Kirche St. Marien, Altstädter Kirchhof 10.[13]

1600 bis 1900Bearbeiten

 
Bernburg um 1650 (Stich von Matthäus Merian d. Ä.)

1595 zerstörte eine Überschwemmung 160 Häuser der Talstadt. 1603 wurde Bernburg Residenz- und Garnisonsstadt des Fürstentums (ab 1807 Herzogtums) Anhalt-Bernburg. Im Dreißigjährigen Krieg eroberten und plünderte im Jahre 1630 Heinrich von Holk mit seinen „Holk'schen Reiter“ die Stadt, eine Pestepidemie forderte in dieser Zeit 1700 Opfer. 1666 wütete eine Feuersbrunst in der Altstadt. Die letzte Pestepidemie suchte Bernburg 1682 heim. 1697 wurde die erste steinerne Saale-Schleuse eingeweiht.

1745 wurde in Bernburg die erste Dampfmaschine für den Bergbau konstruiert. 1757 und nochmals von 1807 bis 1813 stand Bernburg unter französischer Besatzung. Tal- und Bergstadt wurden 1825 zur Stadt Bernburg vereinigt. Die Anhalt-Cöthen-Bernburger Eisenbahn-Gesellschaft eröffnete 1846 Köthens dritten Bahnhof und damit Bernburgs erste Bahnverbindung zu den Stationen der Magdeburg-Köthen-Halle-Leipziger Eisenbahn-Gesellschaft (1840) sowie der Berlin-Anhaltischen Eisenbahn (1841).

Im Schloss wurde 1860 ein Bärenzwinger gebaut, um den ersten 1858 aus Russland eingetroffenen Braunbären zu halten. Der Zwinger wurde 1996 nach tierschutzgerechten Prinzipien erneuert.

1863 endete das Herzogtum Anhalt-Bernburg mit dem Tod des letzten Herzogs Alexander Carl. 1883 wurden die Solvay-Werke eröffnet, 1884 begann der Salzbergbau, wodurch Bernburg für kurze Zeit die größte Stadt in Anhalt war. 1891 wurde die erste Stahlbrücke über die Saale errichtet. 1895 ließ der Kreis Bernburg durch die Firma Gropius & Schmieden ein neues Krankenhaus im Pavillonstil errichten.[14]

1900 bis zur GegenwartBearbeiten

 
Bernburg 1991

1902 wurde die Stadt Solbad und bekam ein Kurhaus. 1913 wurde der Keßlerturm eingeweiht,[15][16][17] benannt nach seinem Stifter, Kommerzienrat Theodor Keßler (1839–1917), Teilhaber der Bernburger Zinngießerei L. Keßler & Sohn. 1913 begannen die Bernburger Kaliwerke (Wintershall AG) mit der Förderung. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs verlor Bernburg durch den V. Teil des Friedensvertrags von Versailles seine Garnison. Die Stadt Bernburg erwarb 1919 die Karlskaserne und baute sie zum Rathaus um. Ab dem 1. Januar 1924 war in Bernburg kein Militär mehr stationiert. In die Franz-Kaserne zog daraufhin die Landespolizei ein.

1933 wurde die Stadt Bernburg kreisfrei.

1935 wurde die neue Marktbrücke eingeweiht. Im Zuge der Aufrüstung der Wehrmacht während der Zeit des Nationalsozialismus wurde Bernburg ab 1935 wieder Garnisonsstadt. Neu erbaut wurden eine Infanterie-Kaserne an der Ilberstedter Straße und ein Fliegerhorst nordwestlich der Stadt. In Bernburg standen Teile eines Infanterie-Regiments sowie mehrere Ersatz- und Luftwaffen-Einheiten.

In dieser Zeit wurde nördlich von Strenzfeld das Werk Bernburg der Dessauer Junkers-Flugzeugwerke errichtet, wo Ju 88 montiert und auf dem anliegenden Flugplatz von der Luftwaffe übernommen wurden. 1939 bis 1940 wurde die Junkers-Siedlung gebaut.

Im Zweiten Weltkrieg wurde besonders das Junkerswerk, aber auch die Stadt Bernburg selbst ab 1940 mehrfach bombardiert (→ Big Week). Der schwerste Angriff auf Bernburg selber erfolgte am 11. April 1945 durch 85 Bomber der 9. US-Luftflotte. 49 Wohnhäuser wurden dabei zerstört oder schwer beschädigt, 456 leicht beschädigt. 84 Einwohner kamen an diesem Tag ums Leben, insgesamt bei den Bombenangriffen auf Bernburg 112 Menschen.[18] Am 12. und 13. April 1945 wurden die Saale-Brücken gesprengt.

Am 16. und 17. April 1945 wurde Bernburg durch US-Truppen besetzt.

Im November 1940 wurde in der damaligen Landes-Heil- und Pflegeanstalt Bernburg (heute Landeskrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie) die NS-Tötungsanstalt Bernburg eingerichtet und betrieben. Zwischen 1940 und 1943 wurden dort über 14.000 Menschen im Rahmen der Euthanasieprogramme Aktion T4 und Aktion 14f13 vergast. Die 1989 neu eröffnete Gedenkstätte Bernburg für die Opfer der NS-Euthanasie befindet sich am authentischen Ort in der früheren Heil- und Pflegeanstalt bzw. dem heutigen Landeskrankenhaus.[19]

Das Gedenkbuch des Bundesarchivs für die Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung in Deutschland (1933–1945) verzeichnet namentlich 70 jüdische Einwohner Bernburgs, die deportiert und größtenteils ermordet wurden.[20]

Vom 1. bis 5. Juli 1945 löste die Rote Armee die US-Armee ab. Bernburg wurde Garnisonsstadt der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland und blieb dies bis zum Abzug der Truppen am 22. November 1990.[21] Die Solvay GmbH (Soda-, Ätznatron- und Zementherstellung) verfielen der Demontage mit Abtransport in die Sowjetunion.[22] 1950 begann unter Vorsitz der gebürtigen Bernburgerin Hilde Benjamin ein Prozess gegen die Solvay-Werkleitung. 1952 konnte ein neu aufgebauter Betrieb wieder mit der Produktion von Soda beginnen. Am 17. Juni 1953 kam es im Soda-Werk zu Streiks mit der Forderung nach Auflösung der SED.[23] 1962 begann ein neues Zementwerk mit seiner Produktion.

1961 wurde im Stadtteil Strenzfeld die Hochschule Bernburg gegründet, die seit 1991 Teil der Hochschule Anhalt ist. Die Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau Sachsen-Anhalt hat dort ebenfalls ihren Sitz.

Am 30. Oktober 1989 kam es zur ersten Montag-Demonstration mit 3000 Teilnehmern, im Rahmen der Friedlichen Revolution in der DDR.

1991 konnte die an den Konzern rückübertragene Solvay Alkali Bernburg GmbH mit 950 Beschäftigten ihre Tätigkeit aufnehmen/weiterführen. Im Jahr 2011 feierte die Stadt ihr 1050-jähriges Jubiläum. In Vorbereitung dieses Ereignisses hat die Stadt das Buch 1050 Jahre Bernburg (Saale) in Anhalt – Ein Jubiläumsbuch herausgebracht. Am 4. Dezember 2015 wurde Bernburg als 44. Stadt der Ehrentitel Reformationsstadt Europas durch die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa verliehen.[24]

EingemeindungenBearbeiten

Die Eingemeindungen nach Bernburg fanden in den Jahren 1871 (Waldau), 1926 (Dröbel), 1927 (Roschwitz), 2003 (Aderstedt)[25] und 2010 (sieben Gemeinden)[26] statt.

Eingemeindungen in jetzige Ortsteile von Bernburg fanden hauptsächlich 1950 statt.[27]

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Aderstedt 1. Januar 2003
Baalberge 1. Januar 2010
Biendorf 1. Januar 2010
Crüchern 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Wohlsdorf
Dröbel 1. Oktober 1926
Gröna 1. Januar 2010
Kleinwirschleben 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Baalberge
Leau 1. Januar 1957 Eingemeindung nach Preußlitz
Oberpeißen 1. Juli 1950 Zusammenschluss mit Unterpeißen zu Peißen
Peißen 1. Januar 2010
Plömnitz 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Preußlitz
Poley 1. Januar 2010
Preußlitz 1. Januar 2010
Roschwitz 1. Oktober 1927
Unterpeißen 1. Juli 1950 Zusammenschluss mit Oberpeißen zu Peißen
Waldau 1. Januar 1871
Wohlsdorf 1. Januar 2010

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 jeweils am 31. Dezember):

 
Einwohnerentwicklung von Bernburg von 1817 bis 2018
 
Bevölkerungspyramide für Bernburg (Datenquelle: Zensus 2011[28])
  • 1817: ca. 7.000 1
  • 1830: 5.995
  • 1880: 18.602
  • 1889: 27.893
  • 1890: 34.418
  • 1910: 33.695
  • 1919: 33.028
  • 1925: 34.631
  • 1928: 37.200
  • 1946: 53.367 2
  • 1950: 49.000 3
  • 1960: 44.464
  • 1965: 45.799
  • 1970: 45.367
  • 1975: 43.861
  • 1980: 42.262
  • 1981: 41.232
  • 1984: 40.882
  • 1985: 40.786
  • 1990: 39.901
  • 1995: 35.902
  • 2000: 33.825
  • 2001: 33.244
  • 2002: 32.599
  • 2003: 32.618
  • 2004: 32.202
  • 2005: 32.618
  • 2006: 32.202
  • 2007: 31.883
  • 2008: 31.329
  • 2009: 30.329
  • 2010: 35.516 4
  • 2011: 35.224
  • 2012: 34.481
  • 2013: 34.121
  • 2015: 33.920
  • 2016: 33.536 5
  • 2017: 32.876 5
  • 2018: 32.674 5

Datenquelle: Webseite Stadt Bernburg:
1 lt. Wilhelm von Kügelgen: Jugenderinnerungen eines alten Mannes.
2 29. Oktober
3 31. August
4 Eingemeindungen
5 Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden

Sprachentwicklung (Mundart)Bearbeiten

In Bernburg wird heutzutage ein regional eingefärbtes Hochdeutsch gesprochen. Die Dialekte in Sachsen-Anhalt weisen jedoch in der Region um die ehemaligen Residenzstädte Dessau, Köthen und Bernburg sowie teilweise auch Zerbst eine charakteristische Mundart auf. Ein typischer Regiolekt ist hier die Anhaltische Mundart („Das Anhaltische“), die bis in die Gegenwart in der Literatur als Prosa und auch als Lyrik gepflegt wird.[29][30] Sie umfasst ein Siedlungsgebiet der ehemaligen Fürstentümer und späteren Herzogtümer Anhalt-Dessau, Anhalt-Köthen, Anhalt-Bernburg mit zeitweilig Anhalt-Plötzkau sowie nördlich angrenzend teilweise Anhalt-Zerbst.

PolitikBearbeiten

Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 40,57 %
 %
40
30
20
10
0
38,9 %
25,5 %
13,4 %
7,7 %
7,6 %
4,2 %
2,7 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+7,7 %p
+3,2 %p
-1,5 %p
-7,3 %p
+2,7 %p
-4,0 %p
-0,8 %p

StadtratBearbeiten

Die 40 Sitze im Stadtrat von Bernburg sind nach der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 folgendermaßen verteilt:[31]

Partei / Liste Sitze G/V
CDU 16 − 3
LINKE 10 ± 0
SPD 5 − 1
FDP 3 − 3
GRÜNE 3 + 1
BBG1 2 − 1
NPD2 1 ± 0

1 Bernburger Bürgergemeinschaft
2 ohne Fraktionsstatus

OberbürgermeisterBearbeiten

 
Rathaus, Sitz des Oberbürgermeisters

Oberbürgermeister ist seit 1. März 2008 Henry Schütze (parteilos). Bei der Wahl im November 2007 wurde er von der CDU nominiert. Bei der Wahl am 16. November 2014 wurde er mit 73,9 % der gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 27,2 % im Amt bestätigt.[32]

Sein Vorgänger im Amt des Bürgermeisters sowie Oberbürgermeisters von 1990 bis 2008 war Helmut Rieche (CDU).

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Silber eine rote Burg mit schwarzgefugter Zinnenmauer, offener Rundbogentoröffnung sowie zwei gezinnten Türmen mit golden beknäuften blauen Spitzdächern und je drei (2:1) schwarzen Fensteröffnungen, die untere Öffnung rund. In der Toröffnung ein Wappenschild: gespalten, vorn in Silber ein roter Adler am Spalt, hinten von Schwarz und Gold neunmal geteilt, schräg belegt mit einem grünen Rautenkranz. Zwischen den Türmen auf den Mauerzinnen ein rot gefütterter silberner Spangenhelm – die Spangen golden – mit goldener Krone; die Helmdecken rechts rot/silber, links schwarz/golden. Aus der Krone aufsteigend zwei bekleidete übereck von Schwarz und Gold quadrierte, sich kreuzende Menschenarme, in den Händen grüne Pfauenfedern.“[33][34]

FlaggeBearbeiten

Die Flagge der Stadt Bernburg (Saale) zeigt die Farben Schwarz und Gold (Gelb), gestreift mit Stadtwappen.

VerwaltungBearbeiten

 
Landratsamt des Salzlandkreises

Im Zuge der Gemeindegebietsreform in Sachsen-Anhalt wurden die Gemeinden Baalberge, Biendorf, Gröna, Peißen, Poley, Preußlitz und Wohlsdorf in die Stadt Bernburg (Saale) eingemeindet und bilden die Einheitsgemeinde Bernburg (Saale) mit Sitz in der Stadt. Seit dem 1. Juli 2007 ist Bernburg Verwaltungssitz des neu gegründeten Salzlandkreises. Zuvor war die Stadt Sitz des Landkreises Bernburg.

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die unter Denkmalschutz stehenden Bauwerke der Stadt sind in der Liste der Kulturdenkmale in Bernburg (Saale) aufgeführt.

ProfanbautenBearbeiten

 
Schloss Bernburg

KirchenBearbeiten

 
Nikolaikirche
  • Die Dorfkirche St. Stephan im Stadtteil Waldau (12. Jahrhundert, erste Erwähnung 964) ist die älteste ihrer Art in Sachsen-Anhalt und Teil der Straße der Romanik.
  • „Neue“ Kirche Waldau im Stadtteil Waldau (auch als „Rote Kirche“ bezeichnet)
  • Dorfkirche St. Stephan im Stadtteil Dröbel
  • Marienkirche in der Bernburger Altstadt, gotisch, 13. Jahrhundert, mit Büsten aus der Schule des Conrad von Einbeck
  • Nikolaikirche in der Bernburger Neustadt
  • Schlosskirche Bernburg St. Aegidien, auf dem Schlossberg Bernburg, Barock, mit Fürstengruft
  • Neuapostolische Kirche
  • Martinskirche
  • St. Bonifatius, in der Bergstadt Bernburg, römisch-katholisch, erbaut Mitte des 19. Jahrhunderts
  • St. Petri im Stadtteil Gröna
  • Baalberger Dorfkirche St. Nicolai
  • Biendorfer Dorfkirche
  • Leauer Dorfkirche St. Wolfgang
  • Peißner Dorfkirche St. Wenzels
  • Poleyer Dorfkirche St. Cyriacus
  • Preußlitzer Dorfkirche
  • Wohlsdorfer Dorfkirche

FriedhöfeBearbeiten

 
Ehrenmal für Gefallene des Ersten Weltkriegs (Friedhof II)
  • Friedhof I (erster Friedhof in Bernburg): „Alte Bibel“, so genannt wegen der Bibelsprüche auf jedem Grabstein; heute Park, Grabtafel an der Mauer und das Grabmal der Familie Keßler mit Standbild
  • Ehrenanlagen auf den Friedhöfen II und III für Zwangsarbeiter verschiedener Nationalitäten, die in den Solvay-Werken Opfer der NS-Zwangsarbeit wurden
  • Gedenkstätte an der Südmauer des Friedhofs III mit der Asche von 80 bei der T4-Aktion Ermordeten
  • Sowjetischer Ehrenfriedhof am Martinsplatz (zu DDR-Zeiten Platz der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft) für 665 Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aus der Sowjetunion, Polen und Frankreich
  • Grab des Kabarettisten Peter Pan auf dem Friedhof III
  • Israelitischer Friedhof
  • Kriegsgräberstätte auf dem Friedhof II (Parkstraße) für 206 Kriegstote des Ersten und 299 des Zweiten Weltkriegs, überwiegend in den Bernburger Lazaretten verstorbene Verwundete. Auch 28 Opfer der Bombardierungen liegen auf diesem Friedhof.

SportBearbeiten

In Bernburg gibt es mehrere Sportvereine. Die bekanntesten sind der TV Askania Bernburg, dessen Fußballer in der Oberliga Nordost auflaufen, und der SV Anhalt Bernburg, der mehrere Jahre in der 2. Handball-Bundesliga spielte.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

StraßeBearbeiten

Bernburg liegt an der Bundesautobahn 14, die Magdeburg im Norden mit Halle und Leipzig im Süden verbindet. Westlich der Stadt liegen an der A 14 die Anschlussstelle Staßfurt und das Autobahnkreuz Bernburg. An letzterem beginnt die Bundesautobahn 36 nach Braunschweig, die aus der B185 übergeht. Die B185 dient zur nördlichen Umfahrung Bernburgs und ist dreispurig ausgebaut.

In Bernburg kreuzen sich des Weiteren die Landesstraße 50 (Halle–Magdeburg, ehemalige Bundesstraße 71) und die Bundesstraße 185 (KöthenAschersleben). Südlich von Bernburg ist der alte Verlauf der L 50 seit 2010 wegen eines Erdfalls gesperrt. Der Neubau der südlicheren Trasse der L 50 wurde 2015 freigegeben.

Geplant war zudem, die Bundesautobahn 71 SchweinfurtSangerhausen bis nach Bernburg zur A 14 zu verlängern. Diese Pläne werden jedoch im Moment nicht weiter verfolgt.

SchieneBearbeiten

 
Bahnhof Bernburg 2009

Bernburg hat seit 1846 Bahnanschluss nach Köthen, nach der Streckenverlängerung ab 1865 auch nach Aschersleben. Das Bahnhofsgebäude stammt ebenfalls aus diesem Jahr. Seit 1889 besteht Verbindung über Baalberge nach Könnern sowie seit 1899 nach Calbe (Saale) Ost.[37]

Der Bahnhof wird stündlich von der Regionalbahn Aschersleben–Güsten–Bernburg–Köthen–Dessau bedient. Weiterhin verkehren im Zweistundentakt eine Regionalbahn nach Calbe (Saale) und Magdeburg Hbf sowie eine Regionalbahn über Könnern nach Halle (Saale) Hauptbahnhof. Bernburg hat somit einen direkten Bahnanschluss an alle drei Oberzentren von Sachsen-Anhalt. Der nächstgelegene Fernverkehrshalt ist der Bahnhof Köthen.

In den Jahren 2010 und 2011 wurde der Bahnhof modernisiert und barrierefrei; es wurde im Rahmen der Konjunkturprogramme aus Bundesmitteln die Personenunterführung erneuert und Aufzüge neu gebaut. Zusätzlich wurden die Bahnsteige 1 und 2/3 und deren Zugänge neu gebaut, das Dach des Bahnsteigs 1 saniert und die Beleuchtung der Bahnsteige 1 und 2/3 erneuert.[38] Außerdem soll der stadtfern gelegene Haltepunkt Friedenshall durch einen Haltepunkt in Roschwitz ersetzt werden.[39]

Im Bernburger Krumbholz fährt eine Parkeisenbahn. Außerdem betreibt das ansässige Sodawerk eine eigene Werksbahn, die vor allem durch eine weitere Saalebrücke im Stadtbild auffällt.

ÖPNVBearbeiten

Zahlreiche Buslinien erschließen Bernburg und verbinden die Stadt mit der Region. Betrieben wird das Busnetz von der Kreisverkehrsgesellschaft Salzland mbH.

Den innerstädtischen Verkehr bediente von 1897 bis 1921 die Straßenbahn Bernburg.

WasserBearbeiten

Weiterhin ist auch die Saale als Transportweg von Bedeutung. Die Stadt setzt sich für einen Ausbau der Saale insbesondere auf dem Abschnitt von der Schleuse in Calbe bis zur Elbe ein.[40]

Ansässige UnternehmenBearbeiten

 
Schwenk-Zementwerk

Die größten Betriebe sind:

  • ein Werk von Schwenk Zement
  • ein Sodawerk der (Solvay GmbH)
  • das zur esco GmbH & Co.KG gehörende Steinsalzbergwerk Bernburg mit etwa 425 Beschäftigten[41]
  • die Serumwerk Bernburg AG[42] („Pulmotin“)
  • die Wohlgemuth Süßwaren GmbH (Schaumzucker, Kaugummikugeln)
  • die Meisterbäckerei Steinecke betreibt in Bernburg einen ihrer größten Produktionsbetriebe
  • die COIL GmbH, Tochterunternehmen der belgischen Gruppe United Anodisers SA, Aluminiumbeschichtungen
  • ein Lidl-Logistikzentrum
  • die ALMECO GmbH, ein Tochterunternehmen der italienischen ALMECO-Gruppe, Herstellung von Aluminiumprodukten für solarthermische Anlagen
  • AUREC (Abfall-Bergversatz und Versatzbaustoffe), Tochtergesellschaft der REMEX Mineralstoff GmbH
  • Befesa Aluminium Germany GmbH Bernburg, Recycling von Aluminiumreststoffen[43]

Bernburg ist darüber hinaus Sitz der Deutschen TierparkGesellschaft e. V.[44]

MedienBearbeiten

In Bernburg erscheint eine Lokalausgabe der Mitteldeutschen Zeitung (MZ) aus Halle. Weiterhin erscheinen Lokalausgaben der kostenlosen Anzeigenblätter SuperSonntag und Wochenspiegel. Lokalnachrichten im TV sendet das Regionalfernsehen Bitterfeld-Wolfen (RBW).

Über den Sender Bernburg werden die Hörfunkprogramme von Radio SAW und Rockland Sachsen-Anhalt abgestrahlt.

BildungBearbeiten

 
Gymnasium Carolinum Bernburg, Gebäude Schlossgartenstraße 14 (zugleich Verwaltungssitz)

In Bernburg gab es 2019 sechs Grundschulen, darunter eine evangelische Schule.[45] Zwei der staatlichen Grundschulen – Franz Mehring-Schule und Grundschule „Adolph Diesterweg“ – nutzen denkmalgeschützte Gebäude.[46] Weiter gibt es in Bernburg zwei Förderschulen, eine Freie Sekundarschule sowie die Sekundarschule „Campus Technicus“.[45]

Bernburg hat ein Gymnasium, das Carolinum Bernburg. Zu Beginn des Schuljahres 2003/2004 wurden dazu das Friederiken-Gymnasium, das Hermann-Hellriegel-Gymnasium und das alte Gymnasium Carolinum verschmolzen.[47]

Im Ortsteil Strenzfeld befindet sich die frühere Landwirtschaftliche Hochschule, die 1991 ein Teilbereich der Hochschule Anhalt wurde. Hier findet weiterhin die Forschung und Lehre im Bereich Landwirtschaft (insbesondere Forschung in Pflanzenbau und zu Bioeffektoren), Ökotrophologie, Naturschutz, Landschaftsarchitektur und Wirtschaftswissenschaften statt.

Behörden und GerichteBearbeiten

Bernburg ist Sitz des Amtsgerichts Bernburg und der Verwaltung des Landkreises.

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Hans Peper: Geschichte der Stadt Bernburg. Druck und Verlag von Gustav Kunze (Dornblüth Nachf.), Bernburg 1938, DNB 361277067.
  • Ernst Müller: Geschichte, Kultur und Wirtschaft von Bernburg, der 800 Jahre alten Stadt an der Saale. Hrsg. von Stadtverwaltung Bernburg und Verkehrs- und Heimatverein Bernburg. Trommler-Druck, Bernburg, o. J. [ca. 1938], OCLC 254562513.
  • Franz Stieler: Beiträge zur Geschichte von Stadt, Burg und Land Bernburg. 1. Teil: Wann tritt Bernburg in das Licht der Geschichte? Rat der Stadt, Bernburg 1961, DNB 454886276.
  • Stadt Bernburg (Hrsg.): 1000 Jahre Bernburg. Rat der Stadt, Bernburg 1961, DNB 450407675.
  • Volker Ebersbach: Geschichte der Stadt Bernburg in zwei Bänden. Band 1. Anhaltische Verlagsgesellschaft, Dessau 1998, ISBN 3-910192-65-3 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  • Volker Ebersbach: Geschichte der Stadt Bernburg in zwei Bänden. Band 2: Geschichte der Stadt Bernburg im 20. Jahrhundert. Anhaltische Verlagsgesellschaft, Dessau 2000, ISBN 3-910192-79-3.
  • Stadt Bernburg (Hrsg.): 1050 Jahre Bernburg (Saale) in Anhalt. Ein Jubiläumsbuch. Bernburg 2011, ISBN 978-3-00-033108-4.
  • Dieter Gerst: Bernburg. Eine Perle an der Saale. Sutton Verlag, Erfurt 2012, ISBN 978-3-95400-088-3 (Vorschau in der Google-Buchsuche).

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bernburg (Saale) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Bernburg – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31. Dezember 2018 (PDF) (Fortschreibung) (Hilfe dazu).
  2. Deutscher Wetterdienst: Normalperiode 1961–1990. (Nicht mehr online verfügbar.) In: dwd.de. Archiviert vom Original am 23. September 2015; abgerufen am 9. Juli 2018 (kein einschlägiges Memento).
  3. Niederschlag 1961–1990. (txt) (Nicht mehr online verfügbar.) In: dwd.de. Archiviert vom Original am 2. Dezember 2015; abgerufen am 27. August 2019 (Standort 445). –
    Temperatur 1961–1990. (txt) (Nicht mehr online verfügbar.) In: dwd.de. Archiviert vom Original am 2. Dezember 2015; abgerufen am 27. August 2019 (Standort 445).
  4. Andreas Kleineberg, Christian Marx, Eberhard Knobloch, Dieter Lelgemann: Germania und die Insel Thule. Die Entschlüsselung von Ptolemaios’ „Atlas der Oikumene“. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2011.
  5. Matthias Schulz: Google Earth in der Antike. In: Der Spiegel. Nr. 39, 2010, S. 125 ff. (online). Abgerufen am 4. Oktober 2013.
  6. Karsten Falke: Warum wir 1.050 Jahre Bernburg feiern – Zur Forschungsgeschichte über das Alter von Bernburg. Festvortrag im Rahmen der Festveranstaltung zum 1.050-jährigen Jubiläum der Stadt Bernburg am 22. Mai 2011 im Carl-Maria-von-Weber-Theater in Bernburg. 2. September 2011 (val-anhalt.de (Memento vom 11. Oktober 2017 im Internet Archive) [PDF; 2,1 MB] Druckfassung).
  7. Otto Schlüter, Oskar August (Hrsg.) unter Mitwirkung zahlreicher Fachwissenschaftler: Atlas des Saale- und mittleren Elbegebietes. Verlag Enzyklopädie, Leipzig 1958–1960, Beiheft (Teil 2), S. 151: „Hier lag ein 782 genannter fränkischer Königshof“.
  8. RI I n. 419b. In: Regesta Imperii Online, abgerufen am 15. März 2015: Karl der Jüngere „hält in Waladala (wahrscheinlich Waldau gegenüber Bernburg, Simson Karl d. Gr. 2,356 n. 1, nicht Waldau bei Schleusingen, wofür auch Förstemann Ortsnamen 1529) den heertag ab“.
  9. „Otto I. in Ohrdruf schenkt dem kloster S. Moriz zu Magdeburg den zehnten von allen fruchten und allen nutzungen, von welchen die christen in den gauen und burgen: […] in Nudzici mit Wettin, Lobejun, Rothenburg, Loponoh (nach Böttger l. c. 4, 29 Löbnitz, kr. Teicha), Trebnitz und Brandanburg (unbekannt) […] zu entrichten haben“ (veralteter Sachstand vor 1961). RI II,1 n. 305. In: Regesta Imperii Online, abgerufen am 17. Juli 2015.
  10. Franz Stieler: Wann tritt Bernburg in das Licht der Geschichte. – Beiträge zur Geschichte von Stadt, Burg und Land Bernburg, 1. Teil. Bernburg 1961.
  11. Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung in Bernburg (Saale). In: anton-praetorius.de, abgerufen am 9. Mai 2016 (PDF; 21 kB).
  12. Hexenausstellung im Museum Schloss Bernburg (Memento vom 12. April 2013 im Webarchiv archive.today). In: bwg-bernburg.de, abgerufen am 5. Oktober 2017.
  13. Erinnerung an Hexenverfolgung. In: Mitteldeutsche Zeitung. 10. Dezember 2015, S. 8.
  14. Stefan Wolter: Eine Musteranstalt zum Heile und dem Kreis zur Ehre. Vom Kreiskrankenhaus zum Klinikum Bernburg. 115 Jahre Geschichte an der Kustrenaer Straße. Quedlinburg 2011.
  15. Hans Peper: Die Geschichte der Stadt Bernburg. Gustav Kunze (Dornblüth Nachf.), Bernburg 1938, S. 376.
  16. Otto Dorn: Die Geschichte des Keßlerturms. In: Mitteldeutsche Zeitung. 8. Februar 1997 ff. (in 4 Teilen + Schluss).
  17. Volker Ebersbach: Geschichte der Stadt Bernburg in zwei Bänden. Band 2: Geschichte der Stadt Bernburg im 20. Jahrhundert. Anhaltische Verlagsgesellschaft, Dessau 2000, S. 31.
  18. Olaf Groehler: Anhalt im Luftkrieg. 1940–1945. Anhaltische Verlagsanstalt, Dessau 1993, ISBN 3-910192-05-X, S. 164, 172.
  19. Onlineauftritt der Gedenkstätte Bernburg. In: gedenkstaette-bernburg.de, abgerufen am 5. Oktober 2017.
  20. Gedenkbuch. Suche im Namenverzeichnis. Suchen nach: Bernburg – Wohnort. In: bundesarchiv.de, abgerufen am 10. Oktober 2017.
    Projekt „STOLPERSTEINE in Bernburg“. In: bernburg.de, abgerufen am 10. Oktober 2017.
  21. Offizielle Webseite der Stadt Bernburg: Das ausgehende 20. Jahrhundert im Detail.
  22. 1050 Jahre Bernburg (Saale) in Anhalt. Bernburg 2011, S. 299, 300.
  23. 1050 Jahre Bernburg (Saale) in Anhalt. Bernburg 2011, S. 300.
  24. Stadtporträt zu Bernburg a. d. Saale: Reformationsstadt Bernburg. Wo selbst der Fürst durch die enge Pforte passt. In: reformation-cities.org, abgerufen am 4. Oktober 2017.
    Bernburg. In: r2017.org, abgerufen am 4. Oktober 2017.
  25. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003.
  26. StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010
  27. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  28. Zensusdatenbank
  29. Georg Müller: Mei Anhalt, wu ich heeme bin. Mundartgeschichten und Gedichte. Zusammengestellt und hrsg. von Gunnar Müller-Waldeck. Anhalt Edition, Dessau 2009, ISBN 978-3-936383-15-7.
  30. Heribert Pistor: De Rickfahrkoarte odder: Nochwas uff Aanhält’sch. Hundert Mundartgedichte in anhaltischem Dialekt (= Anhält’sche Jetichte. Band 4). Anhalt Edition Dessau, Dessau-Roßlau 2018, ISBN 978-3-936383-29-4.
  31. Stadtratswahl 2014 der Stadt Bernburg (Saale). In: bernburg.de, abgerufen am 6. Oktober 2017 (PDF; 234 kB; Zusammensetzung des Gemeinderates).
  32. Bekanntmachung der Stadt Bernburg vom 18. November 2014. In: bernburg.de, abgerufen am 6. Oktober 2017 (PDF; 7 kB).
  33. § 2 Hauptsatzung der Stadt Bernburg (Saale) vom 12. September 2014. In: bernburg.de, abgerufen am 10. Oktober 2017 (PDF; 254 kB).
  34. Stadtporträt. In: bernburg.de, abgerufen am 10. Oktober 2017.
  35. Bernburg: BERNBURG * 1 g SOOLBAD BERNBURG STÄRKSTE SOOLE DEUTSCHLANDS (Deutsches Reich 1916–1923) Gerät: Maschinenstempel Normale Stempelfarbe: schwarze Stempelfarbe auf Ölbasis Verwender: Postamt | Verwendung als: Gelegenheitsstempel Typ: MAS (Maschinenstempel, siehe Profimodus) 60 mm x 22 mm / Form: Kreisstempel, Entwerter links: Werbeeinsatz ohne Umfassungslinie, Text im Entwerterteil: SOOLBAD BERNBURG STÄRKSTE SOOLE DEUTSCHLANDS Hersteller: Universal/Standard Textzeilen im Stempel: Ein Textbogen oben, vier Textzeilen (bo4z) Schriftart: Grotesk Verwendungszeit: 9. Juli 1921 bis 13. April 1923. Stempel-Datenbank zu Bernburg, abgerufen am 22. Dezember 2017
  36. Otto Köhler: Das Kloster der Marienknechte in Bernburg. Ein Beitrag zur anhaltischen Geschichte. Meyer, Bernburg 1889. (Digitalisat)
  37. Deutsche Bahn AG: Frischzellenkur für Bahnhof Bernburg beendet. In: gateo.de. LayerMedia, Inc., 23. Februar 2011, abgerufen am 2. Februar 2012 (Pressemeldung).
  38. Konjunkturprogramm, Ausgewählte Highlights, Bernburg, geplante Maßnahmen. (Nicht mehr online verfügbar.) www.bahnhof.de, ehemals im Original; abgerufen am 2. Februar 2012 (keine Mementos).@1@2Vorlage:Toter Link/www.bahnhof.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)
  39. Eisenbahn-Bundesamt: Feststellung über das Unterbleiben einer Umweltverträglichkeitsprüfung für das Vorhaben „Neubau Verkehrsstation Bernburg-Roschwitz“, Strecke 6420 Köthen-Aschersleben (Memento vom 10. April 2016 im Internet Archive). In: eba.bund.de, abgerufen am 6. Oktober 2017 (PDF; 123 kB).
  40. Verkehrsweg Saale (Memento vom 24. Juli 2012 im Webarchiv archive.today). In: bernburg.de, abgerufen am 6. Oktober 2017.
  41. Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt: Bergwerke und Tiefbaubetriebe in Sachsen-Anhalt (Memento vom 10. September 2012 im Webarchiv archive.today). In: sachsen-anhalt.de, abgerufen am 6. Oktober 2017.
  42. Serumwerk Bernburg AG. In: serumwerk.com, abgerufen 6. Oktober 2017.
  43. Befesa. In: befesaaluminium.com, abgerufen am 6. Oktober 2017.
  44. Satzung. (PDF; 94 kB) In: deutsche-tierparkgesellschaft.de. 23. März 2016, archiviert vom Original am 10. April 2015; abgerufen am 4. April 2015 (beschlossen am 7. April 2011 in Cadenberge).
  45. a b Schulverzeichnis auf dem Bildungsserver Sachsen-Anhalt.
  46. Siehe Nachweise in Liste der Kulturdenkmale in Bernburg (Saale)
  47. Zur Geschichte der Gymnasien siehe auch deren Jahresberichte: Jahresbericht des Herzoglichen Realgymnasiums und der Gemeinschaftlichen Vorschule der Beiden Gymnasien zu Bernburg für Ostern … bis Ostern … (bspw. 3.1884/85 [1885] und 4.1885/86 [1886], Digitalisat).