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OrtsteileBearbeiten

Gelderswoude, Weipoort, Westeinde, Zoeterwoude-Dorp, Zoeterwoude-Rijndijk und Zuidbuurt.

GeschichteBearbeiten

Der Name ZoeterwoudeBearbeiten

Der Ursprung des Namens Zoeterwoude ist nicht vollständig zu ermitteln. Vermutlich wurde das Dorf nach dem Flüsschen de Suet oder de Swet benannt. Suet bzw. Swet bedeutet wohl „süß“.

Der Ursprung von ZoeterwoudeBearbeiten

Zoeterwoude entstand aus einzelnen Siedlungen den Deich des alten Rijns (Rheins) entlang. Schon im Jahr 40 entstand hier ein Römerlager. Am südlichen Ufer des Rijns wurde ein Weg errichtet. An diesem Weg entstanden langsam einige Häuser. Um 750 entstanden auch einige Gebäude im heutigen Weipoort. Dort baute der heilige Lebuinus eine kleine Kirche in einem Ort, der damals Suetan genannt wurde. Es steht noch nicht fest, wo dieses Dorf gelegen hat. Es wird angenommen, dass es an der Mündung des Weipoortsen Vliets lag.

Auch andere Dörfer im heutigen Zoeterwoude waren früh bekannt. So wird schon 857 von einem Rodanburg (heute Roomburg) berichtet. Auch ein Northa (heute vielleicht Noord Aa) wird in der Liste der Besitzungen der St. Maartenskerk in Utrecht erwähnt. Im 11. Jahrhundert wurden Waldmannerveen (heute vielleicht das Gebiet von Zoeterwoude-Dorp) und Boschusa.

Nach 1200Bearbeiten

Um 1200 gab es mehrere Sturmfluten, die das Gebiet überschwemmten. Viele Einwohner zogen nach Leiden. Andere haben Suetan an der Mündung des Suet/Swet verlassen und sind in das Gebiet gezogen, in dem Zoeterwoude entstanden ist. Im Jahr 1205 kommt der Name Zoeterwoude als Sotrewold zum ersten Mal vor. 1276 wurde es als Soetrewold bezeichnet.

Von 1300 bis heuteBearbeiten

Um 1300 wurden die Gemeindegrenzen festgelegt. Zoeterwoude gehörte nach der Fläche zu den größeren Gemeinden der Niederlande. Ein großer Teil des Gebietes ist nicht viel später von umliegenden Gemeinden, insbesondere von Leiden, annektiert worden. 1414 wird der Hoge Rijndijk erhöht und 1446 wird der Name Weipoort zum ersten Mal erwähnt. 1450 wird die erste Brücke zwischen Leiderdorp und Zoeterwoude errichtet. Um das Schussfeld für ihre Kanonen zu vergrößern hat die Bevölkerung von Leiden 1574 Zoeterwoude abgebrannt und die Polder unter Wasser gesetzt. 1650 wurde das mittlerweile unbewohnte Dorf wiederum neu erbaut. Ab 1800 gab es mehrere Umgemeindungen in die Stadt Leiden. Dadurch wurde das Gemeindegebiet von Zoeterwoude ständig kleiner. Nach der Errichtung der A4 wurde die Autobahn zur neuen Grenze zwischen Leiden und Zoeterwoude. Bis jetzt konnte sich die Gemeinde gegen ihre mögliche Auflösung erfolgreich wehren.

PartnergemeindeBearbeiten

Seit 1993 unterhält Zoeterwoude partnerschaftliche Beziehungen zur Kleinstadt Osieczna in Polen.

PolitikBearbeiten

Sitzverteilung im GemeinderatBearbeiten

Kommunalwahlen 2018[2]
 %
50
40
30
20
10
0
41,2
31,2
17,9
9,7
PZ
SBZ
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-5,2
-7,8
+3,3
+9,7
PZ
SBZ

Die Kommunalwahlen vom 21. März 2018 ergaben folgende Sitzverteilung:

Partei Sitze[3]
2006 2010 2014 2018
Progressief Zoeterwoudea 5 5 6 6
CDA 6 6 5 4
VVD 2 2 2 2
Senioren Belangen Zoeterwoude 1
Gesamt 13 13 13 13

BürgermeisterBearbeiten

Seit dem 13. Dezember 2004 ist Liesbeth Bloemen (CDA) amtierende Bürgermeisterin der Gemeinde. Zu ihrem Kollegium zählen die Beigeordneten Ton de Gans (CDA), Ruud Bouter (Progressief Zoeterwoudea) sowie die Gemeindesekretärin Wilma Zoetemelk-van der Hulst.[4]

Anmerkungen
a Bündnis von PvdA, GroenLinks und D66
 
Dorfkirche in Zoeterwoude-Dorp

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Im Gemeindegebiet gibt es zwei römisch-katholische Kirchen, die in den Jahren um 1900 gebaut wurden, und die niederländisch-reformierte Dorfkirche.

Das Schloss Swieten ist ein ehemaliges Wasserschloss.

WirtschaftBearbeiten

Auf dem Areal von Schloss Swieten befindet sich heutzutage die Vertriebszentrale für die Niederlande der Bierbrauerei Heineken. Auch deren größte Braustätte steht in Zoeterwoude. Die Vertriebszentrale zieht im ersten Quartal 2020 um in den neuerbauten Hochhauskomplex Lorentz im Zentrum von Leiden. Der Bierkonzern verlässt Zoeterwoude aber nicht ganz. Die Braustätte und die dazugehörige Heineken Netherlands Supply Industry bleiben. Hierfür wird jedoch ein neues Gebäude entwickelt.[5]

Zoeterwoude ist auch Hauptsitz der Unternehmensgruppe Zandbergen. Die Gruppe ist einer der führenden Fleischimporteure Europas und erzielte 2017 einen Umsatz von 580 Millionen Euro.[6][7]

Töchter und Söhne der GemeindeBearbeiten

Sonstige mit dem Ort verbundene Persönlichkeiten:

WeblinksBearbeiten

  Commons: Zoeterwoude – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand. In: StatLine. Centraal Bureau voor de Statistiek (niederländisch)
  2. Ergebnis der Kommunalwahlen: 2014 2018, abgerufen am 13. Juni 2018 (niederländisch)
  3. Sitzverteilung im Gemeinderat: 2006 2010 2014 2018, abgerufen am 13. Juni 2018 (niederländisch)
  4. College van B&W Gemeente Zoeterwoude, abgerufen am 13. Juni 2018 (niederländisch)
  5. https://www.omroepwest.nl/nieuws/3823081/Heineken-verhuist-kantoor-van-Zoeterwoude-naar-centrum-Leiden
  6. https://www.sprout.nl/artikel/nieuwsupdate/europese-webwinkels-verkopen-meer-nederland-mark-zuckerberg-gaf-zelfgedode-geit
  7. Grote vleeshandelaar start verkoop van 100% plantaardige burger (Paywall)